Hybridheizung Für wen eine Hybridheizung sinnvoll ist

Sandra Duy
Sandra Duy
Expertin Energetische Sanierung

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Hybridheizung kombiniert mehrere Heizsysteme und kann so effizient und klimafreundlich heizen. Sie eignet sich besonders für den schrittweisen Umstieg auf erneuerbare Energien.
  • Die Kosten liegen je nach Kombination etwa zwischen 22.500 und 40.000 Euro. Über die KfW kannst Du Förderungen von bis zu 80 Prozent der Kosten bekommen.
  • Lass Dich vor der Entscheidung beraten, welche Kombination zu Deinem Haus passt, und beantrage Fördermittel unbedingt vor dem Heizungstausch.
     
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Was ist eine Hybridheizung?

Unter einer Hybridheizung versteht man zwei Wärmeerzeuger, die mit unterschiedlichen Energiequellen gemeinsam Dein Haus beheizen. Dabei können verschiedenste Systeme miteinander kombiniert werden, also zum Beispiel Gas- oder Ölheizungen mit Wärmepumpen oder Solarthermie

Die Hybridheizung kann dabei aus nur einem Gerät bestehen, das beide Heiztechniken in sich vereint. Das ist dann ein sogenanntes kompaktes Einzelgerät. Es kann sich aber auch um zwei separate Heizungen handeln, die über Regelungstechnik miteinander verbunden sind.

Wie funktioniert eine Hybridheizung?

Je nach Betriebsart erzeugen bei der Hybridheizung mindestens zwei Heizungen entweder gleichzeitig oder abwechselnd Wärme. Dabei gibt es folgende Möglichkeiten:

  • ein bivalent paralleler Betrieb
  • ein bivalent teilparalleler Betrieb
  • ein bivalent alternativer Betrieb

Bivalent steht dafür, dass die benötigte Heizenergie von zwei Wärmeerzeugern geliefert wird – also einer Hybridheizung. Die Art des Betriebs entscheidet darüber, wann welche Energiequelle eingesetzt wird und auch, wie sich das auf Deine Heizkosten auswirkt.

Wann welche Heizung Wärme erzeugt, ist abhängig von der gewählten Regelung und vom eingestellten Bivalenzpunkt. Dieser Punkt beschreibt die Außentemperatur, ab welcher die Regelung die zweite Heizung aktiviert. 

Das Gegenteil von einem bivalenten System ist die Monovalenz, was den Einsatz von nur einer Heizungsanlage beschreibt. Deine Gas- oder Ölheizung oder auch eine Wärmepumpe für sich sind monovalente Heizungen.

Wie funktionieren die Regelungen einer Hybridheizung?

Quelle: Finanztip-Darstellung (Stand: August 2026)

Die unterschiedlichen Betriebsweisen regeln, wie sich die Heizsysteme abwechseln und ergänzen:

Paralleler Betrieb: Die Hauptheizung übernimmt den größten Teil der Arbeit. Wenn es draußen sehr kalt wird und sie allein nicht mehr ausreicht, springt die zweite Heizung zusätzlich an. Wann das passiert, wird über den Bivalenzpunkt eingestellt.

Teilparalleler Betrieb: Auch hier unterstützt die zweite Heizung ab einer bestimmten Außentemperatur. Wird es noch kälter, übernimmt die zweite Heizung komplett und die erste schaltet sich aus. Dafür werden in der Regelung zwei Bivalenzpunkte gesetzt.

Alternativer Betrieb: Hier arbeiten die Heizungen nie gleichzeitig. Welche Heizung gerade läuft, hängt von der Außentemperatur ab. Zum Beispiel: Heizung A läuft bis drei Grad, darunter übernimmt Heizung B.
 

Welche Regelung passt zu Deinem Haus?

