ETF-Finder

Du möchtest endlich mit dem ETF-Investieren loslegen, aber das Angebot ist riesig und unübersichtlich. Über 2.500 verschiedene ETFs gibt es in Deutschland. Deren ungewöhnliche Namen verschlimmern das Problem noch. Hier helfen wir Dir beim ersten Schritt – mit dem Finanztip-ETF-Finder. Damit zeigen wir Dir unsere Empfehlungen: ETFs, die besonders gut für den Vermögensaufbau geeignet sind.

Nadine Graf
Nadine Graf
Expertin Geldanlage
Aktualisiert am 29. Mai 2026
1,2 Mio mal angesehen

Hinweis zum ETF-Finder

Der Finanztip-ETF-Finder basiert auf Daten von ETF-Anbietern, die wir selbst über deren Websites und Anlegerinformationen gesammelt haben. Daraus haben wir vergleichbare Kennzahlen wie eine durchschnittliche Fünf-Jahresrendite berechnet. Grundlage der Berechnungen war der monatliche Net-Asset-Value der jeweiligen ETFs. War dieser in US-Dollar angegeben, haben wir zur Umrechnung die offiziellen Wechselkurse der EZB verwendet.  

Die von den Depotanbietern erhobenen Gebühren für Einmalkäufe und Sparpläne haben wir bei den Anbietern erfragt. Sie werden regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Aktualität können wir nicht übernehmen.

Die Reihenfolge der ETFs im Finder erfolgt standardmäßig nach der Marktabdeckung. Diese drückt aus, wie viel Prozent des weltweiten investierbaren Aktienmarkts der zugrundeliegende Index des ETF abbildet. Für die Berechnung haben wir die Maktkapitaliserung des Index mit der des MSCI ACWI + Frontier Markets All Cap Index verglichen. Ist diese gleich, wird die Reihenfolge standardmäßig durch (1) die Höhe der durchschnittlichen Fünf-Jahresrendite, (2) die Kaufkosten im gewählten Depot und (3) die Höhe der TER ermittelt. Anlegende können sich aus der Auswahl getesteter ETFs das Produkt aussuchen, was am besten zu ihren Bedürfnissen passt. Alle Empfehlungen erfolgen redaktionell unabhängig.

Die Auswahl der ETFs erhebt keinen Anspruch auf einen vollständigen Marktüberblick. Wir nennen nur ETFs, die (1) Stand Mai 2026 an der Referenzbörse Xetra gehandelt werden, (2) zum Stichtag 31.12.2025 mindestens fünf Jahre existieren, (3) ein Fondsvolumen von wenigstens 100 Millionen Euro haben, (4) nicht währungsbesichert sind, (5) deren deutschsprachige Anlegerinformationen online verfügbar sind und (6) die einen von uns empfohlenen Index abbilden. Wir berücksichtigen zudem nur Depots, die zu unseren Empfehlungen für Wertpapierdepots gehöre. 

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Wie findest Du den passenden ETF?

Zum passenden ETF führt Dich unser Tool: Wähle Deinen Depotanbieter und die Kaufmethode, also einzelner Kauf oder regelmäßiger Sparplan. Der ETF-Finder zeigt dann alle von uns empfohlenen ETFs an, in die Du bei Deinem Depot investieren kannst. Wenn Dir noch unklar ist, was ein ETF überhaupt genau ist, lies unten weiter.

Dabei zeigt er Dir als erstes die ETFs mit der höchsten Marktabdeckung. Also diejenigen, deren zugrundeliegender Index den größten Teil des weltweiten Aktienmarktes abbildet. Die Höhe der Marktabdeckung siehst Du bei den Informationen zum ETF. 

Wie sind die Fonds im ETF-Finder sortiert?

Die Sortierung der ETFs geschieht nach diesen Merkmalen:

  1. Marktabdeckung
  2. 5-Jahres-Rendite
  3. Depotkosten
  4. TER

Depotkosten meint dabei, wie hoch die Ordergebühren für den ETF bei Deinem Depotanbieter sind. Details zu den anderen Merkmalen findest Du im folgenden Kapitel. Du kannst die Sortierung der ETFs im Menü oben rechts aber auch verändern und zwischen den genannten Merkmalen wechseln.

Wie nutzt Du den ETF-Finder ohne Depotanbieter?

