Solarpflicht 2026 In welchen Bundesländern ist eine Solaranlage schon Pflicht?

Benjamin Weigl
Benjamin Weigl
Experte Energie

Das Wichtigste in Kürze

  • Wenn Du ein Dach sanierst oder ein neues Haus baust, trifft Dich in einigen Bundesländern die Solarpflicht. Dann musst Du eine Solaranlage installieren.
  • Mittlerweile haben die meisten Bundesländer eine Solarpflicht oder ähnliche Regelung.

So gehst Du vor

  • Finde mit unserer Übersicht zur Solarpflicht heraus, was in Deinem Bundesland gilt.
  • Oft kannst Du bei einer Solarpflicht zwischen einer Photovoltaikanlage und einer Solarthermieanlage wählen.
  • Du benötigst eine Photovoltaikanlage? Dann vergleiche Angebote von mindestens drei bis fünf Firmen. Die von uns empfohlenen Portale photovoltaik-angebotsvergleich.de, solaranlagen-portal.com und gruenes.haus vermitteln zügig Kontakte zu Fachbetrieben.

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Die Solarenergie zählt zu den wichtigsten erneuerbaren Energiequellen. Sie ist klimafreundlich und kostengünstig. Immer mehr deutsche Bundesländer schreiben die Nutzung von Solarenergie auf Dächern vor, um die Energiewende voranzutreiben. Wir erklären Dir, was das für Dich bedeutet, wenn Du ein neues Haus planst oder ein Dach sanieren möchtest.

Was bedeutet Solarpflicht?

Die Solarpflicht – auch solare Baupflicht oder Solardachpflicht – bedeutet, dass auf dem Dach eine Solaranlage installiert werden muss. Damit ist normalerweise eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) zur Stromerzeugung gemeint. In einigen Regionen kann auch eine Solarthermieanlage zur Wärmegewinnung die Solarpflicht erfüllen.

Aktuell gibt es in Deutschland nur in bestimmten Bundesländern eine Solarpflicht, die bei privaten Wohnhäusern meist für den Neubau und oft auch bei grundlegenden Dachsanierungen an Bestandsgebäuden gilt. Für kommunale und andere öffentliche Gebäude oder Gewerbeimmobilien existieren teilweise strengere Regeln, häufig gibt es solche auch für Parkplätze.

Welche Ausnahmen gibt es bei der Solarpflicht?

Ausnahmen gelten oft für denkmalgeschützte Gebäude, für unrentable, also aus wirtschaftlicher Sicht nicht sinnvolle Anlagen oder wenn die Installation technisch nicht zumutbar ist. Zum Beispiel kann eine PV-Anlage bei einer Dachausrichtung nach Norden oder einem sehr verschachtelten Dach oft nicht kostendeckend betrieben werden. Das muss anhand der vor Ort geltenden Regeln im Einzelfall beurteilt werden.

Wie hoch sind die Kosten einer PV-Anlage?

Eine Solardachpflicht erhöht beim Bau oder bei der Sanierung Deine Kosten. Eine typische PV-Anlage inklusive Batteriespeicher für ein Einfamilienhaus kostet nach unserer Marktbeobachtung aktuell oft 14.000 bis 20.000 Euro. Damit sind Photovoltaikanlagen derzeit relativ günstig. Tipps zum Kauf einer PV-Anlage und Hinweise, ab welchem Preis sie sich lohnt, findest Du im Ratgeber Photovoltaik.

Benjamin Weigl

Auch ohne Solarpflicht ist es finanziell und für den Klimaschutz sinnvoll, auf Wohngebäuden oder Gewerbeimmobilien eine Solaranlage zu errichten.

Benjamin Weigl
Unser Finanztip-Experte für Energie

Welche Vorteile hat die Solardachpflicht?

