Online-Steuererklärung und Steuer-App Hol Dir mit den besten Steuerprogrammen Steuern zurück

Jörg Leine
Jörg Leine
Experte Steuern
Unsere Empfehlungen
Weitere Steuerprogramme für den Computer
Weitere Steuer-Apps und Online-Steuererklärungen

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Von den Finanztip-Experten unabhängig getestet
So hat unsere Expertenredaktion ausgewählt

Das Wichtigste in Kürze

  • Steuerprogramme helfen Dir, Steuern zu sparen. Sie führen Dich Schritt für Schritt durch Deine Steuererklärung.
  • Wichtig bei einer Online-Steuererklärung oder Steuer-App ist, dass Du alle Funktionen bekommst, die Du brauchst.
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Es gibt sicher angenehmere Dinge, als jedes Jahr aufs Neue eine Steuererklärung zu machen. Vielleicht stehst Du sogar erstmals vor dieser ungewohnten Aufgabe. Doch der Aufwand lohnt sich meist: Fast 87 Prozent der Menschen, die eine Steuererklärung abgeben, bekommen Geld zurück ‒ im Schnitt sind es nach Angaben des Statistischen Bundesamts sogar 1.172 Euro.

Benutzt Du eine gutes Steuerprogramm oder eine gute Steuer-App, ist die Steuererklärung nicht schwer. Du hast hinterher ein gutes Gefühl, weil Du es selbst geschafft hast und Du Dich zudem meist über Geld vom Staat freuen kannst. 

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Welche Steuerprogramme empfiehlt Finanztip?

Steuer-Apps und Online-Steuererklärungen im Browser sind eine recht einfache Möglichkeit, die Steuererklärung selbst zu machen. Du kannst gleich loslegen und bezahlen musst Du erst, wenn Du Deine Steuererklärung ans Finanzamt schickst. 

In der folgenden Anbietertabelle findest Du zwölf solcher Steuerprogramme. Diese Apps und Browserlösungen hat Finanztip mit zwei einfachen Steuerfällen ausführlich getestet. 

Achtung: Klassische Steuersoftware zum Installieren auf dem Computer testet Finanztip zu einem späteren Zeitpunkt. Bis dahin bleiben neben Wiso Steuer auch die Steuersparerklärung (Steuerjahr 2025) und Tax 2026 unsere Empfehlungen. 

Einzelheiten zu den Steuerprogrammen und Kategorien findest du hinter dem jeweiligen „Info-I“ oder den App-Symbolen in der Anbietertabelle.

Hier findest Du die passende Steuer-App oder Browserlösung

Hinweis zum Vergleich von Steuerprogrammen

Finanztip hat für die Anbietertabelle im März und April 2026 zwölf Steuerprogramme, die es als Steuer-App oder als Online-Steuererklärung im Browser gibt, ausführlich getestet. Dazu haben wir zwei Steuer-Musterfälle entwickelt und für diese jeweils die Steuererklärung für das Jahr 2024 mit den zwölf Programmen erstellt. Zudem haben wir weitere Funktionalitäten direkt bei den Anbietern abgefragt.

Die Reihenfolge der Steuerprogramme in der Tabelle erfolgt nach dem von Finanztip entwickelten Scoring. Darin flossen unter anderem ein: die Unterstützung und die Berechnung in den Musterfällen, die Bedienung, der Leistungsumfang sowie zusätzliche Funktionen. Du kannst die Programme nach Gesamtbewertung, Hilfestellung bei der Steuererklärung und Zuverlässigkeit der Steuerberechnung sortieren lassen.

Alle Empfehlungen erfolgen redaktionell unabhängig. 

Die Auswahl der Steuerprogramme in der Anbietertabelle erhebt keinen Anspruch auf einen vollständigen Marktüberblick. Steuerprogramme, die ausschließlich in Form einer Steuersoftware zum Installieren auf dem Computer zu haben sind, wird Finanztip später analysieren.

Sei Dir bewusst, dass einige der Steuer-Apps und Online-Steuererklärungen in der Tabelle noch nicht mit allen Steuerfällen klarkommen. Je schwieriger Dein Fall ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass Du mit einer klassischen Software am Computer besser aufgehoben bist. 

Wichtiger Hinweis: Finanztip wird solche Steuersoftware zum Installieren auf dem Computer demnächst testen. Bis dahin bleiben neben Wiso Steuer auch die bewährten und in den Vorjahren empfohlenen Programme Steuersparerklärung (Steuerjahr 2025) und Tax 2026 unsere Empfehlungen. 

Was bringen die empfohlenen Steuerprogramme?

Besonders überzeugt haben die Tester von Finanztip in diesem Jahr insgesamt sieben Steuerprogramme:

  • Wiso Steuer
  • Check24 Steuer
  • Smartsteuer
  • Lohnsteuer kompakt
  • SteuerGo
  • Taxfix
  • Steuerbot
Jörg Leine

Ein gutes Steuerprogramm ist immer gut angelegtes Geld – auf das kostenlose Elster sollten nur Fortgeschrittene setzen.

Jörg Leine
Unser Finanztip-Experte für Steuern

Wir erklären Dir für jedes Programm, für welche Fälle es geeignet ist und wie Du es nutzen kannst.

Warum ist Wiso Steuer empfehlenswert?

Wiso Steuer hat im Finanztip-Test erneut überzeugt und ist insgesamt gesehen die Empfehlung schlechthin, da sie auch über die Einkommensteuererklärung hinaus geht. 

Das Besondere ist das Prinzip „Einmal zahlen, alles nutzen“: Mit einem Lizenzcode kannst Du Wiso Steuer auf Deinem PC oder Mac installieren, als Online-Steuererklärung im Browser verwenden und die Apps für Smartphones sowie für das iPad nutzen. Per Cloud wird Deine Steuererklärung synchronisiert. So kannst Du zum Beispiel die Steuererklärung am Smartphone in der App beginnen und später am PC weiter bearbeiten und ans Finanzamt schicken.

