Juniordepot ETF-Sparplan: So findest Du das beste Kinderdepot

Nadine Graf
Nadine Graf
Expertin Geldanlage
Unsere Empfehlungen
Beste-Preis-Leistung
Weitere sehr günstige Juniordepots
Scalable Capital| Kinderdepot
Finanzen.net Zero| Kinderdepot
Flatex| Depot für Minderjährige
Trade Republic| Kinderdepot

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Von den Finanztip-Experten unabhängig getestet
So hat unsere Expertenredaktion ausgewählt

Das Wichtigste in Kürze

  • Damit Dein Kind mit einem finanziellen Polster ins Erwachsenenleben starten kann, solltest Du bereits direkt nach der Geburt mit dem Sparen beginnen.
  • Dafür hast Du verschiedene Möglichkeiten. Am besten eignen sich günstige Aktienfonds. Sie versprechen deutlich mehr Rendite als etwa ein Sparbuch.
  • Für die Gewinne aus der Geldanlage kann Dein Kind seine eigenen Steuerfreibeträge nutzen.

Wenn Du Dein Kind beim Start ins Erwachsenenleben finanziell unterstützen möchtest, lohnt es sich, für sie oder ihn von klein auf Geld anzulegen. Wenn Du langfristig und mit guter Rendite sparen möchtest, solltest Du in günstige Aktienfonds investieren. Das lohnt sich und ist simpel. Das Wertpapierdepot, das Du dafür brauchst, kannst Du als separates Depot eröffnen – auf den Namen Deines Kindes. Was Du dabei beachten solltest, erklären wir hier. 

Wo findest Du ein gutes Wertpapierdepot für Kinder?

Ein gutes Depot für Kinder findest Du mit unserem Juniordepot-Vergleich. Der Vergleich baut auf unserer Untersuchung von klassischen Depots und Brokern auf. In der Vergleichstabelle findest Du alle Anbieter aus unserem normalen Depot-Vergleich, die auch ein Online-Juniordepot anbieten. Neun der 13 Juniordepots gehören zu unseren Empfehlungen.

Mit dem Juniordepot-Vergleich zum passenden Anbieter 

Die Auswahl erfolgt nach verbraucherfreundlichen Finanztip-Kriterien, sortiert nach Preis-Leistungs-Bewertung. Mehr erfahren.

Hinweis zum Depot-Vergleich

Der Finanztip-Depot-Vergleich basiert auf Daten von Banken, die wir selbst über die Websites der Anbieter, Preis- und Leistungsverzeichnisse und Abfragen bei den Anbietern gesammelt haben. Die Daten werden von uns monatlich kontrolliert und aktualisiert. Wir übernehmen keine Gewähr und Haftung für die Richtigkeit und Aktualität der hier bereitgestellten Informationen.

Die Reihenfolge der Depots in der Tabelle wird durch ein Scoring vorgegeben, Du hast die Wahl zwischen der Bewertung von Preis-Leistung, Kosten und Leistung. Beim Scoring spielen zum Beispiel folgende Konditionen eine Rolle: Verwahrgebühren, Ordergebühren, Anzahl von Handelsplätzen, Angebot der von Finanztip empfohlenen ETFs, Sparplanfunktion, Steuerinformationen oder Zinsen auf dazugehörigen Konten. Alle Empfehlungen erfolgen redaktionell unabhängig.

Das Depot von N26 wird aktuell mit null Punkten bewertet. Grund dafür sind aktuelle Maßnahmen der Bafin gegen diese Bank.

Die Auswahl der Depots erhebt keinen Anspruch auf einen vollständigen Marktüberblick. Wir nennen nur Depots, die deutschlandweit eröffnen werden können. Außerdem zeigen wir nur Anbieter, bei denen (1) das Depot komplett online eröffnet und geführt werden kann, (2) die Depotführung kostenlos ist oder durch Bedingungen wie die Ausführung eines Sparplans, bestimmte Wertpapiertransaktionen oder einen monatlichen Geldeingang auf dem dazugehörigen Girokonto kostenfrei gestellt werden kann, (3) neben ETFs auch Einzeltitel (also Aktien oder Anleihen) im selben Depot gehandelt werden können, (4) es die Möglichkeit gibt, automatische Sparpläne auf ETFs im selben Depot einzurichten, (5) es einen automatischen Abzug der deutschen Abgeltungssteuer gibt, (6) es keine Mindesteinlage gibt und (7) der Markteintritt nicht weniger als drei Monate her ist. 

Wie hat Finanztip die Empfehlungen für Juniordepots ausgesucht?

Die Konditionen der empfohlenen Juniordepots sind die gleichen wie bei den Depots für Erwachsene der jeweiligen Anbieter. Einige Anbieter lassen bei ihrem Juniordepot nur den Handel mit komplexen Finanzprodukten nicht zu.

Wird Dein Kind volljährig, erhält es bei den empfohlenen Anbietern weiter gute Konditionen. Denn wir empfehlen auch die klassischen Depots dieser Anbieter. Sollten in der Zukunft unerwartete Gebührenerhöhungen kommen, kannst Du das Depot übrigens auch zu einem anderen Anbieter umziehen.

Musst Du selbst Kunde sein, um ein Juniordepot zu eröffnen?

Bei den meisten der von uns empfohlenen Anbietern kannst Du für Dein Kind ein Depot eröffnen, ohne selbst Kundin oder Kunde zu sein. Bei Scalable Capital, Trade Republic, Traders Place und Finanzen.net Zero ist es hingegen notwendig, dass beide Elternteile Kunden sind oder werden, um ein Juniordepot zu eröffnen. Details zu den Anbietern liest Du weiter unten im Kapitel Wie richtest Du das Juniordepot ein?.  Berücksichtige bei Deiner Entscheidung auch, ob Du und der andere Elternteil selbst ein Depot bei einem der Anbieter haben. 