Auch wenn Du noch kein Depot hast oder Du es bei einer Bank hast, die nicht in unserem Tool aufgeführt wird, kannst Du den ETF-Finder nutzen. Wähl dafür einfach am Ende der Liste „Anderer Broker“ oder „Ich habe noch kein Depot“. Hast Du bereits ein Depot, übertrag im Anschluss die Kennnummern ISIN der empfohlenen ETFs in die Eingabemaske Deines Brokers. Es kann allerdings sein, dass Dein Depotanbieter nicht alle genannten ETFs im Programm hat, dann probier einen anderen aus. Und vergleich bei der Gelegenheit mal die Konditionen Deines Depots mit unseren Depot-Empfehlungen.

Jan Scharpenberg
Jan ScharpenbergExperte für Rente

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Was bedeuten die ETF-Merkmale?

Die Ergebnisliste im ETF-Finder hat mehrere Kategorien. Wir erklären hier kompakt, was dahintersteckt – wenn Du ausführlichere Informationen möchtest, lies unter den Links weiter.

Marktabdeckung

Marktabdeckung bezeichnet, welchen Anteil des weltweiten investierbaren Aktienmarkts ein Index abbildet. Grundlage für die Berechnung ist die sogenannte Marktkapitalisierung des Index. Sie beschreibt den Börsenwert aller im Index enthaltenen Unternehmen. 

Zur Bestimmung der Marktabdeckung eines Index berechnen wir, welchen Anteil dessen Marktkapitalisierung an der Marktkapitalisierung des breiten MSCI ACWI + Frontier Markets All Cap Index hat. Dieser Index beinhaltet alle Unternehmen, in die weltweit an der Börse investiert werden kann. 

Mehr Details zur Marktabeckung liest Du auch im FAQ zur Finanztip IMI-Strategie

Rendite und Abweichung vom Index

Auch die Rendite der vergangenen fünf Jahre sowie die Abweichung des ETF im Vergleich zu „seinem“ Aktienindex sind Merkmale des ETF. Allerdings stehen diese nicht vorher fest, sondern ergeben sich und verändern sich im Zeitverlauf. Das Finanztip-Analyseteam prüft diese Infos über die Wertentwicklung regelmäßig.

TER

Die „Total Expense Ratio“, kurz TER, ist eine Kostenangabe der ETF-Anbieter. Dazu zählen zum Beispiel die Kosten für die Verwaltung und den Vertrieb. Die Gebühren für die Depotbank, die die Wertpapiere des Fonds verwahrt, sind ein weiterer Posten dieser Kostenquote.

Wir empfehlen nur ETFs mit niedrigen Kosten. Lass Dich nicht allzu sehr von der Höhe der TER beeinflussen. Es kann durchaus sein, dass ein ETF mit einer höheren TER trotzdem eine höhere Rendite erreicht hat. Dann hat er es geschafft, den Aktienindex effizienter nachzubilden. Wir halten alle Ergebnisse, die Du im ETF-Finder siehst, für empfehlenswert. 

Dividenden

Aktiengesellschaften können einen Teil ihres Gewinns direkt an ihre Aktionärinnen und Aktionäre ausschütten – die Dividende. Bist Du nicht direkt, sondern über einen ETF an den Unternehmen beteiligt, hast Du zwei Optionen. Ein wiederanlegender Fonds behält die Dividenden und kauft in Deinem Namen davon weitere Aktien. Ein ausschüttender Fonds reicht die Dividenden in bestimmten Abständen direkt an Dich weiter.

Finanztip-Rat: Für den Vermögensaufbau ist ein wiederanlegender Fonds gut geeignet, weil sein Wertzuwachs in der Regel größer ist als der eines ausschüttenden Fonds. Möchtest Du die Dividenden aber verwenden, um ein unkompliziertes passives Einkommen zu haben oder um Deinen Sparerpauschbetrag mit den Dividendenerträgen zu nutzen, schau Dir Ausschütter an.

Nachhaltigkeit

Es gibt unterschiedliche Vorstellungen, wie eine nachhaltige Geldanlage aussehen sollte. Unser Ansatz ist ein Kompromiss, denn die ETFs, die Finanztip empfiehlt, sind immer noch breit aufgestellt und umfassen viele unterschiedliche Wirtschaftsbereiche. Sie lassen aber rund drei Viertel der Firmen aus dem herkömmlichen Aktienindex weg, die in den Kategorien Umwelt, Soziales und Unternehmensführung schlechter abschneiden.

