Heizöl kaufen So sparst Du beim Heizölkauf und senkst Deine Heizkosten

Sandra Duy
Sandra Duy
Expertin Energetische Sanierung

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Heizöl-Preisvergleich spart Dir bares Geld: Zwischen dem günstigsten und teuersten Händler lagen im Finanztip-Test bis zu 1.000 Euro Preisunterschied.
  • Der Heizölpreis liegt Anfang August 2026 wieder deutlich über einem Euro je Liter und schwankt stark. Vor allem der Iran-Krieg und die Einschränkungen an der Straße von Hormus haben Heizöl zuletzt verteuert.
  • Eine bestehende Ölheizung darfst Du grundsätzlich weiter betreiben. Für neue Ölheizungen gelten ab 2029 steigende Vorgaben für klimafreundlichere Brennstoffe.

So gehst Du vor

  • Möchtest Du Heizöl kaufen, empfehlen wir Dir dazu einen Preisvergleich über die Online-Portale Esyoil und Heizoel24.
  • Wähle die Filter bei der Bestellung klug: eingeschränkte Zeitfenster oder Zahlungsweisen führen zu Aufpreisen.
  • Der Heizölpreis wird in der Zukunft durch den CO2-Preis tendenziell steigen. Überlege Dir daher frühzeitig, wie Du in der Zukunft heizen kannst oder möchtest.

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Wie findest Du den besten Heizölpreis?

Den besten Heizölpreis findest Du, indem Du die Angebote mehrerer Händler online vergleichst. Verlass Dich nicht nur auf den Händler, bei dem Du bisher bestellt hast.

Der Vergleich geht am bequemsten über Portale. Die Online-Portale zeigen Dir die günstigsten gelisteten Heizölhändler in Deiner Region. Der Preisunterschied für beispielsweise 3.000 Liter Heizöl kann mehrere hundert, im Extremfall bis zu tausend Euro betragen, je nachdem, bei wem Du bestellst.

Finanztip rät Dir außerdem, regelmäßig online die Angebote zu vergleichen, um die Entwicklung des Heizölpreises im Auge zu behalten. 

Welche Vergleichsportale für Heizöl gibt es?

Folgende Vergleichsportale für Heizöl haben wir über eine umfangreiche Google-Suche gefunden und getestet:

  • Heizoel24
  • Esyoil
  • Brennstoffboerse
  • Tanke-Guenstig
  • Fastenergy

Die beiden größten Vergleichsportale für Heizöl sind Esyoil und Heizoel24, gemessen an der Zahl der versammelten Händler. Mehr als 500 von ihnen sind jeweils auf den beiden Portalen vertreten. 

Achtung: Bei unserer Google-Recherche sind uns auch einige Portale aufgefallen, die auf betrügerische Absichten hindeuten. Uns sind dabei vor allem ein fehlendes oder fehlerhaftes Impressum aufgefallen, verdächtig günstige Preise deutlich unter dem Marktpreis und Vorkasse als einzige Zahlart. Achte daher besonders auf diese Warnzeichen, wenn Du Heizöl online bestellst. 

Welche Heizöl-Vergleichsportale empfiehlt Finanztip?

Finanztip empfiehlt Dir, die Preise bei Esyoil und Heizoel24 zu vergleichen. Dort haben wir sowohl in unserem Test 2025 als auch in unseren Tests 2022, 2020, 2018, 2017 und 2016 die besten Preise gefunden.

Esyoil
  • findet sehr oft den günstigsten Lieferanten
  • mehrere Angebote pro Abfrage
  • übersichtliche Darstellung
  • aktuelle Informationen zur Marktentwicklung
  • Preiswecker und Newsletter für regelmäßige Preisinfos
Heizoel24
  • findet oft den günstigsten Lieferanten
  • mehrere Angebote pro Abfrage
  • übersichtliche Darstellung
  • aktuelle Informationen zur Marktentwicklung
  • gut geeignet zur Vorbereitung von Sammelbestellungen (Preismatrix)

Warum solltest Du mehrere Heizölportale abfragen?

Du solltest die Angebote bei Esyoil und Heizoel24 vergleichen, weil sich die Heizölpreise laut unserem Finanztip-Test auf den verschiedenen Portalen unterscheiden können. Das gilt teilweise sogar für Angebote desselben Händlers. In unserem Test war das bei Esyoil und Heizoel24 in vier Fällen der Fall. Oft war der Preisunterschied nicht hoch. In einem Fall war der Preis bei einer Bestellung von 1.500 Litern bei Esyoil aber um rund fünf Prozent oder 78 Euro niedriger als bei Heizoel24.de.

Die Angebote für preiswertes Heizöl können sich nämlich täglich ändern und Händler können auf den einzelnen Portalen mit unterschiedlichen Preisen vertreten sein. Die großen Unternehmen der Branche beschäftigen Mitarbeiter, die täglich die Angebote auf den Portalen vergleichen. Sie können sofort reagieren, wenn Wettbewerber ihre Preise verändern.

Für eine Abfrage ist es daher sinnvoll, die Angebote auf beiden Portalen Esyoil und Heizoel24 zu vergleichen – manchmal findet sich ein sehr günstiges Angebot eines Lieferanten nur auf einem Portal. 

Was musst Du für den Heizölvergleich angeben?

Bei der Abfrage auf den Vergleichsportalen sind im ersten Schritt nur zwei Informationen nötig: Deine Postleitzahl und die gewünschte Liefermenge. 

Im Anschluss kannst Du weitere Filter setzen, die für Dich relevant sind. Dazu gehören je nach Plattform:

  • Die Heizölsorte, zum Beispiel Standard oder Premium
  • Die Zahlart, zum Beispiel Girocard, Bar, Rechnung oder Ratenzahlung
  • Die Lieferfrist, zum Beispiel innerhalb von 50 Tagen, innerhalb von zehn Tagen oder Express
  • Das Lieferzeitfenster, zum Beispiel ganztägig, früh oder spät
  • Die Schlauchlänge, zum Beispiel 40, 60 oder 80 Meter
  • Die Tankwagengröße, je nachdem, was in Deiner Straße möglich ist
  • Die Anzahl der Haushalte oder Entladestellen, wenn Du eine Sammelbestellung aufgibst

Nicht auf jeder Plattform sind alle Filter verfügbar oder bieten viele Auswahlmöglichkeiten.

