Billig tanken Tank-Tipps, die Dir wirklich helfen, billiger zu tanken

Hermann-Josef Tenhagen
Hermann-Josef Tenhagen
Experte private Finanzen

Das Wichtigste in Kürze

  • Tank-Apps nutzen, günstige Tankstellen ausmachen, Autobahn-Tanken meiden, Umweg in Kauf nehmen: Mit den Finanztip-Tank-Tipps kannst Du ordentlich sparen.
  • Tankstellen dürfen seit 1. April 2026 ihre Preise nur noch einmal täglich erhöhen – und zwar um 12 Uhr mittags. Preissenkungen sind weiterhin jederzeit möglich.
  • Durch diese neue Regel sind einige bisherige Tank-Tipps derzeit weniger verlässlich – sie bieten aber weiterhin eine gute Orientierung, bis sich neue Preis-Muster herausgebildet haben. Lies hier, welche Tipps weiter gelten und Dir beim Geldsparen helfen.

So gehst Du vor

  • Am wichtigsten seit der neuen 12-Uhr-Regel: Nutze Apps und Websites, um die günstigste Tankstelle in der Nähe zu finden. Finanztip zeigt Dir wichtige Sprit-Preisvergleich- und Mobilität-Apps.
  • Mit einer Finanztip-Daumenformel errechnest Du ganz schnell: Wie viel Kilometer Umweg zur günstigeren Tankstelle lohnen sich?
  • Und: Gib Deine Fahrtkosten bei der Steuererklärung an. Seit 2026 gibt es 38 Cent Pendlerpauschale schon für den ersten gefahrenen Kilometer zur Arbeit. 

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Tanken ist ein hoher Kostenfaktor – und die Spritpreise ziehen an. Seit 1. April 2026 gilt eine neue gesetzliche Regel: Tankstellen dürfen nur noch einmal am Tag, um 12 Uhr mittags, die Preise hochsetzen. Preissenkungen sind weiterhin jederzeit möglich. Für Dich bedeutet das: Die Preise schwanken weiterhin im Tagesverlauf, aber starke und kurzfristige Preissprünge nach oben sollen seltener werden.

Wie viel Du beim Tanken sparst, bestimmst Du weiterhin maßgeblich selbst: Mit den Finanztip-Tank-Tipps waren im Jahr oft 150 bis 200 Euro drin.

Wie tankst Du aktuell besonders günstig?

Aktuell gilt: Nutze am besten eine Spritpreis-App, um den günstigsten Sprit zu finden – Finanztip stellt Dir weiter unten einige vor.

Denn wann und wo Du aktuell am wenigsten zahlst, lässt sich schwer vorhersagen: Durch die neue 12-Uhr-Regelung dürfte sich der bisherige Tagesrhythmus verschieben. Ein Blick nach Österreich, wo eine ähnliche Regelung schon länger gilt, zeigt zwar, dass die Preise im Durchschnitt tendenziell sinken. Wie sich die günstigsten Preise hierzulande konkret über den Tag verteilen, bleibt aber vorerst unklar.

Bisher galt: Zu dieser Tageszeit war Sprit besonders günstig:

  • Preise erreichten ihren Tiefststand in der Regel nach 18 Uhr: Abends zwischen 18 und 22 Uhr war also die Zeit, zu der Du am günstigsten tanken konntest. Im Schnitt war Sprit um 19 Uhr am preiswertesten.
    Einordnung: Gilt weiterhin häufig, ist aber weniger verlässlich, weil sich Preisverläufe durch die einmalige tägliche Erhöhung um 12 Uhr stärker unterscheiden können.
  • Einen klaren Anstieg der Preise gab es dann wieder ab 22 Uhr, die Preiskurve ging über Nacht hoch. Das hatte einen einfachen Grund: Viele Tankstellen schließen – die Konkurrenz ist also nicht mehr so groß. Die geöffneten Tankstellen nutzten das aus.
    Einordnung: Gilt so nicht mehr, weil nach 12 Uhr keine Preiserhöhungen mehr erlaubt sind und daher kein systematischer nächtlicher Anstieg stattfinden kann.
  • Alle Tankstellen fingen morgens mit den höchsten Preisen an. Bis zum Abend senkten sie die Spritpreise dann. 
    Einordnung: Gilt nicht mehr durchgehend, weil es um 12 Uhr zu einer einmaligen Preiserhöhung kommen kann und der Tagesverlauf dadurch unterbrochen wird.