Nachhaltigkeit ist beim Geldanlegen schwieriger umzusetzen als beim Einkauf und bei anderen Anschaffungen. Wenn Dir ökologische und soziale Aspekte wichtig sind, schau genau, ob Dir die Methode gefällt, nach der der nachhaltige Aktienindex vorgeht.

Schwellenländer

Der überwiegende Teil des weltweiten Börsenwerts steckt in den klassischen Industrieländern. Deshalb beschränken sich viele ETFs auf diese Gruppe und bilden die Indizes MSCI World und FTSE Developed nach. Möchtest Du auch Schwellenländer wie Indien und China einbeziehen, wähle einen ETF auf den MSCI ACWI oder den FTSE All-World.

Wir raten Dir für Neuanlagen zu solchen Alle-Länder-ETFs, da sie Deine Anlage noch breiter streuen.  In unserem ETF-Finder zeigen wir Dir diese ETFs daher als erstes an. 

Indexaktien

Nicht alle ETFs kaufen tatsächlich die Aktien, die im Index enthalten sind. Eine andere Möglichkeit ist, dass der ETF sich die Indexrendite vertraglich von einer Bank zusichern lässt.

Diese sogenannte synthetische Nachbildung, also ohne den tatsächlichen Aktienkauf, ist rechtlich gegen Risiken abgesichert.

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Welche ETFs empfiehlt Finanztip?

Finanztip empfiehlt insgesamt einige weltweite Aktien-ETFs. Du findest sie nicht nur in unserem ETF-Finder, sondern auch in der Vergleichstabelle unten. Sie zeigt den passenden ETF für Deinen Sparplan. Dafür gibst Du wieder Deinen Depotanbieter an, Anlageart und -betrag. Aus Deiner gewünschten Sparrate berechnet der Vergleich die monatliche Kaufgebühr für einen Sparplan auf die einzelnen ETFs.

Hinweis zum ETF-Vergleich

Der Finanztip-ETF-Vergleich basiert auf Daten von ETF-Anbietern, die wir selbst über deren Websites und Anlegerinformationen gesammelt haben. Daraus haben wir vergleichbare Kennzahlen wie eine durchschnittliche Fünf-Jahresrendite berechnet. Grundlage der Berechnungen war der monatliche Net-Asset-Value der jeweiligen ETFs. War dieser in US-Dollar angegeben, haben wir zur Umrechnung die offiziellen Wechselkurse der EZB verwendet.  

Die von den Depotanbietern erhobenen Gebühren für Einmalkäufe und Sparpläne haben wir bei den Anbietern erfragt. Sie werden regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Aktualität können wir nicht übernehmen.

Die Reihenfolge der ETFs im Vergleich erfolgt standardmäßig nach der Marktabdeckung. Diese drückt aus, wie viel Prozent des weltweiten investierbaren Aktienmarkt der zugrundeliegende Index des ETF abbildet. Für die Berechnung haben wir die Maktkapitaliserung des Index mit der des MSCI ACWI + Frontier Markets All Cap Index verglichen. Ist diese gleich, wird die Reihenfolge standardmäßig durch (1) die Höhe der durchschnittlichen Fünf-Jahresrendite, (2) den Kaufkosten im gewählten Depot und (3) die Höhe der TER ermittelt. Anlegende können sich aus der Auswahl getesteter ETFs das Produkt aussuchen, was am besten zu ihren Bedürfnissen passt. Alle Empfehlungen erfolgen redaktionell unabhängig.

Die Auswahl der ETFs erhebt keinen Anspruch auf einen vollständigen Marktüberblick. Wir nennen nur ETFs, die (1) Stand Mai 2026 an der Referenzbörse Xetra gehandelt werden, (2) zum Stichtag 31.12.2025 mindestens fünf Jahre existieren, (3) ein Fondsvolumen von wenigstens 100 Millionen Euro haben, (4) nicht währungsbesichert sind, (5) deren deutschsprachige Anlegerinformationen online verfügbar sind und (6) die einen von uns empfohlenen Index abbilden. Wir berücksichtigen zudem nur Depots, die zu unseren Empfehlungen für Wertpapierdepots gehöre. 

Einfach erklärt: Was ist ein ETF?

Einen ETF, so wie wir ihn in diesem Ratgeber beschreiben, stellst Du Dir am besten als einen Korb mit vielen Aktien unterschiedlicher Firmen vor. Sehr viele dieser ETFs arbeiten passiv, Käufe und Verkäufe finden also nach einem festgelegten Bauplan statt. Dieser Bauplan ist häufig ein Aktienindex.