Tipp: Einzelne Filter können für teilweise starke Aufpreise sorgen. Was Du dazu wissen solltest, erklären wir Dir jetzt.

Sandra DuyJörg Leine
Sandra Duymit Jörg Leine

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Wie sparst Du beim Heizölkauf am meisten?

Am meisten sparst Du, wenn Du bei Lieferzeit, Heizölsorte und Zahlungsart flexibel bist. Auch die gewünschte Liefermenge kann den Literpreis beeinflussen. Prüfe deshalb unterschiedliche Einstellungen, bevor Du bestellst.

Auf diese Punkte kannst Du selbst Einfluss nehmen:

  • Liefermenge: Sieh nach, ob bei einer höheren Menge der Preis sinkt.
  • Lieferfrist: Wähle eine möglichst lange Frist.
  • Heizölsorte: Verzichte auf alle Premium-Sorten.
  • Zahlungsart: Meistens ist die Girocard am günstigsten, verzichte auf Ratenzahlungen.

Im Rahmen des Finanztip-Vergleichsportaltests 2025 haben wir einzelne Auswahlmöglichkeiten genauer untersucht. Dazu gehörten die Zahlweise als auch die Lieferzeit. Abgefragt haben wir das anhand von zehn Beispielhaushalten, die sich über Deutschland verteilen.

Es gibt daneben noch weitere Faktoren, die den Preis beeinflussen. Diese kannst Du jedoch nur schwer oder gar nicht ändern und damit auch nicht sparen. Dazu gehören: 

  • Steuern und Abgaben
  • Wohnort
  • aktueller Beschaffungspreis des Heizöls

Schauen wir uns jetzt die Faktoren genauer an, auf die Du bei der Bestellung einen Einfluss hast.

Welche Zahlweise für die Heizölbestellung ist die günstigste? 

Wenn Du die Wahl hast, ist die Zahlung per Girocard, früher auch EC-Karte genannt, die günstigste Option. Auch die Zahlung per Lastschrift, Rechnung und Vorkasse bringt kaum einen Aufpreis mit sich. Allerdings raten wir Dir von einer Zahlung per Vorkasse ab. Denn dann bezahlst Du für eine Leistung, die Du noch gar nicht erhalten hast. Das können auch Betrüger ausnutzen. 

Eine Ratenzahlung hingegen ist mit teilweise deutlichen Aufschlägen verbunden. So musst Du im Schnitt einen Aufpreis von rund zehn Prozent auf den Gesamtpreis zahlen, wenn Du eine Ratenzahlung über zwölf Monate wählst, anstatt per Rechnung zu zahlen. Bei unserer Abfrage für einen Haushalt in Baden-Württemberg mit einer Bestellung von 5.000 Litern hat sich sogar ein Aufpreis von elf Prozent gezeigt. 

Bei einer Ratenzahlung von sechs Monaten ist der Aufschlag geringer, liegt aber immer noch bei durchschnittlich sechs Prozent gegenüber einer Zahlung auf Rechnung. 

Ist Dir die Zahlart egal, kannst Du auf Esyoil und Heizoel24 die Option „alle Zahlarten“ wählen. Dann wird Dir das günstigste Angebot angezeigt. Achte bei der Zahlung mit Girocard darauf, dass Du möglicherweise ein Tageslimit hast. Liegt der Gesamtpreis für Deine Bestellung über dem Limit, solltest Du es bei Deiner Bank für den Tag der Lieferung, wenn Du die Bestellung zahlst, anpassen lassen. 

Welche Lieferzeit solltest Du wählen? 

Auf den Vergleichsportalen kannst Du ein Wunschlieferzeitfenster angeben. Die günstigste Auswahl ist das ganztägige Lieferzeitfenster.

Bei dieser Lieferzeit kann der Händler seine Route am effizientesten planen und berechnet Dir daher keinen Aufpreis. Bist Du nicht so flexibel, kannst Du Dich auch für konkretere Zeitfenster entscheiden. Zum Beispiel eine frühere Lieferung vor 9:00 Uhr, eine späte Lieferung nach 16:00 Uhr oder eine Lieferung am Vormittag oder Nachmittag. 

Alle diese Varianten bringen Aufschläge mit sich. In unserer Untersuchung zu preisbildenden Merkmalen haben wir festgestellt, dass das späte Zeitfenster die höchsten Preisaufschläge mit sich bringt. Im Schnitt musstest Du rund fünf Prozent mehr zahlen. Je nach Bestellmenge kann das einen dreistelligen Betrag ausmachen. Für einen Musterhaushalt in Baden-Württemberg wurde gar kein Angebot angezeigt. Über alle Profile war die Auswahl an Angeboten grundsätzlich stark eingeschränkt.

Die Auswahlmöglichkeiten „vormittags“ und „nachmittags“ haben nur für geringe Aufschläge von 1,6 Prozent und 1,7 Prozent gesorgt. Auch das frühe Zeitfenster hatte mit rund zwei Prozent nur einen moderaten Aufschlag.

Finanztip empfiehlt Dir, bei den Lieferzeitfenstern unterschiedliche Wahlmöglichkeiten auszuprobieren, wenn ein ganztägiges Zeitfenster für Dich nicht infrage kommt. Ist Dir ein Zeitfenster beispielsweise außerhalb der Arbeitszeit wichtig, dann wähle eher das frühe als das späte Zeitfenster.

Welche Lieferfrist solltest Du wählen?

