Wann kommt für Dich die Wärmepumpe in Frage?
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Inhalt
Ob Deutschland seine Klimaziele erreicht, liegt auch an Deinen Entscheidungen im Heizungskeller und an der Tankstelle. Das Prinzip ist einfach: Wer den Klimawandel anheizt, zahlt CO2-Steuern. Umgekehrt gilt: Verbesserst Du Deine Klimabilanz, soll sich das im Geldbeutel bezahlt machen.
Der CO2-Preis in Deutschland liegt im Jahr 2026 erstmals in einem Preiskorridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne CO2. Das sind bis zu zehn Euro mehr als im Vorjahr, als noch ein fester CO2-Preis für ein ganzes Jahr galt. Stattdessen werden die Emissionszertifikate nun versteigert.
Laut Umweltbundesamt beginnen die Auktionen im Juli 2026 an der Leipziger Energiebörse EEX. Anschließend können Unternehmen, die bei den Versteigerungen nicht zum Zuge gekommen sind, Zertifikate zu einem höheren Festpreis von 68 Euro pro Tonne CO2 nachkaufen.
| Jahr | CO2-Preis pro Tonne |
|---|---|
| 2021 | 25 Euro |
| 2022 | 30 Euro |
| 2023 | 30 Euro |
| 2024 | 45 Euro |
| 2025 | 55 Euro |
| 2026 | 55 bis 65 Euro |
| 2027 | 55 bis 65 Euro 1 |
1 Laut Ankündigungen der Regierungskoalition, dieser Preis muss noch gesetzlich festgelegt werden.
Quelle: § 10 Abs. 2 BEHG (Stand: 14. Januar 2026)
Weil der CO2-Preis politisch beeinflusst werden kann, lässt sich die langfristige Entwicklung nicht genau vorhersagen. Es könnte zum Beispiel sein, dass die Politik große Preissprünge verhindert, um soziale Härten abzufedern. Nach unserer Einschätzung bei Finanztip musst Du aber damit rechnen, dass der CO2-Preis in den kommenden Jahren deutlich steigen könnte.
In Deutschland wird im Jahr 2027 voraussichtlich ein CO2-Preis von 55 bis 65 Euro pro Tonne gelten. Das wäre derselbe Preiskorridor wie 2026, die CO2-Steuer bliebe damit stabil. Die Vize-Fraktionsvorsitzenden der Regierungsparteien, Andreas Jung (CDU) und Esra Limbacher (SPD), haben sich im vergangenen November darauf verständigt.
Dafür müsste das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) angepasst werden. Aktuell sieht das Gesetz noch vor, dass ab 2027 der CO2-Preis des bestehenden europäischen Emissionshandels greift, des ETS 1 (§ 10 Abs. 3 Satz 5 BEGH). Diese Preise bezahlen bereits die Industrie, Energieerzeugung und der Luftverkehr. Im ETS 1 lag der CO2-Preis in den vergangenen fünf Jahren oft zwischen 60 und 100 Euro pro Tonne CO2.
Nach aktuellem Stand startet ab dem Jahr 2028 der europaweite Emissionshandel für das Heizen von Gebäuden und den Verkehr, der sogenannte ETS 2. Damit wird der aktuelle, deutsche CO2-Preis durch einen europäischen CO2-Preis abgelöst. Dieser wird schwanken. Er bildet sich als Auktionspreis an einer Börse.
Ursprünglich sollte der ETS 2 bereits 2027 starten. Die EU hat aber auf Druck einiger Mitgliedstaaten beschlossen, die Einführung auf 2028 zu verschieben.
Wir bei Finanztip rechnen damit, dass sich der europäische CO2-Preis ab 2028 zunächst bei rund 50 Euro pro Tonne einpendeln wird. Damit läge er vorübergehend niedriger als der aktuelle deutsche CO2-Preis.
Die EU-Kommission hat für 2028 eine Art Preisbremse angekündigt. Das Prinzip: Sobald der CO2-Preis ein bestimmtes Limit überschreitet, werden Millionen zusätzlicher Emissionszertifikate freigeschaltet, um den CO2-Preis zu stabilisieren. Das Preislimit entspricht einem inflationsbereinigten Preis von 45 Euro pro Tonne CO2 im Jahr 2020, wird grob also bei 50 Euro liegen.
Langfristig erwarten Fachleute einen starken Anstieg des CO2-Preises. Das Forschungsprojekt Ariadne rechnet für 2030 mit etwa 120 Euro pro Tonne CO2, das Energiewirtschaftliche Institut der Uni Köln sogar mit 151 Euro.
