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E20 kommt bald: Lohnt sich der neue Sprit für Dich?
Ein neuer Kraftstoff steht in den Startlöchern: E20. Der soll besser fürs Klima sein – aber sparst Du damit auch Geld?

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Ein neuer Kraftstoff steht in den Startlöchern: E20. Der soll besser fürs Klima sein – aber sparst Du damit auch Geld?


In Mannheim fahren schon erste Autos mit E20: Dafür wurde im Oktober 2023 die erste Zapfsäule in Betrieb genommen. Das ist aber nur ein Test für ausgewählte Fahrzeuge – für Dich ist E20 noch nicht frei verfügbar.
Ab 2027 oder 2028 könnte sich das ändern. Dann soll E20 flächendeckend verfügbar sein. Dieser Kraftstoff enthält bis zu 20 % Bioethanol – also doppelt so viel wie das heutige E10 – und soll nochmal günstiger sein.
Durch den höheren Ethanol-Anteil kann E20 die Treibhausgas-Emissionen deutlich senken – je nach Herstellung sogar um bis zu 80 %. Zum Vergleich: Schon E10 spart heute jedes Jahr Millionen Tonnen CO2 ein.
Das Problem: Für Bioethanol müssen bestimmte Pflanzen angebaut werden. Das bindet Flächen und ist nicht besonders ökologisch. E20 gilt deshalb eher als Übergangslösung auf dem Weg zu E-Autos.
Dabei wird dasselbe gelten wie bei E10: Selbst wenn der Preis pro Liter günstiger ist als für Normalbenzin (E5), bedeutet das nicht automatisch niedrigere Kosten. Denn Kraftstoffe mit mehr Ethanol haben einen geringeren Energiegehalt. Deshalb ist der Verbrauch höher – bei E10 ca. 1 bis 2 %. Bei E20 könnten es rund 3 % sein.
Ein Beispiel: Ist E20 5 ct pro Liter günstiger als E5, verbrauchst Du aber mehr, schrumpft der Preisvorteil dadurch – oder verschwindet ganz. Wichtig ist deshalb nicht der Preis pro Liter, sondern was Du pro Kilometer zahlst.
Bei E10 ist es so: Zahlst Du dafür mind. 3 ct/l weniger als für E5, lohnt es sich in aller Regel. Und oft ist der Preisunterschied an der Zapfsäule sowieso größer. Deshalb ist E10 meistens eine gute Wahl, sagt auch der ADAC. Bei E20 könnte das ähnlich sein.
Viele neuere Fahrzeuge dürften E20 problemlos vertragen. Einige Hersteller wie VW, Audi, Skoda oder Seat planen Freigaben rückwirkend zu erteilen:
Bei älteren Fahrzeugen könnte es Einschränkungen geben, wenn sie nicht für höhere Ethanol-Anteile ausgelegt sind. Die Diskussion erinnert an die Einführung von E10: Damals gab es viel Verunsicherung, obwohl die meisten Fahrzeuge den Kraftstoff problemlos vertragen haben. Technisch kritisch können bei nicht freigegebenen Autos vor allem Dichtungen und bestimmte Kunststoffteile sein.
Ein einfacher Check: Schau in Deinen Tankdeckel. Wenn dort „E20“ angegeben ist, kannst Du den Kraftstoff nutzen. Ansonsten kannst Du Dich beim Hersteller oder bei Fachwerkstätten informieren.
Noch ist E20 nicht flächendeckend verfügbar. Du musst also nichts überstürzen. Wenn es so weit ist, prüf einfach, ob Dein Auto freigegeben ist – und vergleich die tatsächlichen Kosten pro Fahrt.
Wenn Du heute schon sparen willst, kommt es weniger auf die Sorte an als auf den richtigen Zeitpunkt. Die Preise sind meist um 12 Uhr mittags am höchsten. Günstiger wird es oft am späten Nachmittag ab etwa 17 Uhr.
Weitere Tipps, wie Du beim Tanken Geld sparen kannst, findest Du in unserem Ratgeber billig tanken.
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