Wie ist ein ETF aufgebaut?

Wir nähern uns dem Konzept eines ETF in vier Schritten an. Stell Dir vor, in Deinem Depot liegen jeweils die folgenden Dinge:

  1. Ein paar Aktien eines einzigen Unternehmens – Damit bist Du am Erfolg dieser Firma beteiligt. Leider auch am Misserfolg. Niemand garantiert Dir, dass Dein Unternehmen auch in Zukunft gute Geschäfte macht. Ein bekanntes Beispiel ist Wirecard, das aus der Gruppe der 30 wertvollsten deutschen Börsenunternehmen in die Pleite stürzte. Dabei muss es nicht mal so arg kommen. Die Aktie der Deutschen Telekom und eine Reihe weiterer Papiere lockten im Börsenboom zum Millennium begeisterte Anlegerinnen und Anleger an. Heute, mehr als 25 Jahre später, bekommen Verkaufswillige weit weniger als die Hälfte des damaligen Aktienpreises. Anders gesagt, von 100 Euro, zum Höchstkurs im März 2000 investiert, sind weniger als 40 Euro übrig.
  2. Ein Bündel Aktien von mehreren Unternehmen – Hier bleibt das Grundprinzip gleich, aber Du verteilst das Risiko besser. Die Herausforderung besteht darin, mehr erfolgreiche als erfolglose Aktien auszusuchen. Wenn das klappt, machen die Gewinner die Verluste der Nieten wett. Bei dieser Variante sind die Handelsgebühren tendenziell höher als bei Variante 1. Das größere Problem ist aber der Zeitaufwand. Wählst Du nur eine Handvoll Unternehmen aus, musst Du sie besonders eng begleiten, um manchmal die Reißleine zu ziehen und Aktien zu verkaufen, während Du ein anderes Mal neue Hoffnungsträger zukaufst. Wenn Du viele Dutzend Unternehmen beobachten willst, ist das ebenfalls zeitintensiv.
  3. Ein (aktiver) Aktienfonds – Diese Zeit sparst Du Dir, wenn jemand die Aktienauswahl professionell betreibt. Der Manager oder die Managerin übernimmt die Recherche sowie das eigentliche Kaufen und Verkaufen der Aktien. Zwei Nachteile gibt es dabei. Das Management will bezahlt werden: von Dir und den anderen Anlegenden. Außerdem ist nicht gesagt, wie gut die Auswahl der Aktien und das Timing tatsächlich sind. Studien zeigen regelmäßig, dass die Mehrzahl der aktiven Fonds schlechter laufen als die – aus unserer Sicht – bessere Lösung in Schritt 4.
  4. Ein (passiver) ETF – Hier sind im besten Fall die Fortschritte aus den vorigen Varianten kombiniert und die Nachteile zugleich abgemildert. Statt eines Fondsmanagements gibt es einen Bauplan für die Aktienauswahl, den Du jederzeit nachvollziehen kannst, denn der Index gibt ihn vor. Der Bauplan kann etwa lauten: Der ETF beginnt bei der größten börsennotierten Firma eines Landes und fügt so lange weitere Firmen hinzu, bis 99 Prozent des Börsenwertes in diesem Land abgedeckt sind. Bei der Auswahl der Länder nimmt der ETF die wichtigsten und investitionsfreundlichsten Staaten der Welt, nach festen Kriterien gewählt. Diesem oder einem sehr ähnlichen Konzept folgen viele der ETFs, die Finanztip empfiehlt.

Wer ist der beste Online-Broker?

Welche verschiedenen ETFs gibt es?

Es gibt ETFs auf bekannte Aktienindizes wie den Dax, der ein Barometer für das Börsengeschehen in Deutschland ist, oder dessen Gegenstücke in anderen Ländern. Andere ETFs konzentrieren sich auf einen bestimmten Wirtschaftszweig und versammeln beispielsweise große Banken, Touristikunternehmen, Wasserstoff-Aktien oder auch Cannabis-Aktien.

Besonders pflegeleicht für Dich sind aber sehr marktbreite ETFs. Sie verteilen das eingenommene Geld über viele Länder und Branchen. So musst Du Dir keine Sorgen über die beste Mischung in Deinem Depot machen. Wenn sich neue wichtige Player am Weltmarkt bilden, werden diese wahrscheinlich in den ETF aufgenommen, ohne dass Du etwas tun musst. Umgekehrt fallen weniger erfolgreiche Konzerne irgendwann aus dem Fonds heraus.