Beachte: Der bisherige Preisrhythmus – abends ist es billiger als tagsüber – bleibt eine Orientierung für Dich. Und auch die restlichen Finanztip-Tank-Tipps helfen Dir weiterhin, günstig zu tanken. Der Einsatz von Tank-Apps ohnehin, außerdem, dass Du Autobahntankstellen meiden solltest oder Umwege für günstigen Sprit in Kauf nehmen kannst. Wie Du berechnest, ob sich ein konkreter Umweg für Dich rechnet, zeigen wir Dir Schritt für Schritt im Abschnitt Tank-Tipp: Nimm einen Umweg in Kauf für billigen Sprit. Ob günstige Tankstellen günstig bleiben, solltest Du für Deine bisher günstige Tankstelle überprüfen.

Das Bundeskartellamt wird die Auswirkungen der 12-Uhr-Regel weiter beobachten. Wir bei Finanztip halten Dich über neue Entwicklungen auf dem Laufenden – zum Beispiel in unserem Newsletter oder in der App.

Wie viel kannst Du mit den Finanztip-Tank-Tipps sparen?

Vor Einführung der 12-Uhr-Regel, nach der Tankstellen nur noch einmal am Tag ihre Preise erhöhen dürfen, waren pro Tankfüllung rund zehn bis zwölf Euro Ersparnis drin, wenn Du Dich an die Finanztip-Tank-Tipps gehalten hast. Auf ein Jahr gerechnet kamen so schnell 150 bis 200 Euro zusammen. Mit günstigster Tankstelle und richtiger Uhrzeit waren Einsparungen von bis zu 25 Cent pro Liter möglich. 

Grundlage für diese Annahme ist ein durchschnittlicher Tank von rund 50 Litern Fassungsvermögen. Außerdem etwa zwölf bis 17 Tankfüllungen pro Jahr, wie sie für viele Autofahrende in Deutschland typisch sind – das zeigen Daten des Statistischen Bundesamts.

Hier kommen unsere fünf Tank-Tipps für Dich, verbunden mit einer Einordnung, ob sie noch gelten.

Wichtigster Tank-Tipp: Nutze Tank-Apps, um Preise zu vergleichen

Du willst bestimmt nicht von Tankstelle zu Tankstelle fahren, um Spritpreise zu vergleichen. Die Arbeit nehmen Dir heute zahlreiche Apps ab. Eine Auswahl haben wir Dir in diesem Kapitel zusammengestellt.

Innerhalb des Bundeskartellamts ist die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe unter anderem für die Beobachtung von Spritpreisen zuständig. Und diese Abteilung in der Kartellbehörde listet rund 50 von ihr zugelassene Online-Angebote auf – darunter Tank-Apps und Websites mit aktuellen Angaben. Alle Anbieter auf dieser Liste beziehen ihre Preisinformationen zu den Kraftstoffen direkt von der Markttransparenzstelle.

Wir zeigen Dir im Folgenden beispielhaft einige bekannte Tank-Apps, die das Bundeskartellamt aufführt. Erstmalig haben wir uns die Apps im September 2022 näher angesehen. Informationen haben wir aktualisiert (Stand: Februar 2025). Angeschaut haben wir uns jeweils die kostenlose Version, mit eingeblendeter Werbung und teils mit eingeschränkten Funktionen. Mehr Komfort kostet Geld: Für Vollversionen bezahlst Du zwischen rund 1,50 Euro und fünf Euro.

Benzin, Diesel, Super: Welche Spritpreise kannst Du vergleichen? 

Vorab: Auch wenn die Websites und Apps mehrere Kraftstoffsorten auflisten, werden vom Bundeskartellamt nur drei Sorten verpflichtend in Echtzeit erhoben und verglichen: Diesel, Super E5 und Super E10. Wenn Apps auch für andere Kraftstoffe Preisvergleiche anbieten, dann sind die nicht durch die Transparenzstelle abgesegnet. Die Preisangaben werden nicht staatlich überwacht, die Preisvergleiche kommen meist durch Nutzerangaben zustande. 

