Bargeld einzahlen So landen Scheine und Münzen auf Deinem Konto

Josefine Lietzau
Josefine Lietzau
Expertin Payment

Das Wichtigste in Kürze

  • Du kannst Bargeld bei Filialbanken und bei Direktbanken einzahlen oder bei Einzelhändlern.
  • Das kann Dich Gebühren kosten.
  • Je nach Bank und Kontomodell können die Gebühren stark variieren.

So gehst Du vor

  • ​​Bevor Du Bargeld einzahlst, informier Dich über die Gebühren bei Deiner Bank.
  • Sind Dir die Gebühren zu hoch und handelt es sich um keine große Summe, kann es einfacher sein, das Geld zum Bezahlen zu nutzen.

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Du verkaufst Dein Auto, Deine Freunde bezahlen die Schulden aus dem Urlaub zurück oder Du findest jede Menge Scheine unter der Matratze eines verstorbenen Familienmitglieds – plötzlich hast Du Bargeld und vielleicht sogar eine recht große Summe. Und das soll irgendwie aufs Konto. 

Wie zahlst Du Bargeld bei Direktbanken ein?

Bargeld bei Direktbanken einzuzahlen kann etwas komplizierter und teurer sein, als dies bei Filialbanken zu tun. Ersteren fehlt das Filialnetz samt Kassen und Einzahlautomaten. Das versuchen die Anbieter durch Kooperationen mit Einzelhändlern, dem Anbieter Viacash/Barzahlen und anderen Banken zu ersetzen. Wie das genau funktionieren kann, zeigt Finanztip Dir an unterschiedlichen Banken.  

Wie zahlst Du Bargeld bei der Norisbank ein? 

Die Norisbank gehört zur Deutschen Bank. Deshalb kannst Du Scheine an deren Geldautomaten und denen der Postbank kostenlos einzahlen. 

Wie zahlst Du Bargeld bei der DKB ein? 

Als Kunde der DKB kannst Du durch „Cash im Shop“ mit der DKB-App Bargeld direkt beim Einkaufen einzahlen, und zwar zwischen 50 und 999,99 Euro am Tag. Als Gebühr fallen 1,5 Prozent des Einzahlungsbetrages an. Bei welchen Händlern das klappt, findest Du über die Viacash-Website heraus.

Wie zahlst Du Bargeld bei der Consorsbank ein? 

Bei der Consorsbank kannst Du zwischen 1.000 Euro und 25.000 Euro über die Filialen der Reisebank einzahlen. Dafür zahlst Du 9,50 Euro je angefangene 5.000 Euro. Die Filialen der Reisebank findest Du über deren Standortsuche.

Wichtig: Einzahlungen ab 7.500 Euro musst Du über den Kundenservice der Consorsbank anmelden. 

Wie zahlst Du Bargeld bei der Comdirect ein? 

Die Comdirect bietet Dir das Einzahlen von Banknoten und Münzen über die Automaten sowie Kassenschalter der Commerzbank kostenlos an – und zwar bis zu drei Mal im Jahr. Ab der vierten Einzahlung sind 4,90 Euro fällig. Ist Dein Konto jedoch im Minus oder Du nutzt die Bargeld-Plus-Option, kannst Du darüber hinaus kostenlos Bargeld einzahlen.

Eine weitere Möglichkeit ist das kostenlose Einzahlen von Bargeld über das Viacash-Netzwerk bei Filialen von Rewe, Penny, DM, Budni und anderen Einzelhändlern. Hierfür musst Du nur über die Funktion „Barzahlen“ in der Comdirect-App einen Barcode generieren, mit dem Du dann bis zu 999 Euro (mindestens 50 Euro) pro Tag an der Kasse einzahlen kannst. Die Kosten unterscheiden sich nicht von denen bei Einzahlungen über die Commerzbank. 

Wie zahlst Du Bargeld bei der ING ein? 

Du kannst die Geldautomaten der ING nutzen, wenn Du Bargeld einzahlen willst. Dafür zahlst Du ein Prozent des eingezahlten Betrags, mindestens 2,50 Euro und maximal 7,50 Euro. Allerdings brauchst Du die Girocard der Bank dafür. Für die zahlst Du eine Gebühr von 1,49 Euro im Monat. Zudem kannst Du nur Scheine einzahlen. Die passenden Automaten findest Du über die Geldautomatensuche auf der Website der ING. Gutschriften bei Geldeinzahlungen am Automaten erfolgen nach etwa einem Werktag.

Eine Alternative zum Einzahlen von Bargeld am Automaten sind Einzelhändler, die mit Viacash zusammenarbeiten. Dazu gehören zum Beispiel Rewe, Penny, DM und Rossmann. Mit der ING-App erzeugst Du einen Barcode über die Funktion „ING Bargeld“ und zeigst den an der Kasse des jeweiligen Händlers vor. Für diesen Service berechnet Dir die ING allerdings ein Entgelt von 1,5 Prozent des Einzahlungsbetrags.

