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Neuer Schufa-Score: Das ändert sich jetzt für Dich

Die Schufa macht ihren Score transparenter – und zeigt genauer, welche Faktoren Deinen Wert beeinflussen. Wir erklären Dir, was das für Dich bedeutet.

Markus Grimm Private Finanzen
Neue kostenlose Schufa-Funktionen für den Nutzer

Ab sofort kannst Du Deinen Schufa-Score digital und kostenlos einsehen, entweder im Browser auf app.schufa.de oder in der neuen Schufa-App für iOS/Android. Bisher war das meist nur kostenpflichtig oder über eine umständliche Datenabfrage möglich.

So funktioniert der Schufa-Check

Du brauchst dafür einen neuen Schufa-Account, den Du Dir kostenlos auf app.schufa.de erstellen kannst. Du loggst Dich nicht wie bisher über meineschufa.de ein – hierüber bekommst Du weiterhin die bisherige, kostenpflichtige Schufa-Auskunft. Verifizieren kannst Du Dich für den neuen Account mit Deinem Personalausweis mit Online-Ausweisfunktion. Zusätzlich brauchst Du die App IDnow. Alternativ forderst Du eine PIN per Brief an.

Was sich an dem Bewertungssystem der Schufa geändert hat

Anschließend siehst Du Deinen Schufa-Score zwischen 100 und 999 – je höher, desto besser. Der Score setzt sich neuerdings aus diesen zwölf Kriterien zusammen:

  1. Zahlungsstörungen (max. 264 Punkte)  
  2. Anzahl Anfragen und Abschlüsse für Girokonten und Kreditkarten in den vergangenen zwölf Monaten (max. 117 Punkte)
  3. Anzahl Anfragen außerhalb des Bankenbereichs in den vergangenen zwölf Monaten (max. 99 Punkte)
  4. Alter der aktuellen Adresse (max. 94 Punkte)
  5. Alter der ältesten Kreditkarte (max. 81 Punkte)
  6. Alter des ältesten Bankvertrags (max. 69 Punkte)
  7. Aufgenommene Ratenkredite in den vergangenen zwölf Monaten (max. 66 Punkte)
  8. Längste Restlaufzeit aller Ratenkredite (max. 61 Punkte)
  9. Immobilienkredit (max. 55 Punkte)
  10. Vorliegen einer Identitätsprüfung (max. 38 Punkte)
  11. Alter des jüngsten Rahmenkredits (max. 36 Punkte)
  12. Kreditstatus (max. 19 Punkte)

Und tatsächlich siehst Du ab jetzt auch konkret, wie viele Punkte Du in welcher Kategorie erreichst. So kannst Du z. B. darauf achten, Rechnungen pünktlich zu zahlen oder nicht zu viele Kreditanfragen auf einmal zu stellen – also die Bereiche zu verbessern, die Dich Punkte kosten. 

Schau aber genau hin: Wenn Du einen Immobilienkredit hast oder für einen bürgst, bekommst Du die vollen 55 Punkte. Denn die Schufa bewertet Deine Kreditwürdigkeit für Immobilien positiv.

Bei der Restlaufzeit aller Ratenkredite funktioniert es andersrum: Hast Du keinen Ratenkredit oder ist die Restlaufzeit kürzer als drei Jahre, bekommst Du hier die vollen 61 Punkte. Denn Ratenkredite werden meist für Konsumschulden oder andere nicht werthaltige Ausgaben aufgenommen.

Wofür es je nach Kriterium welche Punkte gibt, liest Du ausführlich auf der Schufa-Webseite.

Diese Datenabfragen kannst Du im Account sehen

Außerdem kannst Du in Deinem neuen Schufa-Account einsehen, welche Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten Daten über Dich angefragt haben. Das können Informationen zu Kreditkarten, Girokonten oder auch zu laufenden Krediten sein.  

Gerade Informationen zu offenen Zahlungsausfällen können besonders hilfreich sein. Die kannst Du dann begleichen und so dafür sorgen, dass Du einen hohen Score behältst.

Sämtliche Daten und Score werden einmal pro Quartal aktualisiert. Künftig soll es auch eine Benachrichtigungsfunktion geben, wenn neue negative Einträge vorliegen. 

Mehr Infos dazu, welchen Einfluss Schufa und Co. auf Deine Finanzen haben, findest Du in unserem Ratgeber Bonitätsprüfung.

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Von Markus Grimm, Jonas Fehling, und Felix Petersen
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