Wenn die EU ihre Klimaziele im Gebäudesektor erreichen möchte, müssen die CO2-Emissionen runter. Die EU hat mit „Green Deal“ das Ziel Klimaneutralität bis 2050 vereinbart, Deutschland will das sogar schon 2045 schaffen. Verschiedene Studien und Expertinnen und Experten prognostizieren, dass das nur durch hohe CO2-Preise funktionieren wird.
Die EU wird die erlaubte CO2-Menge in Zukunft begrenzen, indem sie immer weniger Emissionszertifikate herausgibt. Werden die Zertifikate knapp, werden sie begehrter. In der Folge dürfte der CO2-Preis steigen. Für Staaten, Unternehmen und auch für Dich wird es lukrativer, auf klimafreundliche Technik umzusteigen.
Beim Gas zahlst Du 2026 bis zu 1,4 Cent pro Kilowattstunde (kWh) als CO2-Abgabe, beim Heizöl sind es bis zu 20,7 Cent pro Liter. Beides sind Bruttowerte inklusive der Mehrwertsteuer von 19 Prozent, die auf den CO2-Preis noch obendrauf kommt.
In den Tabellen unten zeigen wir Dir, wie hoch Deine CO2-Kosten in Zukunft steigen können, wenn Du weiter mit Gas oder Öl heizt. In einem Einfamilienhaus mit Gasheizung könnte Dich das im Jahr 2030 schon 518 Euro kosten, nur für die CO2-Steuer. Bei einer Ölheizung liegen die geschätzten CO2-Kosten bei 764 Euro.
| Jahr | CO2-Preis | CO2-Preis für Gas (brutto) | CO2-Kosten bei 6.000 kWh Verbrauch | CO2-Kosten bei 20.000 kWh Verbrauch |
|---|---|---|---|---|
| 2023 | 30 Euro/Tonne | 0,58 Cent/kWh 1 | 35 Euro | 116 Euro |
| 2024 | 45 Euro/Tonne | 0,97 Cent/kWh | 58 Euro | 194 Euro |
| 2025 | 55 Euro/Tonne | 1,19 Cent/kWh | 71 Euro | 237 Euro |
| 2026 | max. 65 Euro/Tonne 2 | 1,40 Cent/kWh | 84 Euro | 281 Euro |
| 2030 | z.B. 120 Euro/Tonne 3 | 2,59 Cent/kWh | 155 Euro | 518 Euro |
Alle Angaben wurden gerundet und auf den Brennwert bezogen. 1 Reduzierte Mehrwertsteuer von 7 Prozent berücksichtigt. 2 Preiskorridor von 55 bis 65 Euro. 3 Geschätzter Preis nach dem Kopernikus-Projekt Ariadne. Quelle: Finanztip-Berechnung EBeV 2030 und § 10 Abs. 2 BEHG (Stand: Januar 2026)
| Jahr | CO2-Preis | CO2-Preis für Heizöl (brutto) | CO2-Kosten bei 600 Liter Verbrauch | CO2-Kosten bei 2.000 Liter Verbrauch |
|---|---|---|---|---|
| 2023 | 30 Euro/Tonne | 9,55 Cent/Liter | 57 Euro | 191 Euro |
| 2024 | 45 Euro/Tonne | 14,33 Cent/Liter | 86 Euro | 287 Euro |
| 2025 | 55 Euro/Tonne | 17,52 Cent/Liter | 105 Euro | 350 Euro |
| 2026 | max. 65 Euro/Tonne 1 | 20,70 Cent/Liter | 124 Euro | 414 Euro |
| 2030 | z.B. 120 Euro/Tonne 2 | 38,22 Cent/Liter | 229 Euro | 764 Euro |
Alle Angaben wurden gerundet. 1 Preiskorridor von 55 bis 65 Euro. 2 Geschätzter Preis nach dem Kopernikus-Projekt Ariadne. Quellen: Finanztip-Berechnung EBeV 2030 und § 10 Abs. 2 BEHG (Stand: Januar 2026)
Für einen Liter Benzin bezahlst Du aktuell bis zu 18,5 Cent als CO2-Steuer. Beim Diesel sind es bis zu 20,7 Cent pro Liter, jeweils inklusive der Mehrwertsteuer von 19 Prozent.