In Wiso Steuer findest Du alle Funktionen und Tools für die Erstellung Deiner Steuererklärung. Auf den verschiedenen Plattformen unterscheiden sich diese allerdings. Den kompletten Umfang hast Du in der installierten Software auf dem Computer. So kannst Du zum Beispiel die Umsatzsteuervoranmeldung nur in der installierten Software am PC oder Mac erstellen. Alle Themen zu Umsatz- und Gewerbesteuer wirst Du in der App auf dem Smartphone ebenfalls vergeblich suchen, auch am iPad gibt es da Lücken. Andererseits deckt schon die Smartphone-App alle Fälle zur Einkommensteuer ab.

Wie viel kostet Wiso Steuer?

Regulär kostet eine Lizenz von Wiso Steuer, wie im Vorjahr, 45,99 Euro für fünf Steuererklärungen pro Steuerjahr. Häufig bekommst Du sie aber günstiger. Entscheidest Du Dich für ein Abo, den sogenannten Steuer-Sparvertrag, zahlst Du nur 35,99 Euro für die 2025er Version.

Wenn Du langfristig denkst, ist das gut investiertes Geld. Denn sollten sich in den kommenden Jahren Deine steuerlichen Begebenheiten so ändern, dass Du doch mehr Funktionen benötigst, bist Du mit dem Alleskönner Wiso Steuer auf der sicheren Seite. Wenn Du in Zukunft zum Beispiel selbstständig bist, ein Gewerbe angemeldet hast oder Mieteinnahmen erzielst, musst Du Dich nicht in ein neues Programm einarbeiten.

Buhl bietet in der Software auch professionelle Unterstützung. Im ProfiCheck kannst Du eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater buchen und Deine fertige Erklärung gründlich überprüfen lassen. Das kostet allerdings mindestens 119 Euro pro Überprüfung. 

Welche besonderen Funktionen bietet Wiso Steuer?

Praktisch sind die vielen Schnittstellen von Wiso Steuer mit anderen Programmen. So kannst Du Daten aus Deiner Banking-Software direkt einfügen oder mit der App Steuer-Scan Belege mit dem Smartphone digitalisieren. Die Steuer-Box kannst Du per E-Mail mit Belegen füllen. Zahlreiche Videos und Hilfetexte helfen Dir. Sehr hilfreich ist die KI „Steuer-GPT“. Dieser kannst Du jederzeit bei der Erstellung Deiner Steuererklärung steuerliche Fragen stellen, bekommst gute Antworten und wirst auch mit einem Fingertipp an die richtige Stelle in der Steuererklärung geführt. Wie sich die App von Wiso Steuer in unserem Test geschlagen hat, kannst Du im Kapitel So haben wir analysiert – Apps und Browser nachlesen.

Mit Wiso Steuer brauchst Du kein Elster-Zertifikat für den elektronischen Versand Deiner Steuererklärung. Du musst also nicht den Umweg über Elster gehen. 

Legst Du besonderen Wert auf Datenschutz, kannst Du in der Download-Version für Windows oder Mac Deine Daten für die Steuererklärung auf Wunsch auf der eigenen Festplatte verschlüsselt speichern. Für die Cloud nutzt der Wiso-Hersteller Buhl Server, die nach eigenen Angaben auf dem aktuellen Stand der Technik sind. Du bist also auch in der Cloud-Version auf der sicheren Seite.

Wiso Steuer
Wiso Steuer
Allgemeine Empfehlung
  • bestens geeignet für alle Steuerfälle
  • bis zu fünf Steuererklärungen im Preis enthalten
  • nahtlos als Software, im Browser und in der App nutzbar
  • viele Zusatzfunktionen inklusive der KI Steuer-GPT
  • mit Steuerbescheid-Prüfer und Einspruchshilfen

Für wen ist Check24 Steuer besonders zu empfehlen?

Wer kein Geld für die Steuererklärung ausgeben will, ist bei Check24 Steuer richtig. Denn das Steuerprogramm ist kostenlos. Warum das Angebot gratis ist, erklärt der Anbieter so: „Zufriedene Check24-Steuer-Nutzer verwenden später vielleicht auch andere Check24-Vergleiche.“ Datenschutzbedenken räumt Check24 aus und betont, dass „Daten nicht an andere Check24-Produkte weitergegeben werden.“ 

Check24 Steuer ist keine eigenständige App, sondern Teil der App von Check24. Willst Du das Steuerprogramm am Smartphone ausprobieren, brauchst Du die Check24-App. Du bist also am Smartphone sofort mittendrin im Check24-Kosmos. Alternativ kannst Du Deine Steuererklärung online im Browser am Computer erledigen, wobei Du nahtlos zwischen den beiden Varianten wechseln kannst. Check24 Steuer hat ein eigenes Entwickler-Team in Dortmund.

Was zeichnet Check24 Steuer besonders aus?

Obwohl noch nicht lange am Markt, bietet Check24 Steuer einen großen Leistungsumfang. Du kannst schon fast alle Fälle für die Einkommensteuererklärung bearbeiten, auch als Selbstständige oder Gewerbetreibender. Belege lassen sich digital verwalten und der Steuerbescheid einfach überprüfen. Zudem sollst Du mit Check24 Steuer sogar die Daten von Deinem bisherigen Steuerprogramm übernehmen können. Dazu braucht es nur das sogenannte Übermittlungsprotokoll ans Finanzamt vom Vorjahr als PDF. 

Die App wartet mit vielen nützlichen Erklärungen, Tipps und Tools auf, auch die Bedienung überzeugt. Dabei setzt die App weniger auf einen Whatsapp-ähnlichen Chat, sondern folgt eher der Logik der Steuerformulare – das aber sehr intuitiv. An Bord ist die KI TaxGPT, auch „Sophie ai“ genannt, die viele Steuerfragen beantworten kann. Ebenfalls KI-unterstützt ist eine Risikoanalyse vor Abgabe, die vor Rückfragen vom Finanzamt schützen soll. 

Du brauchst bei Check24 Steuer kein eigenes Elster-Zertifikat, sondern kannst Deine Steuererklärung direkt in der App digital ans Finanzamt übermitteln. Mit einem Account bei Check24 darfst Du pro Steuerjahr bis zu 20 Steuererklärungen kostenlos abgeben.

Wie sich die App von Check24 Steuer in unserem Test geschlagen hat, kannst Du im Kapitel So haben wir analysiert – Apps und Browser nachlesen. 