Welches dieser Systeme für Dein Haus sinnvoll ist, ist von folgenden Faktoren abhängig: 

  • Welche Wärmeerzeuger kombinierst Du?
  • Wie hoch ist der Energiebedarf Deines Hauses?
  • Möchtest Du Deine Heizung eher ökonomisch oder ökologisch ausrichten?

Ab einer bestimmten Außentemperatur kann es finanziell gesehen sinnvoller sein, wenn nur einer der Wärmeerzeuger heizt, beispielsweise die Gasheizung anstatt der Wärmepumpe – also ein alternativer Betrieb eingestellt wird. Andererseits ist für die Verringerung des CO2-Ausstosses ein paralleler Betrieb deutlich besser. 

Welche Betriebsweise ausgewählt werden sollte, können Dir am besten qualifizierte Energieberater oder eine Heizungsfachfirma sagen, denn sie müssen diese genau auf Dein Haus abstimmen.

Planst Du, in der Zukunft Dein Haus durch eine energetische Sanierung noch energieeffizienter zu machen, muss das ebenfalls berücksichtigt werden. 

Für neu eingebaute Hybridheizungen gelten außerdem gesetzliche Anforderungen. Welche Vorgaben Du erfüllen musst, hängt von den kombinierten Heiztechniken ab. Mehr dazu liest Du im Kapitel zu den gesetzlichen Regelungen.

Welche Arten von Hybridheizungen gibt es?

Bei einer Hybridheizung kannst Du verschiedene Wärmeerzeuger miteinander kombinieren. Möglich ist dabei die Kombination von fossilen Heizungen, also zum Beispiel Gas- und Ölheizungen mit Heizsystemen auf erneuerbarer Basis, wie beispielsweise Wärmepumpen oder Solarthermie. Du kannst aber auch zwei Heizsysteme, die mit erneuerbaren Energien arbeiten, miteinander kombinieren.

Welche Variante sinnvoll ist, hängt vor allem vom Wärmebedarf Deines Hauses, den benötigten Vorlauftemperaturen und dem Platz für die einzelnen Anlagen ab.

Welche Kombinationsmöglichkeiten gibt es für fossile Heizungen?

Eine bestehende Gas- oder Ölheizung kannst Du mit einer Wärmepumpe oder einer Solarthermieanlage kombinieren. So senkst Du den Verbrauch fossiler Brennstoffe, ohne die alte Heizung sofort auszubauen.

In dieser Kombination kann die Wärmepumpe im Rahmen eines bivalent-parallelen Betriebs den grundsätzlichen Wärmebedarf im Jahr übernehmen und nur, wenn die Temperaturen unter einen bestimmten Punkt fallen, schaltet sich die fossile Heizung hinzu. So heizt Du den Großteil des Jahres mit erneuerbaren Energien.

Bei der Verbindung einer Gasheizung oder Ölheizung mit einer Solarthermieanlage kann die Warmwasserversorgung Deines Haushalts komplett oder zum Teil von der Solarthermie übernommen werden. Wie viel Wärme sie liefert, hängt unter anderem von der Größe der Anlage, der Dachfläche und dem Wärmebedarf ab.

So eine Ergänzung kann besonders sinnvoll sein, wenn Deine bestehende Heizung noch funktioniert und Du den Verbrauch von Gas oder Heizöl schrittweise reduzieren möchtest.

Welche Kombinationsmöglichkeiten gibt es für erneuerbare Energien?

Möglich sind Kombinationen von Pelletheizung, Wärmepumpe und Solarthermieanlage. Du kannst also unterschiedliche Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien miteinander kombinieren.

Wenn Du beispielsweise schon komplett auf erneuerbare Energiequellen umsteigen möchtest oder kein Gasanschluss anliegt, aber Dein Haus noch unsaniert ist und daher einen hohen Wärmebedarf hat, könntest Du eine Pelletheizung mit einer Wärmepumpe oder einer Solarthermieanlage kombinieren. 