Ist Deine Heizölbestellung nicht dringend, solltest Du eine lange Lieferfrist wählen. Bei Esyoil und Heizoel24 kannst Du das genaue Datum dem Händler überlassen, indem Du bei Esyoil im Filter „Lieferoption“ die Auswahlmöglichkeit „ohne“ wählst. Bei Heizoel24 gibst Du als „Lieferzeit“ im Filter „Lieferfrist“ die Auswahl „siehe Angebot“ an. 

Da hier der Händler wieder frei planen kann, erwarten Dich keine Aufschläge. Ist die Lieferung dringend, also innerhalb von zehn Tagen oder sogar als Expresslieferung innerhalb von 24 oder 48 Stunden notwendig, musst Du mit teilweise deutlichen Aufschlägen rechnen. Eine vorausschauende Planung zahlt sich also aus. 

Bei Heizoel24 kannst Du außerdem einen Wunschtermin auswählen. Auch dieser Wunschtermin sorgt je nach Zeitpunkt für Preisaufschläge. Ist Dir ein fester Termin wichtig, dann prüfe die Aufschläge je nach Tag. Sie können je nach Region zwischen wenigen Euro und mehreren Hundert Euro liegen. 

Ist eine größere Bestellmenge günstiger? 

Ob der Preis pro Liter bei einer größeren Bestellmenge günstiger ist, haben wir in unserer Studie von preisbildenden Merkmalen 2025 nicht systematisch untersucht. Eine Beobachtung von uns zeigte allerdings eine niedrigere Anzahl von Angeboten bei einer Liefermenge von 5.000 Litern. Ob sich der Preis pro Liter für Deine Postleitzahl bei einer größeren Bestellmenge ändert, kannst Du über mehrere Abfragen prüfen. Wenn sich ein deutlicher Preisunterschied zeigt und Dir eine größere Bestellmenge möglich ist, kannst Du Dir so den günstigeren Literpreis sichern. 

Ist eine Sammelbestellung sinnvoll?

Die wenigsten Haushalte bringen mehr als 3.000 Liter in ihren Tanks unter. Um größere Mengen zu bestellen und von niedrigeren Literpreisen zu profitieren, können sich mehrere Abnehmer zusammentun. Das hat den Vorteil, dass der Tanklaster nur einmal in der Straße vorbeikommen muss. 

Dafür, dass der Händler Tanks in verschiedenen Häusern befüllt, erhebt er einen Aufschlag. Prüfe daher immer erst, ob die Kostenersparnis den Aufwand einer Sammelbestellung rechtfertigt.

Standard, Premium, Ecotherm – welche Heizölsorte ist am besten? 

Für die meisten Ölheizungen reicht günstiges Standard-Heizöl aus. Nach Einschätzung des Bundes der Energieverbraucher ist seine Qualität für den normalen Betrieb ausreichend. 

Bei der Standard-Sorte handelt es sich um Heizöl extraleicht schwefelarm (kurz „EL schwefelarm“, DIN 51603-1). Lieferanten führen sie nicht unbedingt unter dieser Bezeichnung, sondern geben ihr auch andere Namen: Heizöl normal, Heizöl Standard oder einfach nur Heizöl. Einheitlich ist: Die standardisierte Sorte ist die günstigste und zugleich mit Abstand die beliebteste. Rund 85 Prozent des über die Portale bestellten Heizöls gehört zu der Standardsorte.

Fast überall bieten Händler auch eine Sorte mit bestimmten Zusätzen an als „Premium“, „Plus“, „Ecotherm“ oder „Super“. Die Zusätze – sogenannte Additive – verteuern das Heizöl, versprechen aber einen Mehrwert. Dieses Öl soll weniger Ablagerungen im Tank bilden und Filter und Düsen der Anlage kaum verstopfen. Die Kosten für Reparatur und Wartung sollen so geringer ausfallen. Auch gegen den typischen Geruch von Heizöl gibt es Zusätze. Zu positiven Wirkungen von Zusätzen im Heizöl gibt es allerdings bisher keine aussagekräftigen und unabhängigen Untersuchungen.

Welchen Einfluss hat Dein Wohnort auf den Preis? 

In Süddeutschland sind die Preise für Heizöl in der Regel höher als in Norddeutschland. In der Nähe von Raffinerien und Tanklagern zahlen Kunden weniger, als wenn sie weiter entfernt von diesen wohnen. 

Ist die Nachfrage in Deiner Region hoch, sind gewöhnlich auch die Heizölpreise höher als in Regionen mit geringerer Nachfrage. Die meisten Ölheizungen befinden sich laut einer Studie aus dem Jahr 2023 des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) im Saarland, Bayern, Hessen und Baden-Württemberg. Ein Grund dafür ist, dass das Gasnetz, und damit Anschlussmöglichkeiten für Gasheizungen, hier weniger gut ausgebaut ist. Rund ein Drittel der Wohngebäude wird in den vier Bundesländern mit Öl beheizt, während es im Bundesdurchschnitt weniger als ein Viertel ist. 

Da Du auf diesen Preisfaktor keinen Einfluss hast, solltest Du an den anderen Preisschrauben drehen, die wir Dir in diesem Kapitel vorgestellt haben. 

Worauf solltest Du beim Betanken achten?

Wenn Du die Bestellung aufgegeben und den Liefertermin für das Heizöl hast, solltest Du Dich und Deine Ölheizung darauf vorbereiten. 

Schalte vor der Betankung die Heizung aus, damit Rückstände, die sich am Boden des Tanks gesammelt haben und durch die Betankungen aufgewirbelt werden, nicht die Filter der Heizung verstopfen. Außerdem besteht sonst durch den Tankvorgang auch die Gefahr, dass Luft in den Tank gelangt. Schalte die Heizung nach dem Tanken am besten erst ein bis zwei Stunden später wieder ein.

