Sanieren: Zuschüsse oder von der Steuer absetzen?
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Das Wichtigste in Kürze
In drei Bundesländern gibt es aktuell eine Balkonkraftwerk-Förderung: Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen. Die wichtigsten Details dazu findest Du unten. Mit einem Klick auf das jeweilige Bundesland kommst Du direkt zum Förderprogramm.
Gut zu wissen: Bundesweit profitierst Du beim Kauf eines Balkonkraftwerks wie bei einer großen Photovoltaikanlage auf dem Dach von null Prozent Mehrwertsteuer. Grund dafür ist die staatliche Steuerbefreiung für Photovoltaik.
In Hamburg gibt es seit Oktober 2025 eine Balkonkraftwerk-Förderung für Haushalte mit geringem Einkommen. Die Stadt Hamburg übernimmt bis zu 90 Prozent der Anschaffungskosten. Du kannst die Förderung beantragen, wenn Du Bürgergeld, Sozialhilfe, Grundsicherung, Wohngeld, Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, Kinderzuschlag oder Bafög beziehst oder wenn das Einkommen Deines Haushalts unter dem Pfändungsfreibetrag liegt.
Das Förderprogramm wird gemeinsam mit dem Caritasverband für das Erzbistum Hamburg organisiert. Die Caritas berät, hilft beim Förderantrag und unterstützt bei der Kommunikation mit Vermieterinnen und Vermietern. Informationen findest Du auf der Seite ,,Balkonkraftwerk – Förderung für Haushalte mit geringem Einkommen".
In Mecklenburg-Vorpommern gibt es für Mieterinnen und Mieter eine Balkonkraftwerk-Förderung von bis zu 500 Euro. Kostet Dein Balkonkraftwerk weniger, werden höchstens die Kauf- und Installationskosten übernommen. Die wichtigste Voraussetzung: Du musst mit Erstwohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern zur Miete wohnen. Den Förderantrag stellst Du erst nach Kauf und Installation der Anlage.
Das Bundesland Sachsen fördert noch bis 30. Juni 2026 Balkonkraftwerke für Mieterinnen und Mieter pauschal mit 300 Euro. Den Förderantrag stellst Du erst nach erfolgreicher Montage und Inbetriebnahme. Alle Voraussetzungen für die sächsische Balkonkraftwerk-Förderung findest Du auf der Internetseite der Sächsischen Aufbaubank. Unter anderem müssen die Solarmodule zusammen mindestens 300 Watt-Peak (Wp) leisten.
Aktuell sind Finanztip rund 20 kommunale Förderprogramme bekannt, die Dich beim Kauf eines Balkonkraftwerks unterstützen. Unten findest Du eine alphabetische Liste mit Städten und Landkreisen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Ausführliche Informationen zu den einzelnen Programmen erhältst Du per Klick auf den Namen der Kommune. Fehlt Deine Stadt, Gemeinde oder Dein Landkreis, informiere Dich vor Ort, ob es dort Unterstützung gibt.
Du hast ein Förderprogramm gefunden, das hier nicht auftaucht oder hast einen Fehler entdeckt? Schreib eine E-Mail an redaktion@finanztip.de und hilf mit, die Übersicht aktuell zu halten.
In manchen Städten musst Du den Förderantrag vor dem Kauf stellen. In anderen kaufst Du zuerst und reichst den Antrag nachträglich ein, um Geld zurückzubekommen. Achte auf die jeweiligen Bedingungen. Kommunale Förderungen kannst Du in der Regel nicht mit den oben genannten Förderungen der Bundesländer kombinieren.
Lade Dir unsere Checkliste Balkonkraftwerk herunter. Darin findest Du die wichtigsten Tipps für Kauf und Montage Deiner Mini-Solaranlage.
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Mit einem Balkonkraftwerk machst Du meistens schon nach wenigen Jahren Gewinn. Nach Finanztip-Berechnungen spielen Balkonkraftwerke ihre Kosten oft innerhalb von drei bis sieben Jahren wieder ein, weil sie Deine Stromrechnung senken. Die Anlage kannst Du in der Regel mindestens 15 Jahre lang betreiben. Der Wechselrichter muss dann vielleicht ausgetauscht werden, die Solarmodule halten meist noch deutlich länger.
Ein Balkonkraftwerk schließt Du an eine wettergeschützte Steckdose in Deiner Wohnung an. Trifft Sonnenlicht auf die Solarmodule, erzeugen sie Strom, den Du sofort verbrauchen kannst. Je höher der Strompreis aus dem Netz ist, desto mehr sparst Du mit selbst erzeugtem Strom. In der Regel sinken Deine Stromkosten um 60 bis 240 Euro pro Jahr.
Balkonkraftwerke eignen sich vor allem für Eigentumswohnungen oder wenn Du zur Miete wohnst. Vermieterinnen und Vermieter müssen zustimmen, wenn Du ein Balkonkraftwerk anschließen möchtest. Hole Dir das Einverständnis vorher schriftlich ein. Nach der Inbetriebnahme musst Du die Anlage nur noch im Marktstammdatenregister anmelden.
Steht Dir ein Hausdach zur Verfügung? Dann solltest Du über eine leistungsstärkere Photovoltaikanlage (PV-Anlage) nachdenken, bevor Du Dich für die kleinere Lösung Balkonkraftwerk entscheidest. Ab einem Jahresverbrauch von 3.000 Kilowattstunden Strom kann sich eine PV-Anlage lohnen.