Die Solardachpflicht bringt Vorteile, weil sich eine PV-Anlage besonders beim Neubau oft finanziell lohnt. Neue Wohnhäuser werden mehrheitlich mit Wärmepumpen beheizt, das zeigt eine Erhebung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Wenn mehr als fünf Stellplätze für Autos vorhanden sind, müssen diese zudem einen Anschluss für eine Wallbox bekommen, um ein E-Auto zu laden (§ 6 GEIG). Beide Technologien – Wärmepumpe und E-Auto – benötigen viel Strom. Wenn der günstig vom eigenen Dach kommt, umso besser. 

Solange der Kaufpreis stimmt, holst Du die Kosten einer Photovoltaikanlage nach unseren Berechnungen innerhalb von zehn bis 20 Jahren wieder herein. Je höher Dein Strombedarf, desto mehr Stromkosten kann Dir eine Anlage einsparen.

Aber auch bei einem geringen Strombedarf kann sich eine PV-Anlage rentieren. Denn für den Strom, den Deine Anlage ins öffentliche Netz abgibt, bekommst Du Geld: die Einspeisevergütung.

Für eine Solarpflicht spricht neben der Rentabilität auch, dass freie Dachflächen zur klimafreundlichen Energieerzeugung genutzt werden. Bis 2030 will Deutschland 80 Prozent seines Stromverbrauchs durch erneuerbare Energien decken.

Welche Nachteile hat die Solardachpflicht?

Bauen und Sanieren ist ohnehin schon teuer – die Solarpflicht erhöht die Investitionskosten für Bauherrinnen und Bauherren noch weiter. Das ist ein Nachteil. In manchen Regionen gibt es Förderprogramme für PV-Anlagen, die diese finanzielle Belastung etwas abmildern. Auch die Null-Prozent-Mehrwertsteuer für Photovoltaikanlagen hilft. 

Weil in jedem Bundesland etwas anderes gilt, gibt es aktuell einen Flickenteppich an Regelungen. Deshalb wird immer wieder über eine einheitliche, bundesweite Solarpflicht diskutiert.

Sandra Duy
Sandra DuyExpertin für Energetische Sanierung

Sanieren: Was ist sinnvoll und was wird gefördert?

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Wo gilt aktuell eine Solarpflicht?

Mittlerweile gibt es in der Mehrzahl der Bundesländer eine Solarpflicht oder eine daran angelehnte Regelung für Wohnhäuser, zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen (NRW), Niedersachsen, Bremen und mit Abstrichen auch in Bayern. Zuletzt hat Schleswig-Holstein 2026 eine Solarpflicht eingeführt.

Die Details zu Deinem Bundesland findest Du in unserer Bundesland-Übersicht unterhalb der Grafik.

Übersicht: Solarpflicht nach Bundesland

Solarpflicht in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg gilt die Solarpflicht seit 1. Januar 2022 für Nicht-Wohngebäude wie Büro- oder Geschäftshäuser. Seit 1. Mai 2022 greift sie auch für Wohngebäude, seit 1. Januar 2023 für alle grundlegenden Dachsanierungen

Das regelt das Klimaschutzgesetz Baden-Württembergs. Als Alternative zur PV-Anlage können Bauherren auch eine solarthermische Anlage errichten, welche die Wärme der Sonne zum Heizen nutzt. Das Land Baden-Württemberg hat dazu den Praxisleitfaden zur Photovoltaikpflicht veröffentlicht.

Solarpflicht in Bayern

In Bayern gilt seit 1. Januar 2025 zwar keine direkte Solarpflicht, aber eine gesetzlich verankerte Soll-Vorschrift für alle neuen Wohngebäude und für bestehende Wohngebäude, deren Dachhaut erneuert wird. Das bedeutet: Hier soll eine Photovoltaikanlage auf dem Dach errichtet werden (§ 44a Abs. 4 BayBO). Der Landtag hat dies als „Empfehlung“ formuliert. 