Sei beim Tankvorgang dabei und lies vor und nach der Betankung den Füllstand an Deinem Ölkessel ab, damit Du die Liefermenge überprüfen kannst. Die Tankanlage des Heizöllieferanten hat ebenfalls eine Messanlage. Prüfe, ob diese beim Beginn der Betankung auf „null“ steht und dass das Eichsiegel darauf noch gültig ist. Im Lieferschein sollten außerdem Zählerstände vor und nach Lieferung sowie die Tankmenge stehen. Prüfe, ob alle Angaben stimmen und unterschreibe erst im Anschluss.

Was beeinflusst die Heizölpreise am Markt?

Der Heizölpreis hängt vor allem vom Rohölpreis auf dem Weltmarkt ab. Hinzu kommen der Wechselkurs, Steuern, der CO2-Preis sowie die Kosten für Verarbeitung, Transport und Lieferung.

Der Rohölpreis richtet sich nach Angebot und Nachfrage. Einen wichtigen Einfluss hat die Förderpolitik der Opec und weiterer großer Förderländer. Die Opec ist die Organisation erdölexportierender Länder. Drosseln wichtige Förderstaaten ihre Produktion, kann der Preis steigen, bei einer höheren Förderung kann er sinken.

Genauso können geopolitische Konflikte den Preis in kürzester Zeit stark beeinflussen. Im Jahr 2022 stieg der Ölpreis aufgrund des Krieges in der Ukraine auf neue Rekordwerte und hat sich fast verdreifacht. Seit 2023 ist er wieder gesunken, liegt aber immer noch deutlich über dem Vorkriegsniveau von 2021.

Im aktuellen Iran-Konflikt seit Ende Februar 2026 zeigt sich erneut, wie schnell politische Krisen den Ölpreis verändern können. Seit die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr weitgehend blockiert ist, kommt deutlich weniger Öl aus der Golfregion auf den Weltmarkt. Das hat die Preise für Rohöl und Heizöl zeitweise stark steigen lassen. Gibt es Hinweise darauf, dass die Route wieder geöffnet wird, können die Preise aber auch schnell wieder sinken.

Im April 2026 erreichte der Heizölpreis seinen vorläufigen Höhepunkt bei rund 1,53 Euro pro Liter. Damit ist der Preis im Vergleich zum Februar 2026 um rund 60 Cent pro Liter gestiegen. Bei einer Bestellung von 3.000 Litern macht das etwa 1.800 Euro an Mehrkosten aus. 

Inzwischen hat sich der Preis etwas entspannt, liegt im August 2026 aber weiterhin bei rund 1,30 Euro pro Liter. 

Welche Steuern und Abgaben beeinflussen den Heizölpreis?

Die abzuführenden Steuern – Mehrwertsteuer und Energiesteuern – und der seit 2021 aufgeschlagene CO2-Preis bilden einen zweiten Kostenblock. Hinzu kommen die Kosten des Händlers für Einkauf, Lagerung, Transport und Vertrieb.

Für das Verbrennen von Heizöl fällt seit 2021 ein CO2-Preis an. Die Brennstoffhändler müssen für die voraussichtlichen Emissionen Zertifikate kaufen. Die Kosten rechnen sie in der Regel in den Heizölpreis ein. 2025 lag der CO2-Preis fest bei 55 Euro je Tonne. Seit 2026 werden die Zertifikate versteigert. Der Preis kann sich dabei innerhalb eines gesetzlichen Korridors von 55 bis 65 Euro je Tonne bewegen. Bei der ersten Versteigerung im Juli 2026 lag er bei 65 Euro.

Ein Liter Heizöl verteuert sich durch einen CO2-Preis in Höhe von 65 Euro je Tonne um 20,7 Cent pro Liter (brutto). 

Ab 2028 soll der CO2-Preis für Gebäude und Straßenverkehr über den neuen europäischen Emissionshandel EU-ETS 2 entstehen. Dann richtet sich der Preis stärker nach Angebot und Nachfrage. Wie hoch er tatsächlich ausfallen wird, lässt sich derzeit nicht zuverlässig vorhersagen.

Wie hoch sind die CO2-Kosten für eine Ölheizung? 

JahrCO2-Preis pro TonneCO2-Preis nettoCO2-Preis brutto
202330 Euro8,03 Cent/l9,55 Cent/l
202445 Euro12,04 Cent/l14,33 Cent/l
202555 Euro14,72 Cent/l17,52 Cent/l
2026max. 65 Euro / Tonne¹17,39 Cent/l20,70 Cent/l
2030z.B. 120 Euro / Tonne²32,12 Cent/l38,22 Cent/l

Der Emissionsfaktor für Heizöl extraleicht (EL) beträgt 2,68 kg CO2/Liter. Alle Angaben wurden gerundet.
1 Preiskorridor von 55 bis 65 Euro
2 Geschätzter Preis nach dem Kopernikus-Projekt Ariadne, Quellen: Finanztip-Berechnung EBeV 2030, § 10 Abs. 2 BEHG (Stand: August 2026)

Du siehst, dass die CO2-Kosten in den nächsten Jahren deutlich steigen. Das Forschungsprojekt Ariadne, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, prognostiziert ab 2027 nochmal eine deutliche Steigerung. Wie sich das auf einen Jahresverbrauch von 1.500 Litern und 3.000 Litern auswirkt, hat Finanztip für Dich ausgerechnet.

Wenn Du zur Miete wohnst, muss Dein Vermieter seit 2023 einen Teil Deiner CO2-Kosten übernehmen. Wie Du die Kosten einforderst und mehr Informationen zum CO2-Preis findest Du in unserem Ratgeber zur CO2-Abgabe.

Was ist grünes und klimaneutrales Heizöl?

Als grünes Heizöl werden verschiedene flüssige Brennstoffe bezeichnet, die ganz oder teilweise aus Biomasse oder mithilfe erneuerbarer Energie hergestellt werden. Dazu gehören beispielsweise Bioöl und synthetisches Heizöl.