Beim Spritvergleich werden zudem nur die regulären Preise veröffentlicht. Wer an einem Rabattprogramm einer Tankstellenkette teilnimmt, etwa als Mitglied des ADAC, oder zum Beispiel eine Payback-Karte nutzt, der muss selbst nachrechnen. Hast Du einen Coupon für eine Preisreduzierung in Deiner Brieftasche, verändert sich damit Deine Rangliste der günstigsten Anbieter. Nicht nur ADAC-Mitglieder, auch Payback-Karten-Nutzende können sich teurere Tankstellen durchaus schön rechnen.

Mit welchen kostenlosen Apps kannst Du beim Tanken Geld sparen?

Häufig genutzte Tank-Apps sind Clever-tanken mit mehr als zehn Millionen Installationen laut Google-Play-Store, gefolgt von Benzinpreis-Blitz, ADAC-Drive sowie Mehr-tanken mit mehr als fünf Millionen Downloads. Hier kommen einige Infos zu den Programmen. Du kannst Dir aber auch bei vielen Navi-Apps mittlerweile Tankstellen mit Preisen anzeigen lassen. Unter anderem auch bei Google Maps.

Clever-tanken tanken zeigt Dir anhand Deines Gerätestandorts die günstigsten Tankstellen in Deiner Nähe oder durch einen einstellbaren Suchradius zu einer beliebigen Postleitzahl an einem anderen Ort. Außerdem kannst Du die Preise von verschiedenen Spritsorten abfragen. Du kannst Tankstellen als Favoriten hinzufügen und mit einem Preisalarm markieren. Dann wirst Du benachrichtigt, falls der Preis bei dieser Tankstelle unter einen bestimmten Wert fällt. Wer ein Auto mit Wasserstoff-Antrieb nutzt, kann auch nach diesem Kraftstoff suchen. Für Dein E-Auto kannst Du auf die Suche nach Ladesäulen umstellen.

Die App kommt in der Standard-Version mit Werbung. Um werbefrei unterwegs zu sein, musst Du ein Premium-Abo für rund zwei Euro pro Jahr kaufen.

Benzinpreis-Blitz bietet ebenfalls Standortsuche oder Suchradius, Favoritenliste sowie einen Preisalarm an. Alle Elektroauto-Fahrenden können die App nutzen, um Ladesäulen in der Nähe zu finden. 

Die App enthält Werbung. Um diese abzuschalten, musst Du ein Abo von rund 1,50 Euro pro Jahr abschließen.

Mehr-Tanken schnitt bei den Nutzerbewertungen ebenfalls gut ab (4,5 Sterne) und funktioniert ähnlich wie die beiden zuvor genannten Apps. Dazu bekommst Du bei der Suche immer einen Tipp des Mehr-Tanken Maskottchens Fizzi. Ist der Zeitpunkt zum Tanken gerade relativ teuer, heißt es: „Fizzi empfiehlt: eher warten“.

Ansonsten kannst Du Dir mittels Standortsuche oder Suchradius günstige Zapfstationen in der Nähe anzeigen lassen, hast eine Favoritenliste und kannst diese mit einem Preisalarm versehen. Elektroauto-Besitzer können die Verfügbarkeit von Ladesäulen abfragen, wie bei Benzinpreis-Blitz. Bei den Spritsorten ist Wasserstoff dabei, ebenso wie bei Clever-tanken. Darüber hinaus enthält die App einen Verbrauchsrechner. Anhand Deines Kilometerstands nach dem letzten Volltanken kannst Du bei den folgenden Tankvorgängen Deinen Verbrauch erfassen.

Um die App ohne Werbung nutzen zu können, musst Du bezahlen: Ein Abo kostet rund fünf Euro pro Jahr.

Der ADAC hat seine alte Spritpreis-App (ADAC-Spritpreise), die wir in früheren Versionen dieses Ratgebers genannt hatten, mittlerweile eingestellt. Die Nachfolgerin für Dein Smartphone heißt ADAC Drive App. Du kannst mit der Drive App Preise für Kraftstoffe abfragen: Preise für Benzin, Diesel, Erdgas und Autogas in Deutschland, Österreich, Italien, Spanien, Frankreich, Slowenien und dem Vereinigten Königreich. 