Eine weitere Option, um Bargeld einzuzahlen, sind die Filialen der Reisebank. Hier kannst Du bis zu 25.000 Euro (keine Münzen) einzahlen. Dafür bezahlst Du eine Gebühr von 9,50 Euro für 5.000 Euro. Diese Gebühr wird dann von Deinem Einzahlungsbetrag abgezogen.

Wie zahlst Du Bargeld bei Filialbanken ein?

Bist Du Kunde bei einer Filialbank wie der Commerzbank, der Deutschen Bank, Santander oder bei einer Sparkasse oder Volks- und Raiffeisenbank, hast Du mehrere Möglichkeiten, Bargeld einzuzahlen. Du kannst zwischen Geldautomaten, Kassenschalter und Safebags wählen. Zudem arbeiten auch Filialbanken mit Viacash zusammen. 

Kannst Du Bargeld am Automaten einzahlen? 

Du kannst Bargeld über Automaten einzahlen, wenn der jeweilige Automat eine Einzahlfunktion hat. Ob das bei einem Automaten in Deiner Nähe der Fall ist, erfährst Du über die Suchfunktion auf der Website Deiner Bank. Willst Du Münzen statt Scheine einzahlen, solltest Du vorher kontrollieren, ob das bei dem Automaten ebenfalls klappt.

Beachte: Bist Du Kunde einer Sparkasse, dann kannst Du nur Bargeld bei anderen Sparkassen einzahlen, wenn diese dem Einzahlverbund angehören. Hier ist die Liste der teilnehmenden Sparkassen.

Wie zahlst Du Bargeld am Kassenschalter ein? 

Eine andere Möglichkeit ist das Einzahlen von Banknoten und Münzen über eine Bankmitarbeiterin am Schalter. Je nach Kontomodell ist das jedoch oft mit Gebühren verbunden – schau Dir daher vorher das Preis- und Leistungsverzeichnis Deiner Bank an. Die Gutschrift auf das Konto erfolgt in der Regel am selben Tag (§ 675t BGB). 

Bevor Du das Geld an eine Bankmitarbeiterin übergibst, zähle vorsichtshalber nochmal nach und lass Dir einen Einzahlungsbeleg aushändigen. 

Was kosten Dich Bargeldeinzahlungen?

Wie hoch die Gebühr für das Einzahlen von Bargeld ist, hängt nicht nur von der jeweiligen Bank ab. Es kann auch Unterschiede zwischen den Kontomodellen geben. 

Gebühren und Limits bei Bargeldeinzahlungen

 GebührenTageslimit für Einzahlungen
C24

Smart Konto (0 € p. M.)

Cash im Shop: 1,75 %

Reisebank: 7,50 € bis 5.000 €, darüber 15 €

Cash im Shop: zwischen 50 € und 999,99 €

Reisebank: zwischen 1.000 € und 25.000 €

NorisbankDeutsche Bank, Postbank: 0 € 
ING

Geldautomaten: 1 % des Einzahlungsbetrags

ING Bargeld: 1,5 % des Einzahlungsbetrags

Geldautomaten: max. 5.000 € (inkl. ING Bargeld)

ING Bargeld: zwischen 50 € und 999,99 € sowie max. 50 Münzen

DKB

Cash im Shop: 1,5 % des Einzahlungsbetrags

Reisebank: 1 % des Einzahlungsbetrags

Cash im Shop: zwischen 50 € und 999,99 €

Reisebank: zwischen 1.000 € und 25.000 €

Comdirect

ersten drei Einzahlungen pro Kalenderjahr: kostenlos, ab der vierten Transaktion: 4,90 €

Konto ist im Minus: kostenlos

Bargeld plus: kostenlos

Cash im Shop: zwischen 50 € und 999,99 €
ConsorsbankReisebank: 9,50 € je angefangene 5.000 €Reisebank: zwischen 1.000 € und 25.000 €
Sparkasse BerlinGiro Digital (4,95 € p. M.)
Geldautomaten: kostenlos
Kassenschalter: 2 €
Einzahlung pro Safebag: 7,50 €
 
Deutsche BankAktivKonto (6,90 € p. M.)
Geldautomaten: kostenlos
Kassenschalter: 4 € zuzüglich 0,70 € pro Münzrolle
Cash im Shop: 1,5 % des Einzahlungsbetrags
 
CommerzbankGirokonto (4,90 € p. M.)
Geldautomaten: kostenlos
Kassenschalter: 3,90 € pro Vorgang
 
Volksbank MittelhessenVolksbank Basic (1,00 € p. M.)
Geldautomaten: 1 € pro Vorgang
Kassenschalter: 2 € pro Vorgang
 

Quelle: Websites der Anbieter, Stand: 28. April 2026

Was ist beim Einzahlen von Bargeld noch wichtig?

Neben Deiner eigenen Bank und deren Partnern hast Du weitere Möglichkeiten, Bargeld einzuzahlen.

