Altersvorsorgedepot-Rechner
Das Altersvorsorgedepot soll eine neue, staatlich geförderte Möglichkeit sein, privat fürs Alter vorzusorgen. Dabei investierst Du Dein Geld langfristig am Kapitalmarkt, zum Beispiel in ETFs. Im Ruhestand wird das angesparte Vermögen dann schrittweise ausgezahlt.
Doch wie viel bringt Dir ein Altersvorsorgedepot wirklich – und was kosten Dich Gebühren am Ende? Unser Rechner zeigt Dir, wie stark Kosten Deinen Depotwert im Alter beeinflussen können und wie viel Förderung tatsächlich bei Dir ankommt.
Häufige Fragen zum Altersvorsorgedepot
Was ist ein Altersvorsorgedepot?
Ein Altersvorsorgedepot soll ein staatlich gefördertes Depot sein, mit dem Du privat fürs Alter über Kapitalmärkte Geld ansparen kannst. Es ist geplant, dass Du während der Ansparphase Geld einzahlen und dieses in Wertpapiere wie Fonds oder ETFs investieren kannst, um Rendite zu erzielen. Im Ruhestand soll dann eine Auszahlphase folgen, in der das angesparte Kapital monatlich ausgezahlt wird. Das Depot soll eine Weiterentwicklung der Riester-Rente sein und eine einfachere Förderung sowie bessere Renditechancen bieten.
Die Einführung ist zum dem 1. Januar 2027 geplant. Das Altersvorsorgedepot ist ein zentraler Baustein der Reform der privaten Altersvorsorge.
Alle Infos im Detail findest Du auch in unserem Ratgeber zum Altersvorsorgedepot.
Wie funktioniert die staatliche Förderung beim Altersvorsorgedepot?
Die staatliche Förderung soll über Zulagen, Steuerersparnisse oder eine Kombination aus beidem erfolgen. Für Einzahlungen bis 360 Euro pro Jahr ist geplant, dass der Staat Dir 50 Prozent Zuschuss zahlt, also maximal 180 Euro jährlich.
Für weitere Einzahlungen bis insgesamt 1.800 Euro sollst Du zusätzlich 25 Prozent erhalten, also bis zu 360 Euro. Damit soll die maximale Zulage bei 540 Euro pro Jahr liegen.
Hast Du kindergeldberechtigte Kinder, sollst Du zusätzlich von der Kinderzulage profitieren können. Nach den aktuellen Plänen wirst Du für jeden eingezahlten Euro einen Euro Förderung vom Staat bekommen. Das Maximum pro Kind sind dabei 300 Euro pro Jahr.
Zusätzlich soll eine steuerliche Förderung möglich sein, etwa über die Steuererklärung. Die Förderung orientiert sich am Riester-System, soll aber transparenter und für viele Sparer finanziell attraktiver ausgestaltet sein.
Alle Infos im Detail findest Du auch in unserem Ratgeber zum Altersvorsorgedepot.
Für wen lohnt sich das Altersvorsorgedepot?
Ein Altersvorsorgedepot soll sich vor allem für Personen lohnen, die die Förderung bekommen können und langfristig fürs Alter sparen möchten. Stand jetzt sollen sowohl sozialversicherungspflichtig Angestellte aber auch alle Selbstständigen förderberechtigt sein. Das Depot soll also wesentlich mehr Personen erreichen können als das bisherige Riester-System.
Förderberechtigt sollen neben Arbeitnehmer, Selbstständigen auch Auszubildende und Beamte sein. Auch Personen in Elternzeit, mit Krankengeld oder Arbeitslosengeld I sollen weiterhin gefördert werden. Auch eine mittelbare Förderung über Partner oder ihre Partnerin soll möglich sein.
Geringverdiener mit mehreren Kindern sollten genau durchrechnen, ob sich ein Wechsel zum Altersvorsorgedepot für sie lohnt. Denn für diese Gruppe von Menschen ist das alte Riester-Fördersystem deutlich attraktiver.
Alle Infos im Detail findest Du auch in unserem Ratgeber zum Altersvorsorgedepot.
Komme ich vor der Rente an das Geld im Altersvorsorgedepot?
Das Geld im Altersvorsorgedepot soll grundsätzlich erst im Ruhestand ausgezahlt werden. Das Konzept sieht eine klare Trennung zwischen Ansparphase und Auszahlphase vor. Während der Ansparphase soll das Geld investiert bleiben und Rendite erwirtschaften. Entnimmst Du vor Deinem 65. Geburtstag Geld aus dem Altersvorsorgedepot, sollst Du analog zur Riester-Rente Förderungen und Steuervorteile zurückzahlen müssen.
Erst danach soll eine regelmäßige Auszahlung erfolgen, typischerweise monatlich. Damit ist das Kapital zweckgebunden für die Altersvorsorge vorgesehen. Spätestens ab 70 Jahren wirst Du es nach den aktuellen Plänen entnehmen müssen.
Alle Infos im Detail findest Du auch in unserem Ratgeber zum Altersvorsorgedepot.
Welche Rolle spielen Kosten beim Altersvorsorgedepot?
Kosten haben großen Einfluss darauf, wie stark Dein Vermögen über die Jahre wachsen kann. Wie hoch die Kosten sein werden, hängt vom Anbieter und dem konkreten Produkt ab. Zumindest für die Standardprodukte sollen die Effektivkosten maximal 1 Prozent pro Jahr betragen dürfen. Und zwar sowohl für die Standardprodukte der marktwirtschaftlichen Anbieter als auch für das geplante Standardprodukt vom Staat.
Das Standardprodukt oder umgangssprachlich auch Standarddepot, ist eine für Einsteiger gedachte Variante des Altersvorsorgedepots. Aus Finanztip-Sicht ist die Kostenobergrenze jedoch weiterhin deutlich zu hoch, weil selbst scheinbar geringe Gebühren über viele Jahre einen großen Teil der Rendite auffressen können.
Deshalb wird sich sich Finanztip auch weiterhin dafür einsetzen, die erlaubten Kosten auf maximal 0,5 Prozent zu senken und zwar für alle Produkte und nicht nur das Standardprodukt. Dazu haben wir auch eine Petition für niedrigere Gebühren beim Altersvorsorge-Depot gestartet.
Alle Infos im Detail findest Du auch in unserem Ratgeber zum Altersvorsorgedepot.
Wie wirken sich Steuern auf das Altersvorsorgedepot aus?
Beim Altersvorsorgedepot soll es während der Ansparphase steuerliche Vorteile geben können. Zum Beispiel sollst Du während der Ansparphase keine Steuern auf Deine Gewinne zahlen müssen. Auch ein Teil der Förderung soll unter anderem über Steuerrückerstatungen erfolgen, die über die Steuererklärung geltend gemacht werden können.
In der Auszahlphase im Ruhestand soll das angesparte Kapital dann versteuert werden. Diese nachgelagerte Besteuerung ist in der Regel günstiger, da das Einkommen im Ruhestand und damit auch der Steuersatz in aller Regel geringer ist. Die steuerliche Ausgestaltung orientiert sich am bisherigen Riester-System, soll aber einfacher verständlich und planbarer sein.
Alle Infos im Detail findest Du auch in unserem Ratgeber zum Altersvorsorgedepot.