In Deutschland und Österreich wird zudem der Preis für Diesel HVO100 angezeigt – umgangssprachlich auch als Frittenfett bezeichnet, weil es aus Altspeiseöl und Fettresten hergestellt wird und als umweltfreundlich gilt. 

Verfügbare Ladepunkte und Infos zu Ladesäulen für Deinen Stromer findest Du ebenfalls. Du kannst Tankstellen als Favoriten abspeichern und nach Betreibern filtern. Vorteilhaft, wenn Du ADAC-Mitglied bist: Du kannst gezielt nach Tankstellen suchen, die Rabatte für ADAC-Mitglieder anbieten.

Andererseits ist die App auch ein Routen- und Campingplaner. Außer Navigation bekommst Du über sie auch Infos zu 25.000 europäischen Camping- und Stellplätzen.

Welche Tank-Tipps gelten noch und welche nicht?

Neben der Nutzung der Tank-Apps gab und gibt es noch weitere Sprit-Spartipps. Wir ordnen für Dich ein, was noch gilt und wo Du Dich auf Veränderungen einstellen musst. 

Tank-Tipp: Tanke am frühen Abend

Alternativ gilt: Verlass Dich nicht mehr auf feste Uhrzeiten, sondern prüf die aktuellen Preise per App kurz vor dem Tanken. Durch die neue 12-Uhr-Regel kann sich dieses bisher stabile Muster verschieben. Da die Preise nur noch einmal täglich erhöht werden dürfen, ist offen, ob der frühe Abend weiterhin systematisch zu den günstigsten Zeiten zählt. Es ist gut möglich, dass sich neue Preis-Tiefs zu anderen Tageszeiten bilden. 

Bisher galt: Die Preise für Kraftstoffe waren zwischen 18 und 22 Uhr am günstigsten. Wenn möglich, solltest Du gegen 19 Uhr tanken. 

Ist Tanken mittwochs besonders günstig?

Alternativ gilt: Der konkrete Preisverlauf am jeweiligen Tag ist entscheidender als der Wochentag – hier hilft der Blick in eine Spritpreis-App. Dieser Wochentagseffekt könnte durch die 12-Uhr-Regel an Bedeutung verlieren, da sich die Preisbildung insgesamt verändert.

Wenn sich die täglichen Preismuster verschieben, kann das auch Unterschiede zwischen einzelnen Wochentagen verwischen.

Bisher galt: Mittwochs waren Benzin und Diesel im bundesweiten Durchschnitt häufig günstiger als an anderen Wochentagen. Die Markttransparenzstelle des Bundeskartellamts wies in einem Quartalsbericht jedoch darauf hin, dass sich dieser Effekt regional unterscheiden kann und nicht an jedem Ort gleich stark ausgeprägt ist. 

Tank-Tipp: Günstige Tankstellen bleiben günstig

Alternativ gilt: Eine einmal identifizierte „Stamm-Tankstelle“ ist weiterhin ein guter Ausgangspunkt, sollte aber regelmäßig überprüft werden. Gerade in der Übergangsphase solltest Du Preise vor jeder Tank-Fahrt per App vergleichen, statt Dich auf bekannte Muster zu verlassen.

Denn auch diese Faustregel könnte durch die 12-Uhr-Regel an Verlässlichkeit verlieren. Wenn sich Preiszyklen und Wettbewerbsdynamiken verändern, ist nicht ausgeschlossen, dass sich die relative Preisposition einzelner Tankstellen häufiger verschiebt als bisher. Bisher dauerhaft günstige Anbieter könnten zeitweise teurer werden – und umgekehrt.

Bisher galt: Teure Tankstellen blieben teuer und günstige Tankstellen blieben in der Regel günstig. Es lohnte sich also, einmal eine günstige Tankstelle in Deiner Umgebung auszumachen. Obwohl Tankstellen ihre Preisposition meist über längere Zeit behalten, galt auch vor der 12-Uhr-Regel schon: Du solltest immer mal wieder vergleichen. Denn Auswertungen des Bundeskartellamts zeigen, dass einzelne Anbieter zeitweise stark vom gewohnten Preisniveau abweichen können. Ein gelegentlicher erneuter Vergleich bleibt daher sinnvoll.

