Deine Schadenfreiheitsklasse hat direkte Auswirkungen auf die Höhe des Preises Deiner Kfz-Versicherung. Je höher die Schadenfreiheitsklasse, desto niedriger ist der Beitrag. Der Grund: Versicherer gehen davon aus, dass Autofahrende mit einer höheren Schadenfreiheitsklasse weniger Unfälle verursachen, somit ein geringeres Risiko darstellen und sie daher weniger kosten.
Mit jedem unfallfreien Jahr hebt Dich Dein Versicherer eine SF-Klasse nach oben. So erhöht sich Dein Schadenfreiheitsrabatt (SF-Rabatt) auf Deinen Versicherungsbeitrag.
Reguliert Dein Versicherer hingegen einen Schaden für Dich, wirst Du zurückgestuft – häufig sogar um mehrere SF-Klassen, nicht nur um eine. Wie stark die Rückstufung ist, hängt von der Rückstufungstabelle Deines Versicherers ab. Die Folge: Dein Beitrag steigt im kommenden Jahr.
Beispiel:
- vor dem Unfall: SF 10
- nach einem Schaden: je nach Tarif z. B. SF 3 oder SF 4
Für die beiden Wagen, Zweitwagen und Erstwagen, nimmt der Versicherer diese jährliche Einstufung unabhängig voneinander vor. Bedeutet: Wenn Du mit einem der Fahrzeuge einen Unfall hattest und entsprechend SF-Klassen verlierst, wirkt sich das nicht auf die SF-Klasse des anderen Fahrzeugs aus.
Ausführlich kannst Du Dich dazu in unserem Ratgeber zu Schadenfreiheitsklassen informieren. Hier in aller Kürze: Das System spüren besonders junge Fahrer und Fahrerinnen. Weil sie noch eine geringe SF-Klasse haben, ist ihr Beitrag hoch. Wer bei der Kfz-Versicherung noch keine schadenfreien Jahre nachweisen kann, fängt mit der teuren Klasse 0 an. Für Fahranfänger oder junge Fahrer kann es daher besonders vorteilhaft sein, das Auto als Zweitwagen der Eltern zu versichern. Dann können sie zumindest in SF-Klasse 1/2 einsteigen. Sind sie alt genug, unter Umständen sogar noch höher. Mehr dazu liest Du im Abschnitt zu Sparen mit Zweitwagen als Fahranfänger.