Das Prinzip in Kombination mit einer Wärmepumpe wäre das gleiche, wie bei einer fossilen Heizung: Die Wärmepumpe heizt bis zu einem gewissen Punkt allein und dann erst schaltet sich die Pelletheizung hinzu, die wie eine Gas- oder Ölheizung deutlich höhere Heiztemperaturen effizient erreichen kann. 

In der Kombination mit einer Solarthermieanlage kann diese auch hier die Warmwasserversorgung komplett oder zu einem großen Teil übernehmen. Das gleiche gilt, wenn Du die Solarthermie mit einer Wärmepumpe kombinierst. Im Sommer, wenn keine Heizwärme nötig ist, könnten die Pelletheizung oder die Wärmepumpe sogar ausgeschaltet werden, da die Solarthermieanlage für das Warmwasser sorgt.

Welche gesetzlichen Regeln gelten für Hybridheizungen?

Welche gesetzlichen Vorgaben gelten, hängt davon ab, ob Du eine bestehende Heizung ergänzt oder eine neue Hybridheizung einbaust.

Ergänzt Du nur Deine vorhandene Gas- oder Ölheizung durch eine Wärmepumpe oder Solarthermieanlage, wird die alte Heizung nicht neu eingebaut. Die Vorgaben für neu eingebaute Gas- oder Ölheizungen greifen daher grundsätzlich nicht allein durch diese Ergänzung (§ 43 Abs. 1 GModG).

Baust Du dagegen eine neue Hybridheizung mit einer Gas- oder Ölheizung ein, gelten die Vorgaben des Gebäudemodernisierungsgesetzes. Entscheidend ist dann, wie die erneuerbare Komponente ausgelegt ist.

Welche Vorgaben gibt es für neue Gas- oder Ölheizungen? 

Baust Du seit dem 30. Juli 2026 in einem bestehenden Gebäude eine neue Gas- oder Ölheizung ein, musst Du schrittweise klimafreundlichere Brennstoffe nutzen. Ab 2029 müssen mindestens zehn Prozent der erzeugten Wärme daraus stammen. Der Anteil steigt ab 2030 auf 15 Prozent, ab 2035 auf 30 Prozent und ab 2040 auf 60 Prozent (§ 43 Abs. 1 GModG).

Diese Vorgaben kannst Du auch durch eine passende Hybridheizung erfüllen. Bei einer Wärmepumpen-Hybridheizung kommt es dafür auf die Leistung der Wärmepumpe an. Bei einer Solarthermie-Hybridheizung kann die Solarthermieanlage auf die vorgeschriebenen Anteile angerechnet werden.

Die Regeln gelten nur, wenn die Gas- oder Ölheizung neu eingebaut wird. Ergänzt Du eine bereits vorhandene Heizung lediglich um eine Wärmepumpe oder Solarthermieanlage, wird die alte Heizung dadurch nicht zu einer neu eingebauten Heizung.

Welche Regeln gelten für eine neue Wärmepumpen-Hybridheizung?

Bei einer neuen Wärmepumpen-Hybridheizung darf die Wärmepumpe nicht zu klein ausgelegt sein. Sie muss einen spürbaren Teil der Heizleistung übernehmen können.

Arbeiten Wärmepumpe und Gas- oder Ölheizung gleichzeitig oder zeitweise gemeinsam, muss die Leistung der Wärmepumpe mindestens 30 Prozent der Leistung der Verbrennungsheizung erreichen. Übernimmt die Verbrennungsheizung ab einer bestimmten Außentemperatur vollständig, sind es mindestens 40 Prozent (§ 43 Abs. 5 Satz 1 GModG).

Hält die Anlage diese Mindestwerte ein, gelten die Vorgaben für die schrittweise steigenden Anteile klimafreundlicher Brennstoffe als erfüllt (§ 43 Abs. 5 Satz 1 GModG).

