Tipps & Tricks
Goldpreis auf Allzeithoch: Diese Tipps helfen Dir beim Goldverkauf
Du möchtest das neue Allzeithoch nutzen und alte Goldmünzen oder Schmuck verkaufen? Was Du beachten solltest, wenn Du Gold zu Geld machen möchtest.

Tipps & Tricks
Du möchtest das neue Allzeithoch nutzen und alte Goldmünzen oder Schmuck verkaufen? Was Du beachten solltest, wenn Du Gold zu Geld machen möchtest.


Rekordhoch: Guter Zeitpunkt für Goldverkauf
Wichtig: Goldgehalt kennen, Wert berechnen
Vergleich: Onlinepreise und Händlerangebote
Alte Münzen auf dem Dachboden, geerbter Goldschmuck in der Schublade – vieles davon liegt seit Jahren ungenutzt bei Dir herum? Wenn Du das Altgold sowieso loswerden willst, könnte jetzt ein guter Zeitpunkt dafür sein.
Am 29. Januar erreichte eine Feinunze (ca. 31 g) Gold mit fast 4.670 € einen neuen Höchststand, was laut gold.de einem Anstieg von etwa 74 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Zwar ist der Preis inzwischen leicht gefallen, bewegt sich mit rund 4.300 € aber weiterhin auf hohem Niveau (Stand: 30. Januar, 9:30 Uhr). Also optimale Voraussetzungen, um jetzt einen guten Preis für altes Gold zu bekommen.
Der starke Preisanstieg hat noch einen zweiten Effekt: Hast Du bereits in Gold investiert, ist sein Anteil in Deinem Portfolio deutlich gestiegen. Wir empfehlen das Edelmetall – wenn überhaupt – nur als Beimischung zu maximal 10 % Deines Gesamtvermögens. Auch deshalb kann ein Goldverkauf jetzt sinnvoll sein.
Das Problem: Gold zu Geld zu machen, ist in der Realität gar nicht so einfach. Schließlich ist es schwierig einzuschätzen, ob der Laden um die Ecke wirklich einen guten Preis bietet. Deswegen haben wir für Dich zusammengefasst, was beim Verkauf von Barren, Altgold und Co. wichtig ist – und wie Du den besten Preis rausholst:
Goldbarren und Anlagemünzen (z. B. Krügerrand oder Maple Leaf) haben einen fest definierten Feingoldgehalt. Ihr Wert orientiert sich eng am aktuellen Goldpreis, sodass ihr Verkauf vergleichsweise einfach ist. Anders sieht es bei Sammlermünzen aus: Hier kann neben dem Goldwert auch ein Sammleraufschlag eine Rolle spielen.
Etwas komplizierter wird es bei Altgold wie Schmuck, Medaillen oder Zahngold. Hier variiert der Goldanteil je nach Legierung und Gewicht – und genau den solltest Du kennen, um einen fairen Verkaufspreis zu erzielen.
Zur Legierung: Schmuck aus reinem Gold wäre zu weich und würde sehr schnell zerkratzen. Deswegen werden bei der Schmuckherstellung noch andere Metalle wie Kupfer, Silber oder Platin beigemischt. Und das nennt sich Legierung.
Achte hier auf Gravuren – Punze genannt – wie 333, 585 und 750. Sie geben den Goldanteil in Promille an. Sprich: Eine 333er Goldlegierung enthält also 33,3 % reines Gold.
Einen Überblick über aktuelle Ankaufspreise für genormte Goldbarren und Münzen gibt es auf Preisvergleichsportalen wie gold.de und gold-preisvergleich.com. Dort findest Du auch aktuelle Ankaufspreise für Schmuck und anderes Altgold. Parallel zum Onlinevergleich kann es nicht schaden, Dir auch von einem niedergelassenen Edelmetallhändler in Deiner Nähe ein Angebot machen zu lassen.
Kennst Du den Goldanteil Deines Schmuckstücks, kannst Du seinen Wert mit dieser Faustformel einfach berechnen: Goldanteil des Schmuckstücks mal Gewicht mal Goldpreis pro Gramm in Euro.
Zum Beispiel: Bei einem 7 g schweren 585er-Goldring wären das beim aktuellen Goldpreis (Stand: 30. Januar, 9:00 Uhr, Quelle: gold.de): 7 (Gewicht) mal 0,585 (Goldanteil) mal 138,34 € (Goldpreis pro Gramm in Euro) gleich 566,50 €.
Rechne allerdings damit, dass Du diesen Materialwert nicht bekommst. Goldhändler (egal ob im Internet oder vor Ort) berechnen einen Abschlag von circa 10 % ein. Da sie Preisschwankungen einkalkulieren und auch das Einschmelzen des Goldes Geld kostet.
Ist der Goldanteil nicht ausgewiesen oder die Gravur über die Jahre unleserlich geworden, bleibt meist nur der Gang zum Edelmetallhändler, um Echtheit und Feingoldgehalt bestimmen zu lassen.
Dort kannst Du den Verkauf dann auch direkt abwickeln. Allerdings kann Dich das Prüfen, Zertifizieren und Einschmelzen je nach Aufwand bis zu 15 % des Goldwerts kosten. Das ist nicht wenig. Außerdem solltest Du nie das erste Angebot annehmen, sondern immer mindestens zwei Händler aufsuchen.
Gold kannst Du sowohl beim Edelmetallhändler vor Ort als auch im Internet verkaufen. Für was Du Dich entscheidest, solltest Du vom jeweiligen Gegenstand abhängig machen.
Barren und Münzen haben beispielsweise einen fest vorgeschriebenen Goldgehalt und lassen sich daher meist ohne vorherige Prüfung übers Internet verkaufen. Aus Versicherungsgründen wird der Händler das Gold bei Dir zuhause abholen lassen. Gold selbst per Post zu versenden ist nicht empfehlenswert. Worauf Du beim Verkauf und Versand an einen Onlinehändler noch achten solltest, erfährst Du in unserem Ratgeber Gold verkaufen.
Altgold oder Schmuck verkaufst Du besser persönlich an einen Händler vor Ort. Achte immer darauf, dass er vertrauenswürdig und Mitglied im Berufsverband des Deutschen Münzenfachhandels ist. Das kannst Du z. B. über die Webseite des Handelsverbandes selbst prüfen.
Wahrscheinlich musst Du beim Verkauf Deines Altgoldes nicht mal Steuern zahlen. Denn für Gold gilt folgende Regel: Hast Du es mindestens ein Jahr lang besessen, fällt keine Steuer an. Bei Familienerbstücken ist das meist gegeben.
Und für kürzere Zeiträume gilt die Freigrenze privater Veräußerungsgeschäfte von 1.000 € pro Jahr. Hierzu zählen übrigens auch private Verkäufe über Kleinanzeigen oder Ebay. Wie sie versteuert werden, liest Du in unserem Ratgeber Steuerfolgen bei Onlineverkäufen.
Vielleicht fragst Du Dich jetzt: Wenn Gold gerade so gefragt ist – gilt das nicht auch für Silber? Tatsächlich hat der Silberpreis 2025 stark zugelegt – laut gold.de stieg er auf Jahressicht um über 200 %. Trotz des aktuellen Preises von fast 90 € pro Feinunze (Stand: 30. Januar, 9:30 Uhr) empfehlen wir es nicht für Dein Portfolio. Die Gründe erfährst Du in unserem Artikel Silber auf Aufholjagd.
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