Nach einem heftigen Börsencrash könnten auch weltweite Aktien-ETFs im Altersvorsorgedepot erstmal verboten werden. Und zwar dann, wenn sie durch die Turbulenzen in Risikoklasse 6 für Fonds abrutschen. Erlaubt ist max. Klasse 5.
Das ist aber sehr unwahrscheinlich: Seit 1995 ist z. B. ein MSCI-World-ETF immer weit von Risikoklasse 6 entfernt gewesen. Bei riskanteren ETFs, die z. B. nur eine Branche enthalten, ist die Gefahr aber größer.
Aber was, wenn es doch passiert?
Das war bisher völlig unklar. Deshalb haben wir extra für Dich beim Bundesfinanzministerium nachgefragt. Laut Antwort kommt es drauf an:
- Du wählst 2027 ein Standarddepot, bei dem der Anbieter die Anlagen vorgibt: Dann muss der Anbieter all Deine ETF-Anteile schnellstmöglich verkaufen und in ein anderes Produkt umschichten, das die Risikovorgaben noch erfüllt. Das geht immerhin steuerfrei. Du könntest aber Rendite verpassen, sobald die Kurse wieder steigen
- Du entscheidest Dich für ein flexibles AV-Depot, bei dem Du Deine Anlagen selbst wählst: Dann darfst Du Deine Anteile einfach liegen lassen. Du musst sie nicht verkaufen, sondern nur Deinen Sparplan auf ein noch erlaubtes Produkt umstellen. Denn neues Geld kannst Du erst wieder in den bisherigen ETF investieren, wenn sich die Risikoklasse wieder verbessert
Willst Du bei diesem Thema ganz sichergehen, solltest Du Dich also besser für die flexible statt für die Standardvariante entscheiden. Aber nochmal: Risikoklasse 6 ist bei einem breitgestreuten Aktien-ETF sowieso unwahrscheinlich.
Was Dir das AV-Depot 2027 bringt
Auch im Vergleich zu einem normalen Wertpapierdepot mit Alle-Länder-Aktien-ETFs? Mit unserem AV-Depot-Rechner findest Dus schon jetzt raus. Unser zweiter Rechner zum Thema zeigt Dir, ob Riestern oder das AV-Depot bei Dir persönlich besser ist.
Am besten wartest Du aber nicht bis 2027. Starte schon jetzt mit einem regulären Depot, z. B. bei unserem Preis-Leistungs-Tipp Traders Place. Passende ETFs gibt’s in unserem ETF-Vergleich.