Die Gebührenunterschiede sind nicht derart groß, dass Du das Kinderdepot deshalb unbedingt woanders eröffnen müsstest. Wenn Du mit Deinem Anbieter zufrieden bist und Geldangelegenheiten gerne an einem Ort regelst, kannst Du das Kinderdepot daher auch dort einrichten.

Traders Place
Traders Place

Kinderdepot

  • sehr niedrige Gebühren: Käufe und Verkäufe für 0 Euro (ab 500 Euro Anlagebetrag, sonst 0,95 Euro) über Gettex
  • alle Sparpläne ohne Kaufgebühr
  • Konto und Wertpapierverwahrung liegen bei der Baader Bank
  • Handel an allen deutschen Börsen möglich
Scalable Capital Logo
Scalable Capital

Kinderdepot

  • niedrige Gebühren: Käufe und Verkäufe für 99 Cent (über Handelsplätze EIX oder Gettex)
  • alle Sparpläne ohne Kaufgebühr
  • Depot bei Scalable Capital, Verrechnungskonto bei Scalable Capital Bank
  • auch Handel über Xetra möglich (ab 5,49 Euro)
  • Geld auf dem Verrechnungskonto kann in Geldmarktfonds liegen
Finanzen_net-Zero
Finanzen.net Zero

Kinderdepot

  • Bei Einmalanlagen: 0 € ab einem Anlagebetrag von 500 €, sonst 1 €
  • ETF-Sparpläne ohne Kaufgebühr
  • Depotführung kostenlos
Logo Flatex
Flatex

Depot für Minderjährige

  • bei Einmalanlage: ETF-Kauf direkt bei der Fondgesellschaft für 5,90 Euro Gebühr. Kauf über Börsenplatz Tradegate Exchange für 7,90 Euro.
  • ETF-Sparpläne ohne Kaufgebühr
  • Depotführung kostenlos
ING

Direkt-Depot Junior

  • bei Einmalanlage: reguläre Gebühren von 4,90 € plus 0,25 % des Orderbetrags, maximal 69,90 €
  • ETF-Sparpläne ohne Kaufgebühr
  • Depotführung kostenlos
Consorsbank

Junior-Depot

  • bei Einmalanlage: reguläre Gebühren von 4,95 € plus 0,25 % des Orderbetrags, minimal 9,95 €, maximal 69 €
  • ETF-Sparpläne ohne Kaufgebühr
  • Depotführung kostenlos
Traderepublic
Trade Republic

Kinderdepot

  • niedrige Gebühren: Kauf und Verkauf von ETFs für 1 Euro
  • ETF-Sparpläne ohne Kaufgebühr
  • Depotführung kostenlos
Logo S Broker
S Broker

Depot für Minderjährige

  • bei Einmalanlage: 5,47 € bis zu einem Anlagebetrag von 1.000 €. Darüber: 5,47 € plus 0,25 % des Anlagebetrags (max. 54,99 €).
  • Sparplan für 1,25 % der Sparrate
  • Depotführung kostenlos mit Wertpapier-Sparplan oder 1 Trade pro Quartal oder 10.000 Euro Depotvolumen
Comdirect

Juniordepot

  • bei Einmalanlage: reguläre Gebühren von 4,90 € plus 0,25 % des Orderbetrags, minimal 9,90 €, maximal 59,90 €
  • Sparplan für 1,5 % der Sparrate
  • Depotführung kostenlos mit Wertpapier-Sparplan oder 2 Trades pro Quartal, sonst 1,95 € pro Monat ab dem 7. Monat

Wie funktioniert die Frühstart-Rente?

Die Frühstart-Rente ist eine staatliche Förderung für die Altersvorsorge von Kindern in Deutschland. Langfristig sollen alle Schulkinder zehn Euro im Monat bekommen, die in einem speziellen Depot angelegt werden. Ab 2027 soll es mit der Frühstart-Rente losgehen. Viele Details dazu sind noch unklar, da das Gesetz zur Förderung erst beschlossen wird (Stand: Januar 2026).  

Wer profitiert von der Frühstart-Rente?

Zielgruppe der Frühstart-Rente sind Personen zwischen sechs und 17 Jahren, die in Deutschland zur Schule gehen oder eine andere Bildungseinrichtung besuchen. Beginnen soll die Förderung aber nur für Kinder, die 2020 geboren sind. Jüngere Jahrgänge sollen nach und nach folgen.  

Eingeführt werden soll die Frühstart-Rente voraussichtlich ab dem 1. Januar 2027. Wer 2026 berechtigt war, sie zu bekommen, soll rückwirkend Zahlungen ab dem Stichtag 1. Januar 2026 erhalten. Mehr über die aktuellen Pläne der Regierung liest Du in unserem Ratgeber zur Frühstart-Rente.  

Ersetzt die Frühstart-Rente ein Juniordepot?

Nein, es ist sinnvoll neben der staatlichen Förderung für den Nachwuchs im Juniordepot vorzusorgen. Die Zahlungen der Frühstart-Rente werden voraussichtlich nicht ausreichen, um den Bedarf der Berechtigten im Alter zu decken. Außerdem sind Juniordepots, die unabhängig von der staatlichen Förderung eröffnet werden, flexibler. Laut den Plänen der Regierung sollen die staatliche Förderung und alle Erträge daraus bis zum Renteneintritt für Auszahlungen gesperrt sein. Sind die Kinder älter, können sie also kein Geld aus dem Frühstart-Renten-Depot entnehmen, um es zum Beispiel für den Führerschein oder die Ausbildung zu verwenden.

Was musst Du bei Steuer, Krankenkasse und Bafög beachten?

Bei einem Kinderdepot können Steuern anfallen und Einkommensgrenzen können für die Krankenversicherung oder die staatliche Ausbildungsförderung (Bafög) relevant werden. Wir erklären Dir, worauf es bei Steuern und Einkommensgrenzen ankommt.

Welche Steuern fallen für Anlegende an?

