Brauchst Du im Alter 300.000 € mehr als gedacht?
Wie viel Vermögen brauchst Du, damit es bis ins hohe Alter reicht? Selbst bei einem Börsencrash? Unser neuer Rechner hilft Dir – sogar nach Steuern.

Wie viel Vermögen brauchst Du, damit es bis ins hohe Alter reicht? Selbst bei einem Börsencrash? Unser neuer Rechner hilft Dir – sogar nach Steuern.


Wie viel Vermögen musst Du ansparen, um im Ruhestand gut davon leben zu können? Wie viel Geld kannst Du Dir später jeden Monat aus Deinem Depot auszahlen, damit es auch dann reicht, falls Du 100 wirst? Und wie kannst Du da möglichst sicher sein? Diese Fragen hören wir in der Finanztip-Community immer wieder.
Deshalb haben wir für Dich unseren neuen Ruhestandsrechner gebaut. Er gibt Dir Antworten auf all diese Fragen – nach Steuern.
Starten wir heute mal mit dieser Frage – und schauen mit einem Beispiel auch darauf, wie sich ein Börsencrash im Alter darauf auswirkt (alle Angaben gerundet):

Mit den 1.700 € kannst Du jetzt in unserem Rechner loslegen: Wie viel Vermögen brauchst Du, um Dir diese Netto-Monatsentnahme langfristig leisten zu können? Dafür kannst Du im Rechner ein paar Annahmen treffen:
Hier das Ergebnis:

Du brauchst also 504.000 € Vermögen (brutto), damit Dein Geld reicht, bis Du 100 wirst. Wie sich Dein Vermögen entwickelt, zeigt Dir die Grafik unter „Restvermögen“.
Fährst Du über die Kurve, siehst Du konkret wie viel brutto in jedem Alter übrig ist. Solltest Du mit 90 versterben, würden z. B. 320.000 € als Erbe bleiben:

Klickst Du auf „Entnahmen“, siehst Du wie viel Du Jahr für Jahr entnehmen kannst bzw. musst, um Deine immer größer werdende Rentenlücke zu schließen – brutto und netto.

Die Summe klingt riesig, aber Du hast 37 Jahre Zeit dafür. Ganz genau zeigt Dir das unser Sparplanrechner. Er verrät, welche Sparrate dafür nötig ist. Gehen wir zur Vereinfachung mal davon aus, dass Du die halbe Million komplett im Depot ansparst:

Du siehst: Bei üblichen Annahmen von 6 % p. a. Rendite und jährlicher Anpassung der Rate von 2 % (so stark steigt hoffentlich im Schnitt Dein Gehalt), musst Du anfangs ca. 250 €/Monat sparen. Das sind weniger als 10 % von Deinem Netto, also bestimmt gut machbar für Dich. Die Steuer musst Du nicht anhaken. Denn der Ruhestandsrechner zeigt ja den Bruttowert und berechnet selbst die Steuer.
Der Haken an alldem: Noch gehen wir hier von einer idealen Anlegerwelt aus, in der Du Jahr für Jahr immer schön Deine 6 % p. a. einsackst, auch in der Entnahmephase. Das ist aber unrealistisch: Die 6 % p. a. sind ein erwarteter Durchschnitt über viele Jahre. Tatsächlich gibt es aber Schwankungen und auch mal längere Krisen.
Das kann große Auswirkungen auf Deine Entnahme haben. Denn im Ruhestand trifft Dich ein Crash härter: Du kannst ihn nicht mehr einfach aussitzen und warten, bis die Verluste wieder aufgeholt sind. Außerdem entnimmst Du bereits – und musst nach einem Kursrutsch für die gleiche Monatsentnahme plötzlich mehr Anteile verkaufen. Dein Depot schmilzt also schneller als ohne Crash.
Besonders hart trifft Dich ein Crash zu Beginn der Entnahme. Dann steckt besonders viel Geld in Deinem Depot, das er vernichtet. Dieses „Renditereihenfolgerisiko“ kannst Du mit unserem Ruhestandsrechner simulieren – um Dich dann dagegen abzusichern.
Nehmen wir wieder unser Beispiel und klicken im Rechner auf „Crash zu Beginn.“ Sofort siehst Du in der Kurve, wie Dein Gesamtvermögen mit Ende 60 kräftig absackt – und Mitte der 70er direkt nochmal:

Dahinter verbirgt sich ein echtes Szenario: historische Renditen der 2000er Jahre mit Dotcom-Blase und Finanzkrise. Wir tun also so, als würden die 2000er Börsenjahre wieder passieren, wenn Du zwischen 67 und 77 bist. Im Nachgang geht unser Rechner dann von besseren Jahresrenditen aus – sodass Du von 67 bis 100 im Schnitt bei 6 % p. a. liegst.
Ganz oben zeigt Dir unser Rechner die schmerzhafte Wahrheit zu diesem bitteren Szenario: Du bräuchtest mit 67 über 800.000 € im Vermögen, damit Dein Geld trotz Crash bis 100 reicht. 300.000 € mehr als unter Laborbedingungen ganz ohne Einbruch.
Dieses Risiko zu kennen, ist wichtig. Nur so kannst Du Dich davor schützen – indem Du beim Ansparen mehr investierst. Zur Erinnerung: Für die 500.000 € musstest Du mit 250 € Monatsrate starten. Bei 800.000 € sind es schon 400 €:

Klingt schon schwieriger zu schaffen. Bei 2.700 € netto sind das aber ca. 15 %. Also genau unsere Daumenregel, wieviel Du monatlich in ETFs stecken solltest, wenn Du grob mit 30 loslegst. Mehr dazu liest Du in unserem ePaper zur Altersvorsorge (PDF).
Stress Dich aber nicht: Wenn Du nicht sofort 15 % schaffst, ist es auch okay. Versuch einfach, mit der Zeit Deine Sparquote immer weiter zu erhöhen.
Hast Du noch gar nicht angefangen, eröffne also am besten jetzt gleich Dein erstes Depot – z. B. bei Traders Place als Preis-Leistungs-Sieger oder Comdirect als Leistungssieger in unserem Depotvergleich.
Den passenden Aktien-ETF zum Depot kannst Du mit unserem ETF-Finder raussuchen. Besonders breit streust Du mit dem SPDR ACWI IMI (IE00B3YLTY66) oder Vanguard FTSE All-World (IE00BK5BQT80).
Wie viel weniger dramatisch sich ein Crash erst zur Mitte oder gar am Ende Deiner Entnahmephase auswirkt, zeigt Dir Saidi in diesem YouTube-Video.
Ansonsten probier unseren neuen Ruhestandsrechner einfach mal selbst aus und spiel mit seinen Funktionen herum.
Willst Du allgemein wissen, wie Du Dein Depot im Alter richtig managst, dann schau doch mal in Hermanns Academy-Kurs für Finanztip-Unterstützer.
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