Check 24
Check 24 Steuer
Steuer-App für viele Steuerfälle
  • kostenlose Steuererklärung für sehr viele Steuerfälle
  • nahtlos als App und im Browser nutzbar
  • sehr gute Bedienung im Test
  • viele Steuertipps und Erklärungen inklusive KI TaxGPT
  • mit Steuerbescheid-Prüfer und Einspruchshilfen

Warum ist Smartsteuer eine Finanztip-Empfehlung?

Smartsteuer als reine Online-Steuererklärung überzeugt mit einer guten Bedienung, vor allem dank des gelungenen Interviewmodus. Du musst nichts installieren, sondern kannst sofort im Browser loslegen, egal welches Betriebssystem Du nutzt.

Smartsteuer gehört als Mehrheitsbeteiligung zu Haufe-Lexware und sitzt in Hannover. Der Leistungsumfang überzeugt, so können zum Beispiel Selbstständige Smartsteuer nutzen und damit neben der Einkommensteuererklärung die Umsatzsteuererklärung abgeben. Um die Umsatzsteuer-Voranmeldungen musst Du Dich aber anderweitig kümmern. Mehr über den Test der Online-Steuererklärung liest Du im Kapitel So haben wir analysiert – Apps und Browser.

Du kannst Smartsteuer in vielen Sprachen nutzen, dabei verlässt sich der Anbieter auf Google Translate. Deine Daten werden sicher auf Servern in Deutschland gespeichert, so der Anbieter.

Ein eigenes Elster-Zertifikat ist nicht erforderlich, Du kannst nach einer Identifikation Deine Steuererklärung sofort online ans Finanzamt schicken.

Wie viel kostet Smartsteuer?

Du kannst Smartsteuer bis zur Abgabe Deiner Steuererklärung kostenlos ausprobieren. Danach kostet das Steuerprogramm 39,99 Euro. Gut: In diesem Preis sind bis zu fünf Steuererklärungen im Jahr enthalten, das bieten sonst nur klassische Steuersoftwares.

Smartsteuer
Smartsteuer
Online-Software für viele Steuerfälle
  • benutzerfreundliche Online-Steuererklärung im Browser
  • bis zu fünf Steuererklärungen im Preis enthalten
  • mit Steuerbescheid-Prüfer und Einspruchshilfen

Was spricht für SteuerGo als Empfehlung?

SteuerGo überzeugt mit einem großen Leistungsumfang und deckt die allermeisten Fälle in der Steuererklärung ab. Du wirst gut abgeholt, arbeitest Schritt für Schritt die steuerlichen Punkte ab und wirst dabei mit nützlichen Tipps unterstützt. Mit IntelliScan kannst Du Belege in der Browserlösung nicht nur hochladen. SteuerGo erkennt dann die relevanten Funktionen und soll sie sogar an der passenden Stelle in der Steuererklärung eintragen. Deine Daten werden laut Anbieter sicher auf Servern in Deutschland gespeichert. Mehr über den Test der Online-Steuererklärung liest Du im Kapitel So haben wir analysiert – Apps und Browser.

Das Programm vom Berliner Anbieter Forium steht auch auf Englisch, Polnisch, Russisch und Rumänisch zur Verfügung. 

SteuerGo gibt es als Online-Steuererklärung im Browser und als App. Der nahtlose Übergang zwischen Browser und App klappt, allerdings bietet die App an einigen Stellen nicht die Unterstützung, die sich in der Browserlösung findet. Deshalb raten wir zur Online-Erklärung im Browser. Auch bei SteuerGo brauchst Du kein eigenes Elster-Zertifikat. 

Wie viel kostet SteuerGo?

Erst mit der Abgabe der Steuererklärung werden bei SteuerGo 34,95 Euro fällig, für drei Steuererklärungen sind es 89,95 Euro und für vier 114,95 Euro. 

SteuerGo
SteuerGo
Online-Software für viele Steuer-Fälle
  • Online-Steuererklärung, die auch als App verfügbar ist
  • mit Intelliscan als KI-Belegverarbeitung
  • mit Steuerbescheid-Prüfer und Einspruchshilfen

Warum ist Lohnsteuer kompakt eine Empfehlung?

Auch diese Online-Steuererklärung im Browser stammt vom Berliner Anbieter Forium. Das Programm ist in Aufbau und Funktionen nahezu identisch mit dem eben beschriebenen SteuerGo, auch eine etwas schwächere App gibt es. 

Eine Steuererklärung kostet bei Lohnsteuer-Kompakt wie bei SteuerGo 34,95 Euro, drei Stück 89,95 und vier Stück 114,95 Euro.

Lohnsteuer-kompakt
Lohnsteuer kompakt
Online-Software für viele Steuer-Fälle
  • Online-Steuererklärung, die auch als App verfügbar ist
  • mit Intelliscan als KI-Belegverarbeitung
  • mit Steuerbescheid-Prüfer und Einspruchshilfen

Was ist das Besondere an Taxfix?

Taxfix ist eine Steuer-App mit einer Chat-Funktion. Du kommst hier Frage für Frage schnell vorwärts und musst Dich nicht mit den Tiefen des Steuerrechts vertraut machen. In den Musterfällen war Taxfix gut. Mit der App kannst Du mittlerweile auch Vermietungseinkünfte erfassen. Selbstständige und Gewerbetreibende können die App nur nutzen, wenn sie unter die sogenannte Kleinunternehmerregelung fallen, also keine Umsatzsteuer anfällt. Mehr über den Test der Steuer-App liest Du im Kapitel So haben wir analysiert – Apps und Browser.

Taxfix ist ein Berliner Start-up, das dank mehrerer Finanzierungsrunden mittlerweile den Status eines sogenannten Einhorns erlangt hat, das Unternehmen wird also mit mindestens einer Milliarde Dollar bewertet. Zudem haben die Berliner im Jahr 2023 den Mitbewerber Steuerbot übernommen.

Du musst Dich bei Taxfix nicht um ein eigenes Elster-Zertifikat kümmern und kannst inzwischen auch Belege archivieren. Eine Prüfung Deines Bescheids bietet die App in diesem Jahr auch an, allerdings musst Du dann die „Finanzamts-Hilfe“ buchen, die 79,99 Euro kostet. Das ist eine Funktion, die viele Anbieter kostenlos an Bord haben. Du kannst Taxfix auch nahtlos im Browser am Computer nutzen.

Wie viel kostet Taxfix?