Als Privatanleger musst Du in Deutschland 25 Prozent Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge zahlen. Dazu kommen noch Solidaritätszuschlag und – wenn Du Kirchenmitglied bist – Kirchensteuer. Kapitalerträge sind etwa Zinsen, Gewinne aus Aktien und Dividenden. Allerdings gibt es einen Sparerpauschbetrag, bei Singles in Höhe von 1.000 Euro pro Jahr, bei Verheirateten sind es 2.000 Euro pro Jahr. Bis zu dieser Grenze sind Kapitalerträge steuerfrei.

Welche Steuern fallen an, wenn Du im eigenen Depot sparst? 

Sparst Du für Dein Kind in Deinem eigenen Depot, rechnet das Finanzamt Dir auch die Erträge zu. Wenn Du selbst hohe Kapitalerträge hast, könnte es daher sein, dass Du über die Grenze von 1.000 Euro kommst und Abgeltungssteuer zahlen musst. Bei den von uns empfohlenen Aktien-ETFs musst Du 70 Prozent des Gewinns versteuern, also von ausgeschütteten Dividenden und eventuellen Gewinnen beim Verkauf von ETF-Anteilen.

Welche Steuern fallen bei einem Juniordepot an? 

Läuft das Depot dagegen auf den Namen Deines Kindes, zählen auch die Erträge zu seinen Einkünften. Da auch Dein Nachwuchs einen eigenen Freibetrag in Höhe von 1.000 Euro hat, wäre insgesamt mehr Gewinn möglich, ohne Abgeltungssteuer zahlen zu müssen.

In beiden Fällen musst Du bei der Bank einen Freistellungsauftrag stellen. Dann führt sie keine Abgeltungssteuer an das Finanzamt ab – höchstens bis zum jährlichen Freibetrag von 1.000 Euro. Hast Du mehrere Depots bei verschiedenen Banken, kannst Du sowohl Deinen als auch den Freibetrag des Kindes aufteilen.

Wann reicht der Sparerpauschbetrag nicht aus?

Die Gewinne aus Aktien-ETFs übersteigen den Freibetrag in der Regel erst beim Verkauf der Wertpapiere oder bei hohen Anlagesummen.

Nehmen wir an, dass Du für Dein Kind monatlich 100 Euro in einen Aktien-ETF investierst, der Dividenden wieder anlegt. Bei einem gleichbleibenden Wertzuwachs von rund fünf Prozent pro Jahr wären die Anteile nach fünf Jahren etwa 6.800 Euro wert, nach 15 Jahren rund 26.500 Euro. Würdest Du schon nach fünf Jahren verkaufen, läge der Gewinn bei 800 Euro, nach 15 Jahren bei 8.500 Euro. Nur im zweiten Fall wären Steuern fällig, weil die Gewinne die Grenze von 1.000 Euro übersteigen würden.

Besparst Du einen Aktien-ETF, der Dividenden ausschüttet, müssten die Anteile bei zwei Prozent Dividende pro Jahr rund 50.000 Euro wert sein, um die Grenze von 1.000 Euro überhaupt zu erreichen. Diesen Wert hätten die Anteile nach rund 23 Jahren, wenn Du monatlich 100 Euro investierst und der jährliche Wertzuwachs rund fünf Prozent beträgt. Darüber brauchst Du Dir also erst mal keine Gedanken machen, wenn Du mit keinem oder wenig Kapital startest.

Die Beispiele treffen nur zu, wenn Dein Kind keine anderen Kapitalerträge hat. Diese müsstest Du dazurechnen. Außerdem haben wir zur Vereinfachung die Vorabpauschale nicht berücksichtigt. Aufgrund dieser Pauschale ist jährlich ein kleiner Betrag an Steuern vorab bei ETFs fällig, die Dividenden wieder anlegen. Wie ETFs besteuert werden, liest Du im Ratgeber zu ETF-Steuern. Mit dem Finanztip-Sparplanrechner kannst Du außerdem herausfinden, wie lange Du mit verschiedenen Sparraten und Zinsen sparen musst, um Dein Ziel zu erreichen.

Wie kannst Du den Grundfreibetrag nutzen?

Wenn Du erwartest, dass die Depotwerte Deines Kindes mehr als 1.000 Euro Gewinn pro Jahr abwerfen, solltest Du eine Nichtveranlagungsbescheinigung beim Finanzamt beantragen. Wenn Du diese bei der Bank einreichst, behält sie selbst dann keine Steuern ein, wenn die Kapitalerträge Deines Kindes den Freibetrag übersteigen. Die Bescheinigung gilt in der Regel für drei Jahre.

Die Nichtveranlagungsbescheinigung zeigt an, dass Dein Kind voraussichtlich keine Einkommensteuer zahlen muss. Das ist der Fall, wenn es mit seinen Einkünften unter dem jährlichen Grundfreibetrag bleibt. Dieser wird jedes Jahr neu festgelegt. Im Jahr 2024 lag er bei 11.784 Euro, 2025 sind es 12.096 Euro und für 2026 wird er 12.348 Euro betragen. Bis zu diesem Betrag müssen Steuerpflichtige keine Steuern zahlen.

Insgesamt wären für Deinen Nachwuchs im Jahr 2025 somit Kapitalerträge bis zu 13.132 Euro steuerfrei, wenn er keine anderen Einkünfte hat. Die Summe ergibt sich aus dem Grundfreibetrag von 12.096 Euro, dem Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro und dem Sonderausgaben-Pauschbetrag von 36 Euro.

Krankenkasse: Welche Einkommensgrenzen gibt es für Kinder?

