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Öl, Gas, Gold steigen: Lohnt sich jetzt ein Rohstoff-ETF?
Der Konflikt mit dem Iran treibt aktuell Preise für Öl, Gas und Edelmetalle nach oben. Manche Anleger denken deshalb über Rohstoff-ETFs nach. Warum wir davon abraten.

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Der Konflikt mit dem Iran treibt aktuell Preise für Öl, Gas und Edelmetalle nach oben. Manche Anleger denken deshalb über Rohstoff-ETFs nach. Warum wir davon abraten.


Preise: Rohstoffe steigen durch Iran-Konflikt
Risiko: Einstieg in Rohstoff-ETFs ist reine Spekulation
Tipp: Welt-ETF bleibt bessere Wahl
Der Krieg rund um den Iran sorgt an den Rohstoffmärkten für Bewegung. Vor allem Öl und Gas sind zuletzt teurer geworden.
Edelmetalle wie Gold und Silber reagieren schon länger auf die gestiegene Unsicherheit in der Welt. Laut gold.de stieg der Goldpreis Anfang März auf über 4.600 € pro Feinunze (31 g) – und erreichte damit fast ein neues Allzeithoch. Zuletzt gab es aber auch wieder Rücksetzer – typisch für den aktuell sehr schwankungsanfälligen Markt.
Der Aufwärtstrend zeigt sich auch bei Rohstoff-ETFs – zum Beispiel beim iShares Diversified Commodity Swap UCITS ETF (ISIN: DE000A0H0728), einem breit gestreuten Rohstoff-Futures-ETF.
Er hat seit einem Monat rund 19 % zugelegt und auf Sicht von sechs Monaten sogar mehr als 35 %. Der Großteil dieser Gewinne ist erst in den letzten Wochen entstanden – genau in der Phase mit geopolitischen Spannungen.
Solltest Du deshalb jetzt einen Rohstoff-ETF ins Depot nehmen und auf weiter steigende Preise setzen?
Kurzfristig wäre das vor allem Spekulation. Denn die Rohstoffpreise hängen stark davon ab, wie sich der Konflikt rund um den Iran entwickelt. Kommt es zu einer Entspannung oder sogar zu einem Kriegsende, können Öl und Gas schnell wieder deutlich fallen.
Letzte Woche gab es bereits einen Vorgeschmack darauf, als Donald Trump in der Nacht auf Dienstag (10. März) angedeutet hat, dass der Krieg nicht mehr lange dauern könnte.
Auch Gold und Silber schwanken stark. In den vergangenen Monaten gab es immer wieder Rücksetzer.
Auch das sehen wir eher kritisch. Denn es macht Deine Geldanlage unnötig kompliziert – ohne klaren Vorteil gegenüber einem breit gestreuten Welt-ETF.
Denn sie investieren gar nicht direkt in Rohstoffe wie Öl, Gas oder Gold. Stattdessen gibt es zwei Varianten:
Selbst wenn Du auf steigende Rohstoffpreise setzen willst, ist das mit ETFs komplizierter als es auf den ersten Blick wirkt. Und ein automatischer Renditebooster sind Rohstoff-ETFs auch nicht.
So hat der genannte iShares-ETF über die vergangenen zehn Jahre 93 % Rendite gebracht. Mit einem ETF auf den MSCI World waren es mit über 200 % mehr als doppelt so viel.
Für die meisten bleibt deshalb ein breit gestreutes Aktien-ETF-Portfolio die einfachere und absolut ausreichende Lösung.
Suchst Du noch nach dem passenden ETF, empfehlen wir Dir HSBC MSCI World (ISIN: IE000UQND7H4), SPDR MSCI World (IE00BFY0GT14), Vanguard FTSE Developed World (IE00BK5BQV03), Vanguard FTSE Developed World (IE00BKX55T58) und Xtrackers MSCI World (IE00BK1PV551).
Wenn Du Dich trotzdem für Rohstoffe interessierst: In unserem Ratgeber erklären wir, wie Rohstoff-ETFs funktionieren und worauf Du achten solltest.
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