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Inhalt
Wenn Du eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) zu einem günstigen Kaufpreis bekommen kannst, ist das eine gute Investition, eine sinnvolle Geldanlage. Nutzt Du zuhause selbst erzeugten Solarstrom, senkt das Deine Stromrechnung. Und auch für überschüssigen Strom bekommst Du Geld.
Doch zu Beginn kostet eine Solaranlage erst mal viel Geld, bei einem Einfamilienhaus oft 10.000 bis 35.000 Euro. Wenn Du so viel nicht auf der hohen Kante hast, stellt sich die Frage: Lohnt es sich, eine PV-Anlage zu finanzieren? Wir zeigen Dir, wann welche Finanzierungsoptionen infrage kommen. Zum Beispiel gibts mit dem KfW-Programm 270 einen staatlichen Förderkredit für Solaranlagen. Allerdings ist der nicht unbedingt empfehlenswert.
Wenn Du in eine PV-Anlage investierst, kannst Du in vielen Fällen mit einer Rendite von rund vier bis sieben Prozent pro Jahr rechnen. Das zeigen unsere Musterrechnungen über einen Zeitraum von 20 Jahren. Grundvoraussetzung dabei ist, dass Du einen beträchtlichen Teil des erzeugten Solarstroms selbst verbrauchen kannst. Dafür wiederum sollte Dein jährlicher Strombedarf bei wenigstens 3.000 Kilowattstunden (kWh) liegen. Außerdem musst Du die PV-Anlage günstig kaufen – unsere Faustregeln dazu findest Du im Ratgeber Photovoltaik.
Wenn Du nur über eine mittelmäßige Bonität, also Kreditwürdigkeit, verfügst, dann lohnt sich eine Finanzierung Deiner PV-Anlage oft nicht. Verlangt die Bank zum Beispiel fünf, sechs oder sieben Prozent Kreditzinsen, dann fressen die Zinsen für das geliehene Geld die Rendite der Solaranlage wieder auf.
Deshalb empfehlen wir Dir eine PV-Finanzierung nur unter ganz bestimmten Umständen. Aus finanzieller Sicht lohnt sich das nur, wenn Du die Solaranlage zu einem besonders günstigen Preis kaufen kannst und sie Dir auf lange Sicht hohe Stromkosten-Ersparnisse oder Einkünfte durch Stromverkauf beschert. Da das von Haushalt zu Haushalt sehr unterschiedlich ist, solltest Du Dich zu diesem Punkt besonders gut informieren. Lass Dich im Zweifel unabhängig beraten, bevor Du eine Finanzierung für eine PV-Anlage eingehst.
Außerdem müssen die Kreditzinsen günstig sein, damit sich Finanzieren lohnt. Grob gesagt sollte der effektive Jahreszins möglichst nicht über vier Prozent liegen, aber auch hier kommt es auf den konkreten Fall an.
Ganz allgemein gilt: Geld für eine Investition, wie hier in Photovoltaik, solltest Du Dir nur leihen, wenn Du über ein stabiles Einkommen verfügst und Dir keine Sorgen um Deine finanzielle Situation machen musst.
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Weil eine Finanzierung immer Kosten verursacht, ist die beste Finanzierunglösung Dein eigenes Vermögen. Falls Du genügend Geld angespart hast, beispielsweise auf einem Tagesgeldkonto oder Festgeldkonto, dann solltest Du für den PV-Anlagen-Kauf darauf zurückgreifen. Natürlich nur, solange dieses Geld nicht Dein Notgroschen ist und Du es auf absehbare Zeit nicht anderweitig benötigst.
Wenn Du Deine PV-Anlage direkt aus eigener Tasche bezahlst, nennt man das Eigenkapital. Im Vergleich zur einer Finanzierung sparst Du Dir dabei die Kreditzinsen. Du kannst auch nur einen Teil der Kosten für Deine PV-Anlage durch eigenes Geld decken. Wenn Du für den Rest einen Kredit aufnimmst, heißt das Teilfinanzierung.