Wenn Du gesetzlich krankenversichert bist, hast Du Dein Kind wahrscheinlich beitragsfrei mitversichert. Solange es keine oder nur geringe eigene Einkünfte hat, kann es in der Familienversicherung bleiben. Verdient der Nachwuchs selbst zu viel, muss er sich selbst versichern. Im Jahr 2025 liegt die Einkommensgrenze bei 535 Euro im Monat und 6.420 Euro im Jahr. Somit könnte Dein Kind im Jahr 2025 Kapitalerträge bis zu 7.420 Euro erzielen, ohne aus der Familienversicherung zu fallen – vorausgesetzt, es hat keine anderen Einkünfte. Der Betrag ergibt sich aus der Einkommensgrenze von 6.420 Euro und dem Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro.

In der privaten Krankenversicherung gibt es – anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung – keine Möglichkeit, Kinder kostenfrei mitzuversichern. Deshalb spielen die Kapitalerträge Deines Kindes keine Rolle, wenn Ihr als Eltern beide privat krankenversichert seid. In der privaten Pflegeversicherung hingegen sind Kinder unter den gleichen Bedingungen wie in der GKV beitragsfrei mitversichert, also bis zur Einkommensgrenze der Familienversicherung.

Wie wirkt sich das Ersparte Deines Kindes auf das Bafög aus?

Wenn Dein Kind später studiert oder eine schulische Ausbildung macht, könnte es Anspruch auf Bafög haben – sofern das Einkommen von Dir und dem anderen Elternteil zu dem Zeitpunkt niedrig ist. Hat Dein Nachwuchs dann aber selbst Erspartes, müsste er einen Teil davon unter Umständen aufbrauchen, bevor die staatliche Förderung einspringt. Der Freibetrag liegt seit 2023 bei 15.000 Euro. In diesem Fall würde er aber auch weniger oder keine Schulden machen, die er zurückzahlen muss. Ab dem 30. Geburtstag liegt der Bafög-Freibetrag sogar bei 45.000 Euro.

Ist Dein Kind noch sehr jung, solltest Du Dir über eine mögliche Bafög-Förderung keine Gedanken machen. Denkbar ist, dass beispielsweise in einem Jahrzehnt veränderte gesetzliche Bedingungen gelten. Das lässt sich nicht voraussagen.

Was ist beim Kindergeld zu beachten?

Das Einkommen Deines Kindes hat keinen Einfluss darauf, ob Du Kindergeld bekommst. Es gibt auch keine Grenze mehr für volljährige Kinder. Diese hat der Gesetzgeber 2012 abgeschafft. Seitdem ist entscheidend, ob das volljährige Kind zum Beispiel noch in der Schule oder Ausbildung ist, einen Arbeitsplatz sucht oder einen Freiwilligendienst ableistet. Wann und wie lange Du Kindergeld erhältst, haben wir im Ratgeber zum Kindergeld für Dich zusammengefasst.

Wie richtest Du das Juniordepot ein?

Ein Depot eröffnen kannst Du nur für Kinder, deren gesetzliche Vertreterin beziehungsweise deren gesetzlicher Vertreter Du bist. Großeltern dürfen also in der Regel kein Depot für ihre Enkel eröffnen. Bei der Comdirect und der Consorsbank geht dies mit einer Vollmacht der Sorgeberechtigten.

Welche Dokumente brauchst Du für die Depoteröffnung?

Welche Dokumente Du brauchst, hängt davon ab, welche Beziehung Du zum anderen Elternteil hast. Bei allen Banken müssen sowohl Nicht-Verheiratete als auch Alleinstehende belegen, dass sie das Sorgerecht für das Kind haben.

Es kommt bei den Dokumenten auch darauf an, ob Du selbst schon Kundin oder Kunde bei der Bank bist. Falls nicht, musst Du auch Deine eigenen Daten angeben. Dafür brauchst Du Deinen Personalausweis oder Reisepass und Deine Steuer-ID.

Auch die Steuer-ID Deines Kindes solltest Du bereithalten. Diese verschickt das Bundeszentralamt für Steuern etwa zwei Wochen nach der Geburt des Kindes. Zusätzlich brauchst Du eine Kopie der Geburtsurkunde. Ist Dein Kind 16 Jahre oder älter, benötigst Du zusätzlich eine Kopie des Personalausweises. 

Worauf musst Du bei der Eröffnung eines Juniordepots achten?

Traders Place

Ein Juniordepot bei Traders Place kannst Du komplett digital eröffnen. Dafür müssen jedoch beide Sorgeberechtigten ein Depot bei Traders Place haben oder eines anlegen. Wer ein neues Depot bei Traders Place anlegt, kann sich per Videoident, Postident oder Online-Ausweisfunktion legitimieren.

Notwendige Unterlagen sind der Sorgerechtsnachweis und die Geburtsurkunde des Kindes. Ist das Kinderdepot eröffnet, können beide sorgeberechtigten Personen darüber verfügen. Auch das Kind kann auf sein Juniordepot zugreifen. Die Funktionen im Kinderaccount sind jedoch eingeschränkt, sodass das Kind selbst keine Transaktionen tätigen kann. 

Scalable Capital

Ein Juniordepot bei Scalable kannst Du komplett digital eröffnen. Dafür müssen jedoch beide Sorgeberechtigten ein Depot bei Scalable haben oder eines anlegen. Gibt es nur eine sorgeberechtigte Person, muss diese ein Depot haben oder anlegen. Eine Identifikation ist nur beim Eröffnen des Erwachsenendepots notwendig. Bist Du bereits Scalable-Kunde, ist keine weitere Identifikation notwendig. 

Achte darauf, dass Du für Dein Kind ein Depot beim Scalable Broker eröffnest. Das ist nicht zu verwechseln mit der Vermögensverwaltung „Scalable Wealth“, dem Robo-Advisor. 

Die Geburtsurkunde Deines Kindes kannst Du digital einreichen, dafür genügt ein Foto oder Scan des Originals. 

Finanzen.net Zero

Ein Kinderdepot bei Finanzen.net Zero kannst Du für Kinder bis zum Alter von 16 Jahren komplett digital eröffnen. Dafür müssen jedoch beide Sorgeberechtigten ein Depot bei Finanzen.net Zero haben oder eines anlegen. Gibt es nur eine sorgeberechtigte Person, ist die Eröffnung eines Kinderdepots aktuell nicht möglich (Stand: November 2025). 

