
- umfangreiche Filtermöglichkeiten für die von uns empfohlenen Merkmale
- bietet gute Tarife zu günstigen Beiträgen
- Passender Tarif muss selbst ausgewählt werden, da der günstigste oft nicht die passenden Leistungen bietet
Das Wichtigste in Kürze
So gehst Du vor
Inhalt
Du brauchst eine Wohngebäudeversicherung, weil Schäden an Deinem Haus schnell sehr teuer werden können. Deckt ein Sturm Dein Dach ab oder der Keller läuft durch Starkregen mit Wasser voll, kannst Du diese Schäden unter Umständen nicht mit Deinen Ersparnissen zahlen. Pflicht ist sie, wie etwa die Kfz-Haftpflicht, allerdings nicht.
Die Wohngebäudeversicherung zahlt für verschiedene Schäden am Gebäude und an festem Inventar. Aber nicht jede Schadensursache ist automatisch in der Wohngebäudeversicherung abgedeckt.
In der Wohngebäudeversicherung sind in der Regel Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel abgedeckt. Diese Absicherungen bekommst Du über drei verschiedene Bausteine, die in Standardtarifen enthalten sind. Theoretisch könntest Du Dein Haus aber auch nur gegen eins dieser Risiken absichern, was jedoch nicht sinnvoll ist.
Die Feuerversicherung zahlt bei Schäden am Haus, die durch Brand, Blitzschlag, Explosion oder Implosion entstehen (Abschnitt A 3 VGB 2022). Über diesen Baustein sind auch Schäden durch Kurzschluss, Ruß oder Sengschäden versicherbar.
Gemäß der Bauverordnungen der meisten Bundesländer musst Du Rauchmelder in Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren anbringen. Fehlen die Rauchmelder, kannst Du im Versicherungsfall auf einem Teil der Kosten sitzenbleiben.
Die Leitungswasserversicherung übernimmt Schäden durch Leitungswasser und Frost sowie andere Bruchschäden (Abschnitt A 4 VGB 2022). Falls also kalkhaltiges Wasser oder Frost die Leitungen im Haus zum Bersten bringt, zahlt die Versicherung die Reparatur der Leitung und alle Schäden, die durch das ausgetretene Wasser entstanden sind. Leitungen, die zu Deinem Haus gehören, aber nicht im Gebäude sind, musst Du explizit mitversichern, was sinnvoll ist.
Die Sturmversicherung leistet bei Sturmschäden ab Windstärke acht und bei Hagelschäden (Abschnitt A 5 VGB 2022). Etwa, wenn bei Sturm das Dach abgedeckt wird und repariert werden muss. Sie kommt auch für Folgeschäden auf, zum Beispiel, wenn es durch ein abgedecktes Dach regnet.
Wie teuer die einzelnen Schäden sein können, kannst Du an der folgenden Grafik erkennen. Da die meisten Hausbesitzer eine Wohngebäudeversicherung mit den genannten drei Elementen abgeschlossen haben, sind die versicherten Schadenssummen in der Grafik nah an den real entstandenen Schadenssummen.
Heute empfehlen wir jedem Hausbesitzer eine Elementarschadenversicherung, da es immer häufiger zu Elementarschadenereignissen kommt. Vor allem Starkregen kann an Häusern zu verheerenden Schäden führen – auch wenn sie nicht direkt an einem Fluss stehen.
Wer das eigene Risiko besser einschätzen möchte, kann den Hochwassercheck des Gesamtverbandes der Versicherer (GDV) nutzen. Dort kannst Du Deine Wohnadresse eingeben und prüfen, wie groß die Gefahr ist, von Überschwemmung durch Flüsse oder Starkregen betroffen zu sein.
Neben Überschwemmungsschäden durch Flusshochwasser und Starkregen, sind im Baustein Elementarschadenversicherung außerdem Schäden durch Erdbeben, Erdrutsch oder eine Lawine abgesichert. Dieser Baustein ist in der Wohngebäudeversicherung heute oft noch optional, auch, weil er die Versicherung oft teurer macht.
Je wichtiger der Schutz wird, desto teurer wird er auch. In den letzten Jahren haben wir gesehen, dass die Aufschläge für den Elementarschadenschutz immer weiter steigen. Waren es vor sechs Jahren noch zwischen acht bis 50 Prozent Aufschlag, so sind es inzwischen eher zwischen 20 bis 400 Prozent. Wichtig dabei: Die Aufschläge sind auch abhängig vom Anbieter. Du solltest also auf keinen Fall auf einen Vergleich verzichten.