Taxfix lässt sich kostenfrei testen. Reichst Du dann Deine Steuererklärung mit Taxfix beim Finanzamt ein, werden 49,99 Euro fällig. 69,99 Euro sind es, wenn Ehepaare oder eingetragene Partnerschaften gemeinsam einreichen. Willst Du wie früher nur 39,99 beziehungsweise 59,99 Euro zahlen, musst Du das Abo Taxfix+ abschließen. Taxfix ist nicht nur wegen des hohen Preises für Ehepaare nur für Singles empfohlen. Taxfix bietet Paaren nicht die Möglichkeit, zu prüfen, ob zwei Einzelveranlagungen steuerlich besser sind.

Taxfix
Taxfix
Steuer-App für Singles mit einfachen Steuerfällen
  • einfach per Chat zur Steuererklärung
  • sehr gute Bedienung im Test und verständliche Erläuterungen
  • auch am Computer im Browser nutzbar
  • bei Zusammenveranlagung relativ teuer

Warum ist die App Steuerbot eine Empfehlung?

Steuerbot punktet vor allem mit seinem Bedienkonzept. Denn der große Unterschied zu den bisher erwähnten Programmen ist: Du erstellst Deine Steuererklärung am Smartphone in einem Whatsapp-ähnlichen Chat. Die App stellt Dir eine Frage, Du antwortest, dann kommt die nächste Frage. Und diese Fragen kommen fast ohne sperrige Steuerfachbegriffe aus. Natürlich wirst Du Deine Steuererklärung auch mit Steuerbot nicht in fünf Minuten erledigen, aber es macht deutlich mehr Spaß und ist nicht so trocken.

Hinter Steuerbot steckt ein kleines Start-up aus Stuttgart, das einige Jahre zur Haufe Group gehörte, im Jahr 2023 aber vom App-Mitbewerber Taxfix übernommen wurde. Nach Angaben von Taxfix sollen „beide Unternehmen ihre Produkte auch in Zukunft unabhängig und komplementär“ anbieten. Es wird also weiterhin Steuerbot und Taxfix als Steuer-Apps geben.

Wofür ist Steuerbot geeignet?

Wie bei einigen anderen Steuer-Apps kannst Du mit Steuerbot nur einfache Steuerfälle bearbeiten, Du solltest also nicht selbstständig sein oder gar ein Gewerbe haben. Immerhin kannst Du mit Steuerbot aber mittlerweile Einkünfte aus Vermietung erfassen. Ehepaaren rät Finanztip von der App ab. Denn Steuerbot kann nicht prüfen, ob eine gemeinsame Abgabe, also die Zusammenveranlagung, oder zwei getrennte Abgaben, also Einzelveranlagungen, günstiger sind.

Ein reibungsloser Datenaustausch mit dem Finanzamt läuft ohne Elster-Zertifikat. Den Steuerbescheid prüfen kannst Du mit Steuerbot nicht direkt. Bei Abweichungen sollst Du aber eine Nachricht vom Anbieter bekommen, der Dir dann eine Analyse dazu liefert. Belege kannst Du mit Steuerbot nicht archivieren.

Du kannst Steuerbot auch im Browser am Computer nutzen. Mehr über die Stärken und Schwächen kannst Du im Kapitel So haben wir analysiert – Apps und Browser nachlesen.

Wie viel kostet Steuerbot?

Testen kannst Du Steuerbot bis zur Abgabe gratis. Vor dem Versenden ans Finanzamt werden 39,99 Euro fällig, für jede einzelne Angabe.

Achtung: Steuerbot bietet auch in diesem Jahr die Variante „Später bezahlen“ an. Zwar musst Du erst zahlen, wenn Du Deinen Steuerbescheid erhalten hast. Allerdings werden bei einer Steuernachzahlung 35 Euro plus zehn Prozent der Steuererstattung fällig. Du zahlst also mit dieser Option fast immer mehr. Und wenn Du zum Beispiel 1.000 Euro Erstattung erhältst, kostet Dich die Erklärung stolze 135 Euro. Laut Anbieter wird die Gebühr erst ab 190 Euro gedeckelt. Finanztip rät deshalb dringend von dieser Option ab. 

Steuerbot
Steuerbot
Steuer-App für Singles mit einfachen Steuerfällen
  • einfach per Chat zur Steuererklärung
  • besonders gute Bedienung im Test und verständliche Erläuterungen
  • auch am Computer im Browser nutzbar

Wie mache ich die Steuererklärung für frühere Jahre?

Nutze die entsprechende Jahresversion Deines favorisierten Steuerprogramms. Finanztip hat für jedes Steuerjahr einen eigenen Steuersoftware-Ratgeber erstellt. Dort empfehlen wir Programme für die

Unsere Empfehlungen für die Steuererklärung 2025 stehen in diesem Ratgeber.

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Kannst Du die Steuer kostenlos machen?

Ja, Du kannst die Steuererklärung kostenlos machen. Du hast weiter oben bereits gelesen, dass Check24 Steuer ein kostenloses Angebot ist – und schon sehr viele Steuerfälle beherrscht. Doch was geht noch?

Was ist mit Elster?

Mit dem offiziellen, staatlichen Angebot Mein Elster kannst Du kostenlos Deine Steuererklärung erstellen und abgeben. Allerdings bekommst Du dort kaum hilfreiche Unterstützung. Nach unserer Einschätzung ist das Online-Programm wirklich nur etwas für Steuerprofis und sehr erfahrene Steuerpflichtige, die sich das Geld für eine vernünftige Steuersoftware sparen wollen. Mehr dazu erfährst Du im Elster-Ratgeber.

Wie können Rentner die Steuererklärung kostenlos machen?

Wenn Du in Rente oder Pension bist und keine Zusatzeinkünfte hast, kannst Du seit Juni 2021 eine kostenlose Alternative zu Elster nutzen. Sie heißt „einfachELSTER“ und richtet sich genau an diesen Personenkreis. Das Online-Programm wird zwar vom Finanzamt angeboten, ist aber deutlich übersichtlicher als Mein Elster.

Gibt es weitere kostenlose Alternativen? 

Die meisten Steuerprogramme kannst Du kostenlos testen und zahlst erst, wenn Du die Erklärung ans Finanzamt sendest. Du siehst dann, ob sich die Abgabe lohnt und wie Du mit dem Programm zurechtkommst. Bei Steuer-Apps und Online-Steuererklärungen gilt generell: Du zahlst erst, wenn Du abgibst.

