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3.000 € Dividende im Monat: So viel Kapital brauchst Du wirklich

3.000 € extra im Monat – ganz ohne zu arbeiten? Klingt verlockend. Wir haben nachgerechnet, wie viel Kapital Du dafür brauchst – und warum selbst 2 Mio. € nicht immer reichen.

Timo Halbe
Timo Halbe Geldanlage
3.000 € Dividende im Monat: So viel Kapital brauchst Du wirklich

Du hättest gern regelmäßige Einnahmen, ohne aktiv dafür arbeiten zu müssen? Mit ETFs ist das theoretisch möglich – am besten mit sogenannten Dividenden-ETFs. Sie schütten im Gegensatz zu normalen Aktien-ETFs mehr Geld als üblich an Dich aus.

Den Unterschied haben wir uns im ersten Teil der Serie bereits genauer angeschaut. Und sind dort zu dem Ergebnis gekommen: Für ein passives Einkommen von 1.000 €/Monat brauchst Du circa 1 Mio. € Startkapital. In diesem Teil erhöhen wir das Wunsch-Einkommen auf 3.000 €/Monat.

Wie viel musst Du für 1.000 € passives Einkommen investieren?

Auch hierfür ist vor allem die Ausschüttungsrendite des ETFs entscheidend – also wie viel Dividende er im Verhältnis zum investierten Geld zahlt. Selbst bei Dividenden-ETFs mit vergleichsweise hohen Ausschüttungen brauchst Du vor allem eins: sehr viel Geld.

Je nach ETF reicht selbst ein Startkapital von 2 Mio. € nicht aus, um auf 3.000 € im Monat zu kommen. In der folgenden Tabelle siehst Du, wie viel Dividende bestimmte ausschüttende ETFs pro Jahr auszahlen würden.  

Wir haben dabei mit der aktuellen Ausschüttungsrendite aus dem vergangenen Jahr gerechnet – künftig kann die Dividende natürlich höher oder niedriger ausfallen: 

Hinweis: Alle genannten Beträge sind Brutto-Ausschüttungen, es wird also noch Abgeltungssteuer fällig. Außerdem schütten die ETFs die Dividenden nur quartalsweise aus – Du musst Dir die Summe dann manuell pro Monat z. B. aufs Tagesgeldkonto überweisen.

Vorsicht: Warum Dividenden kein echtes Gehalt sind

Auch wenn 5.000 € pro Monat nach einem soliden Einkommen klingen, ersetzen sie nicht einfach Dein Gehalt. Es gibt ein paar Dinge, die Du unbedingt bedenken solltest: 

  • Steuern: Dividenden sind Kapitalerträge und werden anders besteuert als Dein Gehalt – in der Regel zahlst Du ca. 26 % Abgeltungssteuer. Das kann günstiger sein als Dein persönlicher Steuersatz, den Du auf Arbeitseinkommen, aber:
  • Krankenversicherung: Wenn Du Deinen Job komplett aufgeben und nur von Dividenden leben möchtest, musst Du zusätzlich Beiträge zur Krankenversicherung und Pflegeversicherung auf Deine Kapitalerträge zahlen
  • Schwankungen: Dividenden sind kein garantiertes Einkommen, da sie von Jahr zu Jahr unterschiedlich ausfallen können. Auch die Kurse der ETFs schwanken. Dein Vermögen kann zwischenzeitlich deutlich im Wert fallen 

Unser Tipp: Langfristig Geld anlegen 

Wenn Du langfristig 3.000 € passives Einkommen im Monat anpeilst, zeigt der Vergleich klar die Größenordnung: Du brauchst mindestens 2 Mio. € Kapital und einen Dividenden-ETF. In einem normalen ETF ohne Dividendenfokus ist die Ausschüttung zu gering.

Trotzdem raten wir Dir, nicht ausschließlich auf Dividenden-ETFs zu setzen. Für den langfristigen Vermögensaufbau sind breit gestreute ETFs meist sinnvoller. Die laufenden Ausschüttungen fallen dort zwar meist geringer aus, dafür steht die breite Streuung und Gesamtrendite im Vordergrund. Außerdem solltest Du das ausgeschüttete Geld unbedingt wieder investieren, um den Zinseszinseffekt voll auszuschöpfen.

Du suchst noch nach dem richtigen ETF?

Um Dir überhaupt ein passives Einkommen aufbauen zu können, brauchst Du zuerst ein gutes Depot. Wir empfehlen Dir aktuell elf Depotangebote. Jeweils am besten sind Traders Place (Preis-Leistung) und Comdirect (Leistung).

In unserem ETF-Vergleich findest Du dann alle unsere ETF-Empfehlungen. Wir raten Dir hier unter anderem zum Vanguard FTSE Developed World (IE00BK5BQV03), iShares MSCI ACWI (IE00B6R52259) und SPDR MSCI ACWI (IE00B44Z5B48).

Unser ETF-Finder hilft Dir, den für Dich passenden ETF auszuwählen.

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Von Anna Karolina Stock, und Giulia Tita
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