Eine gesetzliche Versicherungspflicht für Elementarschäden gibt es bislang nicht, sie wird aber politisch intensiv diskutiert. Seit der Flut im Ahrtal im Sommer 2021 gibt es wieder, wie nach dem Elbehochwasser 2002, eine Diskussion über eine Versicherungspflicht für Elementarschäden. Vor dem Hintergrund des Klimawandels wird es auch in Deutschland immer häufiger zu Hochwasser und Regenfluten kommen. Die extremen Kosten dieser Schäden will und kann der Staat und damit der Steuerzahler nicht dauerhaft mittragen.
Rein verfassungsrechtlich wäre eine Versicherungspflicht laut einer Studie im Auftrag des Sachverständigenrats für Verbraucherfragen möglich. Der ehemalige Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) hatte der Forderung nach einer Versicherungspflicht Ende 2022 jedoch eine Absage erteilt. Er verwies auf die Bundesländer, die eine solche Pflicht jeweils selbst einführen könnten.
Zudem unterstützte er die Meinung des Branchenverbandes, dem Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV), dass eine Pflicht ein zu großer Eingriff in die Wahlfreiheit sei und eine flächendeckendere Absicherung auch auf freiwilliger Basis möglich sei. Der GDV forciert eine sogenannte Opt-out-Klausel. Neuverträge sollen demnach standardmäßig den Elementarschadenschutz enthalten, und wer den Schutz nicht will, muss dem aktiv widersprechen. In diesem Fall würde die Person im Schadensfall auch auf Hilfsleistungen aus Steuergeldern verzichten. Laut GDV liegt die Versicherungsquote für Elementarschäden bei Neuabschlüssen bei nahe 100 Prozent. Bestandskunden sollen ebenfalls mit einer Opt-out-Möglichkeit in die Elementarschadenversicherung gebracht werden. Hier scheinen die Versicherer aber weniger erfolgreich. Die Versicherungsquote liegt inzwischen bei etwa 57 Prozent. Das heißt: Fast jeder zweite Hausbesitzende hatte auch im Jahr 2024 keine Absicherung gegen Elementargefahren.
Im neuen Koalitionsvertrag haben CDU/CSU und SPD vereinbart, dass die Elementarschadenversicherung in Zukunft mit der Wohngebäudeversicherung angeboten werden muss. Das heißt, grundsätzlich soll es die Wohngebäudeversicherung nur noch mit Elementarschadenabsicherung geben. Allerdings wird geprüft, ob es eine Opt-out-Klausel geben kann. Dann könnten Versicherte den Schutz weiterhin abwählen, weil er beispielsweise zu teuer ist. Bestandskunden soll bis zu einem Stichtag eine Elementarabsicherung zu ihrer Wohngebäudeversicherung angeboten werden. Das Justizministerium will noch im Jahr 2026 eine Gesetzvorlage einbringen.
Den passenden Tarif findest Du am besten über einen Versicherungsvergleich. Diese helfen Dir dabei, einen Tarif zu finden, der die wichtigen Leistungen enthält und nicht zu teuer ist. Denn einige Leistungsangebote und vor allem die Beiträge hängen von den individuellen Gegebenheiten Deines Hauses ab.
Nach Finanztip-Analyse ist das Vergleichsportal Mr-Money besonders hilfreich. Auch das Portal Fairfekt bot gute Filtermöglichkeiten und Tarife zu günstigen Beiträgen. Einzelheiten zu unserem Vorgehen und unserer Auswahl erfährst Du am Ende des Textes.

Während des Hausbaus kannst Du eine Wohngebäudeversicherung bereits als Feuerrohbauversicherung abschließen. Damit schützt Du Dein unfertiges Haus gegen Schäden durch Blitzschlag- und Feuerschäden. Dies ist meist sogar beitragsfrei, wenn Du den Vertrag so abschließt, dass die Feuerrohbauversicherung zur Wohngebäudeversicherung umgewandelt wird, sobald das Haus fertig ist. Ab dann beginnst Du, Beiträge zu zahlen. Der Diebstahl von Deiner Baustelle ist damit jedoch nicht abgesichert. Dies musst Du über eine Bauleistungsversicherung abdecken.