In einigen Städten, Gemeinden und Landkreisen gibt es Förderprogramme für Photovoltaikanlagen und Stromspeicher. Je nach Region winken Zuschüsse von einigen Hundert bis hin zu mehreren Tausend Euro. Erkundige Dich deshalb unbedingt im Vorfeld, ob ein Förderprogramm für Dich infrage kommt. Falls ja, sparst Du dadurch eine Menge Geld. In unserem Ratgeber zur PV-Förderung findest Du eine Übersicht zu Förderprogrammen in Deinem Bundesland.
Eine PV-Finanzierung ist nur unter Einschränkungen zu empfehlen, das haben wir weiter oben schon erwähnt. Im Folgenden fassen wir Dir die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten einmal zusammen und ordnen ein, in welchen Fällen diese nicht sinnvoll sind.
Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) ist eine öffentlich-rechtliche Förderbank, bei der Du Kredite und Zuschüsse für Dein Bauvorhaben bekommen kannst. Zur Förderung von Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern hat die Bank das Programm KfW 270 „Erneuerbare Energien – Standard“ aufgelegt. Dank der Konditionen des KfW-Kredits 270 sollen Solaranlagen unabhängig vom Wohnort zinsgünstig finanziert werden können.
Den KfW-Kredit kannst Du zur Finanzierung einer PV-Anlage allein, mitsamt Batteriespeicher oder nur für einen Batteriespeicher beantragen. Gefördert werden neben den reinen Produktkosten auch die Kosten für Planung und Installation der Anlage. Für gebrauchte Anlagen gibt es einen Förderkredit, wenn die Anlage noch kein volles Jahr am Netz ist oder wenn Du eine ältere Anlage so modernisierst, dass sich ihre Leistung erhöht.
Zu den Konditionen des Förderkredits KfW 270 gehört eine Laufzeit zwischen fünf und 20 Jahren. Der effektive Jahreszins des KfW 270 Kredits liegt abhängig von Laufzeit und Risikoklasse für PV-Dachanlagen zwischen 3,27 Prozent und 11,39 Prozent (Stand: 12. Januar 2026).
Wie gut die Zinskonditionen für die Photovoltaik-Finanzierung bei der KfW für Dich konkret sind, hängt von Deiner Risikoklasse ab. Die Bank schätzt, wie hoch das Risiko ist, dass Du den Kredit nicht zurückzahlen kannst. Die Risikoklassen reichen von A bis I. Je höher Deine Risikoklasse, desto höher ist der Zins, den die KfW für diesen Kredit verlangt.
| Risikoklasse | effektiver Jahreszins |
|---|---|
| A | 3,27 % |
| B | 3,68 % |
| C | 3,99 % |
| D | 4,51 % |
| E | 5,13 % |
| F | 5,86 % |
| G | 6,38 % |
| H | 7,54 % |
| I | 9,99 % |
Angegeben ist jeweils der günstigste Effektivzins unter mehreren verfügbaren Laufzeiten.
Quelle: KfW Programm 270 „Erneuerbare Energien – Standard“ (Stand: 12. Januar 2026).
Tagesaktuell findest Du die Konditionen auf Website der KfW.
Die für Dich geltenden Konditionen für das KfW-Programm 270 hängen von Deiner finanziellen Situation ab, die Banken nennen das Bonität. Deine Bonität ermittelt nicht die KfW selbst, sondern deren Finanzierungspartner, also etwa Deine Hausbank, über die auch der Kreditvertrag abgeschlossen wird. Willst Du das Programm nutzen, solltest Du die Antragsunterlagen über den Förderassistenten der KfW vorbereiten. Wende Dich anschließend an Deine Hausbank, noch vor dem Kauf der PV-Anlage. Sie reicht Deinen Antrag bei der KfW ein und schließt nach deren Bewilligung den Kreditvertrag mit Dir ab.
