Photovoltaik: Branche erwartet steigende Preise
Jetzt gründlich vergleichen: Noch gibt’s sehr gute Angebote
Achtung beim Kauf: So vermeidest Du 4 häufige Probleme
Zum 1. April hat China seine bisherige Steuervergünstigung von 9 % auf den Export von Solarmodulen und Wechselrichtern gestrichen. Zwar machen die nur einen Bruchteil der Gesamtkosten einer Photovoltaik-Anlage aus, wegen des Kriegs im Nahen Osten steigen aber auch die Transport- und Energiekosten.
Die Solarbranche erwartet deshalb steigende Preise für PV-Anlagen. Der Anbieter Enerix rechnet ab Mai mit Preiserhöhungen von 10 %.
So findest Du jetzt noch gute Angebote
Die gute Nachricht: Noch kannst Du nach wie vor sehr günstige Preise finden. Reagier aber nicht überhastet, sondern vergleich mehrere Angebote.
Dafür empfehlen wir Dir, mit dem Vergleichsportal selfmade-energy.com zu starten. Ergänzend kannst Du die Angebotsvermittler photovoltaik-angebotsvergleich.de und solaranlagen-portal.com nutzen.
Außerdem solltest Du beim Kauf genau hinschauen – denn dabei gibt’s einige typische Probleme wie uns u. a. aktuelle Rückmeldungen aus der Finanztip-Community zeigen:
1. Hohe Anzahlungen können riskant sein
In der Solarbranche kommt es weiterhin zu Insolvenzen. Problematisch wird das vor allem, wenn Du schon viel Geld angezahlt hast.
Einige Anbieter verlangen bis zu 80 % des Preises schon bei Lieferung – obwohl die Anlage noch nicht einmal montiert ist. Gerät die Firma dann in Schwierigkeiten, ist Dein Geld im schlimmsten Fall weg.
So schützt Du Dich: Vereinbar möglichst niedrige oder gar keine Anzahlungen. Ein großer Teil der Rechnung sollte erst fällig werden, wenn die Anlage fertig installiert ist.
2. Anlage fertig – aber kein Strom
Uns erreichen Berichte aus der Finanztip-Community, die zeigen: Auch nach der fertigen Dachmontage kann es noch Probleme geben. Etwa wenn eine Solarfirma ihre Partner (z. B. Elektriker) nicht mehr bezahlen kann.
Die Folge: Die Anlage ist zwar auf dem Dach, wird aber nicht ans Netz angeschlossen – und produziert keinen nutzbaren Strom.
So schützt Du Dich: Achte darauf, dass ein großer Teil der Zahlung sogar erst dann fällig wird, wenn Deine Anlage ans Netz angeschlossen ist und tatsächlich Strom produziert.
3. Netzanschluss wird zum Nadelöhr
Ein wachsendes Problem ist die Anmeldung beim Netzbetreiber. Viele Netze sind ausgelastet – und neue Anlagen können nicht immer sofort angeschlossen werden.
Das kann dazu führen, dass sich Dein Projekt verzögert – oder im schlimmsten Fall gar nicht umgesetzt werden kann.
So schützt Du Dich: Nimm eine sogenannte aufschiebende Bedingung in den Kaufvertrag mit der Solarfirma auf. Bedeutet: Der Vertrag gilt nur, wenn der Netzbetreiber den Anschluss auch genehmigt – und nur dann musst Du bezahlen.
4. Formfehler kostet Dich bares Geld
Ein häufiger, aber wenig bekannter Fehler betrifft die Einspeisevergütung. Schon ein kleiner Formfehler bei der Anmeldung kann dazu führen, dass Du für eingespeisten Strom erstmal kein Geld bekommst und dadurch mehrere hundert Euro verlierst.
Die Anmeldung der PV-Anlage ist nicht ohne. Bestenfalls steht im Angebot der Solarfirma, dass sie sich sowohl um die Anmeldung beim Netzbetreiber als auch um die Eintragung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur kümmert.
So schützt Du Dich: Besprich mit der Firma, dass sie Deine neue PV-Anlage für die Veräußerungsform “Einspeisevergütung” anmeldet. Diese gesetzliche Pflicht ist noch recht neu und nicht allen Firmen bekannt. Mehr dazu liest Du in unserem Ratgeber zur Einspeisevergütung.
Fazit: Gute Planung schlägt Zeitdruck
Eine PV-Anlage bleibt für viele Haushalte sinnvoll – auch bei leicht steigenden Preisen. Wichtiger als perfektes Timing ist: Nimm Dir genug Zeit für den Preisvergleich und hol Dir mit unseren Empfehlungen auf jeden Fall mehrere Angebote von verschiedenen Anbietern ein.
Achte außerdem auf faire Zahlungsbedingungen und sicher Dich vertraglich ab. Dann hast Du gute Chancen, dass sich Deine PV-Anlage langfristig für Dich rechnet. Mehr zum Thema erfährst Du in unserem Ratgeber zur PV-Anlage.