Tank-Tipp: Meide Autobahntankstellen

Preisaufschläge an Autobahntankstellen sind extrem hoch. Die Markttransparenzstelle hat 2025 bis zu 48 Cent Aufschlag je Liter ausgemacht. Super E5 kostete 2025 durchschnittlich 2,18 Euro pro Liter, Diesel 2,03 Euro pro Liter. Die durchschnittlichen Preisaufschläge im Vergleich zu Straßentankstellen sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen: Auf das Jahr gerechnet lagen sie für E5…

  • 2023: bei 38 Cent pro Liter,
  • 2024: bei 43 Cent pro Liter, und
  • 2025: bei 45 Cent pro Liter. 

Tanke vor einer längeren Fahrt lieber nochmal voll, bevor Du auf die Autobahn fährst. Kommst Du nicht umhin, während Deiner Autoreise nachzufüllen, nimm Umwege in Kauf: Sprit ist an Autohöfen oder Tankstellen in der Nähe der Autobahn meist viel billiger als an Autobahntankstellen. Im Folgenden die Übersicht mit den Zahlen des Bundeskartellamts über die Veränderung der Preisaufschläge für Benzin und Diesel.

So viel mehr zahlst Du an Autobahntankstellen für Sprit

Für jeden Tag ist der bundesweite Durchschnitt angegeben. Beobachtungszeitraum: 01. Januar 2024 bis 06. Januar 2025.
Quelle:  Bericht der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe, Bundeskartellamt (Stand: Februar 2025)

Wie viel Umweg lohnt sich für billigen Sprit?

Wie weit darf der Umweg sein, der Dich zur günstigeren Tankstelle führt? Mit Blick auf die reinen Spritkosten haben wir das für Dich in eine Formel gepackt. Kennst Du den durchschnittlichen Spritverbrauch Deines Autos und weißt, wie viel in Deinen Tank passt? Dann kannst Du mit diesen Daten ganz einfach ausrechnen, wie viel Kilometer Dein persönlicher Umweg lang sein darf, damit er sich noch lohnt. 

Aber Achtung: Weitere Kosten wie Verschleiß und Wertverlust des Autos oder auch der Wert Deiner Zeit sind nicht berücksichtigt. 

Und natürlich kann es Situationen geben, in denen Du nicht ums Tanken an der Autobahn oder einer anderen teuren Tanke herumkommst. Beispielsweise, wenn Du nachts unterwegs bist und alle anderen erreichbaren Tankstellen bereits geschlossen sind. Dann wirst Du in den sauren Apfel beißen und teuer tanken müssen. Tanke dann nicht voll, sondern halte die Augen weiter offen nach einer anderen erreichbaren Tankstelle. Denn wie gesagt: Umwege können sich lohnen. Wann, zeigen wir Dir im Folgenden.

Daumenformel: So weit darf Dein Umweg zu günstigem Benzin sein

Mit folgender Formel schaust Du, wie weit Dein maximaler Umweg über eine günstigere Tankstelle sein darf, damit er sich noch lohnt. Hab bei Deinen Überlegungen aber bitte auch im Hinterkopf, dass jeder unnötig verfahrene Kilometer mit dem Auto eben auch eine unnötige Belastung für die Umwelt ist. 

Ersparnis bei Tankfüllung / Spritkosten pro Kilometer
= maximaler Umweg 

Im Folgenden kommt für Dich zudem eine Anleitung zur Berechnung, Schritt für Schritt, am Beispiel eines Opel Corsa. 

Grundsätzlich gilt: Fährst Du ein Auto mit geringerem Verbrauch, darf der Umweg größer sein. Verbraucht Dein Auto mehr, ist die Maximalstrecke geringer. Und je größer Dein Tank, umso mehr kannst Du sparen beim Volltanken mit günstigem Benzin oder Diesel. Der durchschnittliche Verbrauch von Pkw lag 2024/2025 bei 7,4 Litern, hat das Bundesverkehrsministerium festgestellt. Wie viel Du mit Deinem Auto verbrauchst, kannst Du mit unserem Spritrechner ganz einfach herausfinden. 

Im Weiteren findest Du dann noch eine Tabelle, die Beispielautos gegenübergestellt, die jeweils andere Tankgrößen sowie unterschiedlichen Verbrauch haben. Du findest neben dem Opel Corsa einen Volvo XC90 mit recht hohem Spritverbrauch und großem Tankvolumen. Sowie einen Mini Cooper Clubman mit etwas geringerem Verbrauch als der Volvo, aber auch einem deutlich kleineren Tank. 