Wie zahlst Du Bargeld über Coinstar ein? 

Du kannst Kleingeld nicht nur am Schalter oder Bankautomaten einzahlen, sondern auch an einem Coinstar-Automaten. Coinstar ist ein amerikanisches Unternehmen, das weltweit über 23.000 Münzautomaten betreibt. In Deutschland gibt es mehr als 2.500 Automaten – überwiegend in Supermärkten wie Kaufland, Rewe oder Edeka.

Um den Einzahlservice von Coinstar zu nutzen, musst Du mit Deinem Bargeld zu einem Automaten gehen und es auf das dortige Tablett legen. Im nächsten Schritt drückst Du auf die Starttaste, stimmst den Nutzungsbedingungen zu und akzeptierst die Gebühr von knapp zehn Prozent des Umsatzes plus einer Extragebühr von 25 Cent. Wenn alles geklappt hat, erhältst Du einen Wertbon mit dem Einzahlbetrag abzüglich der Gebühr. Mit diesem gehst Du dann zur Kasse und lässt Dir den Betrag entweder in bar auszahlen oder mit Deinem Einkauf verrechnen.

Bargeld bei einer anderen Bank einzahlen? 

Du kannst Dein Bargeld zum Teil auch bei anderen Banken mit Filialen einzahlen. Allerdings wird das in den meisten Fällen teurer sein als die Möglichkeiten, die Dir Deine eigene Bank anbietet. 

Wie zahlst Du ausländisches Bargeld ein?

Solltest Du mal mit Bargeld in einer anderen Währung als Euro aus dem Urlaub zurückkommen, dann kannst Du es entweder über Deine Hausbank, bei Wechselstuben oder über die Reisebank eintauschen.

Der wohl einfachste Weg, ausländisches Geld einzuzahlen, läuft über Deine Hausbank. Du musst hierzu zum Kassenschalter einer Filiale gehen und es umtauschen. Die Bank zahlt Dir dann das umgetauschte Geld auf Dein Konto ein. Welchen Wechselkurs sie dafür nutzt, hängt von der jeweiligen Bank ab.

Ein anderer Weg ist der über die Reisebank. Über sie kannst Du Dein ausländisches Geld umtauschen und es anschließend auf Dein Konto einzahlen lassen.

Beachte: Bei einem Währungsumtausch verlangen Deine Hausbank sowie die Reisebank eine Gebühr. Möglicherweise kommen Transaktionsgebühren hinzu. Sollte sich aufgrund der zu hohen Kosten der Umtausch für Dich nicht lohnen, dann kannst Du  Deine Restdevisen bei der Welthungerhilfe spenden. Mehr Informationen findest Du hier.

Kannst Du Bargeld für andere einzahlen?

Du kannst Dein Bargeld aufs Konto einer anderen Person einzahlen. Das geht zum Teil über die eigene Bank oder über die Reisebank. Aber auch Geldtransferservices wie Westernunion oder Moneygram bieten diesen Service an, sogar über die Landesgrenze hinweg. Informier Dich vorher über die Gebühren.

Ab wann musst Du einen Herkunftsnachweis erbringen?

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) fordert einen Herkunftsnachweis bei Bargeldeinzahlungen ab 2.500 Euro beziehungsweise 10.000 Euro. Damit soll Geldwäsche bekämpft werden. Dabei unterscheidet die Bafin zwischen Gelegenheitskunden und Bankkunden.

Gelegenheitskunden sind Einzahler, die kein eigenes Konto bei der Bank haben. Sie müssen bereits ab 2.500 Euro einen Herkunftsnachweis erbringen. Bankkunden – also Einzahler mit eigenem Konto bei der Bank – müssen das hingegen erst ab 10.000 Euro.

Herkunftsnachweise, aus denen die Barauszahlung hervorgeht, könnten zum Beispiel sein:

  • aktueller Kontoauszug
  • Sparbuch
  • Verkaufs- und Rechnungsbelege
  • Testament oder Erbschein
  • Schenkungsverträge und -anzeige

Kannst Du die Herkunft des Geldes nicht nachzuweisen, dann lehnt die Bank die Transaktion womöglich ab.

Wie zahlst Du Bargeld am besten ein?

Inzwischen hast Du bei Filialbanken und bei vielen Direktbanken unterschiedliche Möglichkeiten, Bargeld günstig oder gar kostenlos einzuzahlen. Bietet Dir Deine Bank keine Möglichkeit an, wird es schnell teuer.

Dann kann womöglich ein bankenunabhängiger Drittanbieter eine Lösung sein – falls einer in Deiner Nähe vertreten ist.

Am Ende solltest Du nicht die einfachste Lösung vergessen – vor allen bei kleineren Bargeldsummen: Zück beim Bezahlen einfach die Scheine aus Deiner Brieftasche statt die Karte. Dann erledigt sich das Problem mit der Zeit von selbst.

Autoren
Salim Rehan

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