In den Tabellen unten siehst Du eine Prognose, wie die CO2-Steuer die Spritpreise an der Tankstelle in Zukunft beeinflussen könnte. Demnach wäre der Liter Benzin im Jahr 2030 rund 16 Cent teurer als heute. Ein Liter Diesel würde sich um 17,5 Cent verteuern.
| Jahr | CO2-Preis | CO2-Preis für Benzin (brutto) | Aufschlag ggü. Vorjahr |
|---|---|---|---|
| 2023 | 30 Euro/Tonne | 8,55 Cent/Liter | + 0 Cent/Liter |
| 2024 | 45 Euro/Tonne | 12,82 Cent/Liter | + 4,3 Cent/Liter |
| 2025 | 55 Euro/Tonne | 15,67 Cent/Liter | + 2,8 Cent/Liter |
| 2026 | max. 65 Euro/Tonne 1 | 18,52 Cent/Liter | + 2,8 Cent/Liter |
| 2030 | z.B. 120 Euro/Tonne 2 | 34,19 Cent/Liter | + 15,7 Cent/Liter (ggü. 2026) |
Durch Beimischung von Bioethanol liegen die realen CO2-Preise für E5 und E10-Benzin etwas niedriger. Alle Angaben wurden gerundet. 1 Preiskorridor von 55 bis 65 Euro. 2 Geschätzter Preis nach dem Kopernikus-Projekt Ariadne. Quelle: Finanztip-Berechnung, EBeV 2030 und § 10 Abs. 2 BEHG (Stand: Januar 2026)
| Jahr | CO2-Preis | CO2-Preis für Diesel (brutto) | Aufschlag ggü. Vorjahr |
|---|---|---|---|
| 2023 | 30 Euro/Tonne | 9,55 Cent/Liter | + 0 Cent/Liter |
| 2024 | 45 Euro/Tonne | 14,33 Cent/Liter | + 4,8 Cent/Liter |
| 2025 | 55 Euro/Tonne | 17,52 Cent/Liter | + 3,2 Cent/Liter |
| 2026 | max. 65 Euro/Tonne 1 | 20,70 Cent/Liter | + 3,2 Cent/Liter |
| 2030 | z.B. 120 Euro/Tonne 2 | 38,22 Cent/Liter | + 17,5 Cent/Liter (ggü. 2026) |
Durch Beimischung von Biodiesel liegen die realen CO2-Preise für B7-Diesel etwas niedriger. Alle Angaben wurden gerundet. 1 Preiskorridor von 55 bis 65 Euro. 2 Geschätzter Preis nach dem Kopernikus-Projekt Ariadne. Quelle: Finanztip-Berechnung EBeV 2030 und § 10 Abs. 2 BEHG (Stand: Januar 2026)
Wann kommt für Dich die Wärmepumpe in Frage?
Expertengespräch am 26.02.2026
Sichere Dir als Finanztip Unterstützer für 8 €/Monat regelmäßig Deinen direkten Draht zu unseren Experten im Finanztip-Expertengespräch.
Wenn Du klimaschädliche Brennstoffe und Kraftstoffe vermeidest, musst Du Dir über hohe CO2-Steuern keine Gedanken machen. Das ist leichter gesagt als getan – der Umstieg vom Verbrenner auf ein klimafreundliches E-Auto oder von der Gasheizung zu einer Wärmepumpe kostet schließlich viel Geld. Wir geben Dir in diesem Abschnitt Tipps und Finanztip-Ratgeber an die Hand, die Dir helfen.
In Deutschland wird die CO2-Abgabe für das Verbrennen von fossilen Brennstoffen und Kraftstoffen fällig. Dazu gehören laut dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG):
Kurz gesagt: Der CO2-Preis macht alle gängigen Brennstoffe teurer, die den Klimawandel befeuern. Dadurch soll ein Anreiz entstehen, diese Stoffe künftig zu vermeiden und auf Alternativen umzusteigen.
Auch auf Biobrennstoffe fällt teilweise die CO2-Steuer an – so etwa auf Biogas, Biodiesel oder auf pflanzliche Öle wie Palmöl. Denn wenn sie zum Heizen oder als Treibstoff dienen, setzen die Verarbeitung und der Transport der Biomaterialien ebenfalls CO2 frei. Die CO2-Abgaben sind aber viel geringer als bei den fossilen Brennstoffen, die tief aus der Erde geholt werden, um sie dann zu verbrennen.
Für nachhaltiges Biogas entfällt der CO2-Preis. Die Produzenten müssen dazu nachweisen, dass das Biogas aus Abfall oder aus Pflanzen von bestimmten Ackerflächen gewonnen wurde. Außerdem wird bei Brennstoffen aus Holz, etwa Pellets oder Hackschnitzel, kein CO2-Preis erhoben.