Es kann passieren, dass Du den Kredit nur zu einem sehr hohen Zinssatz bekommst. Vielleicht ist Deine Bonität nicht die beste oder hat sich in letzter Zeit verschlechtert. Letzteres kann zum Beispiel passieren, wenn Du schon mal eine Immobilie finanziert hast und damals bei der Aufnahme des Kredits noch einen langfristigen Angestelltenjob hattest. In der Zwischenzeit hast Du aber Deine Arbeitszeit reduziert, Dich selbstständig gemacht oder Du orientierst Dich gerade beruflich um.
Wenn Du die PV-Anlage schon per Kredit finanzieren möchtest, dann vergleiche die KfW-Zinsen unbedingt mit den Zinsen für einen üblichen Ratenkredit. Die hohen Zinssätze im Vergleich zu einem klassischen Baukredit machen die KfW 270 Konditionen eher unattraktiv.
Eine weitere Hürde ist: Als Privatpersonen bekommst Du den KfW-Kredit für Photovoltaik nur schwer. Die KfW vergibt ihn nicht direkt, sondern arbeitet mit Finanzierungspartnern zusammen. Das sind Geschäftsbanken und Sparkassen. Du bist auf diese Geldinstitute angewiesen – nicht alle vermitteln den Kredit. Ohne eine größere Finanzierung, etwa einer Immobilie, ist der Photovoltaik-Kredit der KfW unserer Einschätzung nach kein besonders lohnendes Geschäft für die Banken.
Im März 2025 haben wir in einer Stichprobe bei einigen Banken nachgefragt, ob Privatpersonen den KfW-Kredit für Photovoltaik (270) bei ihnen bekommen. In dieser Stichprobe boten nur zwei Banken den Kredit an, jeweils ab einer Kreditsumme von mindestens 25.000 Euro:
| Bank | KfW-Kredit „Erneuerbare Energien – Standard (270)“ für Privatpersonen |
|---|---|
| BHW Bausparkasse | nein |
| Commerzbank | nein |
| DKB (Deutsche Kreditbank) | ja, ab 25.000 Euro Kreditsumme |
| GLS Bank | nein |
| ING-DiBa | nein |
| Postbank | nein |
| Hypovereinsbank (Unicredit) | ja, ab 25.000 Euro Kreditsumme |
Quelle: Finanztip-Recherche (Stand: 11. März 2025).
Die KfW betont auf Finanztip-Anfrage, dass in der Vergangenheit nicht nur Unternehmen, sondern auch viele Tausend Privatpersonen den Kredit erhalten hätten. Insgesamt handelt es sich aber um eher große PV-Projekte: Im Schnitt lag die durchschnittliche Kreditsumme in den vergangenen Jahren im hohen fünf- bis sechsstelligen Bereich, wie unsere Tabelle zeigt. Viel mehr, als eine PV-Anlage für ein Einfamilienhaus normalerweise kostet.
| Jahr | Gesamtanzahl Kredite | gesamte Kreditsumme | durchschnittliche Kreditsumme pro PV-Anlage |
|---|---|---|---|
| 2021 | 6.377 | 293 Mio. Euro | 45.946 Euro |
| 2022 | 5.643 | 425 Mio. Euro | 75.315 Euro |
| 2023 | 1.350 | 172 Mio. Euro | 127.407 Euro |
| 2024 | 110 | 5,5 Mio. Euro | 50.000 Euro |
Quelle: Förderreport KfW, eigene Berechnungen (Stand: 11. März 2025)
Im ersten Schritt solltest Du bei Deiner Bank fragen, ob sie den Photovoltaik-Kredit KfW 270 anbietet. Vielleicht kennt Dein erster Gesprächspartner diesen Kredit gar nicht oder schlägt direkt eine andere Finanzierungsmöglichkeit vor. Lass nicht locker und frag nach, ob es in der Bank eine Expertin oder einen Experten für KfW-Förderkredite gibt, um dieses Thema zu besprechen. Wenn Du bereits Kundin oder Kunde der Bank bist, dürftest Du bessere Chancen haben.
Alternativ bietet auch die KfW selbst an, Dir einen geeigneten Finanzierungspartner zu vermitteln. Nutze dafür die Online-Beratungsanfrage.