Vor 2024 gab es zudem noch vereinzelt Anbieter, die kostenlose Versionen für Kurzarbeiter oder Studenten angeboten haben. Steuerbot war 2024 noch kostenlos, wenn Du höchstens 50 Euro Erstattung erwartest und freiwillig abgegeben hast. Alle diese sehr speziellen kostenlosen Varianten gibt es mittlerweile nicht mehr.

Wo bekommst Du die Software günstiger?

Immer wieder gibt es bei einigen Steuerprogrammen Sonderangebote, auch hin und wieder auf dem Schnäppchenportal von Finanztip. Mit Preissuchmaschinen findest Du zudem immer aktuelle Preise. 

Hinzu kommen umetikettierte Versionen, die meist schon kurz vor dem Jahreswechsel bei Super- und Drogeriemärkten wie Aldi und Lidl zu haben sind. Die Programme kosten meist deutlich unter zehn Euro und sind in der Regel schnell ausverkauft. Dabei handelt es sich in der Regel um abgespeckte Versionen von Tax oder der Steuersparerklärung.

Lohnt sich das Abo für Steuerprogramme?

Mit einem Abo für Steuerprogramme sinkt der Preis für die jährliche Abgabe um bis zu zehn Euro. Du kannst ein solches Abo zwar in der Regel jederzeit kündigen, aber das wird schnell vergessen. Deshalb empfehlen wir ein Abo nur, wenn Du mit dem gewählten Steuerprogramm richtig zufrieden bist. 

Der Rat von Finanztip: Investiere am Anfang etwas Zeit, um herauszufinden, mit welcher Software oder welcher App Du am besten klarkommst und entscheide Dich dann endgültig für das Produkt Deiner Wahl. Wenn Deine Entscheidung zugunsten eines solchen Programms gefallen ist, kannst Du dieses abonnieren und sparst über die Jahre Geld und Zeit. Bei Wiso Steuer und Taxfix sind es zehn Euro im Jahr, bei der Steuersparerklärung online noch fünf Euro, wobei Du dann auch drei statt normalerweise nur einer Steuererklärung abgeben kannst.

Neben dem finanziellen Vorteil profitierst Du mit Deiner Treue auch davon, dass Du die Vorjahresdaten in die neue Programmversion importieren und diese dort überarbeiten kannst. Die meisten Programme erlauben es hingegen nicht, Daten aus einem Konkurrenzprodukt zu übernehmen.

Wie musst Du die Steuererklärung abgeben?

Als Steuerpflichtiger ohne unternehmerische Einkünfte kannst Du die Steuererklärung auf drei Wegen abgeben:

  1. Du kannst die Erklärung auf Papier ausdrucken und beim Finanzamt abgeben, in Steuer-Apps besteht diese Möglichkeit in der Regel nicht.
  2. Es geht auch komplett papierlos: Du registrierst Dich einmalig bei Elster und nutzt für die Abgabe ein Elster-Zertifikat, das ist eine Datei mit der Endung pfx. Dann ist die Erklärung vollelektronisch und Du musst überhaupt kein Papierstück abgeben. Bei dieser authentifizierten Übermittlung unterschreibst Du mit der Zertifikatsdatei Deine Steuererklärung digital. Das ist auch möglich mit einem neuen Personalausweis und der „Ausweis-App 2“.
  3. Viel einfacher: Die meisten Programme und alle Apps bieten die Nutzung eines Zertifikats des Herstellers: Einmalig beim Anbieter identifiziert, musst Du Dich nicht mehr um Zertifikatsdatei oder Ablauf deines Zertifikats kümmern. 

Wichtig: Erzielst Du unternehmerische Einkünfte, hast Du keine Wahl. Du musst Deine Steuererklärung elektronisch einreichen.

Bis wann musst Du die Steuererklärung einreichen?

Falls Du eine Steuererklärung abgeben musst – also im Steuerdeutsch zur Abgabe verpflichtet bist – gilt für Dich die gesetzliche Abgabefrist. Deine selbst erstellte Steuererklärung 2025 muss am 31. Juli 2026 beim Finanzamt sein. 

Wenn Du die Frist verpasst haben solltest, kannst du die Steuerprogramme und Steuer-Apps aber trotzdem noch nutzen und Deine Steuererklärung – leicht verspätet – abgeben. Hier gilt der bekannte Grundsatz „Besser später als nie.“ Im besten Fall zahlst Du keinen Verspätungszuschlag, im schlechten immer weniger, als wenn Du noch länger wartest. 

Fein raus bist Du hingegen, wenn Du die Steuererklärung für das Jahr 2025 freiwillig machst. Denn dann muss sie erst bis zum 31. Dezember 2029 beim Finanzamt eintreffen.

Welche Vorteile bietet die Digitalisierung bei der Steuererklärung?

Die zunehmende Digitalisierung bei der Steuer vereinfacht viele Aspekte der Steuererklärung. Dazu gehören die vorausgefüllte Steuererklärung, der elektronische Steuerbescheid und der digitale Einspruch.

Was ist die vorausgefüllte Steuererklärung?

Mit der vorausgefüllten Steuererklärung, kurz VaSt, können Steuerzahler bereits elektronisch gemeldete Daten mit einem Klick in die eigene Steuererklärung übernehmen. Bei Elster heißt dieser Service Abruf von Bescheinigungen, früher Belegabruf.

Neben den Stammdaten wie Adresse und Geburtsdaten sind dies beispielsweise die vom Arbeitgeber beim Lohnsteuerabzug gemeldeten

Auch erhaltene Renten und Lohnersatzleistungen wie das Arbeitslosengeld lassen sich per Klick übernehmen.

Bedenke, dass Deine Steuererklärung mit diesem Datenabruf nicht vollständig ausgefüllt ist. Es fehlen vor allem Deine Angaben zum Absetzen, um Dein zu versteuerndes Einkommen zu verringern und weniger Steuern zahlen zu müssen.

Was ist der elektronische Steuerbescheid?

