Am wichtigsten bei Deiner BU ist eine ausreichende Rentenhöhe. Außerdem solltest Du die Rente zum Berufsstart anheben können. Lass Dir unbedingt von einem Versicherungsmakler oder einer Versicherungsmaklerin helfen. Die Beratung ist für Dich kostenfrei.
Wie hoch sollte die Berufsunfähigkeitsrente im Studium sein?
Finanztip empfiehlt Dir eine Anfangsrente von mindestens 1.500 bis 2.000 Euro. Diese Rente sollte reichen, um im Krankheitsfall den Lebensunterhalt zu finanzieren. Im Studium hast Du in der Regel noch kein hohes oder gar kein Einkommen. Mehr als 2.000 Euro BU-Rente lassen die Versicherer für Studierende zunächst meist nicht zu.
Allerdings kostet eine höhere Rente mehr Beitrag. Beginn daher mit einer niedrigeren BU-Rente, wenn Du Dir mehr zunächst nicht leisten kannst: beispielsweise 1.000 Euro. Sobald Du in den Beruf startest, solltest Du die Rente aber gegen einen Preisaufschlag erhöhen.
Wie hoch sollte Deine BU-Rente später im Beruf sein?
Finanztip rät Berufstätigen zu einer BU-Rentenhöhe in Höhe von 80 Prozent ihres Nettoeinkommens. Es ist sehr wichtig, dass Deine BU-Rente im Notfall ausreichend hoch ausfällt. Denn Du musst davon im schlimmsten Fall nicht nur Deinen Lebensunterhalt absichern, sondern auch etwas für Deine Altersvorsorge anlegen.
Wie kannst Du Deine BU-Rente nachträglich erhöhen?
Erhöhen kannst Du die BU-Rente mit der sogenannten Nachversicherungsgarantie. Damit erlaubt Dir der Versicherer, zu bestimmten Anlässen die vereinbarte Rente zu erhöhen. Dazu gehören:
Du solltest die BU-Rente ohne erneute Gesundheitsprüfung und ohne erneute Risikoprüfung erhöhen können. Heißt: Die Versicherung verzichtet darauf, erneut Deinen Gesundheitszustand und Deinen Beruf zu überprüfen. Letzteres bedeutet auch, dass die Versicherung nicht prüft, ob Du einen risikoreicheren Beruf hast. Das ist besonders wichtig, wenn Du etwa nach einem BWL-Studium einen neuen Weg einschlägst, wie als Sportler oder als Handwerkerin.
Wie sollte Dein Studium versichert sein?
Achte auch im Vertrag darauf, dass Dein Studium als tatsächliche Beschäftigung versichert ist. Dann zahlt die Versicherung auch, wenn Du zu krank bist, um zu studieren und deswegen Dein Studium unterbrechen oder abbrechen musst.
Denn bei Berufstätigen springt eine BU ein, wenn sie ihren Beruf wegen einer Krankheit oder wegen eines Unfalls nicht mehr ausüben können. Deine aktuelle Berufstätigkeit ist aber Dein Studium. Manche Versicherungen sehen vor, anstelle Deines Studiums Deinen Zielberuf zu versichern. In dem Fall würdest Du möglicherweise keine Rente bekommen, wenn Du aus gesundheitlichen Gründen nicht weiter studieren könntest. Die Versicherung prüft dann nämlich nur, ob Du noch den Beruf ausüben kannst, den Du als Zielberuf angegeben hast.
Was bedeutet die abstrakte Verweisung?
Meide unbedingt Versicherungstarife, die eine sogenannte abstrakte Verweisung in ihren Bedingungen vorsehen. Bei einer Berufsunfähigkeit könnte Dich die Versicherung sonst auf eine andere Fachrichtung oder später auf einen anderen Beruf verweisen.
Mit dieser Regelung würdest Du erst dann eine Berufsunfähigkeitsrente bekommen, wenn Du gar keinem Studienfach mehr nachgehen kannst. Du bekommst dann keine BU-Rente, wenn Du noch etwas anderes studieren kannst. Hast Du bis dato Medizin studiert, würdest Du im Zweifel keine Leistungen bekommen, wenn Du zum Beispiel noch in der Lage bist, Theaterwissenschaften zu studieren.
Bleibst Du geschützt, wenn Du etwas anderes studierst?
Ja, wenn es in Deinem Vertrag steht. Achte dort darauf, dass sich Dein Beitrag nicht erhöht, wenn Du das Studienfach wechselst.
Was gilt bei Jobwechsel oder gefährlichen Hobbys für Deine BU?
Wähle einen Tarif ohne Anzeigepflicht. Dadurch bleiben die Beiträge gleich hoch, selbst wenn Du nach dem Studium einen risikoreichen Beruf ausübst. Das Gleiche gilt für gefährliche Hobbys wie Tauchen oder Fallschirmspringen. Auch dafür sollte es keine Anzeigepflicht geben.
Das Problem: Bist Du dazu verpflichtet und die Versicherung bewertet einen Beruf schlechter oder ein neues Hobby als gefährlicher, musst Du höhere Beiträge zahlen.
Was ist, wenn Du in einen weniger riskanten Job wechselst?
Dagegen sollte der Tarif vorsehen, dass Deine Beiträge heruntergestuft werden können, wenn Du in einen risikoärmeren Beruf wechselst.
Medizinstudenten zahlen zum Beispiel häufig höhere Beiträge als Jura-Studenten. Vermutlich schätzt die Versicherung das Risiko, als Medizinerin berufsunfähig zu werden, höher ein als bei einem Juristen. Daher solltest Du auch günstigere Beiträge zahlen, wenn Du zu einem risikoärmeren Beruf oder Studium wechselst. Ob Dein neuer Beruf weniger risikoreich bewertet wird, solltest Du direkt bei der Versicherung erfragen. Du kannst auch Deinen Makler fragen.