Bitcoin nicht mehr steuerfrei? Was sich ändern könnte

Bitcoingewinne sind nach einem Jahr steuerfrei – doch das könnte sich ändern. Was die Bundesregierung plant und was das für Dich bedeutet.

Nadine Graf
Nadine Graf Geldanlage
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In Deutschland gelten Kryptowährungen steuerlich als private Vermögenswerte. Das hat einen entscheidenden Vorteil: Wenn Du Deine Coins länger als ein Jahr hältst und erst danach verkaufst, bleiben die Gewinne steuerfrei.

Verkaufst Du früher und machst einen Gewinn über 1.000 € pro Jahr, musst Du den versteuern. Die Gewinne werden dann mit Deinem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert. Diese Regel macht Kryptowährungen in Deutschland bisher vergleichsweise attraktiv.

Das plant die Politik

Die Bundesregierung diskutiert derzeit strengere Regeln – Hintergrund ist der hohe Druck auf den Staatshaushalt. Im aktuellen Haushaltsentwurf des Finanzministeriums wird als eine der Maßnahmen genannt:

(...) eine Anpassung der Besteuerung von Kryptowährungen

Wie genau diese Anpassung aussehen soll – unklar. Damit die Regierung mit Kryptowährungen künftig mehr Steuereinnahmen generiert, könnte sie zum Beispiel die einjährige Haltefrist streichen – Kryptogewinne wären als auch steuerpflichtig, wenn Du sie mehrere Jahre lang hältst.

Ebenfalls unklar ist, ob Du davon betroffen wärst, wenn Du schon Kryptowährungen hältst. In jedem Fall beraten jetzt erstmal Bundestag und Bundesrat über den Entwurf.

Was das für Dich bedeutet

Im Moment erstmal nichts – die Beratungen werden noch dauern, und welche Regelung am Ende dabei herauskommt und ob sie tatsächlich strenger sein wird als bisher, lässt sich noch nicht gut einschätzen.

Bis dahin empfehlen wir Dir weiterhin nicht, in Kryptowährungen zu investieren. Wenn Du es trotzdem tun möchtest, dann nur in Bitcoin und mit einem Betrag, auf den Du im Zweifel verzichten kannst.

Und wenn Du investieren möchtest: Kauf Bitcoins bei sicheren und regulierten Anbieter – wir empfehlen Dir konkret Bison, Finst und Bitvavo.

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