Für eine Eröffnung müssen beide Sorgeberechtigten und das Kind ihre Meldeadressen und steuerliche Ansässigkeit in Deutschland haben. Die Geburtsurkunde Deines Kindes kannst Du digital einreichen, dafür genügt ein Foto oder Scan des Originals. 

Ist das Kinderdepot eröffnet, kann eine sorgeberechtigte Person mit einem separaten Login darüber verfügen. 

Flatex

Ein Juniordepot bei Flatex kannst Du aktuell nicht vollständig digital eröffnen (Stand: November 2025). Es ist notwendig, den PDF-Antrag per Post oder E-Mail zu versenden. Zudem muss die Geburtsurkunde des Kindes im Original oder als Kopie per Post versendet werden. 

Für die Eröffnung ist es nicht notwendig, dass beide Sorgeberechtigten ein Depot bei Flatex haben. Sie müssen sich jedoch legitimieren. Das funktioniert über Videoident oder Online-Ausweisfunktion. Unverheiratete Sorgeberechtigte müssen eine Sorgeerklärung oder eine Negativbescheinigung einreichen. Wer das alleinige Sorgerecht für das Kind hat, muss die Bescheinigung dafür einreichen. 

Ist das Kinderdepot eröffnet, können beide sorgeberechtigten Personen darüber verfügen. 

Comdirect

Ein Juniordepot bei Comdirect kannst Du komplett digital eröffnen. Für die Eröffnung ist es nicht notwendig, dass beide Sorgeberechtigten ein Depot bei Comdirect haben. Sie müssen sich jedoch legitimieren. Das funktioniert über Videoident, Postident oder die Online-Ausweisfunktion. Wer als Sorgeberechtigter bereits Comdirect-Kunde ist, kann sich mit den bestehenden Zugangsdaten und per Tan-Eingabe legitimieren. 

Alle Unterlagen können digital hochgeladen werden. Nötig sind die Geburtsurkunde des Kindes als Kopie und ab 16 Jahren ein Ausweis oder Reisepass des Kindes. Gegebenenfalls müssen auch die Bescheinigung über eine Namensänderung als Kopie eingereicht werden. Alleinerziehende oder unverheiratete Sorgeberechtigte benötigen außerdem eine Kopie des Sorgerechtsbeschlusses oder Negativtests. 

Ist das Kinderdepot eröffnet, können beide sorgeberechtigten Personen über Vollmachten darüber verfügen. Dafür müssen die Sorgeberechtigten nicht selbst Kunden von Comdirect sein. 

S Broker

Ein Juniordepot beim S Broker kannst Du nicht vollständig digital eröffnen. Es ist notwendig, den Eröffnungsantrag und die Geburtsurkunde per Post zu versenden.

Für die Eröffnung ist es nicht notwendig, dass beide Sorgeberechtigten ein Depot beim S Broker haben. Sie müssen sich jedoch legitimieren. Das funktioniert über Postident oder die Legitimation durch einen Sparkassenberater. 

Unverheiratete Sorgeberechtigte und Alleinerziehende müssen einen Sorgerechtsnachweis einreichen. Ist das Kinderdepot eröffnet, können beide sorgeberechtigten Personen darüber verfügen. 

Consorsbank

Ein Juniordepot bei der Consorsbank kannst Du nicht vollständig digital eröffnen. Es ist notwendig, den Eröffnungsantrag per Post zu versenden.

Für die Eröffnung ist es nicht notwendig, dass beide Sorgeberechtigten ein Depot bei der Consorsbank haben. Sie müssen sich jedoch legitimieren. Das funktioniert über Postident oder die Legitimation in einer Filiale. 

Unverheiratete Sorgeberechtigte müssen einen Sorgerechtsnachweis einreichen. Alleinerziehende eine Negativbescheinigung oder ein Scheidungsurteil. Ist das Kinderdepot eröffnet, können beide sorgeberechtigten Personen darüber verfügen. 

ING

Ein Juniordepot bei der ING kannst Du komplett digital eröffnen. Für die Eröffnung ist es nicht notwendig, dass beide Sorgeberechtigten ein Depot bei der ING haben. Sie müssen sich jedoch legitimieren. Das funktioniert über Videoident, Postident oder die Online-Ausweisfunktion. 

Alle Unterlagen können digital hochgeladen werden. Nötig ist in jedem Fall die Geburtsurkunde des Kindes als Kopie. Unverheiratete Sorgeberechtigte benötigen außerdem eine Kopie der Sorgerechtserklärung. Alleinerziehende benötigen außerdem eine Kopie des Sorgerechtsbeschlusses oder des Negativtests, der nicht älter als drei Monate sein darf. Gegebenenfalls können auch andere geeignete amtliche Nachweise erbracht werden. 

Ist das Kinderdepot eröffnet, können beide sorgeberechtigten Personen darüber verfügen. 

Trade Republic

Ein Juniordepot bei Trade Republic kannst Du komplett digital eröffnen. Dafür müssen jedoch beide Sorgeberechtigten ein Depot bei Trade Republic haben oder eines anlegen. Wer ein neues Depot anlegt, kann sich per Videoident legitimieren.
Notwendige Unterlagen sind der Sorgerechtsnachweis und die Geburtsurkunde des Kindes. Die Urkunde kann als Foto direkt in der App von Trade Republic hochgeladen werden. Ist das Kinderdepot eröffnet, können beide sorgeberechtigten Personen darüber verfügen.

Wie eröffnest Du ein Juniordepot?

