Tipps & Tricks
“Tagesgeld gekündigt: Wann bekomm ich wieder den Neukundenzins?”
Viele Banken locken mit tollen Zinsangeboten speziell für neue Kundinnen und Kunden. Aber was ist, wenn Du dort früher schon mal ein Tagesgeldkonto hattest?

Tipps & Tricks
Viele Banken locken mit tollen Zinsangeboten speziell für neue Kundinnen und Kunden. Aber was ist, wenn Du dort früher schon mal ein Tagesgeldkonto hattest?


Aus unserer Unterstützer-Community erreicht uns diese Woche die Frage:
“Mich interessiert ab wann ich bei einer Bank wieder Neukundin bin, wenn ich schon einmal ein Tagesgeldkonto hatte, das ich aber gekündigt habe.”
Kurz gesagt: Wenn Du schon einmal ein Tagesgeldkonto bei einer Bank hattest und es gekündigt hast, kannst Du durchaus später wieder als Neukundin bzw. -kunde gelten. Wie lange Du dafür warten musst, kommt auf die Bank an. Häufig liegt die Frist zwischen sechs und 12 Monaten. Manchmal ist für die Frist aber auch entscheidend, dass Du im jeweiligen Zeitraum allgemein keine Kundin bzw. kein Kunde der Bank warst. Also dort auch keine anderen Konten oder Depots hattest.
Werfen wir mal einen Blick auf unsere Empfehlungen. Du siehst hier, dass die Regelungen ziemlich unterschiedlich aussehen können, aber meistens hast Du eine Frist von maximal 12 Monaten:
Unsere aktuellen Tagesgeld-Empfehlungen findest Du in unserem Ratgeber zum Tagesgeld-Vergleich.
Neben der “Frist” gibt’s noch ein paar wichtige Punkte:
Der Neukundenstatus bringt oft bessere Zinsen. Die gelten meist nur für eine begrenzte Zeit, wie für drei, vier oder maximal sechs Monate. Auf den ersten Blick sind sie meist deutlich besser als die “normalen” Zinsen. Z. B. gibt’s bei der MeineBank-Volksbank Mittelhessen 2,85% p. a. für vier Monate, dafür gibt’s unbefristet bei der Ayvens Bank “nur” 2,3 % p. a.
Der Haken bei den Zinsangeboten: Nach dem angegebenen Zeitraum sinkt der Zinssatz oft deutlich. Deshalb machen manche sogenanntes “Zinshopping”. Sie wechseln regelmäßig die Bank, um immer die besten Konditionen mitzunehmen.
Wenn Dir das zu aufwendig ist, kannst Du Dir Geldmarkt-ETFs anschauen. Sie orientieren sich am aktuellen Geldmarktzins und passen sich automatisch an.
Du musst also nicht ständig Konten eröffnen und kündigen. Allerdings sind Geldmarkt-ETFs kein Bankkonto und haben keine Einlagensicherung. Dafür sind sie Sondervermögen.
Für Deinen Notgroschen ist Tagesgeld die bessere Wahl. Geldmarkt-ETFs können aber eine Ergänzung sein, wenn Du schon ein Depot hast.
Wenn Du Lust hast, kannst Du durch regelmäßiges Wechseln bessere Zinsen mitnehmen. Es ist aber mit Aufwand verbunden und Du musst die Fristen im Blick behalten.
In unserem Tagesgeld-Vergleich findest Du immer die aktuell besten Aktionszinsen, wie gerade 3,25 % p. a. für 3 Monate bei Bank of Scotland oder 2,75 % p. a. für 6 Monate bei Comdirect, Volkswagen Bank und Garanti Bank. Hier siehst Du aber auch die besten unbefristeten und seit einem Jahr guten Zinsen (z. B. 2,3 % p. a. bei Ayvens Bank, 2 % p. a. Yapi Kredi Bank Deutschland (App) und 1,9 % p. a. bei Gefa Bank).
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