Such Dir am besten noch vor Baubeginn auf den von uns empfohlenen Vergleichsportalen Mr-Money oder Fairfekt eine für Dich passende Wohngebäudeversicherung. Und wähle in der Suchmaske statt „Wohngebäude“ das Merkmal „Feuerrohbau“ aus. Du musst dann nur noch Deinen Versicherer davon in Kenntnis setzen, sobald Du fertig gebaut hast. Damit endet Deine Feuerrohbauversicherung.
Du musst selbst prüfen, welche der angezeigten Tarife alle wichtigen Leistungen enthalten. Bei unserer Untersuchung hat der günstigste angezeigte Tarif, trotz Filtermöglichkeiten, nicht unbedingt alle unsere Mindestkriterien erfüllt, also die Leistungen, die vorhanden sein müssen, damit Du ausreichend abgesichert bist. Bei der Finanztip-Empfehlung Mr-Money lag der beste Tarif im Schnitt auf Platz vier der günstigsten Tarife.
Bei der Finanztip-Empfehlung Mr-Money lag der beste Tarif im Schnitt auf Platz drei der günstigsten Tarife. Bei Fairfekt lag der passende Tarif noch etwas weiter hinten, im Schnitt auf Platz 3,7. Bei Check24 lag die Position noch etwas weiter unten, während der Wert bei Verivox mit 1,3 sehr gut war. Allerdings war Verivox bei einigen Profilen mit diesem günstigsten passenden Tarif sehr teuer.
Denn Du solltest Dir bewusst machen, dass Vergleichsportale nur eine begrenzte Anzahl an teilnehmenden Versicherungsunternehmen bieten. Wenn gerade bei dem Portal, das Du nutzt, der besonders günstige Tarif fehlt, zahlst Du unter Umständen gleich 50 Prozent mehr. In unserem Test gab es einige wenige Tarife, die zu den Mindestkriterien passten und sehr viel günstiger waren als alle anderen:
Wenn Dir das Angebot bei Vergleichsportalen nicht ausreicht oder Du eine persönliche Beratung vorziehst, erkundige Dich bei einem Versicherungsberater oder zum Beispiel Deiner Hausratversicherung nach passenden Tarifen für eine Wohngebäudeversicherung, wenn Du mit ihr zufrieden bist. Dadurch kannst Du im Schadensfall auch Streit um Zuständigkeiten vermeiden.
Der Vergleich über ein Portal kann Dir dennoch helfen – so findest Du den günstigsten Preis für Tarife, an denen Du Dich bei der weiteren Suche orientieren kannst.
Folgenden Leistungen sind besonders wichtig, weil sie typische oder teure Schadenfälle abdecken. Sie sind essenziell für einen guten Versicherungsschutz:
Download Checkliste Mindestkriterien
Wenn Du eine Wohngebäudeversicherung – wie von Finanztip empfohlen – über das Online-Portal Mr-Money oder Fairfekt suchst, solltest Du diese Mindestkriterien in der Suchmaske auswählen. Dies tust Du mit einem Häkchen bei der jeweils wichtigen Leistung.
Wenn Du unachtsam mit potenziell gefährlichen Situationen warst, kann das als grobe Fahrlässigkeit gewertet werden. Wenn Du zum Beispiel im Winter nicht heizt und deshalb ein Wasserrohr platzt, oder ein Brand ausbricht, weil Du eine Kerze unbeaufsichtigt gelassen hast. Sind Schäden durch grobe Fahrlässigkeit nicht im Versicherungsschutz enthalten, musst Du für solche Schäden ganz oder teilweise selbst aufkommen.
Darunter sind Kosten zu verstehen, die nach einem Schaden für das Entfernen von Trümmern und Sicherungsarbeiten anfallen. Wenn zum Beispiel nach einem Sturm Baumteile vom Dach entfernt werden müssen, sollte Deine Versicherung diese Kosten übernehmen. Dazu zählen auch die Aufräumarbeiten nach einem Hochwasser.
Wenn zum Beispiel durch einen Blitzeinschlag in der Nähe Deines Hauses Überspannung in den Stromleitungen entsteht und Schäden an den gesamten Stromleitungen im Gebäude verursacht. Die Versicherung übernimmt die Schäden nur, wenn sie explizit mit abgesichert sind.