Senkst Du den Verbrauch Deiner Heizung, sparst Du Heizkosten und auch CO2-Steuern. Besonders wirksam und nachhaltig klappt das durch eine energetische Sanierung Deiner Immobilie. Für solche Modernisierungen gibt es günstige Kredite über die staatliche KfW-Bank. Seit 2020 kannst Du Sanierungskosten auch von der Steuer absetzen. Wenn Du Dein Haus durch eine Sanierung energieeffizienter machen möchtest, solltest Du Dir Unterstützung von einem Energieberater holen. Die Finanztip-Empfehlungen dafür findest Du in unserem Energieberatervergleich.
Du kannst Deine Heizkosten auch senken, indem Du sparsamer heizt und richtig lüftest. Die besten Tipps findest Du in unserem Ratgeber Heizkosten senken.
Ersetze Deine Öl- oder Gasheizung durch eine klimafreundlichere Heizung, um den künftig womöglich hohen CO2-Steuern zu entgehen. Als Alternativen bieten sich eine Wärmepumpe, eine Pelletheizung oder eine solarthermische Anlage an. Auch Fernwärme ist eine Option, wobei es hier auf den Energiemix ankommt, aus dem die Wärme erzeugt wird. Gerade ältere Wärmenetze hängen oft noch an Gas und Kohle, dann wird CO2-Steuer fällig. Erkundige Dich also nach dem Energiemix des Wärmenetzes bei Dir vor Ort.
Für einen Heizungstausch gibt es hohe Zuschüsse vom Staat, bis zu 21.000 Euro sind drin. Die Förderung für die neue Heizung liegt bei 30 bis 70 Prozent ihrer Anschaffungskosten.
Durch die voraussichtlich steigenden CO2-Preise über die nächsten 20 Jahren bringt eine neue Gasheizung ein verstecktes Preisschild mit sich. Deine alte Gas- oder Ölheizung durch eine neue auszutauschen, ist deshalb nur auf den ersten Blick günstiger. Neue Gasheizungen kosten in der Anschaffung zwar weniger als beispielsweise eine Wärmepumpe. Wie teuer die Gasheizung gegenüber einer Wärmepumpe am Ende wirklich ist, liest Du in unserer Analyse zur Kostenfalle Gasheizung.
Eine neue staatliche Förderung für E-Autos wurde von der Bundesregierung angekündigt. Außerdem profitierst Du beim Umstieg auf ein E-Auto von der Befreiung von der Kfz-Steuer.
Ein E-Auto kannst Du mit Ökostrom laden und musst Dir keine Sorgen über explodierende Spritkosten wegen steigender CO2-Preise machen. Am klimafreundlichsten fährst Du mit eigenem Solarstrom aus einer Photovoltaikanlage auf Deinem Dach – dieser Strom ist obendrein auch sehr günstig. Sollte Dein Diesel oder Benziner schon älter sein, solltest Du also überlegen, als nächstes ein klimafreundlicheres Elektroauto anzuschaffen.
Neue Heizung, Dämmung oder Fenster: In unserem Ratgeber-Buch findest Du alle Grundlagen zur energetischen Sanierung. Mit hilfreichen Checklisten und den besten Tipps der Experten.
Zwischen Mietern und Vermietern werden seit 2023 die CO2-Kosten beim Heizen aufgeteilt. Je nach Heizbedarf des Gebäudes übernimmt die Vermieterin oder der Vermieter zwischen null und 95 Prozent der CO2-Kosten. Das gilt für Mietwohnungen, die mit Gas, Öl oder Fernwärme beheizt werden (CO2KostAufG).
Mit dem CO2-Kosten-Rechner von Finanztip kannst Du die Aufteilung zwischen Mieter und Vermieter für Gebäude mit einer Gasheizung kostenlos berechnen.
Mieterinnen und Mieter mit eigenem Gasvertrag müssen aktiv werden, um den Vermieteranteil an den CO2-Kosten zu bekommen. Das gilt zum Beispiel für Mietwohnungen mit Gasetagenheizung. In unserem Ratgeber zum CO2-Kosten-Rechner findest Du dafür ein Musterschreiben.
Bei einem Mehrfamilienhaus mit Zentralheizung muss die Vermieterin oder der Vermieter die CO2-Kostenaufteilung erledigen. Der Finanztip-Rechner ermittelt die prozentuale Aufteilung für Gebäude mit Gasheizung.