Es gibt bislang grünes Heizöl mit einer Beimischung von bis zu zehn Prozent Öl aus nachwachsenden Rohstoffen. Vor allem in Baden-Württemberg wird dieses angeboten – Käufer erfüllen mit diesem Heizöl die Bestimmungen nach dem landeseigenen Erneuerbare-Wärme-Gesetz. Laut der gemeinnützigen Beratungsagentur co2online ist der Preis von Bio-Heizöl fünf bis 15 Prozent höher als für herkömmliches Heizöl. 

Ist dieses grüne Heizöl vom CO2-Preis betroffen? Ja und nein. Der Gesetzgeber macht einen Unterschied, ob Heizöl aus nachwachsenden Rohstoffen wie ölhaltigen Pflanzen gewonnen oder synthetisch erzeugt wird. Heizöl aus nachwachsenden Rohstoffen unterliegt seit 2023 dem CO2-Preis, synthetisches Heizöl nicht.

Worauf Du ebenfalls bei der Bestellung von Heizöl stoßen wirst: das sogenannte klimaneutrale Heizöl. Du kannst Dich beim Kauf für Heizöl mit einem Klima-Zertifikat entscheiden, wodurch Klimaschutzprojekte unterstützt werden. Dazu zählt beispielsweise das Aufforsten von Wäldern. Die neu gepflanzten Bäume binden das Kohlendioxid, das beim Verbrennen des Heizöls entsteht, so der Gedanke dahinter. 

Auch auf dem Gasmarkt gibt es vergleichbare Produkte. Ob diese aber dem eigenen Anspruch gerecht werden und so viel CO2 einsparen wie versprochen, ist fraglich. Mehr zu diesen Klima-Zertifikaten liest Du in unserem Ratgeber zu Biogas.

Achtung: Der CO2-Preis wird auch auf klimaneutrales Heizöl voll erhoben. Durch klimaneutrales Heizöl verringerst Du also nicht die steuerlichen Belastungen auf den Brennstoff.

Wohin entwickeln sich die Heizölpreise?

Eine sichere Prognose für Heizölpreise in der Zukunft gibt es nicht. Dafür gibt es zu viele unberechenbare Einflussfaktoren wie zum Beispiel geopolitische Konflikte.

Sinkende Rohölpreise können Heizöl zeitweise günstiger machen. Gleichzeitig sorgt aber der CO2-Preis langfristig für zusätzlichen Kostendruck. Ab 2028 hängt dieser Preis voraussichtlich vom europäischen Emissionshandel für Gebäude und Verkehr ab.

Für Dich bedeutet das: Bestell deshalb rechtzeitig, bevor Dein Tank fast leer ist. So gerätst Du bei einer kurzfristigen Preisspitze nicht unter Zeitdruck und vermeidest möglicherweise eine teure Expresslieferung. 

Sandra Duy

Den perfekten Zeitpunkt für den Heizölkauf kannst Du kaum vorhersagen. Viel wichtiger ist, regelmäßig zu vergleichen und nicht erst zu bestellen, wenn der Tank fast leer ist.

Sandra Duy
Unsere Finanztip-Expertin für Energetische Sanierung

Wie kannst Du die Heizkosten Deiner Ölheizung senken?

Je weniger Öl Du verbrauchst, desto geringer sind Deine Heizkosten. Wichtig dafür ist, dass Deine Ölheizung effizient arbeitet. Ob dies der Fall ist, kannst Du mit einem hydraulischen Abgleich prüfen und dabei auch gleich die Einstellungen korrigieren. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) vergibt Fördermittel für diese und andere Maßnahmen zur Optimierung der Heizung

Wie senkst Du die Wärmeverluste Deines Hauses?

Je weniger Wärme in Deinem Haus über Außenwände, Dach und Fenster nach draußen verloren geht, desto weniger Heizöl brauchst Du. Besonders einfache Maßnahmen sind das Dämmen frei liegender Heizungsrohre und der obersten Geschossdecke

Größere energetische Sanierungen wie eine Fassadendämmung oder neue Fenster kosten mehr, können den Verbrauch aber deutlich senken. Für Maßnahmen an der Gebäudehülle kannst Du Zuschüsse beim Bafa erhalten. Für umfassende Sanierungen gibt es Förderkredite bei der staatlichen Förderbank KfW.

Kannst Du Deine Ölheizung mit erneuerbarer Wärme ergänzen?

Eine solarthermische Anlage kann Deine Ölheizung bei der Warmwasserbereitung und teilweise beim Heizen unterstützen. Dadurch verbrauchst Du weniger Heizöl. Ob sich die Anlage rechnet, hängt von Deinem Wärmeverbrauch, der verfügbaren Dachfläche und den Kosten ab.

Prüfe vor einer größeren Investition aber auch, ob ein vollständiger Wechsel zu einer anderen Heizung sinnvoller ist. Neue Ölheizungen müssen ab 2029 schrittweise steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe nutzen. Spätestens ab 2045 sollen die zum Heizen eingesetzten Brennstoffe vollständig klimaneutral sein. 

Ist Deine Ölheizung noch relativ jung und zuverlässig, musst Du sie nicht vorschnell austauschen. Lass trotzdem frühzeitig prüfen, welche Heiztechnik langfristig zu Deinem Haus passt. Bei einer älteren, reparaturanfälligen Anlage kann ein geplanter Wechsel günstiger sein als ein kurzfristiger Austausch nach einem Defekt.

Welche Regeln gelten für alte und neue Ölheizungen?

Eine bestehende Ölheizung darfst Du grundsätzlich weiter betreiben. Seit dem 29. Juli 2026 gibt es keine allgemeine Pflicht mehr, einen Heizkessel allein wegen seines Alters nach 30 Jahren auszutauschen. Diese Änderung ist Teil der Reform des bisherigen Gebäudeenergiegesetzes (GEG), das nun Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) heißt.

Neue Ölheizungen bleiben ebenfalls erlaubt. Baust Du sie nach dem 29. Juli 2026 in ein bestehendes Haus ein, musst Du allerdings schrittweise steigende Anteile klimafreundlicherer Brennstoffe verwenden. Das kann den Betrieb teuer und die künftigen Heizkosten schwer kalkulierbar machen. 