Das sind Schäden, die durch einen Brand, Glut oder durch einen Blitzschlag entstanden sind. Damit Du die Schäden von der Versicherung bezahlt bekommst, müssen sie mitversichert sein.
Mehrkosten durch behördliche Auflagen sind zusätzliche Baukosten, die durch neue gesetzliche Vorgaben entstehen und die Deine Versicherung nur übernimmt, wenn es vereinbart ist. Das kann zum Beispiel Wärmeschutz am Haus sein, den Du anbringen musst, wenn Du Dein Haus nach einem Brand wieder aufbauen lässt.
Wenn giftige Substanzen durch Dein Haus ins Erdreich eingesickert sind, bist Du gesetzlich verpflichtet, die Erde abtragen zu lassen. Das kann teuer werden. Damit die Versicherung die Kosten für diese Beseitigung übernimmt, muss Dekontamination von Erdreich extra abgesichert sein.
Alle, die zu Deinem Haus gehören und für die Du verantwortlich bist. Rohre außerhalb des Gebäudes sind nicht standardmäßig im Versicherungsschutz enthalten. Da viele dieser Rohre alt sind und nicht regelmäßig geprüft werden, sind sie inzwischen häufig marode und platzen. Vor allem, wenn sie sich unter einem Gebäude befinden, kann es teuer werden, den Schaden beseitigen zu lassen.
Rückstau ist Abwasser, das bei starkem Regen aus der Kanalisation in Dein Haus drückt. Anders als beim Hochwasser kommt das Wasser von unten und nicht von der Oberfläche. Damit ist es kein Hochwasserschaden, der über die zusätzliche Elementarschadenabsicherung abgedeckt ist. Es muss zusätzlich im Elementarschutz versichert sein. Beachte aber, dass die Versicherungen in der Regel eine funktionierende Rückstauklappe verlangen, damit Versicherungsschutz besteht.
Die Versicherung sollte für mindestens 180 Tage Hotelkosten in Höhe von 100 Euro pro Tag übernehmen, wenn Dein Haus durch einen Schadensfall nicht mehr bewohnbar ist. Damit kannst Du nach einem Brand oder Hochwasser eine Zeitlang die Kosten für eine Ferienwohnung oder ähnliches finanzieren.
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Bestimmte Risiken sind in Wohngebäudeversicherungen generell ausgeschlossen oder nur in speziellen Tarifen und gegen Aufpreis versicherbar.
Nicht abgedeckt sind Schäden durch Krieg, Kernenergie, vorsätzliches Handeln, bestimmte Bergbauschäden und meist Sturmfluten.
Krieg - Kriegsschäden oder Folgen von inneren Unruhen ersetzt die Wohngebäudeversicherung nicht.
Kernenergie - Gegen einen Reaktorunfall in der Nähe Deines Hauses kannst Du Dich nicht absichern.
Vorsatz - Im Gegensatz zur groben Fahrlässigkeit ist ein Schaden, den Du mit Absicht verursachst, nicht versichert. Meldest Du ihn der Versicherung, ist das Versicherungsbetrug und strafbar nach Paragraf 263 und Paragraf 265 Strafgesetzbuch (StGB).
Schäden durch Bergbau - Wenn es aufgrund von Bergbauarbeiten zu einer Erdsenkung kommt und dies Schäden an Deinem Haus verursacht, ist das meist ausgeschlossen vom Versicherungsschutz. Dafür muss dann allerdings das Bergbauunternehmen haften.
Sturmflut - Wenn das Meer durch starken Wind eine Überschwemmung verursacht, ist dies in der absoluten Mehrzahl der Tarife nicht versichert. Allerdings gibt es einen deutschen Wohngebäudeversicherer, der auch diese Schäden absichert. Außerdem gibt es Spezialversicherer, die Sturmflutversicherungen anbieten.
Diese grundsätzlichen Ausschlüsse sind Teil der Musterbedingungen des GDV. Sie findest Du in der Regel in allen Versicherungsbedingungen. Daneben gibt es Schäden, die nur manche Tarife abdecken.
Die meisten Tarife decken Grund- und Regenwasserschäden und leichten Sturm und den Schutz von Wärmepumpen nur eingeschränkt oder gegen Aufpreis ab.