Den Antrag für die Eröffnung des Kinderdepots füllst Du auf der Website oder in einem PDF-Dokument aus. Bei vielen Anbietern läuft die Eröffnung komplett digital ab, sodass Du verschiedene Dokumente als Scan oder Foto hochladen kannst. Bei manchen Depots jedoch musst Du den Antrag unterschrieben und zusammen mit allen Dokumenten per Post an die jeweilige Bank schicken. Ob digital oder nicht: Alle gesetzlich Vertretenden müssen die Unterlagen unterschreiben.

Sind die Sorgeberechtigten bereits Kunde bei dem jeweiligen Anbieter, können sie sich meist über ihr eigenes Depot identifizieren. Manche Anbieter bestehen darauf, dass beide Sorgeberechtigte selbst Kunde sind. 

Bei anderen Anbietern genügt es, wenn sich die Sorgeberechtigten zum Beispiel per Postident legitimieren. Dabei prüft ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin der Post die Identität anhand der Ausweise und Unterschriften. Schneller und einfacher geht es meist per Videoident – ein kurzer Videoanruf, in dem Du einem oder einer Mitarbeitenden der Bank Dein Gesicht sowie Deinen Ausweis zeigst. 

Was solltest Du beim Antrag beachten?

Im Antrag für das Depot musst Du angeben, ob Du bereits Kenntnisse und Erfahrungen im Wertpapierhandel hast. Die Banken müssen sicherstellen, dass Du weißt, was Du tust, wenn Du in Aktien investierst. Dazu sind sie gesetzlich verpflichtet.

Meist gibt es sechs Produktklassen, die sich durch das Verhältnis von Risiko und Renditeerwartung unterscheiden. Allgemein gilt: Je höher die Renditechancen, desto höher auch das Verlustrisiko. Während also etwa sichere Anleihen aktuell wenig bis keine Rendite bringen, bieten Aktien deutlich größere Chancen auf Wertzuwachs – aber eben auch ein höheres Verlustrisiko. 

Die breit aufgestellten Aktien-ETFs, die wir für die langfristige Geldanlage empfehlen, befinden sich in der Regel in Klasse 5 oder E. Auf der Skala der ING liegen Aktien-ETFs auf Stufe 2 von 5. Bei Flatex in der Klasse C.

Gibst Du an, dass Du bisher keine Kenntnisse oder Erfahrungen mit Aktien, Fonds und ETFs hast, musst Du ein paar Hürden überwinden, um an Deinen ETF zu kommen. Die Banken zeigen Dir in der Regel einen Warnhinweis, wenn Du in ein Produkt investieren willst, mit dem Du Dich nach Informationen der Bank nicht auskennst. 

Du kannst dann angeben, dass Du Anteile an dem Aktien-Indexfonds, etwa auf den MSCI World, trotzdem kaufen möchtest und anschließend die notwendigen Eingaben für den Wertpapierkauf machen.

Auch wenn diese Warnungen nervig sind, solltest Du sie ernst nehmen. Investiere nur, wenn Du verstanden hast, was für ein Wertpapier Du erwirbst und welche Risiken, zum Beispiel etwa Kursrisiken, sich daraus ergeben.

Wie legst Du mit dem Sparen los?

Bevor es losgehen kann, musst Du noch drei Dinge entscheiden: 

  • Welchen ETF besparst Du?
  • Investierst Du monatlich eine feste Summe oder legst Du einmalig eine größere an?
  • Und wie hoch soll der Betrag sein?

Wir empfehlen Dir, langfristig in einen ETF zu investieren, der den globalen Aktienmarkt abdeckt – und Dividenden wieder anlegt, damit der Zinseszinseffekt beim Vermögensaufbau hilft. Dafür infrage kommen ETFs, die den MSCI World, den FTSE Developed, den FTSE All-World oder den MSCI All Countries World abdecken. In ihnen stecken weit über 1.000 einzelne Aktien aus den wichtigsten Industrieländern, im All-World/All Countries zusätzlich aus Schwellenländern. Geeignet sind außerdem nachhaltige Indizes, die global aufgestellt sind.

Wie findest Du den passenden ETF fürs Juniordepot? 

Einen passenden ETF für jedes Depot findest Du mit unserem ETF-Finder. Alle unsere ETF-Empfehlungen sind prima fürs Sparen für Dein Kind geeignet.

Entscheidest Du Dich für einen Sparplan, mit dem Du monatlich Geld anlegst, musst Du noch die Sparrate festlegen. Bei den meisten Anbietern kannst Du ab 25 Euro im Monat in ETFs investieren, bei manchen sogar schon ab einem Euro. Welche Summe für Dich die richtige ist, hängt von Deiner individuellen Situation ab. Gleiches gilt, wenn Du einmalig investierst. Ein Sparplan ist besonders praktisch, weil Du Dich nach der erstmaligen Einrichtung nicht mehr regelmäßig darum kümmern musst.

Geld, das Du investieren möchtest, zieht die Bank von einem Verrechnungskonto ein. Dies bekommst Du zum Depot dazu. Auch Auszahlungen, etwa wenn Du Anteile verkaufst, gehen wieder auf dieses Konto. 

Sparst Du mit einem Sparplan für Deinen Nachwuchs, richte am besten einen Dauerauftrag ein, mit dem Du den Sparbetrag von Deinem Girokonto auf das Verrechnungskonto überweist.

Was geschieht, wenn Dein Kind volljährig wird? 

Sobald das Kind volljährig ist endet die Vollmacht für die Eltern. Das Kind muss sich dann noch einmal selbst bei der jeweiligen Bank identifizieren. Frage am besten kurz vor dem 18. Geburtstag bei Deinem Depotanbieter nach. Oft melden sich die Banken aber auch automatisch. Der Broker Flatex sendet zum Beispiel einen Monat vor dem Geburtstag automatisch einen Coupon für die Legitimation. 

Was ist beim Sparen im eigenen Depot zu beachten?

Möchtest Du für Dein Kind sparen, kannst Du natürlich auch Dein eigenes Depot nutzen. Die Vorteile: Wenn Du schon eins hast, musst Du kein neues eröffnen. Und Du hast die Möglichkeit, auch einen günstigen Online-Broker zu nutzen, der bisher keine speziellen Wertpapierdepots für Kinder anbietet. Mehr zu den Brokern erfährst Du in unserem großen Broker- und Depot-Vergleich.