Warum ist eine breite Streuung des ETF wichtig?

Um zu verstehen, wie wichtig diese breite Aufstellung eines ETF ist, erinnere Dich an Negativbeispiele aus der Vergangenheit. Wer in einen reinen Russland-ETF investiert hat, stand nach dem Angriff des Landes auf die Ukraine vor einem finanziellen Scherbenhaufen, weil die russischen Unternehmen mit einem Schlag aus dem internationalen Börsenhandel ausschieden. Nicht so extrem, aber immer noch verheerend, war der Absturz der Banken-Aktien in der Finanzkrise. 

Gibt es auch ETFs ohne Aktien?

Der Begriff ETF (Exchange Traded Fund, zu Deutsch börsengehandelter Fonds) sagt nichts über die Qualität der enthaltenen Wertpapiere aus. Es gibt neben Aktien-ETFs außerdem ETFs mit Staatsanleihen oder Unternehmensanleihen, sowie Geldmarkt-ETFs, die nicht als Renditebringer, sondern als Sicherheitsbaustein in Deinem Depot dienen können. Einige wenige ETFs sind sogar aktiv gemanagt, haben also ähnliche Nachteile wie aktive Aktienfonds. Am besten orientierst Du Dich an der eindeutigen Kennnummer ISIN, also der Zeichenfolge, die meist mit IE, LU oder FR beginnt, damit Du nicht aus Versehen den falschen ETF kaufst.

Mehr über Ordergebühren und andere Kosten, die rund um Kauf und Verkauf Deiner ETF-Anteile anfallen, findest Du in unserem Ratgeber ETF-Kosten.

Alles über ETFs in 15 Minuten

Wie wurden die Fonds im ETF-Finder ausgesucht?

Wie alle Empfehlungen von Finanztip folgt auch diese einem nachvollziehbaren Schema. Wir prüfen ETFs im Wesentlichen nach folgenden Kriterien:

  • Die Fondsanteile müssen an der deutschen Leitbörse Xetra gehandelt werden. Andernfalls steigen die Nebenkosten beim Kauf.
  • Die Website des Anbieters zum jeweiligen ETF muss auf Deutsch zur Verfügung stehen.
  • Den Fonds muss es mindestens seit fünf Jahren geben. Damit ist sichergestellt, dass der Anbieter Erfahrung hat. Ohne eine entsprechende Historie ist eine Untersuchung der Wertentwicklung wenig aussagekräftig.
  • Das Fondsvolumen muss wenigstens 100 Millionen Euro betragen. Zu kleine Fonds sind langfristig möglicherweise nicht rentabel. Sie laufen Gefahr, zusammengelegt oder geschlossen zu werden.

Vor allem haben wir aber aus den vielen verfügbaren Aktienindizes einige wenige ausgesucht, die wir für eine unkomplizierte Geldanlage empfehlen. Dabei ist wichtig, dass der Index und damit auch der empfohlene ETF den globalen Aktienmarkt abdeckt und nicht auf einzelne Regionen oder Branchen beschränkt ist. 

Deswegen raten wir Dir zu Alle-Länder-ETFs mit Schwellenländern (MSCI ACWI IMI,  FTSE All-World oder MSCI ACWI). Außerdem empfehlen wir auch nachhaltige ETFs (MSCI World SRI und Dow Jones Sustainability Index World Enlarged). 

Was musst Du bei den empfohlenen ETFs beachten? 

Jeder Fonds aus unserem ETF-Finder ist aus Finanztip-Sicht als Ein-ETF-Lösung für Dein Depot geeignet. Du musst also nichts mischen oder kombinieren.

Allerdings kann es sich mit Blick auf den späteren Verkauf und die anfallenden Steuern lohnen, nach einiger Zeit (zum Beispiel alle zehn Jahre) mit einem anderen ETF weiterzusparen, der aber sehr ähnlich zum zuerst gewählten ETF sein sollte. Hier liest Du mehr über die Finanztip-3x10-Strategie.

Eine Ausnahme gilt außerdem für unsere Empfehlungen zu Europa-ETFs, die Du höchstens als Beimischung nutzen solltest und die wir daher auch nicht in unseren ETF-Finder einbezogen haben.

Gleiches gilt für Emerging-Market und Small-Cap-ETFs. Diese empfehlen wir fortgeschrittenen Anlegern als Beimischung im Rahmen der Finanztip 8:1:1-Strategie.

 

Autoren
Hendrik Buhrs

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