Grund- und Regenwasser - Die Wohngebäudeversicherung kommt nur für Schäden durch Leitungswasser auf. Grundwasserschäden, Schäden durch Überschwemmung und witterungsbedingten Rückstau kannst Du mit einer Erweiterung um Elementarschäden und Rückstauabsicherung absichern. Dringt Grundwasser unterhalb der Oberfläche ans Mauerwerk und beschädigt beispielsweise das Fundament, ist dieser Schaden jedoch auch dann nicht versichert.
Leichter Sturm - Die Versicherung muss nicht zahlen, wenn sich die Schäden bei einer Windstärke unter acht ereignet haben. Musst Du Deinem Versicherer die Windstärke nachweisen, reicht oft schon ein Verweis auf die Tagespresse oder ein Wetteramt. Sollte es zu einem Streit kommen, musst Du beim Deutschen Wetterdienst ein Gutachten einholen. Einige Versicherer verzichten jedoch auf eine bestimmte Windstärke, um bei windbedingten Schäden zu zahlen.
Versicherungsschutz von Wärmepumpen - Immer mehr Hausbesitzer interessieren sich für eine Wärmepumpe oder haben bereits eine. Du musst bei dieser Investition aber beachten, dass sie laut Musterbedingungen des GDV nicht in Deiner Wohngebäudeversicherung abgesichert ist. Um sicher zu sein, ob Deine Wärmepumpe in der Wohngebäudeversicherung mit enthalten ist, musst Du genau in Deinen Vertrag schauen oder bei Deinem Versicherer nachfragen. Bei unserer Analyse ist uns aufgefallen, dass immer mehr Tarife Wärmepumpen ganz oder teilweise mitversichern, nicht immer kostet das mehr. Weiter Infos findest Du in unserem Ratgeber zur Wärmepumpen-Versicherung.
Du solltest den Neubauwert des Gebäudes versichern. Das ist die Summe, die nötig wäre, um das Haus in gleicher Größe und Ausstattung zum Zeitpunkt des Schadens wieder aufzubauen. Die Versicherungen bieten dafür das Quadratmetermodell oder den sogenannten gleitenden Neuwert (Wert 1914) an. Damit ist Dein Haus stets zur aktuellen Bausumme versichert. Versicherungen oder Vergleichsportale berechnen die Bausumme anhand Deiner Angaben zum Gebäude, die Bausumme passt sich dann gemäß Deinen Angaben an. Aufgrund der vielen individuellen Variablen ist eine konkrete, allgemeine Aussage zur Versicherungssumme nicht möglich.
Die Beiträge für eine Gebäudeversicherung hängen von der Neubausumme Deines Hauses ab, vom Risiko, dass ein Versicherungsschaden passiert und vom gewünschten Versicherungsumfang. Das heißt, es spielen die Leistungen genauso eine Rolle wie Größe, Ausstattung, Baujahr und Standort Deines Hauses.
Um jedoch im Schadensfall Geld zu bekommen, solltest Du nicht an wichtigen Leistungen sparen. Eine Analyse von Finanztip hat außerdem gezeigt, dass eventuell als weniger wichtig angesehene Leistungen die Beiträge nicht relevant senken. Wenn Du Beiträge sparen möchtest, solltest Du neben dem Versicherungsvergleich überlegen, ob eine höhere Selbstbeteiligung sinnvoll ist.
Den größten Aufschlag verlangen Versicherungen für die Elementarschadenabsicherung. Dieser Aufschlag fällt höher aus, wenn das Haus in einer gefährdeten Region für Elementarschäden liegt. Mehr zu den Kosten der Elementarabsicherung erfährst Du in unserem passenden Ratgeber.
Auch das Baujahr spielt beim Preis eine wichtige Rolle. Je neuer das Haus, desto günstiger die Beiträge. Mit höheren Beiträgen musst Du rechnen, wenn Du innerhalb der letzten fünf Jahre Vorschäden hattest. Dein Alter spielt hingegen keine Rolle für die Beiträge.