Lass die Größe der Wärmepumpe von einer Heizungsfachfirma berechnen. Entscheidend sind unter anderem die Heizlast Deines Hauses und die geplante Betriebsweise.

Welche Regeln gelten für eine neue Solarthermie-Hybridheizung?

Eine Solarthermieanlage kann einen Teil der gesetzlichen Vorgaben für eine neue Gas-, Öl- oder Flüssiggasheizung erfüllen. Dafür muss sie groß genug sein (§ 43 Abs. 3 GModG).

Bei einem Wohngebäude mit höchstens zwei Wohnungen braucht die Anlage mindestens 0,04 Quadratmeter Kollektorfläche je Quadratmeter Nutzfläche. Bei einem größeren Wohngebäude sind es mindestens 0,03 Quadratmeter je Quadratmeter Nutzfläche (§ 43 Abs. 3 Satz 2 GModG).

Ein Beispiel: Hat Dein Einfamilienhaus eine Nutzfläche von 150 Quadratmetern, brauchst Du nach dieser Vorgabe mindestens sechs Quadratmeter sogenannte Aperturfläche. Damit ist die Fläche gemeint, durch die das Sonnenlicht in den Kollektor eintritt.

Diese Mindestgröße erfüllt die gesetzlichen Vorgaben allerdings nur von 2029 bis Ende 2034. Ab 2035 steigt der vorgeschriebene Anteil klimafreundlicher Wärme weiter. Dann kann zusätzlich ein Anteil klimafreundlicher Brennstoffe nötig sein (§ 43 Abs. 1 und 3 GModG).

Soll die Solarthermieanlage mit mehr als 15 Prozent angerechnet werden, muss der tatsächliche Anteil nachgewiesen werden (§ 43 Abs. 3 Satz 3 GModG). Die Anlage muss außerdem grundsätzlich das Prüfzeichen „Solar Keymark“ tragen (§ 44 GModG). 

Für wen lohnt sich eine Hybridheizung?

Eine Hybridheizung kann sinnvoll sein, wenn Du eine vorhandene Heizung schrittweise durch erneuerbare Energie ergänzen möchtest. Besonders infrage kommt sie bei Bestandsgebäuden, in denen eine Gas-, Öl- oder Pelletheizung noch funktioniert.

Ob sich die Kombination lohnt, hängt aber stark von Deinem Haus ab. Wichtig sind der Wärmebedarf, die benötigte Vorlauftemperatur und der Zustand der vorhandenen Heizung. Auch die Kosten für Anschaffung, Betrieb und Wartung solltest Du berücksichtigen.

Eine Hybridheizung ist nicht automatisch die beste Lösung für einen Altbau. Oft kann auch eine passend geplante Wärmepumpe das Haus allein beheizen.

In welchen Fällen die Hybridheizung eine gute Lösung ist, schauen wir uns jetzt an.

Lohnt sich eine Hybridheizung, wenn Du Heizkosten sparen möchtest? 

Eine Hybridheizung kann Deinen Verbrauch an Gas, Heizöl oder Pellets senken. Ob Du damit insgesamt Geld sparst, hängt aber von den Investitionskosten und der Auslegung der Anlage ab.

Besitzt Du eine noch gut funktionierende Gas- oder Ölheizung, kannst Du sie beispielsweise durch eine Wärmepumpe oder Solarthermieanlage ergänzen. Die neue Technik übernimmt dann einen Teil der Wärmeversorgung. Dadurch brauchst Du weniger fossilen Brennstoff und verursachst weniger Kohlendioxid.

Die Ersparnis muss allerdings hoch genug sein, um die zusätzlichen Anschaffungs- und Wartungskosten auszugleichen. Lass Dir deshalb vorab berechnen, wie viel Wärme die neue Komponente übernehmen kann und welche laufenden Kosten entstehen.

Lohnt sich eine neue Hybridheizung als Übergang zur Wärmepumpe?

