Altersvorsorgedepot-Rechner

Das Altersvorsorgedepot soll eine neue, staatlich geförderte Möglichkeit sein, privat fürs Alter vorzusorgen. Dabei investierst Du Dein Geld langfristig am Kapitalmarkt, zum Beispiel in ETFs. Im Ruhestand wird das angesparte Vermögen dann schrittweise ausgezahlt.

Doch wie viel bringt Dir ein Altersvorsorgedepot wirklich – und was kosten Dich Gebühren am Ende? Unser Rechner zeigt Dir, wie stark Kosten Deinen Depotwert im Alter beeinflussen können und wie viel Förderung tatsächlich bei Dir ankommt.

Jan Scharpenberg
Jan Scharpenberg
Experte Rente
Aktualisiert am 26. März 2026
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Jan Scharpenberg
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Experte Rente
Aktualisiert am 26. März 2026
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Häufige Fragen zum Altersvorsorgedepot

Was ist ein Altersvorsorgedepot?

Ein Altersvorsorge-Depot soll ein staatlich gefördertes Depot sein, mit dem man privat fürs Alter über Kapitalmärkte sparen kann. Es ist geplant, dass Sparer während der Ansparphase Geld einzahlen und dieses in Wertpapiere wie Fonds oder ETFs investieren, um Rendite zu erzielen. Im Ruhestand soll dann eine Auszahlphase folgen, in der das angesparte Kapital meist monatlich ausgezahlt wird. Das Depot soll eine Weiterentwicklung der Riester-Rente sein und eine einfachere Förderung sowie bessere Renditechancen bieten. 
Die Einführung ist ab dem 1. Januar 2027 geplant. Das Altersvorsorge-Depot ist als zentraler Baustein der Reform der privaten Altersvorsorge gedacht und soll Dir ermöglichen, einfacher als mit Riester mit staatlicher Förderung am Kapitalmarkt zu investieren. 

Alle Infos im Detail findest Du auch in unserem Ratgeber zum Altersvorsorgedepot

Wie funktioniert die staatliche Förderung beim Altersvorsorgedepot?

Die staatliche Förderung soll über Zulagen, Steuerersparnisse oder eine Kombination aus beidem erfolgen. Für Einzahlungen bis 360 Euro pro Jahr ist geplant, dass der Staat Dir 50 Prozent Zuschuss zahlt, also maximal 180 Euro jährlich. 
Für weitere Einzahlungen bis insgesamt 1.800 Euro sollst Du zusätzlich 25 Prozent erhalten, also bis zu 360 Euro. Damit soll die maximale Zulage bei 540 Euro pro Jahr liegen. 

Hast Du Kinder, sollst Du zusätzlich vom Kinderzuschlag profitieren können. Der Zuschlag soll 300 Euro pro Kind pro Jahr betragen. Du wirst ihn Stand jetzt erhalten, wenn Du mindestens 25 Euro im Monat einzahlst. Auf das Jahr gesehen sind das 300 Euro. Über die Kinderzulage bekommst Du nach den aktuellen Plänen für jeden eingezahlten Euro, einen Euro Förderung vom Staat.  


Zusätzlich soll eine steuerliche Förderung möglich sein, etwa über die Steuererklärung
Die Förderung orientiert sich am Riester-System, soll aber transparenter und für viele Sparer finanziell attraktiver ausgestaltet sein. Maßgeblich für die Attraktivität des Altersvorsorgedepots wird unter anderem sein, welche Kosten die Anbieter verlangen werden oder dürfen. 

Alle Infos im Detail findest Du auch in unserem Ratgeber zum Altersvorsorgedepot

Für wen lohnt sich das Altersvorsorgedepot?