Beachte: für den durchschnittlichen Verbrauch nutzen wir die Angaben der Hersteller. Wie hoch Dein durchschnittlicher Verbrauch ist, hängt vor allem von Deiner Fahrweise ab. Die Berechnung haben wir vor dem Iran-Krieg vorgenommen. Als Preis für teures Benzin haben wir damals 1,70 Euro genommen. Als günstigen Sprit 1,60 Euro.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: So errechnest Du den maximalen Umweg für billiges Benzin bei einem Opel Corsa

Schritt 1:

Errechne Deine mögliche Ersparnis pro Tankfüllung, wenn Du günstigeren Sprit statt teuren tankst. Zur Erinnerung: Als Preis für teures Benzin nehmen wir 1,70 Euro. Als günstigen Sprit 1,60 Euro. Du kannst natürlich andere Werte für Deine eigene Berechnung verwenden.

  • Tankvolumen eines Opel Corsa: 45 Liter
  • Einmal Volltanken kostet Dich dann an einer teuren Tankstelle zu 1,70 Euro/Liter: 76,50 Euro
    Einmal Volltanken an einer günstigeren Tankstelle zu 1,60 Euro/Liter: 72 Euro
    Deine Preisersparnis beim Volltanken an der günstigeren Tankstelle beträgt also: 4,50 Euro

Schritt 2:

Jetzt musst Du noch ausrechnen, wie hoch Deine Spritkosten pro Kilometer mit dem günstigeren Benzin oder Diesel sind – wir gehen davon aus, dass Du auch vorher so günstig getankt hast. 

  • Dein durchschnittlicher Spritverbrauch nach Herstellerangabe: 5 Liter/100 Kilometer.
  • Dein entsprechender Spritverbrauch pro Kilometer beträgt: 0,05 Liter (denn 5/100=0,05).
  • 0,05 x 1,60 Euro macht acht Cent oder auch 0,08 Euro Kosten pro Kilometer beim Tanken zum günstigen Preis.

Schritt 3:

Nun setze die eben errechnet Werte in die bereits oben genannte Formel ein, um zu sehen, wie groß Dein Umweg sein darf: 

mögliche Ersparnis Tankfüllung (4,50 Euro) / Spritkosten pro Kilometer (0,08 Euro/Kilometer)
= maximaler Umweg (56,25 Kilometer)

Anders ausgedrückt: pro Euro Ersparnis kannst Du mit einem Opel Corsa etwas mehr als zwölf Kilometer Umweg in Kauf nehmen (56,25 Kilometer geteilt durch 4,50 Euro). 

Tabelle: Wie groß darf der Umweg zur günstigeren Tankstelle sein?

Die folgende Tabelle zeigt Dir den jeweils maximalen Umweg zum günstigeren Benzin beispielhaft für drei Autotypen. Den Opel Corsa kennst Du schon. Der Volvo XC90 verbraucht viel Sprit, hat aber einen großen Tank. Und der Mini Cooper Clubman hat einen geringeren Verbrauch als der Volvo, aber sein Tankvolumen ist kaum größer als das des Opel. 

 Opel Corsa 1.2,
70 PS
Volvo XC90,
250 PS
Clubman Mini Cooper S,
192 PS
durchschnittlicher Verbrauch pro 100 Kilometer1

5 Liter

9,3 Liter

8 Liter

Tankvolumen

45 Liter

71 Liter

48 Liter

Kosten 1 x Volltanken (hoher Spritpreis, 1,70 Euro/Liter)2

76,50 Euro

120,70 Euro

81,60 Euro

Kosten 1 x Volltanken (günstiger Sprit-Preis, 1,60 Euro/Liter)2

72,00 Euro

113,60 Euro

76,80 Euro

maximal lohnender Umweg pro ein Euro Ersparnis:

12,5 km

6,66 km

7,81 km

maximal lohnender Umweg über die günstige Tankstelle:

56,25 km

47,33 km

37,50 km

1Herstellerangaben. Dein tatsächlicher Verbrauch kann abweichen und ist auch bedingt durch Deine Fahrweise.
2Im 4. Quartal 2024 kostete E5 im Durchschnitt 1,72 EUR pro Liter, das entspricht nach Angaben des Bundeskartellamts etwa dem Jahresdurchschnitt 2024.
Quelle: Hersteller-Angaben, Finanztip-Recherche und Berechnungen (Stand: Februar 2025)

Warum schwanken die Spritpreise?