Du bezahlst den CO2-Preis als Teil des Brennstoffpreises, zum Beispiel direkt an der Zapfsäule oder bei der Lieferung von Heizöl. Er heißt zwar offiziell nicht CO2-Steuer, wird aber wie eine Steuer erhoben (§ 2 BEHG).
Der Händler oder Produzent des Brennstoffs kauft ein Emissionszertifikat bei der Deutschen Emissionshandelsstelle. Wenn Du dann eine Rechnung bekommst, zum Beispiel von Deinem Gasanbieter, muss darin stehen, welche CO2-Kosten für das freigesetzte Kohlendioxid enthalten sind und wie hoch der Emissionsfaktor ist. Dasselbe gilt für eine Wärmeabrechnung, wenn die Fernwärme zum Teil aus Gas oder Heizöl gewonnen wird.
| Brennstoff | Kohlenstoffdioxid-Emissionen (CO2) |
|---|---|
| Erdgas | 181,39 Gramm/kWh (Brennwert) 200,88 Gramm/kWh (Heizwert) |
| Heizöl EL (extraleicht) | 2,68 Kilogramm/Liter 266,40 Gramm/kWh |
| Benzin | 2,39 kg/Liter |
| Diesel | 2,68 kg/Liter |
Soweit nicht anders angegeben, handelt es sich um den heizwertbezogenen Emissionsfaktor. Wenn der Brennstoff zum Teil aus erneuerbaren Energien stammt, zum Beispiel Biogas oder Biodiesel, verringert sich der Emissionsfaktor. Quelle: Finanztip-Berechnung, Anlage 2 EBeV 2030 (Stand: Januar 2026)
Ein Beispiel: Schickt Dein Heizölhändler ein Tankfahrzeug zum Großhändler, damit dieser den Tank befüllt, fällt in diesem Moment der CO2-Preis an. Der Großhändler kauft ein Emissionszertifikat und stellt den Preis dafür Deinem Heizölhändler in Rechnung. Dieser gibt die Zertifikatskosten mit seiner Rechnung wiederum an Dich weiter – am Ende bezahlst Du damit die CO2-Abgabe.
Wenn Dein Gasanbieter einen steigenden CO2-Preis an Dich weitergeben will, hast Du ein Sonderkündigungsrecht (§ 41 Abs. 5 EnWG). Er muss Dich schriftlich über die Preisanpassung und Dein Kündigungsrecht informieren.
Einige Gasanbieter schließen die Kosten für den Erwerb von Emissionszertifikaten nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz – so wird der CO2-Preis auch bezeichnet – von einer Preisgarantie aus. Dann dürfen höhere CO2-Kosten auch während einer geltenden Preisgarantie an Dich weitergegeben werden, Du kannst in so einem Fall aber sonderkündigen.
Die Einnahmen aus der CO2-Steuer fließen in den sogenannten Klima- und Transformationsfonds (KTF) der Bundesregierung. Oft wird dieser Geldtopf auch Klimafonds genannt. Das Ziel ist, damit den Umbau verschiedener Wirtschaftszweige in Richtung der erneuerbaren Energien zu finanzieren und den Klimaschutz voranzubringen. Wie oben beschrieben, gibt es bereits einige Förderprogramme.
Der CO2-Preis ist laut der alten Ampel-Regierung im Jahr 2024 unter anderem in diese Projekte geflossen:
Die alte Ampel-Regierung hatte in ihrem Koalitionsvertrag 2021 angekündigt, ein Klimageld einführen zu wollen. Dadurch sollte ein Teil der Einnahmen aus der CO2-Bepreisung gleichmäßig an die Verbraucherinnen und Verbraucher zurückfließen. Allerdings wurde das Vorhaben nicht mehr umgesetzt. Und bei der neuen Regierung taucht das Wort „Klimageld“ nicht im Koalitionsvertrag auf. Alle Details dazu liest Du im Ratgeber Klimageld.
Die neue Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag angekündigt, die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung durch Strompreissenkungen und die Förderung von klimaneutralen Technologien an die Verbraucherinnen und Verbraucher zurückzugeben. Wie viel diese Versprechen wert sind, muss sich noch zeigen. Denn die angekündigte Senkung der Stromsteuer kommt für Haushalte erst einmal nicht. Und gleichzeitig wurde durch die Abschaffung der Gasspeicherumlage mit Mitteln aus dem KTF – also dem Fonds, in den Du die CO2-Steuer einzahlst und der eigentlich klimafreundliche Technologien fördern soll – der Preis für klimaschädliches Erdgas gesenkt.
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