Tipps & Tricks

Diese 3 Regeln bestimmen, ob Du beim Investieren erfolgreich bist

Diese Regeln musst Du unbedingt beachten, wenn Du Dein Geld investierst.

Hendrik Buhrs: Autor für Bank und Börse
Hendrik Buhrs Bank und Börse
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Die gesetzliche Rente allein wird den Wenigsten im Alter reichen. Privat vorzusorgen, indem Du Dein Geld anlegst, ist heutzutage also echt wichtig. Damit Du langfristig Gewinne machst, musst Du aber ein paar Dinge beachten:

1. Breite Risikostreuung ist das A und O

Setzt Du nur auf ein Land, eine Branche, ein Unternehmen oder extrem gesagt eine Aktie, bist Du zu 100 % von ihrer Gewinnentwicklung abhängig. Dein Risiko ist also nicht breit gestreut. Warum das schnell zum Problem wird?

Ein Beispiel: Im August 2018 wurde die Firma Monsanto zu einer hohen Schadensersatzzahlung verurteilt. Noch am selben Tag verlor die Aktie des Chemiekonzerns Bayer, zu dem Monsanto gehört, 14 % an Wert. Warst Du zu diesem Zeitpunkt nur im Besitz von Bayer-Aktien, war Dein Depot in kürzester Zeit viel weniger wert. War die Bayer-Aktie hingegen nur einer von vielen Titeln in Deinem Depot, hat Dich der Kursabfall nur minimal getroffen.

Deswegen solltest Du in einen weltweit gestreuten Aktien-ETF investieren. Der legt Dein Geld in über 1.000 Unternehmen aus diversen Branchen in vielen verschiedenen Ländern an. Ihre Verluste und Gewinne gleichen sich aus, sodass Du der Erfahrung nach über einen Zeitraum von 15 Jahren mit durchschnittlich 6 % Rendite p. a. rechnen kannst.

2. Verkauf nicht (während eines Crashs)

An der Börse geht’s natürlicherweise auf und ab. Verkaufst Du während eines Tiefs, machst Du die Verluste real. Wartest Du geduldig ab, wirst Du sehen, dass auch wieder ein Hoch kommt – wenn Du einen guten ETF hast. Selbst ein weltweit gestreuter Aktien-ETF kann aber zeitweise mehrere 10 % ins Minus kommen. Wenn Du bei sowas leicht Panik bekommst, solltest Du Dir angewöhnen selten, z. B. nur einmal im Jahr, überhaupt auf Dein Depot zu schauen.

Du willst kurz vor einem Crash verkaufen und später bei günstigen Kursen wieder einsteigen? Das ist in der Theorie lukrativ. Praktisch gesehen ist es aber unrealistisch, genau den richtigen Zeitpunkt für Verkauf und Wiedereinstieg zu finden. Vor allem, wenn Du Dich nicht regelmäßig intensiv mit dem Marktgeschehen beschäftigst. In Krisenphasen sind Schwankungen sowieso besonders hoch. In jedem Fall musst Du extra Zeit aufwenden und Entscheidungen treffen, die Dir dann nicht mal sicher mehr Gewinn bringen. Rühr Deinen Aktien-ETF bis zur Rente also lieber gar nicht an.

Wie wär’s aber damit, Geldreserven ansparen, um während eines Tiefs weitere ETF-Anteile billig nachzukaufen? Lieber nicht, denn hier kommt die dritte Regel ins Spiel:

3. Je früher Du investierst, desto besser

Du hast Geld zum Anlegen übrig, investierst es aber nicht, weil Du Dich entweder nicht traust oder eben auf einen Crash wartest? Mit hoher Wahrscheinlichkeit verschwendest Du in beiden Fällen Rendite.

Beispiel: Gehen wir langfristig von einer durchschnittlichen Rendite von 6 % p. a. aus. Wenn Du über 30 Jahre monatlich 100 € in Deinen Aktien-ETF investierst, kommst Du (vor Steuern und Inflation) bei knapp 98.000 € raus. Fängst Du fünf Jahre später an, sind es nur um die 68.000 € – also ca. 30.000 € weniger. Heißt für Dich: 1. Trau Dich jetzt, anzufangen und 2. Wenn Du Geld zum Anlegen übrig hast, leg es sofort komplett an – egal ob gerade ein Allzeithoch oder -tief ist.

Als Depot empfehlen wir Dir Smartbroker+, Traders Place, Finanzen.net Zero, Scalable Capital (Free Broker), Trade Republic, Flatex, Comdirect, S Broker, Consorsbank und ING.

In unserer ETF-Basics-Reihe erklären wir Dir alle wichtigen Infos, damit Du Dein Geld leicht und vergleichsweise sicher anlegen kannst. Hier geht’s zu Teil 1.

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