Neben dem Rohölpreis spielt der Wettbewerb zwischen den Tankstellen eine wichtige Rolle. Anbieter reagieren oft schnell auf die Preise der Konkurrenz, was zu Schwankungen im Tagesverlauf führt.

Seit April 2026 dürfen Tankstellen Preise nur noch einmal täglich erhöhen. Preissenkungen sind weiterhin jederzeit möglich. Damit sollen laut Bundesregierung extreme Preissprünge begrenzt werden.

Hintergrund ist, dass sich die Spritpreise zuvor sehr häufig änderten – im Durchschnitt bis zu 20-mal pro Tag. Das Bundeskartellamt kritisierte diese Praxis wiederholt. Die neue Regel orientiert sich an einem Modell aus Österreich.

Die Bundesregierung legt zudem nahe, dass Krisen ausgenutzt wurden, da Mineralölkonzerne Preissteigerungen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg nicht nachvollziehbar begründen konnten. Nun solle dem Bundeskartellamt ermöglicht werden, leichter gegen marktbeherrschende Unternehmen vorzugehen. Bei stark steigenden Preisen wird die Beweislast umgekehrt: Unternehmen müssen dann nachweisen, dass ihre Preisanstiege durch höhere Kosten gerechtfertigt sind. Ziel ist es, überhöhte Preise zu verhindern und den Wettbewerb zu stärken. Verstöße können mit Bußgeldern von bis zu 100.000 Euro geahndet werden.

Das Vorhaben ist zunächst befristet und soll nach einem Jahr evaluiert werden.

Wie kannst Du beim Autofahren mit der neuen Entfernungspauschale steuerlich mehr sparen?

Seit 2026 kannst Du Deine Kosten fürs Autofahren steuerlich besser geltend machen, weil die Entfernungspauschale von 38 Cent pro Kilometer bereits ab dem ersten Kilometer gilt. Zuvor gab es für die einfache Wegstrecke zur Arbeit für die ersten 20 Kilometer 30 Cent und erst ab dem 21. Kilometer 38 Cent. Durch diese Änderung steigen die absetzbaren Fahrtkosten in der Steuererklärung – und ein Teil Deiner Spritkosten lässt sich so ausgleichen.

Wie Du ganz schnell und einfach noch mehr Geld bei der Abrechnung mit dem Fiskus zurückbekommst, liest Du im Finanztip-Ratgeber Einkommensteuererklärung

Trotz hoher Preise: Wie viel Geld können Pendler beim Tanken sparen?

Wie eine Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung ergab, pendelten im Jahr 2023 fast 20,5 Millionen Menschen. Durchschnittlich legten Berufstätige etwas mehr als 17 Kilometer auf dem Weg zur Arbeit zurück, also insgesamt rund 34 Kilometer pro Tag. Anhand dieser Zahlen lässt sich leicht veranschaulichen, wie viel Spritkosten Du pro Jahr sparen kannst.

Nehmen wir an, Du pendelst täglich die oben genannten 34 Kilometer zwischen Deinem Zuhause und Deiner Arbeitsstelle. Bei 220 Arbeitstagen legst Du dann im Jahr insgesamt 7.480 Kilometer als Pendlerstrecke zurück.

Laut einer Publikation des Bundesverkehrsministeriums lag 2023 der durchschnittliche Benzinverbrauch bei Pkw- und Kombiautos bei 7,4 Litern auf 100 Kilometern. Aufs Jahr gerechnet verbrauchst Du also 554 Liter für Deinen Pendelverkehr. Weiter oben haben wir beschrieben, dass Dein Sparpotenzial bis zu 25 Cent pro Liter ausmacht. Somit könntest Du 138 Euro pro Jahr an Benzinkosten sparen (siehe folgende Tabelle).