Eine Hybridheizung kann eine Übergangslösung sein, wenn Du Deine vorhandene Heizung zunächst weiter nutzen und später vollständig auf eine Wärmepumpe umsteigen möchtest.

Das kann infrage kommen, wenn Dein Haus derzeit noch einen hohen Wärmebedarf hat oder hohe Vorlauftemperaturen benötigt. Eine ergänzende Wärmepumpe übernimmt dann zunächst einen möglichst großen Teil der Wärmeversorgung. Die vorhandene Heizung unterstützt sie an besonders kalten Tagen.

Sanierst Du später das Haus oder vergrößerst die Heizflächen, sinkt der Wärmebedarf. Die Wärmepumpe kann dadurch einen größeren Anteil übernehmen und möglicherweise später allein heizen.

Lass die Wärmepumpe von Anfang an für diesen Plan auslegen. Sonst besteht das Risiko, dass sie nach der Sanierung nicht passend dimensioniert ist. Wende Dich hierfür am besten an eine Energieberatung und lass Dir einen individuellen Sanierungsfahrplan erstellen. Was das für ein Fahrplan ist und wo Du passende Energieberater findest, liest Du in unserem Ratgeber zu Energieberatern

Sandra Duy

Prüf zuerst, ob eine Wärmepumpe Dein Haus allein versorgen kann. Sonst bezahlst Du womöglich für eine zweite Heizung, die Du gar nicht brauchst.

Sandra Duy
Unsere Finanztip-Expertin für Energetische Sanierung

Lohnt sich eine neue Hybridheizung mit Gas oder Öl?

Eine komplett neue Hybridheizung mit Gas-, Öl- oder Flüssiggasheizung lohnt sich nur in wenigen Fällen. Du bezahlst für zwei Wärmeerzeuger und hast meist höhere Wartungskosten und einen größeren Platzbedarf.

Neue Gas- und Ölheizungen sind zwar weiterhin erlaubt, Du musst aber ab 2029 schrittweise steigende Anteile klimafreundlicher Wärme sicherstellen. Der Anteil steigt von zehn Prozent ab 2029 auf 60 Prozent ab 2040 (§ 43 Abs. 1 GModG).

Eine ausreichend große Wärmepumpe in einer Hybridheizung kann diese Vorgaben erfüllen (§ 43 Abs. 5 GModG). Trotzdem solltest Du prüfen, ob eine alleinige Wärmepumpe wirtschaftlicher und einfacher wäre. 

Lohnt sich eine Hybridheizung im Neubau?

Im Neubau kann eine Hybridheizung sinnvoll sein, wenn Du zwei klimafreundliche Heiztechniken kombinierst. Möglich ist zum Beispiel eine Wärmepumpe mit einer Solarthermieanlage oder mit einer Biomasseheizung.

Ob sich das lohnt, hängt vom zusätzlichen Nutzen ab. Eine Wärmepumpe kann ein gut gedämmtes neues Haus meist allein effizient beheizen. Ein zweites Heizsystem erhöht daher oft die Anschaffungs-, Wartungs- und Platzkosten. Eine Solarthermieanlage kann die Wärmepumpe aber sinnvoll bei der Warmwasserbereitung unterstützen.

Eine Hybridheizung mit Gas oder Öl ist im Neubau hingegen keine zukunftssichere Lösung. Und ab 2030 dürfen neue Gebäude am Standort keine Kohlendioxidemissionen aus fossilen Brennstoffen mehr verursachen (§ 10 Abs. 1 und 2 Nr. 3 GModG).

Was kostet eine Hybridheizung?

Eine Hybridheizung kostet je nach Kombination etwa 22.500 bis mehr als 40.000 Euro. Deutlich günstiger kann es sein, wenn Du einen vorhandenen Wärmeerzeuger weiter nutzt und nur eine zweite Heiztechnik ergänzt.