Beispielhaft hier einige Beiträge:
| Ort | Gefahr Flusshochwasser / Starkregen | Größe | Baujahr | Beitrag |
|---|---|---|---|---|
| Bad Neuenahr-Ahrweiler(Landkreis Ahrweiler, Rheinland-Pfalz)1 | unwahrscheinlich / gefährdet | 150 m2 | 2015 | 711 Euro |
| Dresden (Sachsen)2 | wahrscheinlich / etwas gefährdet | 100 m2 | 2015 | 350 Euro |
| Braunsbach(Landkreis Schwäbisch-Hall, Baden-Württemberg)1 | sehr wahrscheinlich / sehr gefährdet | 150 m2 | 2015 | 1.333 Euro |
| Söhrewald (Landkreis Kassel, Hessen) | unwahrscheinlich / sehr gefährdet | 200 m2 | 2015 | 975 Euro |
| Rostock (Mecklenburg - Vorpommern)3 | unwahrscheinlich / gefährdet | 120 m2 | 2025 | 273 Euro |
1 mit Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlage
2 mit Photovoltaikanlagen
3 mit Wärmepumpe
Quelle: Abfragen auf den Webseiten der Versicherer & Mr-Money (Stand: September 2026)
Bedenke, dass sich die Risikoeinstufung für Hochwasser schon innerhalb einer Straße unterscheiden kann. Auch Wohnflächen im Keller und Dachgeschoss können die Beiträge verändern. Außerdem sind diese Beiträge nur von jeweils einem Tarif. Es handelt sich also nur um Beispielwerte zur ersten Orientierung.
Wenn die Baupreise steigen, erhöhen sich auch die Neubaukosten Deines Hauses und damit Deine Versicherungssumme und die Beiträge. Nur so ist sichergestellt, dass die Versicherungssumme immer dem realen Bauwert entspricht. Im Januar 2023 stiegen die Beiträge für Wohngebäudeversicherungen um etwa 15 Prozent im Januar 2024 stiegen sie erneut um 7,5 Prozent. Im Jahr 2025 betrug die Anpassung aufgrund der gesunkenen Inflationsrate lediglich knapp 2,6 Prozent.
Für Bestandskunden kann es mit der Beitragsanpassung bis Ende des Jahres dauern, da die Beitragserhöhung immer zum Ende eines Versicherungsjahres angekündigt wird. Hast Du Deinen Wohngebäudeversicherungsvertrag im Dezember abgeschlossen, bekommst Du die Beitragserhöhung auch erst im Dezember ins Haus, für das nächste Versicherungsjahr.
Wichtig: Versicherer können die Beiträge um einen sogenannten Anpassungsfaktor erhöhen, der sich an den Baupreisen orientiert. Ist das auch bei Deinem Versicherer der Fall, hast Du kein Sonderkündigungsrecht. Dieses hast Du nur, wenn Dein Versicherer den Beitrag über die Baupreisanpassung und ohne Leistungsverbesserung erhöht (§ 40 VVG). Hat Deine Versicherung die Beiträge über den Anpassungsfaktor hinaus erhöht, kannst Du außerordentlich kündigen, weil die Beitragserhöhung über die Leistungsverbesserung hinausgeht.
Kündige aber erst, wenn Du Deinen mit anderen Tarifen verglichen hast und weißt, dass es günstigere Angebote mit gleichguten Leistungen gibt. Bei Mr-Money kannst Du neben dem generellen Tarifvergleich auch Deinen derzeitigen Tarif angeben. Wenn dieser noch gelistet ist, bekommst Du direkt angezeigt, wie gut Dein Tarif im Vergleich zu anderen ist.
Die Beiträge für Deine Wohngebäudeversicherung sind in der Regel nicht von der Einkommenssteuer absetzen, weil es sich nicht um eine persönliche Vorsorgeversicherung handelt. Mehr zu diesem Thema erfährst Du in unserem Ratgeber zu Vorsorgeaufwendungen.
Während der Versicherungszeit musst Du Deinem Versicherer wichtige Veränderungen am Gebäude melden, weil sie den Wert oder das Risiko verändern. Tust Du das nicht, kann das Deinen Versicherungsschutz gefährden.
Wenn Du Dir zum Beispiel eine Photovoltaikanlage auf Dein Dach bauen lässt, erhöht sie den Wert Deiner Immobilie. Im Schadensfall würde Dir die Versicherung diesen höheren Wert nicht mit ersetzen. Außerdem schätzt die Versicherung unter Umständen die Gefahr eines Schadens nun höher ein. Zum Beispiel, auch wenn es statistisch sehr selten passiert, weil die Elektronik Feuer fangen und das gesamte Haus in Brand setzen kann.