Verpflichtend ist die Installation einer Solaranlage damit nicht. Die Empfehlung zu ignorieren, hat laut dem bayerischen Bauministerium keine rechtlichen Folgen. Dennoch raten wir bei Finanztip, bei einem Neubau oder einer Dachsanierung – wenn möglich – eine Solaranlage zu installieren. Der Freistaat Bayern hat die Empfehlung aus gutem Grund ausgesprochen: Photovoltaik erzeugt klimaneutralen Strom und kann sich für Dich auch finanziell lohnen.

Auf neuen Gewerbe- und Industriegebäuden muss in Bayern bereits seit März 2023 eine PV-Anlage installiert werden, auf allen weiteren Nicht-Wohngebäuden seit Juli 2023. Zudem sollen alle Gebäude im Eigentum des Freistaats Bayern mit geeigneten Dachflächen eine Photovoltaikanlage bekommen. Grundsätzlich gilt die bayerische Solarpflicht erst ab einer Dachfläche von mindestens 50 Quadratmetern (§ 44a Abs. 1, 2 und 3 BayBO).

Solarpflicht in Berlin

In Berlin muss seit 1. Januar 2023 auf jedem neuen Gebäude mit mehr als 50 Quadratmetern Nutzfläche eine Photovoltaikanlage installiert werden – egal ob Wohnhaus, Gewerbebau oder öffentliches Gebäude. Die Solaranlage muss mindestens 30 Prozent der Dachfläche einnehmen. Bei einem stärkeren Umbau des Dachs greift die Pflicht auch bei bestehenden Gebäuden. Ausgenommen sind denkmalgeschützte Häuser.

Die genauen Regelungen stehen im Solargesetz Berlin. Um die Solarpflicht zu erfüllen, kannst Du anstatt einer PV-Anlage alternativ auch eine Solarthermieanlage installieren.

Solarpflicht in Brandenburg

In Brandenburg gilt seit 1. Juni 2024 eine Solarpflicht für öffentliche Gebäude und Gewerbeimmobilien, wenn die Dachhaut vollständig erneuert oder ein Bauantrag für ein neues Gebäude eingereicht wird. Das Dach muss dazu mindestens 50 Quadratmeter Fläche haben. Das regelt Paragraf 32a der Brandenburgischen Bauordnung.

Private Wohngebäude sind von der Brandenburger Solarpflicht vorerst nicht betroffen.

Solarpflicht in Bremen

In Bremen gilt die Solarpflicht seit 1. Juli 2024 für Sanierungen von Dächern. Wenn mindestens 80 Prozent der Dachfläche grundlegend saniert werden, musst Du innerhalb von zwei Jahren eine Photovoltaikanlage mit mindestens einem Kilowatt-Peak Leistung installieren. Die Pflicht entfällt, wenn die geeignete Dachfläche weniger als 25 Quadratmeter beträgt.

Für alle Neubauten gilt in Bremen seit 1. Juli 2025 ebenfalls eine Solarpflicht. Mindestens die Hälfte der für Solarenergie geeigneten Dachfläche muss mit einer Solaranlage ausgestattet werden. Die Pflicht entfällt, wenn die geeignete Dachfläche weniger als 50 Quadratmeter beträgt.

Die Bürgerschaft hat die Solarpflicht im März 2023 beschlossen und im Mai 2024 noch einmal konkretisiert.

Solarthermieanlagen werden bei der Bremer Solarpflicht teilweise anerkannt.

Solarpflicht in Hamburg

Wenn Du in Hamburg ein neues Haus baust, musst Du seit 2023 eine Photovoltaikanlage auf dem Dach errichten und betreiben (§ 16 Abs. 2 HmbKliSchG). Für Bestandsgebäude gilt die Hamburger Solarpflicht seit 2024, wenn „wesentliche Umbauten des Daches“ vorgenommen werden, wie es im Klimaschutzstärkungsgesetz heißt. In beiden Fällen musst Du mindestens 30 Prozent der Dachfläche mit einer Solaranlage belegen. Die genaue Berechnung der maßgeblichen Fläche ist aber unterschiedlich.

