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Starttermin steht: Spritpreise dürfen nur noch einmal täglich steigen

Die Preise an den Tankstellen sollen sich nur noch einmal pro Tag ändern dürfen – jetzt steht fest, ab wann die neue Regel gelten soll.

Redakteurin Anna Karolina Stock
Anna Karolina Stock Private Finanzen
Preisbremse: Sprit soll nur noch einmal am Tag teurer werden

Im Schnitt ändern Tankstellen ihre Preise 22-mal am Tag. Bundestag und Bundesrat haben deshalb letzte Woche eine Regelung verabschiedet, um die Preisanpassungen stärker zu regulieren: Ab dem 1. April 2026 dürfen Tankstellen die Preise nur noch einmal täglich um 12 Uhr mittags erhöhen. Das erklärte ein Sprecher aus dem Bundeswirtschaftsministerium der Bild-Zeitung.

Die Idee dahinter: Wenn Preiserhöhungen nur einmal täglich möglich sind, könnten Preisverläufe für Dich besser planbar werden und Tank-Apps wieder besser funktionieren. Sinken dürfen die Preise weiterhin jederzeit. Hält sich eine Tankstelle nicht an die neue Regel, drohen bis zu 100.000 € Strafe.

Außerdem wird das Kartellrecht verschärft und für Mineralölkonzerne die Beweislast umgekehrt: Bei stark steigenden Preisen müssen sie von sich aus darlegen, dass ihre Erhöhungen wirklich gerechtfertigt sind. Zusätzlich zur „Einmal-pro-Tag-Regel“ wird derzeit auch noch über eine sogenannte Spritpreisbremse diskutiert. Sie soll verhindern, dass Kraftstoffpreise in Krisensituationen besonders stark steigen – hier gibt es aber noch keine konkreten Pläne zur Umsetzung.

ADAC warnt vor möglichen Nebenwirkungen

Der Automobilclub ADAC sieht solche Eingriffe allerdings kritisch und warnt davor, dass eine Preisregulierung sogar zu höheren Durchschnittspreisen führen könnte.

Denn: Wenn Tankstellen ihre Preise nur einmal täglich erhöhen dürfen, könnten Mineralölunternehmen sie vorsorglich stärker anheben, weil spätere Anpassungen im Tagesverlauf nicht mehr möglich sind. Dadurch könnten die durchschnittlichen Kraftstoffpreise am Ende sogar höher ausfallen.

Nach Ansicht des ADAC funktioniert das bisherige System in Deutschland für viele Autofahrerinnen und Autofahrer schon gut: Wer Preise vergleicht und typische Preismuster nutzt, kann oft günstiger tanken.

Sechs Tipps für günstigeren Sprit

Unabhängig davon bleibt für Dich vor allem eins wichtig: beim Tanken möglichst clever sparen. Diese sechs Tipps helfen Dir dabei:

  1. Tank kurz vor 12 Uhr: Durch die neue Tankregel erwartet der ADAC, dass die Preise gegen Mittag angehoben werden und dann im Laufe der nächsten 24 h tendenziell wieder sinken. Es könnte also sein, dass Sprit kurz vor 12 Uhr am günstigsten ist
  2. Günstige Tankstellen bleiben günstig: Such Dir eine günstige Tankstelle in Deiner Nähe – sie wird es wahrscheinlich auch morgen noch sein. Trotzdem lohnt sich hin und wieder ein neuer Preisvergleich
  3. Meide Autobahn-Tankstellen: Direkt an der Autobahn ist Sprit besonders teuer. Tank lieber vorher oder fahr ein Stück ab
  4. Nimm kleine Umwege in Kauf: Das kann sich lohnen, wenn Du an einer deutlich günstigeren Tanke vorbeikommst. Wie weit sich das rechnet, hängt von Verbrauch, Tankgröße und Spritpreis ab
  5. Vergleich Preise: Apps wie Clever Tanken, Benzinpreis Blitz, Mehr Tanken oder die ADAC Drive App zeigen Dir die günstigsten Preise in Deiner Nähe
  6. Tank früh genug nach: So bist Du nicht genötigt nachzutanken, wenn Du dringend musst, es gerade aber teuer ist

Weitere Tipps zum Tanken findest Du in unserem Ratgeber Billig tanken

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