Möchtest Du Deine Investition in eine PV-Anlage auch gegen Schäden absichern, prüfe, ob diese in der Wohngebäudeversicherung mitversichert ist. Bei neuen Tarifen ist dies oft der Fall. Du kannst aber auch eine eigenständige Photovoltaik-Versicherung abschließen. Diese hat teilweise mehr Leistungen, jedoch benötigst Du sie vielleicht nicht.
Kommt es zu einem Schaden, muss Du zunächst Notmaßnahmen ergreifen, um weitere Schäden abzuwenden. Diese Pflicht ist in Deinem Versicherungsvertrag festgelegt. Dazu gehört zum Beispiel, dass Du bei Leitungswasserschäden den Haupthahn der Wasserleitung zudrehst, sobald Du den Schaden bemerkst. Hat ein Sturm das Dach beschädigt, solltest Du dieses mit einer Plane abdecken. Es geht ausschließlich um Maßnahmen, mit denen Du weitere Schäden abwendest, keine Reparaturen. Natürlich musst und darfst Du Dich dabei nicht selbst gefährden.
Dokumentiere dann die Schäden am Gebäude genau mit Fotos und einem schriftlichen Bericht, aber räume nicht auf oder beginne zu reparieren. Melde die Schäden unverzüglich Deiner Versicherung, das heißt, sobald Du vom Schaden erfahren hast und es Dir möglich ist, Deine Versicherung zu kontaktieren. Je nach Schadenshöhe schickt sie einen Gutachter vorbei.
Wenn Du Deiner Versicherung einen Schaden meldest, trifft diese nicht direkt eine Entscheidung über die Kostenübernahme. Je nach Schaden kann es dauern, bis alles geprüft und berechnet wurde. Es ist daher üblich, dass Dir Deine Versicherung eine Reparaturfreigabe über einen bestimmten Betrag erteilt, um erste Reparaturen vornehmen zu lassen. Gleichzeitig fordert der Versicherer weitere Unterlagen, die den Schaden und die Kosten dokumentieren. Bewahre also alle Rechnungen, Kostenvoranschläge und beschädigten Teile auf.
Bedenke, dass die Reparaturfreigabe erteilt wird, bevor sich der Versicherer tatsächlich mit dem Versicherungsfall befasst hat, um Dir schnell zu helfen. Vor allem nach der Flut im Ahrtal hatten Versicherer aufgrund der hohen und vielen Schäden schnell erst einmal Reparaturfreigaben überwiesen. Dies stellt aber noch keine Kostenübernahmeerklärung dar. Es kann dann passieren, dass Dein Versicherer nach genauer Prüfung die Schadensregulierung – zumindest teilweise – ablehnt. Im Fall der Ahrtal-Flut hatte dies beispielsweise mit der fehlenden Absicherung gegen Elementarschäden zu tun. Wichtig ist also, die Schreiben des Versicherers regelmäßig genau zu lesen und im Zweifel noch einmal nachzufragen, um böse Überraschungen zu vermeiden.
Nach einem Schadensfall können sowohl Du als auch Deine Versicherung den Vertrag außerordentlich kündigen. Welche weiteren ordentlichen und außerordentlichen Kündigungsregeln es gibt, erfährst Du im Ratgeber Wohngebäudeversicherung kündigen.
Wenn Du Probleme mit Deiner Versicherung bekommst, findest Du im Finanztip-Ratgeber „Was tun, wenn die Versicherung nicht zahlt“ umfangreiche Tipps und eine Checkliste, wie Du vorgehen solltest.
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Zunächst haben wir mithilfe einer Google-Suche mit den Suchworten „Wohngebäudeversicherung“, Gebäudeversicherung“ und „Wohngebäudeversicherung Vergleich“ nach Vergleichsportalen für Wohngebäudeversicherungen gesucht.
Aus der Ergebnisliste wurden alle nicht relevanten Treffer entfernt: Infoseiten, Versicherer, Seiten ohne Vergleichsrechner und Duplikate. Bei den verbliebenen relevanten Seiten (kein Anbieter, Rechner vorhanden) hatten zahlreiche Internetseiten dieselben Vergleichsrechner eingebunden.