Ausgenommen bist Du, wenn es technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht vertretbar ist, eine PV-Anlage zu montieren. Eine solarthermische Anlage wird als Alternative anerkannt.

Solarpflicht in Hessen

In Hessen gilt eine Photovoltaikpflicht aktuell nur für landeseigene Gebäude, die neu gebaut oder deren Dächer saniert werden. Zusätzlich gibt es eine Solarpflicht für neue Parkplätze mit mehr als 50 Stellplätzen. Private Wohngebäude sind nicht betroffen.

Solarpflicht in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es keine Solarpflicht (Stand: Mai 2026). Die Landesregierung plant, im Rahmen des Klimaschutzgesetzes eine Solarpflicht einzuführen.

Solarpflicht in Niedersachsen

In Niedersachsen greift seit 1. Januar 2025 eine Solarpflicht für alle neu errichteten Wohngebäude mit mehr als 50 Quadratmetern Dachfläche und bei allen grundlegenden Dachsanierungen. Dann musst Du mindestens die Hälfte der Fläche mit Solarmodulen belegen. Ausgenommen bist Du, wenn Dir die Installation technisch oder wirtschaftlich nicht zuzumuten ist oder wenn es auf dem Dach eine solarthermische Anlage gibt. Beschlossen hat der Landtag diese Regeln in der Niedersächsischen Bauordnung.

Für alle neu errichteten Gebäude gilt in Niedersachsen bereits seit 2023, dass sie so gebaut werden müssen, dass eine PV-Anlage nachgerüstet werden kann. Verpflichtend ist eine Photovoltaikanlage seit 2023 auf neuen Gewerbeimmobilien mit einer Dachfläche von mehr als 75 Quadratmetern und seit 2024 auf allen öffentlichen Neubauten.

Solarpflicht in Nordrhein-Westfalen (NRW)

In NRW gilt eine umfassende Solarpflicht. Seit 2024 greift die Pflicht für neue Nichtwohngebäude, seit 2025 für den Neubau von Wohnhäusern und seit 2026 für komplette Dachsanierungen von privaten und gewerblichen Bestandsgebäuden. Das regelt Paragraf 42a der Landesbauordnung.

Die Solarpflicht in NRW gilt erst ab einer Gebäudenutzfläche von 50 Quadratmetern. Alternativ ist es möglich, eine solarthermische Anlage zu installieren. Schon seit 2023 muss in NRW eine PV-Anlage auf neuen kommunalen Gebäuden installiert werden, auf gewerblichen Neubauten seit 2024.

Solarpflicht in Rheinland-Pfalz

Neue Wohngebäude in Rheinland-Pfalz müssen seit dem 1. Januar 2024 verpflichtend „PV-ready“ gebaut werden. Sie müssen also für eine spätere Installation einer Photovoltaikanlage vorbereitet werden. Zum Beispiel muss das Dach für das Gewicht einer PV-Anlage ausgelegt und ein Kabelschacht eingebaut werden. Die „PV-ready“-Pflicht gilt auch, wenn Du Dein Dach umfassend sanierst. Grundlage ist das Landessolargesetz von Rheinland-Pfalz.

Für neue Gewerbebauten und Parkplatzflächen gilt in Rheinland-Pfalz seit 2023 eine Solarpflicht, für den Neubau oder Dachsanierungen von Gebäuden des Landes oder der Kommunen seit 2024.

Solarpflicht im Saarland

Im Saarland gilt seit 1. September 2025 eine „PV-ready-Pflicht“ für Gebäude, die neu gebaut werden oder deren Dach erneuert wird. Darunter fallen auch private Wohngebäude mit einer Dachfläche ab 50 Quadratmetern. PV-ready heißt: Das Dach muss statisch so gebaut werden, dass es eine PV-Anlage trägt und diese jederzeit installiert werden könnte (§ 12c LBO Saarland).