Ein Altersvorsorge-Depot soll sich vor allem für Personen lohnen, die die Förderung bekommen können und langfristig fürs Alter sparen möchten. Stand jetzt sollen sowohl sozialversicherungspflichtig Angestellte aber auch alle Selbstständigen förderberechtigt sein. Das Depot soll also wesentlich mehr Personen erreichen können, als das bisherige Riester-System . Förderberechtigt sollen neben Arbeitnehmer, Selbstständigen auch Auszubildende und Beamte sein. Auch Personen in Elternzeit, mit Krankengeld oder Arbeitslosengeld I sollen weiterhin gefördert werden. 
Auch eine mittelbare Förderung über Partner oder ihre Partnerin soll möglich sein. 

Alle Infos im Detail findest Du auch in unserem Ratgeber zum Altersvorsorgedepot

 

Komme ich vor der Rente an das Geld im Altersvorsorgedepot?

Das Geld im Altersvorsorge-Depot soll grundsätzlich erst im Ruhestand ausgezahlt werden. Das Konzept sieht eine klare Trennung zwischen Ansparphase und Auszahlphase vor. Während der Ansparphase soll das Geld investiert bleiben und Rendite erwirtschaften. Entnimmst Du vor Deinem 65. Geburtstag Geld aus dem Altersvorsorgedepot, sollst Du Förderungen und Steuervorteile analog zur Riester-Rente zurückzahlen müssen. 
Erst danach soll eine regelmäßige Auszahlung erfolgen, typischerweise monatlich. Damit ist das Kapital zweckgebunden für die Altersvorsorge vorgesehen. Spätestens mit 70 wirst Du es nach den aktuellen Plänen entnehmen müssen.


Alle Infos im Detail findest Du auch in unserem Ratgeber zum Altersvorsorgedepot

Welche Rolle spielen Kosten beim Altersvorsorgedepot?

Kosten haben großen Einfluss darauf, wie stark Dein Vermögen über die Jahre wachsen kann. Für das Altersvorsorge-Depot sollen die Effektivkosten maximal 1 Prozent pro Jahr für die verschiedenen Standardprodukt betragen. Im ersten Gesetzesentwurf, waren noch 1,5 Prozent für das Standardprodukt vorgesehen. Die neue Kostengrenze soll sowohl für die Standardprodukte der marktwirtschaftlichen Anbieter als auch für das Standardprodukt. das der Staat nun anbieten möchte, gelten. Das Standardprodukt oder umgangssprachlich auch Standarddepot, ist das Produkt dass die Anbieter Dir immer werden anbieten müssen. Aus Finanztip-Sicht ist diese Grenze jedoch weiterhin deutlich zu hoch, weil selbst scheinbar kleine Gebühren über viele Jahre einen großen Teil der Rendite auffressen können. Deshalb wird sich sich Finanztip auch weiterhin dafür einsetzen, die erlaubten Kosten auf maximal 0,5 Prozent zu senken und zwar für alle Produkte und nicht nur das Standardprodukt. Dazu haben wir auch eine Petition für niedrigere Gebühren beim Altersvorsorge-Depot gestartet.


Alle Infos im Detail findest Du auch in unserem Ratgeber zum Altersvorsorgedepot

Wie wirken sich Steuern auf das Altersvorsorgedepot aus?

Beim Altersvorsorge-Depot soll es während der Ansparphase steuerliche Vorteile geben können. Zum Beispiel sollst Du während der Ansparphase keine Steuern auf Deine Gewinne zahlen müssen. Auch Förderung soll unter anderem über Steuerersparnisse erfolgen, die über die Steuererklärung geltend gemacht werden können. Das nennt sich Günstigerprüfung. Alternativ oder ergänzend sollen Zulagen direkt in das Depot fließen. In der Auszahlphase im Ruhestand soll das angesparte Kapital dann versteuert werden. Damit folgt das Modell dem Prinzip, dass Steuern im Alter weniger ins Gewicht fallen, weil Du beispielsweise kein Gehalt mehr beziehst. Die steuerliche Ausgestaltung orientiert sich am bisherigen Riester-System, soll aber einfacher verständlich und planbarer sein.

Alle Infos im Detail findest Du auch in unserem Ratgeber zum Altersvorsorgedepot