Art der HybridheizungPreisspanne
Gasheizung und Wärmepumpe22.500 – 35.000 Euro
Pelletheizung und Solarthermie26.000 – 36.000 Euro
Wärmepumpe und Solarthermie32.000 – 40.000 Euro

Quelle: co2online, Stand: 6. August 2026

Die Preise umfassen die Anschaffung und den Einbau. Wie hoch Deine tatsächlichen Kosten sind, hängt vor allem davon ab, ob Du eine vorhandene Heizung ergänzt oder beide Wärmeerzeuger neu installieren lässt.

Außerdem beeinflussen die Leistung und Art der Heizungen den Preis. Auch Umbauten am Heizsystem, ein neuer Speicher und die gemeinsame Regelung können zusätzliche Kosten verursachen.

Welche zusätzlichen Kosten können entstehen?

Zusätzlich zu den Wärmeerzeugern brauchst Du häufig einen Pufferspeicher und eine gemeinsame Steuerung. Ein Pufferspeicher kostet nach Angaben von der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online etwa 500 bis 1.500 Euro. Für die Steuerung kommen ungefähr 1.000 bis 2.000 Euro hinzu. 

Weitere Kosten können entstehen, wenn Du Heizkörper austauschen, Leitungen anpassen oder einen hydraulischen Abgleich durchführen lassen musst. Bei einer Verbrennungsheizung können außerdem Arbeiten am Schornstein erforderlich sein.

Bei einer Solarthermieanlage entscheiden beispielsweise die Art und die Fläche der Solarkollektoren mit über den Preis. Und wie groß die Fläche sein kann oder muss, ist von Deinem Dach, aber auch dem Wärmebedarf abhängig, den Du abdecken möchtest.

Mehr dazu, wie viel Solarthermie Du brauchst, liest Du in unserem Ratgeber zur Solarthermie

Sparst Du Heizkosten mit einer Hybridheizung?

Mit einer Hybridheizung kannst Du Heizkosten sparen, wenn die erneuerbare Komponente einen großen Teil der Wärme effizient erzeugt. Garantiert ist eine Ersparnis aber nicht.

Bei einer Wärmepumpen-Hybridheizung sind vor allem die Effizienz der Wärmepumpe sowie der Brennstoff- und Strompreis entscheidend. Wird die Wärmepumpe zu klein ausgelegt oder ungünstig geregelt, übernimmt die Verbrennungsheizung einen großen Teil der Wärmeversorgung. Dann fällt Deine Ersparnis geringer aus.

Eine Solarthermieanlage senkt den Brennstoffverbrauch, verursacht dafür aber zunächst zusätzliche Investitionskosten. Ob sich die Anlage rechnet, hängt davon ab, wie viel Solarwärme Du tatsächlich nutzen kannst.

Vergleiche daher nicht nur die jährlichen Energiekosten, sondern berücksichtige auch Anschaffung, Förderung, Wartung und die voraussichtliche Nutzungsdauer. Lass Dir diese Gesamtkosten für mehrere Heizungsvarianten berechnen.

Was sind die Vorteile und Nachteile einer Hybridheizung?

VorteileNachteile
vorhandene Heizung kann häufig weitergenutzt werdendas hybride System ist komplexer und es kann daher zu mehr Problemen oder Fehlern kommen
keine Abhängigkeit von nur einem Energieträgerhöherer Wartungsaufwand durch zwei Systeme
schrittweiser Umstieg auf erneuerbare Energien möglichbei Kombination mit Verbrennungsheizungen: Schornstein und Schornsteinfeger notwendig, außerdem erhöhter Platzbedarf
gesetzliche Vorgaben können je nach Auslegung erfüllt werdenje nach Wärmequelle fallen ggf. weiterhin CO2-Kosten für das Heizen an
staatliche und kommunale Förderprogramme für klimafreundliche Heizungen 

Ob die Vorteile überwiegen, hängt vor allem davon ab, ob Du einen vorhandenen Wärmeerzeuger weiter nutzt. Installierst Du dagegen zwei komplett neue Systeme, sind eine alleinige Wärmepumpe oder eine andere einzelne Heizung häufig einfacher und günstiger.