Eine Solarpflicht gilt im Saarland darüber hinaus bei einem Neubau oder einer Dachsanierung von öffentlichen und gewerblichen Gebäuden und für neue, größere Parkplätze (§ 12a und § 12b LBO Saarland). 
 

Solarpflicht in Sachsen

Im Sachsen gibt es keine Solarpflicht (Stand: Mai 2026).

Solarpflicht in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt gibt es keine Solarpflicht (Stand: Mai 2026).

Solarpflicht in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein ist eine Solarpflicht für neue Wohngebäude beschlossen. Die Pflicht greift, wenn der Bauantrag für den Neubau ab dem 29. März 2026 eingeht. Diese Neuerung im Energiewende- und Klimaschutzgesetz hat der Landtag Anfang 2025 beschlossen. Für Dachsanierungen an Wohngebäuden gilt weiterhin keine Solarpflicht. 

Für neu errichtete Nichtwohngebäude gilt die Solarpflicht seit 2023, ebenso für bestimmte Parkplätze. Wenn an solchen Gebäuden, zum Beispiel Büro- oder Geschäftshäusern, mehr als zehn Prozent des Daches renoviert werden, muss ebenfalls eine Photovoltaikanlage errichtet werden.

Die Solarpflicht in Schleswig-Holstein kannst Du sowohl durch eine Photovoltaikanlage als auch durch Solarthermie erfüllen.

Solarpflicht in Thüringen

In Thüringen gibt es keine Solarpflicht (Stand: Mai 2026).

Gibt es eine Solarpflicht in bestimmten Kommunen?

Städte und Gemeinden können auf kommunaler Ebene eine Solarpflicht beschließen. Sobald aber ein Bundesland landesweite Regeln aufstellt, wird die kommunale Pflicht meist dadurch ersetzt. Beispielsweise wurde laut der Stadt Bonn die städtische Regelung durch die Einführung einer NRW-weiten Solarpflicht obsolet. Und auch die Stadt Tübingen, lange Zeit Vorreiterin in Sachen Solarpflicht, hat die entsprechende Regelung einem Stadtsprecher zufolge ausgesetzt, seit in Baden-Württemberg eine landesweite PV-Pflicht gilt.

Kommt bald eine bundesweite Solarpflicht?

Die Bundesregierung plant die Einführung einer bundesweiten Solarpflicht und hat dafür im Mai 2026 einen Gesetzentwurf vorgelegt. Demnach müssten ab 1. Januar 2030neu errichtete Wohngebäude in ganz Deutschland verpflichtend mit einer Solaranlage ausgestattet werden. Für öffentliche Gebäude und Nichtwohngebäude wie beispielsweise Gewerbeimmobilien soll die Solarpflicht schon früher greifen. 

Ausnahmen soll es geben, sofern die Anlage nicht kostendeckend betrieben werden könnte, also unwirtschaftlich wäre, oder wenn sie technisch nicht realisierbar wäre. Zudem können die Bundesländer eigene, strengere Regeln machen, wie es sie in einigen Ländern bereits gibt. 

Damit würde die Bundesregierung die im Mai 2024 in Kraft getretene EU-Gebäuderichtlinie erfüllen, die eine Solarpflicht für sämtliche EU-Mitgliedstaaten vorsieht (Artikel 10 der EU-Richtlinie 2024/1275). Beschlossen ist die bundesweite Solarpflicht aber erst, wenn der Gesetzentwurf den Bundestag und den Bundesrat passiert hat.

Eine bundesweite Regelung hätte den Vorteil, dass es im gesamten Land einheitliche Vorgaben gäbe. Solaranlagen auf möglichst vielen Dächern würden auch helfen, das Ziel der Klimaneutralität für Deutschland zu erreichen.

Wo findest Du günstige Angebote für Solaranlagen?