Gibt es eine Austauschpflicht für Ölheizungen?

Nein, allein wegen ihres Alters musst Du eine Ölheizung nicht mehr austauschen. Die frühere Regel, nach der bestimmte Heizkessel nach 30 Jahren außer Betrieb genommen werden mussten, wurde mit der Gesetzesnovelle gestrichen. 

Du darfst Deine bestehende Ölheizung weiter nutzen, solange sie funktioniert und die sonstigen technischen und immissionsschutzrechtlichen Anforderungen erfüllt. Ob der Weiterbetrieb aber wirtschaftlich sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt: Durch den CO2-Preis dürfte fossiles Heizöl langfristig teurer werden.

Sandra Duy

Eine funktionierende Ölheizung musst Du nicht überstürzt ersetzen. Plane den Wechsel aber rechtzeitig – unter Zeitdruck nach einem Defekt hast Du meist weniger Auswahl und eine schlechtere Verhandlungsposition.

Sandra Duy
Unsere Finanztip-Expertin für Energetische Sanierung

Darfst Du noch eine neue Ölheizung einbauen?

Ja, in einem bestehenden Gebäude darfst Du weiterhin eine neue Ölheizung einbauen. Die frühere Vorgabe, nach der neue Heizungen nach Abschluss der kommunalen Wärmeplanung zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden mussten, gilt nicht mehr.

Eine neue Ölheizung ist trotzdem mit langfristigen Verpflichtungen verbunden. Wird sie nach dem 29. Juli 2026 eingebaut, musst Du sicherstellen, dass sie folgende Anteile ihrer Wärme mit Bioöl oder synthetischem Heizöl erzeugt:

Gültig abMindestanteil
1. Januar 202910 %
1. Januar 203015 %
1. Januar 203530 %
1. Januar 204060 %

Bioöl und synthetisches Heizöl sind bisher allerdings nur eingeschränkt verfügbar und voraussichtlich teurer als fossiles Heizöl. Lass Dich deshalb vor dem Einbau beraten und vergleiche die langfristigen Kosten mit einer Wärmepumpe, einer Pelletheizung oder einer anderen klimafreundlichen Heizung. 

Weitere klimafreundliche Heizoptionen und alle jetzt geltenden Regeln findest Du in unserem Ratgeber zum Heizungsgesetz.

Kannst Du die Brennstoffvorgaben auch anders erfüllen?

Ja, Du kannst die vorgeschriebenen Anteile teilweise auch mit anderer Technik erfüllen. Dann musst Du entsprechend weniger oder gar kein Bioöl beziehungsweise synthetisches Heizöl einsetzen.

Eine Möglichkeit ist eine Solarthermieanlage. Du erfüllst die Vorgabe von 2029 bis Ende 2034 bei einem Ein- oder Zweifamilienhaus automatisch, wenn die Anlage mindestens vier Quadratmeter Kollektorfläche je 100 Quadratmeter Nutzfläche hat. Bei größeren Wohngebäuden reichen 0,03 Quadratmeter. Soll die Anlage später oder mit mehr als 15 Prozent angerechnet werden, musst Du ihren tatsächlichen Wärmeanteil nachweisen lassen. 

Auch eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung kann angerechnet werden. Dafür muss sie das gesamte Gebäude versorgen, mindestens 73 Prozent der Wärme zurückgewinnen und bestimmte Effizienzanforderungen erfüllen. 

Bei einer Hybridheizung aus Wärmepumpe und Ölkessel übernimmt die Wärmepumpe einen Teil der Wärmeversorgung. Im üblichen gemeinsamen Betrieb muss ihre Leistung mindestens 30 Prozent der Leistung des Ölkessels erreichen. Läuft jeweils nur eines der beiden Geräte, sind mindestens 40 Prozent vorgeschrieben. 

Auch eine Kombination des Ölkessels mit einer Heizung für feste Biomasse, etwa einem Pelletkessel, kann die Brennstoffvorgaben erfüllen. Welche Lösung bei Dir technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, solltest Du von einer Fachfirma oder einer Energieberatung prüfen lassen.

Was gilt ab 2045 für Ölheizungen?

Bis 2045 sollen die zum Heizen verkauften Brennstoffe vollständig klimaneutral werden. Das aktuelle Gesetz enthält aber kein pauschales Verbot, nach dem Du eine bestehende Ölheizung an diesem Tag ausbauen musst.

Die Bundesregierung muss bis Dezember 2026 ein weiteres Gesetz mit einer sogenannten Grüngas- und Grünheizölquote vorlegen. Dieses soll die Anbieter von Heizöl, Gas und Flüssiggas verpflichten, ihre Brennstoffe bis 2045 vollständig auf klimaneutrale Alternativen umzustellen. 

Ob klimaneutrale flüssige Brennstoffe dann ausreichend verfügbar und bezahlbar sind, ist offen. Verlass Dich bei einer heute geplanten neuen Heizung daher nicht darauf, dass Du später problemlos günstiges grünes Heizöl kaufen kannst.

Wann lohnt sich der Austausch einer alten Ölheizung?

Ist Deine Ölheizung in die Jahre gekommen, lohnt sich eine neue Heizung in der Regel. Neue Heizkessel verbrauchen oft viel weniger Brennstoff für die gleiche Menge an Wärme.

Berücksichtige bei Deiner Entscheidung nicht nur die Anschaffungskosten. Eine neue Ölheizung verursacht weiterhin CO2-Kosten und muss künftig steigende Anteile klimafreundlicherer Brennstoffe nutzen. Deren Preis und Verfügbarkeit sind schwer vorherzusagen.

Funktioniert Deine Anlage noch zuverlässig, kannst Du erstmal Deinen Verbrauch senken und den Wechsel in Ruhe planen. Steht eine größere Reparatur an oder fällt die öfter Heizung aus, solltest Du auch Alternativen prüfen.