Anstatt über die KfW zu gehen, werden Dir viele Banken lieber ihre eigenen Kreditangebote schmackhaft machen wollen. Das ist grundsätzlich auch eine Option für die Finanzierung Deiner Solaranlage. Unter Umständen ist ein Bankkredit günstiger als der KfW-Förderkredit. Vergleiche die Konditionen bei den unterschiedlichen Kreditformen und wähle den für Dich günstigsten Weg. Nutze unseren Kreditvergleich, um passende Angebote zu finden.
Zwei Arten von Krediten sind zu unterscheiden:
Unsere Anbieter-Empfehlung: Verivox, Finanzcheck, Smava, Check24
Ein Baukredit bietet günstigere Konditionen als ein Rahmenkredit, aber die meisten Banken vergeben ihn erst ab einer Kreditsumme von 50.000 Euro. Trotzdem gibt es zwei Optionen, um einen Baukredit für die Finanzierung einer Photovoltaikanlage zu nutzen:
Wenn Du noch einen alten Bausparvertrag hast, in den Du bereits seit einigen Jahren einzahlst, solltest Du ihn Dir bei der Finanzierung Deiner Photovoltaikanlage ebenfalls genau anschauen. Im besten Fall ist der Vertrag bereits zuteilungsreif und bietet einen günstigen Zins. Du kannst Dir dann das Guthaben und das Bauspardarlehen auszahlen lassen, um Deine Immobilie zu finanzieren – oder eben die PV-Anlage, falls so eine Verwendung im Vertrag erlaubt ist.
Vorteil des Bauspardarlehens ist auch, dass Du es relativ flexibel zurückzahlen kannst. Schau Dir also Deine Bausparunterlagen an und informiere Dich darüber, wie Du den Vertrag zur Auszahlung bringen kannst. Ist der Zinssatz des Bauspardarlehens so gar nicht interessant, kannst Du auch auf das Bauspardarlehen verzichten.
Eine günstige Photovoltaikanlage findest Du, indem Du mehrere Angebote einholst und vergleichst. Besonders einfach funktioniert das mit einer Anfrage über Vergleichsportale im Internet. Hier kommst Du schnell in Kontakt mit mehreren Fachfirmen gleichzeitig.
Nach dem Finanztip-Test 2024 empfehlen wir, mit Selfmade-Energy zu starten. Dieses Vergleichsportal für Photovoltaik hat in unserer Untersuchung am meisten überzeugt.

Solarrechner
Vermittlungsportale liefern keinen direkten Angebotsvergleich, sondern Kontaktanfragen direkt von Anbietern. Wenn Du mehrere Portale gleichzeitig anfragst, musst Du damit rechnen, in kurzer Zeit zahlreiche Kontaktanfragen zu erhalten. Geh daher lieber schrittweise vor. Nutz eine unserer zwei weiteren Empfehlungen, Photovoltaik-Angebotsvergleich oder Solaranlagen-Portal.

Als Alternative kannst Du Solarfirmen vor Ort ansprechen. Vielleicht haben Nachbarn oder Bekannte gute Erfahrungen mit einer Firma gemacht. Bei der Suche helfen die Datenbank mit Solarfirmen des Bundesverbands Solarwirtschaft und die Fachbetriebssuche des Zentralverbands der deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH).
Vergleich mehrere Angebote gründlich miteinander, bevor Du Dich entscheidest. Verlass Dich nicht blind auf berechnete Renditen.
Auch für unsere Empfehlungen gilt: Bleib kritisch bei den vermittelten Solarfirmen. Sie sind Deine Verhandlungs- und Vertragspartner, die Beratungsqualität und die Qualität der angebotenen Komponenten können schwanken. Sichere Dich ab, indem Du keine hohe Anzahlung leistest. Vereinbar lieber, dass der größte Teil oder sogar die komplette Rechnung erst fällig wird, wenn die funktionierende Anlage auf Deinem Dach ist.
Mehr zu unseren Empfehlungen und wie wir sie getestet haben, haben wir für Dich auf einer eigenen Übersichtsseite zusammengestellt.
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