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Bis zu 1.000 €: Muss Dazn Dir Geld erstatten?

Die Verbraucherzentrale klagt gegen Preiserhöhungen des Streaminganbieters. Noch bis 25.9. kannst Du mitmachen.

Expertin für Recht - Dr. Britta Beate Schön
Von Dr. Britta Beate Schön, Larissa Glas und Manuel Vonau
Bis zu 1.000 € möglich: Muss DAZN Dir Geld erstatten?
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Der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) hält einseitige Preiserhöhungen von DAZN für rechtswidrig. Wenn Du davon betroffen bist, sollst Du durch die Sammelklage vor dem Oberlandesgericht (OLG) Hamm zu viel gezahlte Beträge zurückbekommen. Laut vzbv hat das OLG in der mündlichen Verhandlung am 4. September ebenfalls Bedenken gegen die Erhöhungen geäußert.

Diese Preiserhöhungen sind betroffen

In der Sammelklage geht es um zwei Fälle, in denen DAZN die Preise für laufende Verträge (monatlich kündbare Abos und Jahresabos) ohne Zustimmung der Kundinnen und Kunden erhöht hat (Az. I-12 VKl 1/24):

  • Im August 2021 hat DAZN den Preis für ein Monatsabo von 11,99 € auf 14,99 € und den Preis für Jahresabos von 119,99 € auf 149,99 € erhöht. Bei Monatsabos galt der neue Preis ab August, bei Jahresabos ab dem nächsten Abrechnungszeitraum  
  • Ab August 2022 hat der Streaminganbieter die Preise sogar verdoppelt: auf 29,99 € pro Monat bzw. 299,99 € pro Jahr

So schließt Du Dich der Klage an

Hattest Du ab August 2021 einen bestehenden Vertrag mit DAZN Ltd., ist es wahrscheinlich, dass Du bei einer erfolgreichen Klage Geld zurückbekommst. 

Mit dem Klage-Check auf der Website der Verbraucherzentrale kannst Du herausfinden, ob Du Dich der Klage kostenlos anschließen kannst. Dort findest Du auch eine Anleitung und Ausfüllhilfen, um Dich dann ins Klageregister des Bundesamtes für Justiz einzutragen. Das ist noch bis zum 25. September 2026 möglich.

Wie viel Geld könntest Du erstattet bekommen?

Wir haben für Dich durchgerechnet, wie viel Du maximal zurückbekommen könntest. Das Gericht hat eine Entscheidung für den 18. November 2026 angekündigt, das berücksichtigen wir im folgenden Beispiel:

Wenn Du vor August 2021 bis einschließlich November 2026 ein Monatsabo hattest, dann hast Du aus Sicht des vzbv zwölf Monate lang jeweils 3 € zu viel gezahlt (14,99 € statt 11,99 €) und 52 Monate lang 18 € zu viel (29,99 € statt 11,99 €). Insgesamt könntest Du dann also bis zu 972 € zurückbekommen.

Du kannst auch selbst ausrechnen, ob es sich für Dich lohnt, an der Klage teilzunehmen: Wenn wir wieder dem obigen Beispiel folgen, könntest Du für jeden Monat von August 2021 bis Juli 2022 3 € zurückbekommen; für jeden Monat ab August 2022 18 €. 

Außerdem wichtig beim Thema Streaming

Preiserhöhungen oder Vertragsänderungen musst Du grundsätzlich nicht hinnehmen. In solchen Fällen hast Du in der Regel ein Sonderkündigungsrecht und kommst aus dem Vertrag raus – auch wenn Du eigentlich noch an eine Mindestlaufzeit gebunden wärst.

Bist Du auf der Suche nach dem richtigen Streaminganbieter für Dich? In unserem Ratgeber haben wir unterschiedliche Anbieter verglichen. Derzeit empfehlen wir Dir Netflix, Amazon Prime und Wow (ehemals Sky Ticket).

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