Versenden kannst Du Deine Steuererklärung schon länger elektronisch. Doch mittlerweile kannst Du auch den Steuerbescheid elektronisch erhalten. Etwa in Deinem Elster-Konto oder über Deine Steuersoftware. So lässt sich das Ergebnis optimal mit Deiner Berechnung vergleichen. Gute Programme weisen auf Fehler hin und schlagen den passenden Einspruch vor.

Wie erhebst Du digital Einspruch?

Du kannst mittlerweile auch den Einspruch gegen Deinen Steuerbescheid digital erheben. Eine Schnittstelle mit dem lustigen Namen Nachdigal („Nachreichung digitaler Unterlagen“) ermöglicht Dir auch, gleich die passenden Belege digital einzureichen, ohne je einen Drucker benutzt zu haben. 

Was bringen Steuerberatungs-Apps?

Wenn Du Deine Steuererklärung gar nicht selbst machen willst, stehen Dir neben Steuerberater, Steuerberaterin oder Lohnsteuerhilfeverein auch spezielle Steuerberatungs-Apps zur Verfügung.

So kannst Du zum Beispiel einen „Buhl-Berater“ zum Festpreis mit der Steuererklärung beauftragen. Bis zu einem Jahresbrutto von 40.000 Euro kostet das fix 169 Euro, so der Anbieter Buhl – der auch die Finanztip-Empfehlung Wiso Steuer anbietet. Der Preis steigt mit dem Einkommen, Extras wie Vermietung, Kapitaleinkünfte und Photovoltaik kosten zusätzlich.

Taxfix bietet innerhalb der App an, den „Experten-Service“ in Anspruch zu nehmen. Dieser kostet 20 Prozent der errechneten Erstattung, mindestens 99,99 Euro.

Einige Apps dienen sogar ausschließlich dazu, dass Du Deine Steuer mit einer Steuerberaterin oder einem Steuerberater machen kannst. Die bekannteste App aus diesem Bereich ist Zasta. Dort werden aber in der Regel nur recht einfache Fälle, also für Arbeitnehmer, bearbeitet. 

Mehr Details und eine Einschätzung zu diesen speziellen Steuerberatungsangeboten kannst Du im Kapitel Was sind Steuerberatungs-Apps? des Ratgebers Steuerberater nachlesen.

Wie hat Finanztip die 12 Steuerprogramme analysiert?

Wir recherchieren und bewerten für Dich. Unsere Experten vergleichen und testen die besten Produkte.

12

Apps und Browserlösungen

Wir haben zwölf Online-Steuererklärungen und Steuer-Apps genau untersucht.

2

Musterfälle

Beide Fälle sind nicht zu komplex, aber so anspruchsvoll, dass sich die Programme im Ergebnis deutlich unterscheiden.

7

Empfehlungen

Am Ende stehen sieben Steuerprogramme, mit denen Du einfach und schnell Deine Steuererklärung erledigst.

Steuer-Apps sind immer noch recht jung und entsprechend tut sich in der Entwicklung deutlich mehr als bei den klassischen Programmen, sodass sich ein genauer Blick jedes Jahr aufs Neue lohnt. Zudem schneiden viele Apps in anderen Tests recht schlecht ab. Das liegt oft daran, dass sie mit den gleichen Steuerfällen gefüttert werden wie klassische Steuersoftware. Und dafür sind die meisten Apps – Stand jetzt – in der Regel nicht gemacht. Deshalb haben wir für die Steuer-Apps zwei Musterfälle entwickelt, in denen auf Selbstständigkeit und Gewerbe verzichtet wird. In diesem Test haben wir erstmalsVermietungseinkünfte berücksichtigt, da das immer mehr Apps anbieten. 

Online-Steuererklärungen im Browser haben wir gleichrangig mitgetestet. Diese Programme sind meist auch sehr intuitiv und Du musst wie bei einer App erst bei Abgabe der Steuererklärung zahlen.

Wir haben für den Test zwei Musterfälle entwickelt, einen sehr einfachen und einen einfachen:

Wie sieht Musterfall 1 aus?

Christoph ist Single, Kirchenmitglied und lebt in Markt Schwaben bei München. Er ist Vollzeit in München angestellt, arbeitet aber an zwei Tagen die Woche zuhause. Zudem kaufte er für das Homeoffice einen Bürostuhl und einen Monitor. Christoph hat auf sein Tagesgeld 1.800 Euro Zinsen bei einer deutschen Bank und 500 Euro bei einer Bank in den Niederlanden eingenommen und zudem mit Bitcoins im Jahr 2025 einen Gewinn von 3.600 Euro gemacht. Christoph nutzte Telefon, Handy und Internet auch für den Job, hat eine Nebenkostenabrechnung und erhielt als Trainer im Sportverein eine Aufwandsentschädigung von 3.000 Euro.

Was steckt im Musterfall 2?

Dieser Fall ist eine Erweiterung des ersten Falls. Christoph ist jetzt nicht mehr Single, sondern hat 2010 Sarah geheiratet. Sie arbeitet Teilzeit an fünf Tagen die Woche in München und ist auch in der Kirche. Sie ist Mitglied einer größeren politischen Partei und hat gespendet. Für den gemeinsamen Sohn Max fielen 2025 zuerst Kosten für die Kita und später für die Privatschule an. 

Gemeinsam hatte das Ehepaar 2024 eine neu gebaute Eigentumswohnung in Nürnberg gekauft, die sie seit Mitte 2024 ganz normal vermieten. Dank degressiver Abschreibung betrug der Verlust mit der Wohnung mehr als 12.000 Euro. 

Was war Finanztip beim Test wichtig?

Wir haben in beiden Musterfällen genau geschaut, ob die einzelnen Punkte konkret abgefragt werden. Du also „abgeholt“ wirst, auch wenn Du vorher nicht wusstest, was sich eigentlich absetzen lässt. Denn die meisten Apps und Online-Steuererklärungen zielen auf Personen ab, die recht einfache Fälle haben und die wenig oder gar kein Steuerwissen haben.

Wie läuft zum Beispiel die Unterstützung bei der Entfernungspauschale, beim Homeoffice und Deinen Arbeitstagen? Was ist mit der Nebenkostenabrechnung, den Steuern auf Bitcoins, den Büromöbeln oder den Telefonkosten? Genau hingeschaut haben wir auch bei den Einkünften aus Vermietung, unter anderem bei der Ermittlung der Abschreibung.