So viel Benzinkosten kannst Du als Pendler jedes Jahr sparen

Deine Strecke hin und zurück pro TagPendelstrecke
pro Jahr
Spritverbrauch
pro Jahr1
jährliche
Ersparnis2
34 Kilometer7.480 Kilometer554 Liter138 Euro
60 Kilometer13.200 Kilometer977 Liter244 Euro
80 Kilometer17.600 Kilometer1.302 Liter326 Euro

1 bei einem Verbrauch von 7,4 Litern pro 100 Kilometer
2 bei einer Differenz von 25 Cent pro Liter, wenn die günstigste Tankstelle gewählt wird
Quelle: Durchschnittlicher Verbrauch von PKW laut Publikation des Bundesverkehrsministeriums, Finanztip-Berechnungen, Zahlen gerundet (Stand: Januar 2025).

Je länger Deine Pendelstrecke zur Arbeit ist, desto mehr kannst Du sparen. Fährst Du etwa jeden Tag 60 Kilometer hin und zurück, sind bis zu 244 Euro jährliche Ersparnis für Dich drin. Bei 80 Kilometern Pendelstrecke sind es sogar rund 326 Euro, die Du bei den Benzinkosten sparen kannst.

Wie viel Dein Fahrzeug durchschnittlich verbraucht, kannst Du mithilfe unseres Spritrechners herausfinden. Die Herstellerangaben weichen nämlich oft vom realen Verbrauch ab.

Wie wirkt sich die CO2-Abgabe auf den Benzinpreis aus?

Auch die Einführung und Anhebung der CO2-Abgabe hat die Preise für Benzin und Diesel verteuert. Der Preis für Brennstoffe steigt, weil die Abgabe pro ausgestoßener Tonne CO₂ auf den Literpreis umgelegt wird. Die CO2-Steuer erhöht damit den Benzinpreis – allerdings nicht so stark, dass damit Preissprünge an den Tankstellen allein zu erklären wären. Außerdem hat sie auch Auswirkungen auf die Preise von Heizöl und Gas.

2025 war ein turbulentes Tank-Jahr: zeitweise Entkoppelung der Tankstellenpreise vom Rohölpreis, immer mehr Preisänderungen und Preissteigerungen an der Autobahn. Dennoch war 2025 günstiger als das Vorjahr: Benzin kostete nach Angaben des Bundeskartellamts im Schnitt sechs Cent und Diesel vier Cent pro Liter weniger als noch 2024.

Entwicklung der CO2-Abgabe

JahrCO2-Preis pro Tonne
202125 Euro
202230 Euro
202330 Euro
202445 Euro
202555 Euro
202655 bis 65 Euro 
ab 2027Preisbildung im Emissionshandel

Quelle: § 10 Abs. 2 BEHG, (Stand: März 2026)

Wie kannst Du noch beim Autofahren sparen?

Nicht nur bei den Spritpreisen kannst Du bei Deinem Auto Kosten verringern. Auch mit Deiner Fahrweise kannst Du Deine Spritkosten verringern, zum Beispiel so:

  • Fahr vorausschauend, schalte früh hoch und vermeide starkes Beschleunigen und Bremsen.
  • Halte Deine Geschwindigkeit moderat: Tempo 100 bis 110 spart deutlich mehr Sprit als schnelles Fahren.
  • Stell den Motor bei längeren Wartezeiten ab.
  • Reduzier unnötiges Gewicht im Auto und schalte energieintensive Extras wie Klimaanlage oder Sitzheizung nur bei Bedarf ein.
  • Achte auf den richtigen Reifendruck und lass Dein Auto regelmäßig warten.
  • Nutze für kurze Strecken Alternativen wie Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel.
  • Bilde Fahrgemeinschaften, wenn das Auto unvermeidbar ist.
  • Auch bei der Kfz-Versicherung lässt sich Geld sparen. Mach immer den doppelten Vergleich, um die für Dich günstige passende Versicherung zu finden: Berechne zunächst die für Dich passende günstigste Kfz-Versicherung auf  Verivox oder Check24. Und lass Dir dann ein Angebot von der Huk24 machen. Mehr Infos findest Du in unserem Finanztip Kfz-Versicherungsvergleich.

Um Dir grundsätzlich einen Überblick über die Kosten Deines Fahrzeugs zu verschaffen, solltest Du unseren Autokostenrechner nutzen. Damit kannst Du einfach herausfinden, wie sehr sich Steuern, Versicherung, Spritverbrauch und Wartungskosten auf Dein persönliches Budget auswirken.

* Was der Stern bedeutet:

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