Welche Heizungsalternativen hast Du?

Welche Heizung als Ersatz für Deine Ölheizung geeignet ist, hängt vor allem von Deinem Haus, den Investitionskosten und den späteren Heizkosten ab. Mögliche Alternativen sind Wärmepumpen, Fernwärme oder auch Pelletheizungen.

Ist Dein Haus älter und bisher nicht gut saniert, kann eine Pelletheizung die beste Wahl sein. Durch die ausgebauten Öltanks hast Du vermutlich genug Lagerfläche für die Holzpellets. Diese kosten auch weniger als Heizöl. Dank Fördermitteln für einen Pelletkessel sind die Vollkosten geringer als für eine neue Ölheizung. Lies mehr zu diesem Heizsystem in unserem Ratgeber zur Pelletheizung.

Gibt es in Deinem Wohnort ein Fernwärmenetz, dann kannst Du Dir auch ein Angebot für einen Anschluss an dieses Netz machen lassen und die Preise für die Wärmelieferung erfragen. Die Preise für Fernwärme unterscheiden sich je nach Region stark. Die Kosten für den Anschluss sollten jedoch geringer sein als die Investitionskosten für einen neuen Heizkessel und über die Fördermittel für den Heizungstausch kannst Du einen Zuschuss für die Installation einer Übergabestation in Deinem Haus bekommen. Außerdem sparst Du Dir mit einem Fernwärmeanschluss Wartungs- und Reparaturkosten für eine eigene Heizung.

Eine Wärmepumpe in einem wenig energieeffizienten Gebäude zu nutzen, geht mit hohem Stromverbrauch einher. Vorteilhaft ist es, wenn Du zuerst Dein Haus zumindest teilweise dämmst und dabei Niedertemperaturheizkörper oder eine Fußbodenheizung einbaust. Der Umbau dieses Wärmeverteilsystems und eine energetische Sanierung sind zwar aufwendig, aber auch hierfür gibt es Fördermittel über die KfW-Bank und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa). Es kann aber auch sein, dass eine Wärmepumpe in Deinem Altbau auch ohne größere Maßnahmen schon effizient funktionieren würde.

Wer berät Dich zum Heizungstausch?

Willst Du Deine Heizung austauschen, kannst Du Dich von Energieberatern oder Heizungsfachfirmen beraten lassen. Das ist auch sinnvoll, denn eine neue Heizung muss immer zu Deinem Haus passen, damit Du nicht später mit hohen Heizkosten kämpfst.

Qualifizierte Energieberater findest Du entweder in den mehr als 700 Beratungsstellen der Verbraucherzentralen oder direkt in Deiner Region auf der Energieeffizienz-Expertenliste der deutschen Energieagentur (Dena).

Die Beratung in den Verbraucherzentralen ist durch staatliche Förderung kostenlos, entscheidest Du Dich für eine Vor-Ort-Beratung bei Dir zuhause kostet sie nicht mehr als 40 Euro.

Lässt Du Dich von einem Energieeffizienz-Experten beraten, ist das teurer. Je nach Beratungsleistung musst Du mit mehreren Hundert Euro oder für einen Sanierungsfahrplan mit über 1.000 Euro rechnen.

Aber auch die umfassende Beratung von Energieeffizienz-Experten wird staatlich gefördert. Lässt Du Dir von ihnen einen individuellen Sanierungsfahrplan für Dein Haus erstellen, bekommst Du bis zu 50 Prozent der Kosten für den Fahrplan erstattet.

Mehr zum Thema Energieberatung liest Du in unserem Ratgeber zu Energieberatern.

Welche Förderungen gibt es beim Austausch der Ölheizung?

Tauschst Du eine Ölheizung gegen eine klimafreundliche Heizung aus, kannst Du einen Zuschuss bei der staatlichen Förderbank KfW bekommen. Je nach Einkommen und Zeitpunkt des Austauschs übernimmt der Staat aktuell zwischen 30 und 80 Prozent der förderfähigen Kosten.

Gefördert werden beispielsweise Wärmepumpen, Biomasseheizungen, Solarthermieanlagen und der Anschluss an ein Gebäude- oder Wärmenetz.

Das Förderprogramm besteht aus einer Grundförderung von 30 Prozent für den Einbau einer klimafreundlichen Heizung. Über die Grundförderung hinaus gibt es noch zwei Bonus-Förderungen, die Du mit der Grundförderung kombinieren kannst:

  • Einen Einkommensbonus von bis zu 40 Prozent bekommst Du, wenn das zu versteuernde Einkommen Deines Haushalts bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreitet. Das Haus, in dem die Ölheizung getauscht wird, musst Du aber selbst nutzen.
  • Einen Klimageschwindigkeits-Bonus in Höhe von 16 Prozent erhältst Du für den frühzeitigen Tausch Deiner Heizungsanlage. Gasheizungen müssen mindestens 20 Jahre alt sein, für Ölheizungen gilt keine Mindestalter. Der Bonus sinkt ab dem 1. Februar 2027 halbjährlich um vier Prozentpunkte. Zum 1. August 2028 entfällt er dann ganz. 

Es ist möglich, die Bonusförderungen mit der Grundförderung zu kombinieren. Insgesamt kannst Du für den Heizungstausch maximal 80 Prozent Förderung erhalten. Dabei werden alle Kosten bis zu einer Grenze von 28.000 Euro gefördert. Ist Deine neue Heizung teurer als 28.000 Euro, musst Du die darüber hinausgehenden Mehrkosten komplett selbst tragen.

Alle Informationen zur Zuschussförderung findest Du in unserem Ratgeber zur Heizungsförderung

Welchen Kredit kannst Du für den Heizungstausch nutzen? 

Wenn die Investition in eine neue Heizung Deine Möglichkeiten übersteigt, kannst Du einen Ergänzungskredit von bis zu 120.000 Euro nutzen.