Wichtig ebenfalls: Wie ist die Darstellung auf dem Bildschirm, wie verständlich ist die Sprache, findet ein echter Dialog statt, wie gut lässt sich das Programm bedienen? Schließlich haben wir auch geschaut, welche Funktionen zur Vereinfachung und Automatisierung der Steuererklärung führen. Dazu gehören die Datenübernahme aus dem Vorjahr oder vorausgefüllte Steuererklärung (VaSt). Bei letzterer Funktion, im Elster-Portal heißt diese Abruf von Bescheinigungen, werden die Daten der Lohnsteuerbescheinigung, Einnahmen aus Renten, Kosten für Krankenversicherung oder auch Beiträge zur Riester-Rente als Sonderausgaben automatisch in die Steuererklärung eingefügt.

Welche Programme haben wir getestet?

Unser Testfeld besteht in diesem Jahr aus diesen zwölf Programmen. Wir zeigen Dir an dieser Stelle auch gleich, ob wir eine App oder Online-Steuererklärung im Browser getestet haben. Die Steuersparerklärung haben wir sowohl im Browser als auch in der App getestet, da sich die Programme deutlich voneinander unterscheiden und auch nicht miteinander verknüpft sind.

  • Check24 Steuer, getestet als App (Anbieter Verbraucherportal Deutschland)
  • DigitalForest, getestet im Browser (Anbieter DigitalForest)
  • Lohnsteuer kompakt, getestet im Browser (Anbieter Forium)
  • Smartsteuer, getestet im Browser (Anbieter Smartsteuer)
  • Steuerbot, getestet als App (Anbieter Taxfix)
  • Steuerfuchs, getestet im Browser (Anbieter Hartwerk)
  • SteuerGo, getestet im Browser (Anbieter Forium)
  • Steuersparerklärung online, getestet im Browser (Anbieter Steuertipps)
  • Steuersparerklärung, getestet als App (Anbieter Steuertipps)
  • Taxfix, getestet als App (Anbieter Taxfix)
  • Wiso Steuer, getestet als App (Anbieter Buhl)
  • Wundertax, getestet als App (Anbieter Wundertax)

Das Testergebnis im Überblick

Rubrik


Gewichtung

Gesamt-
bewertung

Unterstützung
im Musterfall

30 %

Berechnung
im Musterfall

30 %

Bedienung
 

20 %

Leistungs-
umfang

10 % 

Automatisierung

10 %

Wiso Steuer

95 %

95 %

100 %

83 %

100 %

100 %

Check24 Steuer

95 %

92 %

100 %

86 %

100 %

100 %

Smartsteuer

90 %

91 %

98 %

78 %

100 %

80 %

SteuerGo

86 %

83 %

100 %

67 %

100 %

80 %

Lohnsteuer kompakt86 %83 %100 %67 %100 %80 %
Taxfix83 %88 %93 %72 %75 %75 %
Steuerbot81 %84 %93 %69 %60 %80 %
Steuersparerklärung online77 %64 %100 %78 %60 %60 %
Steuerfuchs64 %55 %88 %31 %100 %50 %
Wundertax49 %64 %20 %56 %70 %60 %
Steuersparerklärung App37 %55 %0 %81 %10 %30 %
DigitalForest32 %47 %0 %78 %10 %10 %

Quelle: Finanztip-Analyse (Stand: 09. April 2026)

Du siehst, dass Wiso Steuer und Check24 Steuer in der Gesamtbewertung gleich bei 95 Prozent liegen. In den Nachkommastellen führt Wiso Steuer aber knapp. Danach folgen die Browserlösungen Smartsteuer, SteuerGo und Lohnsteuer kompakt, danach die Apps Taxfix und  Steuerbot

Finanztip gibt Dir jetzt zu allen zwölf Apps und Online-Steuererklärungen eine Kurzeinschätzung.

Kurzeinschätzung Wiso Steuer

Die App von Wiso Steuer ist längst nicht nur eine gute Ergänzung zur Software am Computer. Sie unterstützte in den beiden Musterfällen sehr gut hatte auch kein Problem damit, im Musterfall 2 direkt zu klären, ob die gemeinsame Steuererklärung besser ist als zwei separate. Bei der Vermietung berechnete Wiso Steuer die Höhe der Abschreibung korrekt. 

Die App hat den vollen Leistungsumfang, bietet alle geforderten Automatisierungen und Vereinfachungen und rechnete richtig. Als hilfreich erwies sich zudem die KI Steuer-GPT. 

Kurzeinschätzung Check24 Steuer

Check24 Steuer hat im Vergleich zum Vorjahr zugelegt und ist ganz dicht dran an Wiso Steuer. Die App ist nicht eigenständig, sondern als „Steuererklärung“ Teil der App von Check24. Sie beherrscht fast alle Steuerfälle, hatte mit den beiden Musterfällen keine Probleme und rechnete auch richtig. Auch die Unterstützung bei Vermietung war sehr gut. Zudem können Ehepaare zu dieser App greifen.

Viele Erläuterungen und Hilfen erleichterten das Ausfüllen der Steuererklärung, auch die KI TaxGPT ist an Bord, um Fragen zu beantworten. Es waren eher Kleinigkeiten, die nicht komplett passten. Deutlich klarer hätte zum Beispiel der Hinweis sein können, dass man auf das Eintragen von sonstigen Versicherungen wie einer Kfz-Haftpflicht verzichten kann, da sich diese steuerlich nicht lohnen.

Kurzeinschätzung Smartsteuer

Smartsteuer gibt es nur als Online-Steuererklärung im Browser. Doch diese konnte im Test mit einem großen Leistungsumfang und einer einfachen Bedienung überzeugen. Ehepaare sehen am Ende, ob es besser ist, die Steuererklärung gemeinsam oder getrennt abzugeben.

Es waren insgesamt nur kleine Sachen, die einen noch höheren Score verhinderten. So ermittelte Smartsteuer insgesamt 230 Arbeitstage, es sind im konkreten Fall in Bayern nur 219. Bei der Vermietung musste man schon etwas mehr Steuerwissen mitbringen, um zum Ziel zu kommen.