Was sind Nachteile, wenn Du im eigenen Depot für ein Kind anlegst? 

Potenzielle Nachteile, wenn Du in Deinem eigenen Depot für Deinen Nachwuchs sparst, sind zum einen, dass Gewinne aus der Geldanlage Dein eigenes steuerlich relevantes Einkommen erhöhen. Hast Du selbst regelmäßig Kapitalerträge, überschreitest Du Deinen Sparerpauschbetrag unter Umständen schneller und musst dann Steuern zahlen. Du verzichtest mit dieser Variante zugleich darauf, die steuerlichen Freibeträge Deines Kindes zu nutzen.

Zum anderen würde Dein Kind wahrscheinlich nicht Dein komplettes Depot übernehmen, wenn es volljährig wird. In diesem Fall müsste es ein eigenes Depot eröffnen und Du ihm seine Anteile übertragen. Natürlich kannst Du auch ein Zweitdepot auf Deinen Namen eröffnen und dieses Deinem Nachwuchs zum 18. Geburtstag komplett übertragen. Über die Schenkungsteuer brauchst Du Dir dabei in der Regel keine Gedanken zu machen: Eltern können ihren Kindern alle zehn Jahre 400.000 Euro steuerfrei schenken.

Die folgende Tabelle gibt Dir einen Überblick über die Unterschiede zwischen den drei Möglichkeiten, Geld für Dein Kind in ETFs zu investieren: Du kannst ein Juniordepot im Namen des Kindes einrichten, das Geld für das Kind in Deinem eigenen Depot anlegen oder ein gesondertes Depot eröffnen, das auf Deinen Namen läuft.

Überblick: Drei Wege, Geld für Dein Kind anzulegen

 Juniordepot im Namen des KindesDepot der ElternZweitdepot im Namen der Eltern
Wem gehört das Depot und die Wertpapiere darin?KindEltern Eltern – mit getrennter Lagerung vom elterlichen Vermögen
Wie werden die Erträge versteuert?Sparerpauschbetrag und Grundfreibetrag des Kindes können genutzt werden.Kapitalerträge werden mit denen der Eltern versteuert.Kapitalerträge werden mit denen der Eltern versteuert.
Wer kann auf das Vermögen zugreifen?Eltern verwalten das Depot, Kind wird mit 18 Jahren alleiniger Inhaber oder Inhaberin.Eltern haben vollständige Kontrolle.Eltern haben vollständige Kontrolle.
Was passiert nach dem 18. Geburtstag des Kindes?Kind ist alleiniger Inhaber oder Inhaberin. Kind muss eigenes Depot eröffnen, um dort Wertpapiere empfangen zu können; Werte bis 400.000 Euro können Eltern ihren Kindern ohne Schenkungssteuer übertragen.Depot kann aufs Kind übertragen werden; Werte bis 400.000 Euro können Eltern ihren Kindern ohne Schenkungssteuer übertragen.
Wie flexibel können die Eltern über das Geld entscheiden?Vermögen gehört dem Kind, Eltern können es nicht anderweitig verwenden. Eltern können frei über das Vermögen verfügen. Eltern können frei über das Vermögen verfügen.

Quelle: Finanztip-Recherche, Stand: 2025

Wem gehört das investierte Geld?

Eröffnest Du für Deinen Nachwuchs ein Depot, gehört das Depot ihm – und somit auch das gesparte Geld. Du darfst es weder für seinen Unterhalt noch für eigene Zwecke ausgeben. Sowohl Kleidung für den Nachwuchs als auch Dein neues Auto musst Du von Deinem eigenen Geld zahlen. 

Investiere nur Geld für Dein Kind, das Du langfristig nicht brauchst oder das Dein Kind geschenkt bekommt. Es wäre auch eine Option, monatlich das Kindergeld oder einen Teil davon zu investieren.

Als Elternteil verwaltest Du das Geld Deines Kindes, bis es volljährig ist. Bis dahin bist Du verpflichtet, es im Sinne einer wirtschaftlichen Vermögensverwaltung anzulegen (§ 1642 BGB). Das heißt, dass Du auf Anlagen mit hohen Verlustrisiken, etwa Wetten auf Kursverläufe mit Optionsscheinen, verzichten solltest. Deshalb sind solche Anlagen bei unseren Empfehlungen sowieso ausgeschlossen. Wähle für die Geldanlage Deines Kindes am besten einen breit aufgestellten ETF.

Ab dem 18. Geburtstag kann Dein Kind dann selbst über sein Depot und die Wertpapiere verfügen – also ohne Deine Zustimmung entscheiden, was es mit dem Ersparten macht. Du hast dann auch keinen Zugriff mehr auf das Depot.

Warum solltest Du für Dein Kind am Aktienmarkt investieren?

Geld am Aktienmarkt anzulegen, hat einen klaren Vorteil gegenüber anderen Anlageformen wie Tagesgeld oder Festgeld: Deine Renditechancen sind größer. Wenn Du in Wertpapiere investierst, hast Du bestenfalls mehrere Prozentpunkte Wertzuwachs pro Jahr. Auf Tages- oder Festgeld gibt es zwar wieder höhere Zinsen als vor ein paar Jahren, langfristig dürften sie aber die Inflation nicht ausgleichen. Auch wenn Geld bei einigen Kontomodellen für Kinder verzinst wird, gilt das meist nur für geringe Beträge und ist damit kaum merklich. Das gute alte Sparbuch ist auch alles andere als lukrativ.

Wie kannst Du das Risiko senken? 