Wie wird eine Hybridheizung gefördert?

Für Heizsysteme, die mit erneuerbaren Energien arbeiten, kannst Du Zuschüsse und einen Förderkredit vom Bund nutzen und kommunale Förderprogramme nutzen. Je nachdem, wie sich Deine Hybridheizung zusammensetzt, kannst Du Dir also die entsprechenden Förderungen sichern.

Welche Zuschüsse für Hybridheizungen gibt es?

Über die Heizungsförderung 458 der staatlichen Förderbank KfW kannst Du Dir aktuell Zuschüsse von bis zu 80 Prozent der Kosten sichern, maximal aber 22.400 Euro.

Förderfähig sind unter anderem Wärmepumpen, Solarthermieanlagen oder Pelletheizungen, während Du für fossile Heizungen wie Gas- oder Ölheizungen keine Zuschüsse bekommst.

Für Hybridheizungen heißt das, dass nur der Heizungsteil, der mit erneuerbaren Energien heizt, gefördert wird. Das bedeutet: Kaufst Du ein neues Kombigerät, werden 65 Prozent der Installationskosten als förderfähige Kosten anerkannt. Die Zuschüsse werden also nur auf Basis dieser Summe berechnet.

Ergänzt Du Deine bestehende Gas- oder Ölheizung um ein klimafreundliches System wie eine Wärmepumpe oder Solarthermie, werden diese neuen Komponenten voll gefördert. Je nachdem, wie Du Deine Anlage auswählst, werden Dir also womöglich nur für einen Teil der Kosten die Zuschüsse gewährt.

Den Antrag für die Zuschüsse musst Du stellen, bevor Du mit dem Einbau der Heizung beginnst. Wie viel Förderung Dir genau zusteht und wie Du beim Antrag vorgehst, liest Du in unserem Ratgeber zur Heizungsförderung.

Welchen Kredit für Hybridheizungen kannst Du nutzen?

Die KfW bietet zusätzlich zur Zuschussförderung auch den sogenannten Ergänzungskredit 358 an. Mithilfe des Kredits sollst Du die Kosten für einen Heizungstausch oder auch eine energetische Sanierung finanzieren können.

Du kannst ihn nur aufnehmen, wenn Du auch eine Zusage für Zuschüsse zu Heizungstausch oder Sanierung hast. Du kannst Dir maximal eine Finanzierung für die Kosten Deines Projekts sichern, höchstens sind 120.000 Euro möglich. 

Liegt das zu versteuernde Einkommen Deines Haushalts bei unter 90.000 Euro, bekommst Du den Kredit zu einem günstigeren Zins. 

Alle Infos zum Ergänzungskredit und wie Du beim Antrag vorgehst, erklären wir Dir im Ratgeber Ergänzungskredit.

Lohnt sich eine kommunale Förderung für Hybridheizungen?

Für den Heizungstausch lohnen sich kommunale Fördermittel besonders, wenn Du nicht die vollen 80 Prozent aus dem staatlichen Programm erreichst. Denn die Förderprogramme der Bundesländer, Gemeinden und Städte kannst Du in der Regel mit der staatlichen Förderung kombinieren. Bis zu 60 Prozent Förderung Deiner Kosten sind durch diese Kombination erlaubt.

Frag daher auf jeden Fall bei Deiner Gemeinde nach, ob es kommunale Förderprogramme gibt, die Du für den Heizungstausch oder die Ergänzung Deines Heizsystems nutzen kannst.

Beachte dabei, dass Du diese Programme in der Regel beantragen musst, bevor Du den Auftrag an eine Heizungsfachfirma vergeben hast.