Bei Interesse an einer Photovoltaikanlage solltest Du Angebote von mindestens drei bis fünf Solarfirmen einholen und Preise vergleichen. Wir empfehlen dafür die drei Vermittlungsportale photovoltaik-angebotsvergleich.de, solaranlagen-portal.com und gruenes.haus. Sie sammeln Angaben zu Deinem PV-Projekt und stellen schnell und einfach Kontakt zu mehreren Fachbetrieben her. Im Finanztip-Test 2026 haben uns diese drei Portale am meisten überzeugt. 

Vereinbare mit den vermittelten Firmen Vor-Ort-Termine und lass Dir anschließend vollständige Angebote erstellen. Vergleiche die Angebote kritisch – die Betriebe selbst sind keine Finanztip-Empfehlung, da wir sie nicht testen können. Beziehe auch Firmen aus Deiner Nachbarschaft in den Angebotsvergleich ein. Der Bundesverband Solarwirtschaft und der Zentralverband des Elektrohandwerks listen Fachbetriebe auf. 

Photovoltaik-Angebotsvergleich
www.photovoltaik-angebotsvergleich.de
  • Vermittelt Kontakte zu Solarfirmen: Laut Portal durchschnittlich vier Firmen
  • Im Praxistest mit drei Testprofilen wurden insgesamt neun Firmen vermittelt
  • Seit 2011 als Vermittler aktiv
  • Keine Beratung – erhaltene Angebote musst Du selbst prüfen und vergleichen
Solaranlagenportal
www.solaranlagen-portal.com
  • Vermittelt Kontakte zu Solarfirmen: Laut Portal durchschnittlich drei Firmen
  • Im Praxistest mit drei Testprofilen wurden insgesamt 13 Firmen vermittelt
  • Seit 2010 als Vermittler aktiv
  • Keine Beratung – erhaltene Angebote musst Du selbst prüfen und vergleichen
Grünes Haus
gruenes.haus
  • Vermittelt Kontakte zu Solarfirmen: Laut Portal durchschnittlich 2,2 Firmen
  • Im Praxistest mit drei Testprofilen wurden insgesamt zehn Firmen vermittelt
  • Seit 2021 als Vermittler aktiv
  • Keine Beratung – erhaltene Angebote musst Du selbst prüfen und vergleichen

Wie vergleichst Du Angebote für eine Photovoltaikanlage?

Vergleiche neben dem Preis auch die Leistung der Solarmodule, bei einem Batteriespeicher die Speicherkapazität und ob weitere Geräte wie zum Beispiel ein Energiemanagementsystem angeboten werden. Prüfe, ob das Angebot vollständig ist: Unter anderem müssen Montagekosten, Baugerüst, die Inbetriebnahme und Anmeldung der PV-Anlage enthalten sein. Lies vorher unseren Ratgeber Photovoltaik, dort findest Du wichtige Einstiegstipps und Preis-Faustregeln von Finanztip.

Vereinbare keine hohe Anzahlung. Der größte Teil oder sogar die komplette Rechnung sollte erst fällig werden, wenn die PV-Anlage auf Deinem Dach Strom produziert und der Speicher funktioniert.

Mehr dazu im Ratgeber Photovoltaik

  • Eine PV-Anlage auf dem Dach deckt bis zu 40 Prozent Deines jährlichen Stromverbrauchs. Ein Batteriespeicher erhöht diesen Anteil noch weiter.
  • Bezahle höchstens 1.600 Euro pro Kilowatt-Peak Solarleistung, mit dazu passendem Batteriespeicher höchstens 2.200 Euro. Dann rechnet sich die Solaranlage sehr wahrscheinlich auch finanziell für Dich.

Zum Ratgeber

* Was der Stern bedeutet:

Finanztip ist kein gewöhnliches Unternehmen, sondern gehört zu 100 Prozent zur gemeinnützigen Finanztip Stiftung. Die hat den Auftrag, die Finanzbildung in Deutschland zu fördern. Alle Gewinne, die Finanztip ausschüttet, gehen an die Stiftung und werden dort für gemeinnützige Projekte verwendet – wie etwa unsere Bildungsinitiative Finanztip Schule.

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