Tages- und Festgeld sind sicherer als Aktien, denkst Du Dir vielleicht. Das stimmt auch. Es wäre aber schade, deshalb auf Rendite zu verzichten, denn die Risiken des Aktienmarkts kannst Du leicht senken. Wichtig dabei sind eine breite Streuung des Geldes, eine lange Anlagedauer und Flexibilität bei der Auszahlung. Was Du zu den drei Punkten beachten solltest:

  1. Investiere in börsengehandelte Indexfonds (ETFs), statt Einzelaktien zu kaufen. So streust Du das Geld und damit Dein Risiko, wenn eine Einzelaktie sich nicht gut entwickelt. Ein solcher ETF kann zum Beispiel den Weltaktienindex MSCI World nachbilden – das globale Gegenstück zum deutschen Dax. Der MSCI World bildet so viele Unternehmen ab, dass sich Wertschwankungen von Aktien einzelner Firmen gut ausgleichen. Wie ETFs funktionieren und wie Du den passenden findest, erfährst Du in unserem Ratgeber Einfach und günstig in Aktien anlegen.
  2. Wenn Du Geld in einen ETF investierst, solltest Du mindestens zehn Jahre Zeit mitbringen. Damit gibst Du ihm die Möglichkeit, mögliche Verluste wieder auszugleichen. Finanztip-Berechnungen haben gezeigt, dass Anleger, die seit 1975 beliebige 15 Jahre einmalig in einen weltweiten ETF investierten, niemals Geld verloren haben. Mit einem Sparplan in Höhe von 100 Euro pro Monat wären im schlechtesten Fall rund 20 Jahre nötig gewesen.
  3. Beim Zeitpunkt der Auszahlung musst Du etwas flexibel sein. Du solltest keine Anteile verkaufen müssen, wenn die Kurse gerade niedrig sind. Am besten schaust Du schon einige Jahre vorher ins Depot, um zu planen. Soll das Geld zum Ausbildungs- oder Studienstart zur Verfügung stehen, kannst Du die Fondsanteile rechtzeitig verkaufen. Ist das Geld für einen Hauskauf oder die Altersvorsorge gedacht, sollte Dein Kind auch als Erwachsener investiert bleiben und sein Vermögen weiter wachsen lassen.

Welches Geld gehört nicht an den Aktienmarkt?

Grundsätzlich solltest Du am Aktienmarkt nur Geld investieren, auf das Du langfristig verzichten kannst. Du musst also weiterhin in der Lage sein, Deinen Lebensunterhalt zu bestreiten und auch unerwartete Ausgaben zu stemmen. Müsstest Du etwa Wertpapiere verkaufen, um ein kaputtes Auto zu ersetzen, wäre das ärgerlich – vor allem wenn die Kurse gerade niedrig sind. Für solche Ausgaben solltest Du ein Tagesgeldkonto haben.

Wenn Du für Dein Kind auf seinen Namen sparst, sind die Bedingungen noch strenger: Du darfst nicht an das Geld ran – selbst wenn Du knapp bei Kasse bist. Denn das auf seinen Namen investierte Geld gehört ihm. Stell also sicher, dass Du tatsächlich auf das Geld verzichten kannst, das Du für Dein Kind anlegst.

Geldgeschenke von Verwandten kannst Du ohne Weiteres auf den Namen Deines Kindes anlegen. Du musst nicht erfragen, ob sie damit einverstanden sind. Lohnen kann es sich aber, denn vielleicht wollen sich Großeltern oder Tanten und Onkel ja sogar direkt an einem Sparplan beteiligen.

Einen Teil des Geldes, das sich bis zum 18. Geburtstag ansammelt – zu Taufe, Geburtstagen oder bestandenen Prüfungen – solltest Du auf einem Extrakonto parken. Das betrifft Geld, das Dein Kind zu einem bestimmten Zeitpunkt unbedingt zur Verfügung haben soll, etwa für ein Freiwilligenjahr oder den Führerschein. Damit senkst Du das Schwankungsrisiko, das an der Börse immer besteht.

Dafür eignen sich Tagesgeldkonten oder eine Festgeldanlage. Beides kannst Du bei einigen Banken auch für Deinen Nachwuchs abschließen. Entscheidest Du Dich dafür, achte darauf, dass die Banken unsere Stabilitätskriterien erfüllen.

Was bringt es, bereits ab Geburt für Dein Kind zu sparen?

Der Faktor Zeit kann Dir enorm helfen, wenn Du früh loslegst. In 18 Jahren kannst Du einiges ansparen, Zinsen kassieren und den Zinseszinseffekt nutzen. Das veranschaulicht auch unser Sparplanrechner. Nehmen wir mal an, Du eröffnest ein paar Monate nach der Geburt Deines Kindes einen Sparplan auf dessen Namen. Dabei hast Du beispielsweise ein Startkapital von null Euro, aber eine monatliche Rate von 150 Euro. Je nach Rendite hast Du nach 18 Jahren folgende Beträge zusammen: 

  • Auf dem Tagesgeld- oder Festgeldkonto mit dauerhaft etwa zwei Prozent Jahreszins: 39.000 Euro
  • Im Juniordepot mit langfristig etwa sechs Prozent jährlicher Rendite eines weltweiten Aktien-ETF: 57.400 Euro

Wenn nun andere Verwandte – etwa die Großeltern – nochmal 100 Euro pro Monat drauflegen, verändert sich das Endkapital bei einem ETF-Sparplan mit einer Rendite von sechs Prozent nochmals deutlich. Dein Kind könnte sich nach 18 Jahren über einen stolzen Betrag von 95.700 Euro freuen.

Wie können sich Großeltern, Tanten oder Onkel beteiligen?

Bist Du zwar eine nahestehende Person, aber kein Elternteil, schlage den Erziehungsberechtigten vor, die Geldanlage des Nachwuchses regelmäßig direkt zu bezuschussen – zum Beispiel durch einen Dauerauftrag auf das jeweilige Verrechnungskonto. Um im Namen des Kindes ein Depot oder Ähnliches einzurichten, braucht es die Zustimmung der Eltern.

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