Unsere bisherige Empfehlung Fairfekt haben wir zusätzlich in die Vorauswahl aufgenommen. Weitere Testkandidaten aus dem vorherigen Test wollten wir dagegen nicht ohne konkreten Anlass erneut berücksichtigen.
Anschließend haben wir die vorausgewählten Portale näher untersucht.
Dabei haben wir insbesondere zwei Kriterien betrachtet:
Bei den Vergleichsrechnern von maklerinfo.biz stellten wir fest, dass kein Filter für grobe Fahrlässigkeit vorhanden war. Dadurch konnten in den Ergebnislisten auch Tarife erscheinen, die keinen entsprechenden Schutz boten. Zudem waren Listen der teilnehmenden Versicherungsgesellschaften nicht auffindbar. Deshalb haben wir diese Portale aus dem weiteren Test ausgeschlossen.
Auch bei mehreren anderen Portalen fehlten zunächst Gesellschaftslisten, darunter bei drei Mr-Money-basierten Portalen einschließlich Fairfekt. Diese haben wir nach Rückfrage erhalten.
Hatten mehrere Seiten denselben Rechner und auch keine unterschiedlichen teilnehmenden Gesellschaften, haben wir diese Portale ohne Mehrwert entfernt. So verblieben am Ende fünf Portale, die wir testeten:
Auf diesen haben wir mithilfe von 16 Testprofilen Tarife abgefragt. Die Testprofile waren an unterschiedlichen Adressen, mit verschiedenen Risiken für Hochwasser und Starkregen. Auch Baujahr, Sanierungsstand und Größe waren unterschiedlich. Einige Profile enthielten PV-Anlagen und/ oder eine Wärmepumpe. Ein Profil hatte keine Vorversicherung, ein weiteres war mit Einliegerwohnung.
Bei der Abfrage haben wir uns jeweils den ersten (günstigsten) Tarif in der Ergebnisliste angeschaut, ob dieser unserer Mindestkriterien enthielt. Wenn diese nicht alle vorhanden waren, schauten wir uns den Tarif an Position 2 an und so weiter, bis wir einen passenden Tarif gefunden haben.
Unsere Mindestkriterien:
Dies machten wir bei allen Portalen, für alle Profile. So erhielten wir für jedes Portal den günstigsten, passenden Tarif für jedes Profil. Diesen Tarif haben wir einem Plausibilitätscheck unterzogen. Dafür haben wir die Beiträge direkt beim Anbieter abgefragt. Damit wollten wir sichergehen, dass auf den Portalen eine echte Risikoprüfung erfolgt. Es wurden nur Tarife gewertet, die so geprüft werden konnten.
Mit den so ermittelten günstigsten passenden Angeboten wurde für jedes Portal über alle Profile die Anzahl der Bestpreise, sowie die durchschnittliche und maximale Abweichung vom Bestpreis ermittelt.
Mr-Money und Fairfekt boten für alle Profile den günstigsten Tarif. Dies war häufig Sachpool, aber auch bei der Betrachtung der zweitgünstigsten Tarife waren die beiden Portale im Mittel die günstigsten.
Den günstigsten passenden Tarif fanden wir bei Mr-Money im Schnitt auf Platz 3, bei Fairfekt zwischen 3 und 4. Hier fiel Verivox positiv auf: der günstigste passende Tarif war hier meist direkt an erste Stelle zu finden. Allerdings gab es hier im Mittel und vor allem in der maximalen Abweichung vom Bestpreis große Abweichungen.
Am Ende waren einige wenige Tarife, die immer wieder auftauchten, ausschlaggebend für das Ergebnis:
Die Dominanz von Sachpool zeigt, dass ein Anbieter besonders gut abschneiden kann, solange es dieses Angebot gibt. Entfällt dieser Tarif, könnte der Vorteil weg sein. Diesen Effekt haben wir versucht zu minimieren, indem wir die jeweils Zweitplatzierten Tarife ebenfalls verglichen haben. Dabei kamen wir auf dasselbe Ergebnis.
* Was der Stern bedeutet:
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Für uns als gemeinwohlorientiertes Unternehmen hat es natürlich keinen Einfluss auf die Empfehlungen, ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Dich als Verbraucher ist.
Mehr Informationen über unsere Arbeitsweise findest Du auf unserer Über-uns-Seite.