Kurzeinschätzung SteuerGo und Lohnsteuer kompakt

SteuerGo und Lohnsteuer kompakt vom Anbieter Forium sind nahezu identisch, weshalb wir sie hier gemeinsam vorstellen. Wir haben für beide die Online-Steuererklärung im Browser getestet. Das ist auch die bessere Wahl als die Apps, die im Vergleich ein paar Mankos haben. Die Programme überzeugten mit einem großen Leistungsumfang, einer exakten Berechnung und allen Zusatzfunktionen. Auch Ehepaare sind hier gut aufgehoben.

Das größte Manko ist die Bedienung. Die Sprache ist recht fachbegrifflich und trotz Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr dauerte es etwas länger, bis sich die nächste Detailseite öffnete. Zudem könnten die Programme besser unterstützen, etwa bei der Nebenkostenabrechnung und der Vermietung.

Kurzeinschätzung Taxfix

Die App stellt einfache Fragen und hat überschaubare Auswahlmenüs. Auch die Unterstützung in den Musterfällen überzeugt meist, bei der Vermietung braucht man aber dann doch etwas mehr steuerliches Wissen. Bei der Berechnung gab es kleine Abweichungen. Taxfix kann mittlerweile Belege verwalten und ist auch offen für Selbstständige und Gewerbetreibende. Allerdings können das bisher nur Personen nutzen, die die Kleinunternehmerregelung nutzen und deshalb ohne Umsatzsteuer arbeiten können. Ehepaare sollten nach einer Alternative Ausschau halten, es gibt keine Berechnung der günstigsten Veranlagungsart für sie.

Ärgerlich für die Tester war, dass gleich zu Beginn der „Experten-Service“ empfohlen wird, bei dem man nicht selbst die Steuererklärung macht, sondern einen Steuerberater bekommt. Das kostet dann mindestens 99,99 Euro oder 20 Prozent der Erstattungssumme. Die Variante des „Selbermachens“ ist unten, kleiner und weniger prominent.

Kurzeinschätzung Steuerbot

Steuerbot überzeugt mit einer flüssigen Bedienung: einfache Fragen und sehr gute Zwischenerklärungen. Die Unterstützung in den Musterfällen war meist gut, bei der Vermietung ist aber noch viel Luft nach oben. Bei der Berechnung gab es nur kleinere Abweichungen. Selbstständige und Gewerbetreibende brauchen zwingend ein anderes Steuerprogramm. Ehepaare sollten auch ein anderes nutzen, da die App nicht die günstigste steuerliche Möglichkeit für sie ermitteln kann. Steuerbot ist deshalb vor allem etwas für angestellte Singles oder Studenten mit sehr geringem Steuerwissen.

Kurzeinschätzung Steuersparerklärung online

Neu in diesem Jahr ist die Browserlösung Steuersparerklärung online von Steuertipps (ehemals Wolters Kluwer). Obwohl dieses Steuerprogramm genau so heißt wie die bewährte und von Finanztip empfohlene Steuersoftware, hat es im ersten Test für die Online-Variante nicht für eine Finanztip-Empfehlung gereicht. Anders als bei Wiso Steuer lässt sich nicht nahtlos zwischen den verschiedenen Varianten wechseln, was auch für die gleichnamige App gilt, zu der wir später noch kommen. 

Man erkennt in der Steuersparerklärung online zwar die Handschrift der Software und mit etwas besserem Steuerwissen und der integrierten KI Alma gab es eine korrekte Berechnung. Auch die Bedienung ist gut. Allerdings war zum Testzeitpunkt die Unterstützung in den Musterfällen an vielen Stellen noch ausbaufähig. Auch gab es noch keinen Datenabruf vom Finanzamt. Für Selbstständige und Gewerbetreibende ist die Online-Variante noch nicht zu nutzen. Ehepaare können damit nicht ermitteln, welche steuerliche Veranlagung für sie die beste ist. 

Es bleibt abzuwarten, ob der Anbieter die Online-Variante so verbessert, dass es vielleicht im nächsten Jahr für eine Empfehlung reicht.

Kurzeinschätzung Steuerfuchs

Steuerfuchs als Online-Steuererklärung im Browser ist schon länger am Markt – und das sieht man ihr optisch leider auch an. Zwar hat das Programm einen großen Leistungsumfang und die Berechnung hat keine riesigen Abweichungen, doch die Bedienung lässt stark zu wünschen übrig. Und ohne besseres Steuerwissen war an vielen Stellen nichts zu machen.

Kurzeinschätzung Wundertax

Wundertax ist schon länger am Markt und schrammte in den vergangenen Jahren immer recht knapp an einer Empfehlung vorbei. Die Steuer ließ sich in beiden Musterfällen mit der App zwar recht schnell machen. Doch abgesehen von der verwirrenden Darstellung mit längeren Listen, gab es in diesem Jahr erhebliche Mängel bei der Steuerberechnung. So lieferte die App im Single-Fall statt einer Nachzahlung von rund 300 Euro eine Erstattung von mehr als 1.600 Euro. Schulgeld war nicht zu finden und die Vermietungseinkünfte lassen sich kaum verlässlich angeben. Und wie in den Vorjahren setzt Wundertax von sich aus die Telefon- und Internetkosten auf den Maximalwert von 240 Euro im Jahr, was wohl jedes Finanzamt einkassieren wird.

Kurzeinschätzung Steuersparerklärung App

Diese App hieß im vergangenen Jahr noch Steuertipps. Der Anbieter hat aber mit der Einführung der Steuersparerklärung online in diesem Jahr beschlossen, dass alle Produkte den gleichen Namen Steuersparerklärung haben. Das ist verwirrend, denn man kann nicht innerhalb der drei Varianten hin und her springen. 

Die App ist nur für sehr einfache Fälle gedacht. Dann geht es aber schnell und die Bedienung ist gut. Doch wer Kapitalerträge oder Bitcoins angeben will, bleibt außen vor. Auch Vermietung geht damit nicht, was in der Steuerberechnung zu sehr großen Abweichungen führte.

Kurzeinschätzung DigitalForest

Die Online-Steuererklärung im Browser lässt sich gut bedienen und an einigen Stellen wird man auch gut unterstützt bei der Eingabe. Doch selbst im überschaubaren Single-Fall gab es Fehler und wenig Unterstützung. Zudem ist der Leistungsumfang sehr gering. Kapitaleinkünfte, Bitcoins, Vermietung und einiges mehr gehen damit nicht, was auch in der Berechnung zu massiven Abweichungen führte.

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