Denn bei der Heizungsförderung handelt es sich um einen Zuschuss, der nachträglich ausgezahlt wird. Du musst die Kosten erst einmal auslegen, bevor Du später eine Erstattung vom Staat bekommst. 

Für Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen bis 90.000 Euro ist der Kredit zinsvergünstigt. Den Kredit kannst Du sowohl für eine neue Heizung als auch für energetische Sanierungsmaßnahmen an Deinem Haus nutzen, also zum Beispiel für den Fenstertausch oder die Fassadendämmung.

Mehr zum Kreditprogramm liest Du in unserem Ratgeber zum Ergänzungskredit.

Gibt es Extra-Förderung von Deiner Stadt oder Deinem Bundesland?

Viele Bundesländer und Kommunen haben eigene Förderprogramme zum Einbau von Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien. 

Über einen FördermittelCheck beim gemeinnützigen Verbraucherportal co2online kannst Du Dir die aktuellen Förderprogramme für Heizungen an Deinem Ort anzeigen lassen.

Kannst Du den Heizungstausch steuerlich absetzen?

Du kannst die Kosten für eine neue Heizung seit 2020 von der Steuer absetzen, wenn Du selbst im Haus wohnst: Insgesamt bis zu 20 Prozent der Kosten für Heizungstausch oder Sanierung, verteilt über drei Jahre, werden von Deiner Steuerschuld abgezogen. 

Maximal 40.000 Euro kannst Du so pro Objekt an Einkommensteuer sparen. Um den Steuervorteil zu nutzen, musst Du die Kosten in Deiner Einkommensteuererklärung angeben. 

Achtung: Du darfst dann aber keine Fördermittel in Anspruch nehmen.

Was Du außerdem zur steuerlichen Abschreibung Deiner neuen Heizung wissen musst, liest Du in unserem Ratgeber Energetische Sanierung Steuer

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Wie hat Finanztip Heizölportale getestet?

Um Heizölportale für Dich zu testen, haben wir selbst Abfragen für Musterhaushalte auf den Vergleichsportalen durchgeführt.

Welche Heizölportale hat Finanztip getestet?

Wir haben im Vorfeld über eine ausführliche Internetrecherche und über unsere Marktkenntnis aus unseren Tests der Vorjahre fünf Portale identifiziert, über die Du Angebote für Heizöl einholen und annehmen kannst: 

  • Heizoel24
  • Esyoil
  • Brennstoffboerse
  • Fastenergy
  • Tanke-Guenstig

Auf diesen fünf Portalen haben wir für zehn Musterhaushalte die Preise verglichen. 

Welche Einstellungen hat Finanztip gewählt?

Für die Musterhaushalte haben wir realistische Einstellungen gewählt, um zu prüfen, wie sich die Portale für unterschiedliche Kunden bewähren.

So haben wir bei den Einstellungen zur Lieferfrist, zur Heizölmenge, zur Schlauchlänge, zur möglichen Tankwagengröße und zur Heizölsorte variiert. Bei den Einstellungen für Zahlart und Lieferzeit haben wir die günstigste Einstellung gewählt, da wir davon ausgehen, dass die meisten Haushalte bei diesen Einstellungen am flexibelsten sind. 

Für welche Orte hat Finanztip Heizölangebote getestet?

Die Postleitzahlen der Musterhaushalte wählten wir nach diesen Kriterien aus:

  • Die Verteilung der Postleitzahlen wurde anhand der Verteilung von Ölheizungen nach Bundesländern erstellt. So sind alle Bundesländer mit hohem Anteil an Ölheizungen vertreten, dazu gehören Bayern, Baden-Württemberg, Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen.
  • Es wurden außerdem drei Postleitzahlen in Bundesländern mit einem mittleren Anteil von Ölheizungen ausgewählt, dazu gehören Schleswig-Holstein, Thüringen und Niedersachsen. Hinzu kamen zwei Postleitzahlen in Bundesländern mit niedrigem Anteil an Ölheizungen, das waren in unserer Untersuchung Brandenburg und Berlin.
  • Die Kommunen wurden nach unterschiedlicher Größe ausgewählt. Der Fokus lag auf ländlichen und kleinstädtischen Regionen, da diese traditionell einen höheren Anteil an Ölheizungen haben, da oft keine Gasnetze vorhanden waren oder sind. 

Die von uns genutzten Postleitzahlen
 

OrtBundesland
87600 KaufbeurenBayern
97922 Lauda-KönigshofenBaden-Württemberg
66687 WadernSaarland
54550 DaunRheinland-Pfalz
35260 StadtallendorfHessen
24306 PlönSchleswig-Holstein
27386 HemslingenNiedersachsen
07356 Bad LobensteinThüringen
15907 LübbenBrandenburg
13595 BerlinBerlin

Die Abfragen erfolgten auf allen Portalen am 20. August 2025. Die Angebote haben wir nach Preisen, Preisabweichungen und Anzahl der Angebote miteinander verglichen.

Zu welchem Ergebnis ist Finanztip gekommen?

Finanztip empfiehlt den Vergleich über die Heizöl-Vergleichsportale Esyoil und Heizoel24. Beide Portale haben in unserem Test für jeden Musterhaushalt mehrere Angebote angezeigt. 

Auf beiden Portalen haben wir zudem Bestpreise für Musterhaushalte gefunden, vor allem aber nur geringe Abweichungen vom Bestpreis, wenn dieser nicht auf dem jeweiligen Portal zu finden war. So hatten Esyoil und Heizoel24 im Schnitt die geringste Abweichung vom Bestpreis mit 1,1 Prozent beziehungsweise 1,6 Prozent. Esyoil hat inklusive Bestpreis siebenmal eine Abweichung von unter einem Prozent vom Bestpreis, bei Heizoel24 ist es sechsmal. Fastenergy hat hingegen nur einmal eine Abweichung von unter einem Prozent, nämlich bei dem Musterhaushalt, bei dem sie den Bestpreis haben.

Ergebnisse früherer Finanztip-Untersuchungen

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